Moorenweis

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Moorenweis
Moorenweis
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Moorenweis hervorgehoben

Koordinaten: 48° 9′ N, 11° 5′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Fürstenfeldbruck
Höhe: 566 m ü. NHN
Fläche: 45,45 km2
Einwohner: 4109 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82272
Vorwahl: 08146
Kfz-Kennzeichen: FFB
Gemeindeschlüssel: 09 1 79 138
Gemeindegliederung: 15 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ammerseestr. 8
82272 Moorenweis
Website: www.moorenweis.de
Bürgermeister: Josef Schäffler (CSU)
Lage der Gemeinde Moorenweis im Landkreis Fürstenfeldbruck
AmmerseeLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis StarnbergLandkreis MünchenLandkreis Landsberg am LechLandkreis DachauMünchenAdelshofen (Oberbayern)AllingAlthegnenbergEgenhofenEichenauEmmering (Landkreis Fürstenfeldbruck)FürstenfeldbruckGermeringGrafrathGröbenzellHattenhofen (Bayern)JesenwangKottgeiseringLandsberiedMaisachMammendorfMittelstetten (Oberbayern)MoorenweisOberschweinbachOlchingPuchheimSchöngeisingTürkenfeldKarte
Über dieses Bild
Moorenweis von Nordosten
Pfarrkirche in Moorenweis
Pfarrhof und Pfarrkirche in Dünzelbach
Grunertshofen von Südosten
Sanftwelliges Ackerland bei Römertshofen
Steinbach von Nordwesten

Moorenweis ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Fürstenfeldbruck im Regierungsbezirk Oberbayern.

GeographieBearbeiten

Moorenweis liegt etwa 14 Kilometer westsüdwestlich von Fürstenfeldbruck. Im Gemeindegebiet befindet sich die Quelle der Maisach.

Die Gemeinde hat 15 amtlich benannte Gemeindeteile:[2]

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Moorenweis wurde um 753 erstmals in einer Urkunde des Klosters Wessobrunn erwähnt. Das Kloster war ab dem 13. Jahrhundert bis zur Säkularisation 1803 die wichtigste Grundherrschaft am Ort. Die Gemeinde Moorenweis entstand im Jahr 1818.

EingemeindungenBearbeiten

Anlässlich der Gemeindegebietsreformen in Bayern wurde Moorenweis am 1. Juli 1972 um die ehemaligen Gemeinden Dünzelbach, Eismerszell, Purk und Steinbach vergrößert.[3] Am 1. Mai 1978 kam Grunertshofen hinzu.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2938 auf 4109 Einwohner bzw. um 39,9 %.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit 2002 Joseph Schäffler (CSU).

GemeinderatBearbeiten

Der seit dem 1. Mai 2014 amtierende Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen:

  • CSU 8 Sitze
  • Bürgervereinigung 6 Sitze
  • Gemeinschaft 2 Sitze

WappenBearbeiten

WappenbeschreibungBearbeiten

In Silber aus blauem Wellenschildfuß wachsend zwei schwarze Mooskolben mit grünen Stängeln und grünen Blättern; dazwischen schräg gekreuzt ein roter Kreuzstab und ein roter Schlüssel.

WappengeschichteBearbeiten

Der Wellenschildfuß und die daraus wachsenden Mooskolben (Rohrkolben) verweisen auf die Lage der Gemeinde im Quellgebiet der Maisach und die in den Feuchtgebieten typische Flora. Sie ergeben zudem ein für den auf Moorwiesen anspielenden Gemeindenamen passendes Bild. Der rote Kreuzstab, Attribut des heiligen Sixtus, symbolisiert den Patron der Pfarrkirche Moorenweis und die historische Bedeutung der Pfarrkirche als Grundherrschaft. Der Schlüssel ist die Minderung des Klosterwappens von Wessobrunn (zwei gekreuzte Schlüssel) und erinnert an die schon im 13. Jahrhundert nachweisbaren Besitzungen des Klosters in Moorenweis und die bis zur Säkularisation 1803 wichtigste Grundherrschaft im Dorf. Die Farben Weiß und Rot beziehen sich auf die Zugehörigkeit der Pfarrei zum Bistum Augsburg.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

BodendenkmälerBearbeiten

Siehe: Liste der Bodendenkmäler in Moorenweis

WirtschaftBearbeiten

Die Wirtschaft ist durch land- und forstwirtschaftliche sowie mittelständische Betriebe geprägt.

VerkehrBearbeiten

Moorenweis wird von der Staatsstraße 2054 durchquert. Der Ort ist Teil des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes. Mit vier Buslinien sowie einem RufTaxi ist Moorenweis an den ÖPNV angeschlossen. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in den Nachbargemeinden Grafrath bzw. Türkenfeld. Von dort aus verkehrt die S-Bahn-Linie S4 Richtung München bzw. Geltendorf.

Radwegverbindungen gibt es keine, weder in angrenzende Ortsteile noch in Nachbargemeinden. Der Bau eines seit Jahrzehnten geplanten Radwegs entlang der Staatsstraße 2054 Richtung Jesenwang war im Jahr 2010 aufgrund finanzieller Unsicherheiten letztendlich abgesagt worden, obwohl das Projekt kurz vor einer positiven Entscheidung stand. Somit ist mit einer Realisierung in absehbarer Zeit wohl nicht mehr zu rechnen. Damit verbunden ist auch eine angedachte straßenbegleitende Radweg-Verbindung zum Bahnhof Grafrath weiter in die Ferne gerückt.

WeblinksBearbeiten

Commons: Moorenweis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Moorenweis in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 10. September 2019.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 466.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 577.