Moleno

ehemalige Gemeinde in der Schweiz
Moleno
Wappen von Moleno
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bellinzonaw
Kreis: Kreis Bellinzona
Gemeinde: Bellinzonai2
Postleitzahl: 6524
Koordinaten: 719940 / 125259Koordinaten: 46° 16′ 5″ N, 8° 59′ 40″ O; CH1903: 719940 / 125259
Höhe: 270 m ü. M.
Fläche: 7,4 km²
Einwohner: 123 (31. Dezember 2016)
Einwohnerdichte: 17 Einw. pro km²
Website: www.bellinzona.ch
Moleno

Moleno

Karte
Moleno (Schweiz)
Moleno
ww
Gemeindestand vor der Fusion am 1. April 2017
Kirche San Vittore Mauro
Ripiano Brücke

Moleno (lombardisch Mòlon [ˈmɔlon][1]) ist ein Ortsteil der Gemeinde Bellinzona im Schweizer Kanton Tessin. Bis zum 1. April 2017 bildete er eine selbständige politische Gemeinde, die zum damaligen Kreis Ticino gehörte.

GeographieBearbeiten

Moleno liegt südlich der Leventina am westlichen Ufer des Flusses Tessin, ungefähr 8 Kilometer nördlich des Zentrums der Kantonshauptstadt Bellinzona.

GeschichteBearbeiten

Das Dorf findet sich erstmals 1213 als de Moleno (Abschrift von 1588) erwähnt, dann 1256 als a Rivo de Moline. Von 1181 an besassen die Capitanei von Locarno Zehntenrechte, die sie vom Bischof von Como erhalten hatten. Moleno bildete im Mittelalter eine Nachbarschaft (vicinia) mit Preonzo und besass eigene Statuten; 1335 ist es als Gemeinde der Grafschaft Bellinzona bezeugt.

Am 2. April 2017 schloss sich Moleno mit den damaligen Gemeinden Camorino, Claro, Giubiasco, Gnosca, Gorduno, Gudo, Monte Carasso, Pianezzo, Preonzo, Sant’Antonio und Sementina der Gemeinde Bellinzona an.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1567 1784 1850 1900 1920 1950 1990 2000[2] 2010 2016
Einwohner 150 100 145 111 99 78 76 105 116 123

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.[3]

  • Pfarrkirche San Vittore Mauro[4]
  • Wohnhaus mit Fresko Madonna mit Kind und Heilige[4]
  • Ripiano Steinbrücke[4].

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Commons: Moleno – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 602. Die Bedeutung des Ortsnamens ist unklar.
  2. Giuseppe Chiesi: Moleno. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 3. Mai 2017.
  3. Liste der Ortsbilder von nationaler Bedeutung, Verzeichnis auf der Website des Bundesamts für Kultur (BAK), abgerufen am 10. Januar 2018.
  4. a b c Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 58.