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Muchorschibir

Dorf in der Republik Burjatien (Russland)

Muchorschibir (russisch Мухоршибирь; burjatisch Мухар-Шэбэр, Muchar-Scheber) ist ein Dorf (selo) in der Republik Burjatien (Russland) mit 5207 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Dorf
Muchorschibir
Мухоршибирь (russisch)
Мухар-Шэбэр (burjatisch)
Föderationskreis Ferner Osten
Republik Burjatien
Rajon Muchorschibirski
Erste Erwähnung 1730er-Jahre
Bevölkerung 5207 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 750 m
Zeitzone UTC+8
Telefonvorwahl (+7) 30143
Postleitzahl 671340
Kfz-Kennzeichen 03
OKATO 81 236 825 001
Geographische Lage
Koordinaten 51° 3′ N, 107° 50′ OKoordinaten: 51° 3′ 0″ N, 107° 49′ 30″ O
Muchorschibir (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Muchorschibir (Republik Burjatien)
Red pog.svg
Lage in Burjatien

GeographieBearbeiten

Der Ort liegt etwa 90 km Luftlinie südlich der Republikhauptstadt Ulan-Ude am Nordrand des gut 1300 m hohen Sagan-Kammes (Saganski chrebet). Er befindet sich am Flüsschen Muchorschibirka unweit seiner Mündung in den rechten Chilok-Nebenfluss Suchara (auch Sulchara).

Muchorschibir ist Verwaltungssitz des Rajons Muchorschibirski sowie Sitz und einzige Ortschaft der Landgemeinde Muchorschibirskoje selskoje posselenije.

GeschichteBearbeiten

Eine Ortschaft an Stelle des heutigen Dorfes wurde erstmals in den 1730er-Jahren in den Aufzeichnungen Gerhard Friedrich Müllers erwähnt, der das Gebiet als Teilnehmer der Zweiten Kamtschatkaexpedition bereiste. Im 19. Jahrhundert wurde Muchorschibir Sitz einer Wolost des Ujesds Werchneudinsk, seit 1927 ist es Zentrum eines Rajons.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1939 2798
1959 3647
1970 4399
1979 5118
1989 5903
2002 5474
2010 5207

Anmerkung: Volkszählungsdaten

VerkehrBearbeiten

Durch Muchorschibir verläuft die Fernstraße M55, die Irkutsk mit Tschita verbindet und Teil der transkontinentalen Straßenverbindung ist. Beim Ort zweigt von dieser die Regionalstraße R441 ab, die über das südlich benachbarte Rajonzentrum Bitschura nach Kjachta an der Grenze zur Mongolei führt.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)