Mitte (Bremerhaven)

Stadtteil in Bremerhaven

Bremerhaven-Mitte ist ein Stadtteil im Stadtbezirk Nord der Stadtgemeinde Bremerhaven im deutschen Land Bremen. Mit dem (bremischen) Alten Hafen war er die Keimzelle „Bremerhavens“.

Mitte
Stadtgemeinde Bremerhaven
Koordinaten: 53° 32′ 38″ N, 8° 34′ 55″ O
Höhe: 1 m ü. NHN
Fläche: 8,32 km²[1]
Einwohner: 12.633 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.518 Einwohner/km²
Postleitzahl: 27568
Vorwahl: 0471
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Über dieses Bild
Lage von Mitte in Bremerhaven

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Bremerhaven-Mitte liegt an der Wesermündung. Der zentrale Stadtteil grenzt im Norden an den Stadtteil Lehe (Bremerhaven), im Süden und Osten an die Geeste. In den Stadtteil Geestemünde führen drei Brücken. Alte Bremerhavener aus Geestemünde oder Lehe sagen, wenn sie nach Mitte fahren, sie fahren „nach Bremerhaven“.

GliederungBearbeiten

Ortsteile km² Einwohner
Mitte-Nord 0,92 7399
Mitte-Süd 7,40 5234

(Stand: 31. Dezember 2018; Quelle:[1])

GeschichteBearbeiten

 
Bremerhaven-Mitte: Marktplatz um 1880 (heute Theodor-Heuss-Platz)
 
Nördlicher Blick über Mitte

Am 1. April 1938 wurde das Hafengebiet Bremerhavens ausgegliedert und der Stadt Bremen angeschlossen. Am 1. November 1939 wurde die preußische Stadt Wesermünde mit der Bremer Stadt Bremerhaven zusammengelegt. Die neue Großstadt trug den Namen Wesermünde und gehörte zunächst zur preußischen Provinz Hannover.

Die Luftangriffe auf Wesermünde zerstörten den Stadtteil Mitte fast vollständig. Er verlor den Großteil seiner Bevölkerung. Durch eine Übereinkunft der britischen und amerikanischen Besatzungsbehörden von 1947 wurden das Stadt- und Landgebiet Bremens sowie der Stadtkreis Wesermünde rückwirkend zum 1. Januar 1947 zu einem als Land zu bezeichnenden Verwaltungsgebiet erklärt. 1947 wurde die Stadt Wesermünde durch die Landesregierung, den Bremer Senat, in Bremerhaven umbenannt.

Nach dem Krieg standen nur noch wenige Gebäude, unter anderem das ausgebrannte Stadttheater, die alten Kaufhäuser von Karstadt und Ketelsen sowie die Ruine der Großen Kirche. Nach Plänen des Stadtplaners Ernst May wurde der Stadtteil Mitte konsequent auf die Weser und die davor liegenden Hafenbecken ausgerichtet. Der Wiederaufbau begann zögerlich erst ab den 1960er Jahren, zunächst mit den Geschäftshäusern und der Rekonstruktion der Großen Kirche an der Bürgermeister-Smidt-Straße und so dann mit den Wohnhäusern und Wohnhochhäusern zwischen Geeste und „Bürger“. Der Bau des Columbus-Center erfolgte Anfang der 1970er Jahre. 1973 entstand das Deutsche Schifffahrtsmuseum nach Plänen von Hans Scharoun.

Die Hochschule Bremerhaven wurde ab 1975 ausgebaut und erweitert, wobei Gottfried Böhm die zentralen Gebäude entworfen hatte. 1980 entstand das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) nach Plänen von Oswald Mathias Ungers. Ab 1982 fuhr die Straßenbahn nicht mehr durch die Bürger, die durch verschiedene Ausbauten in den 1980er-Jahren bis um 2005 zur Fußgängerzone umgestaltet wurde. Das Deutsche Auswandererhaus entstand 2005.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
2000 12.385 [2]
2005 12.106 [3]
2010 11.831 [4]
2015 12.883 [5]
2018 12.633 [1]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Theater und MuseenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Äquatorial-Uhr von Bodo Sturmheit und Heinrich Kramer (1967)

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

BildungBearbeiten

Grundschulen

Sekundarstufe I

  • Abendschule
  • Edith-Stein-Schule (Privatschule, Katholische Schule Bremerhaven)

Gymnasium, Sekundarstufe II

  • Abendschule
  • Lloyd Gymnasium Bremerhaven, Grazer Straße, Wiener Straße
  • Schulzentrum Geschwister Scholl

Berufliche Schulen

  • Schulzentrum Bürgermeister-Smidt – Kaufmännische Lehranstalten (KLA)
  • Schulzentrum Geschwister Scholl – Berufsbildende Schulen Sophie Scholl (Ehemals Lehranstalten für Sozialpädagogik und Hauswirtschaft)

Fachoberschulen (FOS)

  • Fachoberschule Gesundheit und Soziales an den Berufsbildenden Schulen Sophie Scholl
  • Berufsfachschule für Gestaltungstechnische Assistenten, Mode&Design
  • Fachoberschule Wirtschaft an der KLA

Andere

KirchenBearbeiten

SportBearbeiten

 
Trainingshalle der TSG Bremerhaven
  • Tanzsportzentrum Rudloffstraße 121
  • Walter-Kolb-Halle, Walter-Kolb-Weg 1
  • Weser-Strandbad
  • Tanzsportgemeinschaft Bremerhaven, (TSG Bremerhaven)

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Mitte ist das Einkaufs-, Dienstleistungs- und Kulturzentrum von Bremerhaven.

VerkehrBearbeiten

Viele Linienbusse der BremerhavenBus führen durch die „Bürger“ und verbinden Mitte mit allen anderen Stadtteilen und Vororten.

Mit dem Auto ist der Stadtteil über die Bundesstraße 212 und die Bundesautobahn 27 (Anschlussstellen Bremerhaven Geestemünde und Zentrum) zu erreichen.

PersönlichkeitenBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Mitte (Bremerhaven) – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Statistischer Kurzbericht. (PDF; 191 kB) 4. Quartal 2018. In: Webseite Stadt Bremerhaven. Magistrat Bremerhaven – Bürger- und Ordnungsamt, 31. Dezember 2018, S. 2, abgerufen am 4. April 2020.
  2. Statistischer Kurzbericht. (PDF; 59 kB) September 2001. In: Webseite Stadt Bremerhaven. Magistrat Bremerhaven – Statistisches Amt und Wahlamt, 31. Dezember 2000, S. 2, abgerufen am 4. April 2020.
  3. Statistischer Kurzbericht. (PDF; 153 kB) Februar 2006. In: Webseite Stadt Bremerhaven. Magistrat Bremerhaven – Statistisches Amt und Wahlamt, 31. Dezember 2005, S. 2, abgerufen am 4. April 2020.
  4. Statistischer Kurzbericht. (PDF; 104 kB) Oktober 2011. In: Webseite Stadt Bremerhaven. Magistrat Bremerhaven – Bürger- und Ordnungsamt, 31. Dezember 2010, S. 2, abgerufen am 4. April 2020.
  5. Statistischer Kurzbericht. (PDF; 113 kB) Oktober 2016. In: Webseite Stadt Bremerhaven. Magistrat Bremerhaven – Bürger- und Ordnungsamt, 31. Dezember 2015, S. 2, abgerufen am 4. April 2020.