Die Wahl zur Miss USA ist ein jährlich ausgetragener Schönheitswettbewerb, bei dem die schönste Frau der USA ermittelt werden soll. Diesen Anspruch teilt die Veranstaltung jedoch mit der Wahl zur Miss America.

Erin Brady (Connecticut), Miss USA 2013
Olivia Culpo (Rhode Island), Miss USA 2012
Alyssa Campanella (Kalifornien), Miss USA 2011
Rima Fakih (Michigan), Miss USA 2010
Kristen Dalton (North Carolina), Miss USA 2009
Crystle Stewart (Texas), Miss USA 2008
Rachel Smith (Tennessee), Miss USA 2007
Tara Conner (Kentucky), Miss USA 2006

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die Miss USA wurde erstmals 1952 gewählt. Im Jahr zuvor hatte sich die frisch gekürte Miss America, Yolande Betbeze, geweigert, im Badeanzug für Fotos zu posieren. Der Bademodenhersteller Catalina, einer der Sponsoren der Veranstaltung, schied daraufhin aus der Gruppe der Sponsoren aus und rief eine Konkurrenzveranstaltung ins Leben, die Wahl zur Miss USA. Daneben begründete er auch die Wahl zur Miss Universe, bei der die schönste Frau der Welt gewählt werden soll.

Die Veranstaltung erreichte den Höhepunkt ihrer Popularität in den 1960er Jahren. Seither hat sie wie alle Schönheitskonkurrenzen erheblich an Publikumswirksamkeit eingebüßt. Auch steht sie unter dem steten Beschuss feministischer Kritiker. Dem Vorwurf, eine entwürdigende Fleischbeschau zu präsentieren, entgegnen die Veranstalter mit den Hinweis, dass bei der Wahl nicht nur die Schönheit, sondern durchaus auch persönliche und intellektuelle Vorzüge den Ausschlag gäben.

1957 wurde der Siegerin Leona Gage (der vormaligen Miss Maryland) der Titel aberkannt, da ans Licht kam, dass sie zum einen minderjährig, außerdem zum zweiten Mal verheiratet und zudem bereits Mutter war. Der Titel ging auf die zweitplatzierte Charlotte Sheffield aus Utah über.

Mit 8 Misses stellte der Bundesstaat Texas bis heute die meisten Siegerinnen, gefolgt von Kalifornien (5), Hawaii und Illinois (je 4). 1967, 1980, 1995 und 1997 gab es wegen eines Patts der Stimmenzahl zwei Gewinnerinnen.

OrganisationBearbeiten

Anders als bei den Miss America-Wahlen, die bis 2005 jährlich in Atlantic City stattfanden, wechselt der Krönungsort der Miss USA jährlich. Teilnehmerinnen sind die Siegerinnen der Konkurrenzen auf Bundesstaatsebene. Diese tragen seit Mitte der 1980er Jahre den Titel Miss (Bundesstaat) USA (also etwa Miss Delaware USA), um Verwechslungen mit den zuvor gleichlautenden Titeln der Miss America-Vorausscheidungen zu vermeiden (also mit der Miss Delaware). Während sich die Siegerinnen der Miss America für die Wahl zur Miss World qualifizieren, nimmt die amtierende Miss USA an der Miss Universe-Wahl teil.

Die Organisations- und Vermarktungsgesellschaft Miss Universe Organization ist ein Joint Venture von Donald Trump und dem Fernsehsender NBC. Sie ist auch für die Ausrichtung der Miss Universe und der Miss Teen USA verantwortlich. Sie setzt sich auch für die Bekämpfung und Vorbeuge von Brustkrebs ein. Dieses Anliegen wird seit Jahren – auch bei der Wahl selbst – prominent thematisiert.

