Mondovì

italienische Gemeinde

Mondovì (piemontesisch: ël Mondvì [əlmʊn'dwi]) ist eine italienische Stadt mit 22.360 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019) im Südwesten des Piemont in der Provinz Cuneo.

Mondovì
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Mondovì (Italien)
Mondovì
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Cuneo (CN)
Koordinaten 44° 23′ N, 7° 49′ OKoordinaten: 44° 23′ 0″ N, 7° 49′ 0″ O
Höhe 559 m s.l.m.
Fläche 87 km²
Einwohner 22.360 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte 257 Einw./km²
Postleitzahl 12084
Vorwahl 0174
ISTAT-Nummer 004130
Volksbezeichnung Monregalesi (selten Mondoviti)
Schutzpatron Regina Montis Regalis
Website Mondovi
Mondovì
Mondovì

Die Bewohner werden meist Monregalesi genannt, nach dem lateinischen Namen der Stadt, Montis Regalis (selten auch Mondoviti).

GeographieBearbeiten

Die Stadt liegt zwischen Turin und Savona am Fluss Ellero, circa 395 bis 559 m s.l.m. Die zur Gemeinde gehörende Fläche beträgt 87 km².

Sie besteht aus den Stadtteilen (Rioni) Piazza (Altstadt), Breo (Unterstadt), Carassone und Altipiano (im 20. Jahrhundert erbaut). Darüber hinaus gehören zum Gemeindegebiet die Dörfer Sant’Anna Avagnina, Merlo, Sciolli, Rifreddo, Gratteria, San Giovanni Govoni, San Quintino, Breolungi, Pogliola, San Biagio und Pascomonti.

Die Nachbargemeinden sind Bastia Mondovì, Briaglia, Carrù, Cigliè, Magliano Alpi, Margarita, Monastero di Vasco, Morozzo, Niella Tanaro, Pianfei, Rocca de’ Baldi, Vicoforte und Villanova Mondovì.

 
Turm des Belvedere

GeschichteBearbeiten

Die Stadt wurde ursprünglich als „Mont ëd vico“ (Monte di Vico) im Jahr 1198 gegründet. Sie ist seit dem 14. Jahrhundert katholischer Bischofssitz.

Älter als Mondovì selbst sind einige seiner Stadtteile, vor allem Breolungi, eine Siedlung der Bagienni, die im 2. Jahrhundert v. Chr. von den Römern unterworfen wurden. In der spätkarolingischen Periode wurde Breolungi von einer Zivilregierung verwaltet, genannt Komitee von Bredulo, wobei Bredulo der Sitz des Komitees war und davon ausgegangen wird, dass er mit Breolungi identisch ist. Im Jahr 901 wurde die Führung des Komitees dem Bischof von Asti übertragen. Im 12. Jahrhundert schließlich verschwand es.

Im Jahr 1796 schlug Napoleon in einer Schlacht in der Nähe die Armee des Königreichs Sardinien.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

In Mondovì ansässig sind stahlverarbeitende, pharmazeutische, chemische und Papierindustrie sowie eine Außenstelle des polytechnischen Instituts der Universität Turin.

Mondovì hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke TurinSavona. Östlich der Stadt verläuft die Autostrada A6, an die Mondovì durch die Anschlussstelle 63 angebunden ist.

Seit 1886 verkehrt eine 550 m lange Standseilbahn zwischen Breo und Piazza. Die Bahn wurde anfänglich von einer 8 PS-Dampfmaschine angetrieben, wurde aber bereits 1887 auf Wasserballast umgebaut. 1926 wurde der elektrische Antrieb eingeführt. Die Bahn war von 1975 bis 2006 außer Betrieb.[2]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kathedrale San Donato (1743–1753)
  • Kirche San Francesco Saverio (1664–1678), mit Gemälden des Architekten und Malers Andrea Pozzo
  • Kapelle Santa Croce aus dem 14. Jahrhundert mit einem gotischen Freskenzyklus
  • Mittelalterliche Stadtmauer (12. Jahrhundert)
  • Torre del Belvedere aus dem 13./14. Jahrhundert
  • Synagoge

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Kulinarische SpezialitätenBearbeiten

In der näheren Umgebung der Gemeinde wird Weinbau betrieben. Die Beeren der Rebsorten Spätburgunder und/oder Chardonnay dürfen zum Schaumwein Alta Langa verarbeitet werden. Eine weitere Spezialität der Region ist der Rotwein Barbera.

WeblinksBearbeiten

Commons: Mondovì – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. La Funicolare. Comune di Mondoví, abgerufen am 2. Dezember 2019 (italienisch).