Miroslav Rys

tschechischer Eishockey- und Fußballspieler

Miroslav Rys (* 17. August 1932 in Rozdělov, heute Kladno; † 27. November 2020[1]) war ein tschechoslowakischer Fußball- und Eishockeyspieler.

Miroslav Rys
Personalia
Geburtstag 17. August 1932
Geburtsort RozdělovTschechoslowakei
Position Abwehrspieler
Junioren
Jahre Station
Sparta Kladno
Baník Kladno
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1955–1958 Baník Kladno
1958–1959 RH Bratislava
1959–1960 RH Brno
1960–1968 SONP Kladno
1968–1980 Sparta Chicago
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1957–1958 Tschechoslowakei B 7 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
Sparta Chicago
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

FußballBearbeiten

Rys begann mit dem Fußballspielen bei Sparta Kladno, danach spielte er für Baník Kladno. Den Sprung in die erste Mannschaft schaffte der Abwehrspieler mit nur 17 Jahren in der Saison 1955. In den Jahren 1957 und 1958 bestritt Rys sieben Spiele für die tschechoslowakische B-Nationalmannschaft. Kladno stieg 1958 aus der höchsten tschechischen Spielklasse ab, schaffte aber schon 1960 den Wiederaufstieg. Rys absolvierte in den Jahren dazwischen seinen Wehrdienst bei RH Bratislava und RH Brno. Der nächste Abstieg mit Kladno folgte 1965.

Für Kladno bestritt Rys 188 Erstligaspiele, in denen er 18 Tore schoss. Insgesamt absolvierte Rys für Kladno 606 Spiele und erzielte 101 Treffer.

Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings durch die Truppen der Warschauer-Pakt-Staaten 1968 emigrierte Rys über Jugoslawien und Österreich in die Vereinigten Staaten, wo er noch bis 1980 für Sparta Chicago spielte. Für diesen Klub war er auch als Trainer und Präsident tätig.[2]

EishockeyBearbeiten

Rys spielte seit seiner Jugend Eishockey für SONP Kladno, mit dem er in der Saison 1958/59 tschechoslowakischer Meister.[3][4] Rys repräsentierte die tschechoslowakische Nationalmannschaft bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 1959 und gewann mit der Auswahl die Bronzemedaille.[5][6]

Für Kladno bestritt Rys insgesamt 301 Spiele, in denen er 153 Tore erzielte.

PrivatesBearbeiten

Rys verlor seinen Sohn Miro 1977 durch einen Verkehrsunfall[2], sein zweiter Sohn Roman wurde am 8. Juni 1984 auf offener Straße erschossen.[7] Nicht zuletzt deshalb kehrte er vier Jahre nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes in seine Heimat zurück.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Odešla legenda z Kladna. Rys (†88) byl obojživelník, hrál i za Spartu Chicago
  2. a b Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven:@1@2Vorlage:Toter Link/www.elibero.cz Miroslav Rys: Život mě naučil nefňukat Interview mit Miroslav Rys auf elibero.cz vom 23. Dezember 2008, zuletzt abgerufen am 24. Februar 2009, tschechisch
  3. hokej.cz, Historie hokejové ligy, sezona 1958-1959, tschechisch
  4. Hokejové legendy se musely podpírat, ale s úsměvem denik.cz vom 18. Januar 2009, zuletzt abgerufen am 24. Februar 2009, tschechisch
  5. Hráči s účastí na "velkém" turnaji (s méně než 50 zápasy za Československo a ČR), tschechisch
  6. hokej.cz, Reprezentace 1951-1960, tschechisch
  7. Youth convicted of gang slaying (Memento des Originals vom 28. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.highbeam.com Chicago Sun-Times vom 2. August 1986, zuletzt abgerufen am 24. Februar 2009, englisch