Liste der SiegerinnenBearbeiten

Jahr Siegerin Bundesstaat
1952 Jackie Loughery New York
1953 Myrna Hansen Illinois
1954 Mirian Stevenson* South Carolina
1955 Carlene Johnson Vermont
1956 Carol Morris Iowa
1957 Mary Leona Gage** Maryland
Charlotte Sheffield Utah
1958 Eurlene Howell Louisiana
1959 Terry Huntingdon Kalifornien
1960 Linda Bement* Utah
1961 Sharon Brown (Model) Louisiana
1962 Macel Leilani Wilson Hawaii
1963 Marite Ozers Illinois
1964 Bobbi Johnson District of Columbia
1965 Sue Ann Downey Ohio
1966 Maria Remenyi Kalifornien
1967 Sylvia Hitchcock* Alabama
Cheryl Patton Florida
1968 Dorothy Anstett Washington
1969 Wendy Dascomb Virginia
1970 Deborah Shelton Virginia
1971 Michele McDonald Pennsylvania
1972 Tanya Wilson Hawaii
1973 Amanda Jones Illinois
1974 Karen Morrison Illinois
1975 Summer Bartholomew Kalifornien
1976 Barbara Petersen Minnesota
1977 Kimberly Tomes Texas
1978 Judi Anderson Hawaii
1979 Mary Freil New York
1980 Shawn Weatherly* South Carolina
Jineane Ford Arizona
1981 Kim Seelbrede Ohio
1982 Terri Utley Arkansas
1983 Julie Hayek Kalifornien
1984 Mai Shanley New Mexico
1985 Laura Martinez-Harring Texas
1986 Christy Fichtner Texas
1987 Michelle Royer Texas
1988 Courtney Gibbs Texas
1989 Gretchen Polhemus Texas
1990 Carole Gist Michigan
1991 Kelli McCarty Kansas
1992 Shannon Marketic Kalifornien
1993 Kenya Moore Michigan
1994 Lu Parker South Carolina
1995 Chelsi Smith* Texas
Shanna Moakler New York
1996 Ali Landry Louisiana
1997 Brook Mahealani Lee* Hawaii
Brandi Sherwood Idaho
1998 Shawnae Jebbia Massachusetts
1999 Kimberly Pressler New York
2000 Lynnette Cole Tennessee
2001 Kandace Krueger Texas
2002 Shauntay Hinton District of Columbia
2003 Susie Castillo Massachusetts
2004 Shandi Finnessey Missouri
2005 Chelsea Cooley North Carolina
2006 Tara Conner Kentucky
2007 Rachel Smith Tennessee
2008 Crystle Stewart Texas
2009 Kristen Dalton North Carolina
2010 Rima Fakih Michigan
2011 Alyssa Campanella Kalifornien
2012 Olivia Culpo* Rhode Island
Nana Meriwether Maryland
2013 Erin Brady Connecticut
2014 Nia Sanchez Nevada

* wurde später auch zur Miss Universe gekürt.

** Titel wurde später wieder aberkannt.

Anzahl der Häufigkeit der Siege der BundesstaatenBearbeiten

Land Titelanzahl Jahr
  Texas
9
1977, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1995, 2001, 2008
  Kalifornien
6
1959, 1966, 1975, 1983, 1992, 2011
  Hawaii
4
1962, 1972, 1978, 1997
  Illinois 1953, 1963, 1973, 1974
  New York 1952, 1979, 1995, 1999
  Michigan
3
1990, 1993, 2010
  Louisiana 1958, 1961, 1996
  South Carolina 1954, 1980, 1994
  Massachusetts
2
1998, 2003
  Ohio 1965, 1981
  North Carolina 2005, 2009
  Tennessee 2000, 2007
  Utah 1957, 1960
  Virginia 1969, 1970
  Alabama
1
1967
  Arizona 1980
  Arkansas 1982
  Connecticut 2013
  Florida 1967
  Idaho 1997
  Iowa 1956
  Kansas 1991
  Kentucky 2006
  Maryland 2012
  Minnesota 1976
  Missouri 2004
  New Mexico 1984
  Nevada 2014
  Pennsylvania 1971
  Rhode Island 2012
  Vermont 1955
  Washington 1968

Maryland gewann mit Mary Leona Gage bereits 1957 einen Titel, dieser wurde ihr aber wieder aberkannt. Alle anderen Staaten konnten noch keinen Sieg erringen.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Miss USA – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten