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Mszczonów ist eine Stadt im Powiat Żyrardowski in der Woiwodschaft Masowien, Polen. Die Stadt ist gleichzeitig Sitz der Stadt- und Landgemeinde.

Mszczonów
Wappen von Mszczonów
Mszczonów (Polen)
Mszczonów
Mszczonów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Masowien
Powiat: Żyrardowski
Geographische Lage: 51° 58′ N, 20° 32′ OKoordinaten: 51° 58′ 27″ N, 20° 31′ 36″ O
Einwohner: 6428
(31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 96-320
Telefonvorwahl: (+48) 46
Kfz-Kennzeichen: WZY
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Droga krajowa 8
Droga krajowa 50
Schienenweg: Skierniewice–Łuków
Nächster int. Flughafen: Warschau
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 65 Ortschaften
34 Schulzenämter
Fläche: 144,87 km²
Einwohner: 11.568
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 80 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1438023
Verwaltung
Bürgermeister: Józef Grzegorz Kurek
Adresse: Plac Piłsudskiego 1
96-320 Mszczonów
Webpräsenz: www.mszczonow.pl



GeographieBearbeiten

Mszczonów liegt 44 km südwestlich von Warschau.

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung von Mszczonów stammt aus dem Jahr 1245. Grabungen aus Mitte der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts haben Gräber aus der Mitte des zwölften Jahrhunderts zu Tage gefördert. 1377 bekam Mszczonów das Stadtrecht verliehen. Die Stadt wurde bei mehreren Bränden zerstört und anschließend wiederaufgebaut. 1778 wurde zum ersten Mal ein jüdischer Bürger in den Rat der Stadt aufgenommen.

In Mszczonów lebten zwischen den Weltkriegen etwa 2200 Juden, das war etwa die Hälfte der Bevölkerung. Das Städtchen hatte ein reges jüdisches Leben, die Kinder erhielten hebräischen Unterricht. Nach der deutschen Eroberung Polens kam es sofort zu Übergriffen und einem Mord an dreizehn Juden durch deutsche Soldaten. Wenig später wurde die Synagoge in Brand gesetzt, in der sich obdachlose Juden eingerichtet hatten und nun verbrannten. Im Dezember 1939 wurde ein Judenrat angeordnet und die Kennzeichnung der Juden mit einem Davidsternarmband. Ende 1940 wurde ein Zwangsghetto eingerichtet und am 6. Februar 1941 wurden ungefähr 2000 Juden von dort in das Warschauer Ghetto deportiert. Am 8. Juli 1942 wurden auch die noch verbliebenen Arbeiter nach Warschau deportiert.

Am 6. September 1939 wurde die Stadt von der deutschen Luftwaffe bombardiert. Am Ende des Krieges war die Stadt zu 85 % zerstört. Am 16. Januar 1945 war die deutsche Besatzung beendet.

Zwischen 1960 und 1972 war Mszczonów Sitz der Gromada Mszczonów.[2] Von 1975 bis 1998 gehörte Mszczonów zur Woiwodschaft Skierniewice.[3]

GemeindeBearbeiten

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde hat eine Flächenausdehnung von 144,87 km². 77 % des Gemeindegebiets werden landwirtschaftlich genutzt, 16 % sind mit Wald bedeckt.[4]

SołectwoBearbeiten

Zur Gemeinde Mszczonów gehören insgesamt 65 Ortschaften davon sind 34 Schulzenämter (Sołectwo) Adamowice, Badowo-Dańki, Badowo-Mściska, Badów Górny, Bobrowce, Ciemno-Gnojna, Gąba, Grabce Józefpolskie, Grabce-Towarzystwo, Janówek, Kamionka, Kowiesy, Lindów, Lutkówka, Lutkówka-Kolonia, Marianka, Marków-Towarzystwo, Nosy-Poniatki, Olszówka, Nowy Dworek, Osuchów, Pawłowice, Piekarowo, Piekary, Sosnowica, Strzyże, Suszeniec, Świnice, Wręcza, Wygnanka, Wymysłów, Zbiroża, Zimna Woda, Zimnice.
Des Weiteren gehören noch diese Ortschaften noch zur Gemeinde Adamówek, Bronisławka, Bronisławów, Budy-Strzyże, Budy-Zasłona, Chudolipie, Czekaj, Dębiny Osuchowskie, Długowizna, Dwórzno, Edwardowo, Grabce Wręckie, Huta Piekarska, Kaczków, Kowiesowo, Lublinów, Lutkówka Druga, Małachowszczyzna, Marków-Świnice, Michalin, Nowe Poręby, Olszewek, Osuchów-Kolonia, Pieńki Osuchowskie, Pieńki-Strzyże, Podlindowo, Pogorzałki, Powązki, Tłumy, Władysławów, Wólka Wręcka.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Der durch die Stadt verlaufende Teil der Droga krajowa 8 wird zu einem späteren Zeitpunkt Teil der Droga ekspresowa S8 und entsprechend umgewidmet. Sie kreuzt sich im Stadtgebiet mit der Droga krajowa 50.[5]

Der Bahnhof Mszczonów liegt an der nur noch von Güterverkehr befahrenen Bahnstrecke Skierniewice–Łuków.

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Mszczonów, in: Guy Miron (Hrsg.): The Yad Vashem encyclopedia of the ghettos during the Holocaust. Jerusalem : Yad Vashem, 2009 ISBN 978-965-308-345-5, S. 503f.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Mszczonów – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

FußnotenBearbeiten

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.
  2. Uchwała Nr IV-9/59 Wojewódzkiej Rady Narodowej w Warszawie z dnia 18 września 1959 r. w sprawie zmian granic niektórych gromad i przeniesienia siedzib niektórych gromadzkich rad narodowych w województwie warszawskim (Dziennik Urzędowy Wojewódzkiej Rady Narodowej w Warszawie z dnia 15 grudnia 1959 r., Nr. 12, Poz. 438)
  3. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF; 802 kB)
  4. regioset.pl (pl/en abgerufen 12. Januar 2010) (Memento des Originals vom 11. September 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.regioset.pl
  5. Verlauf der S8 bei motorways-exitlists.com (englisch, abgerufen 14. Januar 2010)