Miroslav Broda

deutscher Tischtennisspieler

Miroslav Broda (* 29. August 1964 in Třinec) ist ein deutscher Tischtennisspieler tschechischer Abstammung. Er wurde deutscher Meister im Doppel.

Zeit in der ČSSRBearbeiten

Seine Karriere begann Broda in Tschechien. Hier spielte er ab 1971 im Verein Třinec und ab 1974 bei Vitkovice Ostrava, mit dem er fünfmal die Landesmeisterschaft gewann.

Broda gewann fünfmal die tschechische Mannschaftsmeisterschaft.[1] Von 1979 bis 1982 nahm er vier Mal an Jugend-Europameisterschaften teil. Dabei wurde er 1981 im Einzel Zweiter. Im Doppel mit seinem Zwillingsbruder Vladislav Broda erreichte er 1981 und 1982 das Endspiel.[2] 1980 wurde er mit dem Jugendteam Mannschafts-Europameister.

Seinen ersten Einsatz im Nationalteam hatte Broda im Alter von 14 Jahren. 1981 nahm er an der Weltmeisterschaft in Novi Sad teil und erreichte mit der Nationalmannschaft Platz 4. Bei der Weltmeisterschaft 1983 kam die Mannschaft nur auf Platz 10. 1982, 1984 und 1986 wurde er für die Europameisterschaft nominiert. Dabei wurde er im Mannschaftswettbewerb 1982 Zweiter und 1984 Dritter.[1]

Zeit in DeutschlandBearbeiten

Seit Anfang der 1990er Jahre lebt Broda in Deutschland. 1991 erhielt er die deutsche Staatsbürgerschaft.[3] Seither spielte er mit mehreren Vereinen in der ersten und zweiten Bundesliga, später auch in unteren Ligen.

1998 wurde Broda in Saarbrücken mit seinem Bruder Vladislav Deutscher Meister im Doppel. Bereits 1993 waren sie Dritter geworden, 1997 hatten sie das Endspiel erreicht.[16]

PrivatBearbeiten

Miroslav Broda hat einen Zwillingsbruder Vladislav, mit dem er bei mehreren Vereinen gemeinsam in einer Mannschaft spielte (z. B. Jülich, Bergneustadt). Sein älterer Bruder Bobuslav (* 19. November 1962) trat ab 1992 für die 2. Mannschaft von Jülich an. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sein Sohn Jan spielt im Penholder-Stil (in der Saison 2016/17) mit der dritten Mannschaft des TTC Jülich in der Verbandsliga[17].

Ergebnisse aus der ITTF-DatenbankBearbeiten

[18]

Verband Veranstaltung Jahr Ort Land Einzel Doppel Mixed Team
TCH  Europameisterschaft  1982  Budapest  HUN     Viertelfinale     
TCH  Jugend-Europameisterschaft (Junioren)  1982  Hollabrunn  AUT     Silber     
TCH  Jugend-Europameisterschaft (Junioren)  1981  Topolcany  TCH   Silber  Silber     
TCH  Jugend-Europameisterschaft (Junioren)  1980  Poznań  POL         1
TCH  Weltmeisterschaft  1983  Tokio  JPN   letzte 128  letzte 32  letzte 64  10 
TCH  Weltmeisterschaft  1981  Novi Sad  YUG   letzte 128  letzte 64  keine Teiln. 

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven:@1@2Vorlage:Toter Link/www.ttc-altena.de Homepage des TTC Altena (abgerufen am 21. Oktober 2006)
  2. Jugend-Europameisterschaften (abgerufen am 7. Januar 2016) führt ihn 1979 als Sieger, DTS, (1993/5 S. 31) nennt jedoch Vladislav Broda als Sieger, ebenso das die ITTF-Datenbank (abgerufen am 6. August 2010).
  3. Zeitschrift DTS, 1992/9 Seite 36
  4. Zeitschrift DTS, 1990/9 regional West Seite 2
  5. Zeitschrift DTS, 1992/8 Seite 34
  6. Zeitschrift DTS, 1993/4 Seite 12
  7. Zeitschrift DTS, 1996/5 Seite 23
  8. Zeitschrift DTS, 1997/6 Seite 23
  9. Zeitschrift DTS, 1998/6 Seite 8
  10. Zeitschrift DTS, 1999/8 Seite 29
  11. Zeitschrift DTS, 2002/8 Seite 36
  12. Vereinswechsel in den Bundesligen Broda (Memento vom 14. September 2012 im Webarchiv archive.today) (abgerufen am 4. August 2010)
  13. Vereinswechsel in den Bundesligen Broda (Memento vom 12. Februar 2013 im Webarchiv archive.today) (abgerufen am 4. August 2010)
  14. Zeitschrift tischtennis, 2006/8 regional West Seite 10
  15. Vereinswechsel in den Bundesligen Broda (Memento vom 12. September 2012 im Webarchiv archive.today) (abgerufen am 4. August 2010)
  16. Tischtennis-Archiv des Hans-Albert Meyer (abgerufen am 4. August 2010)
  17. Zeitschrift tischtennis, 2017/5 Seite 40
  18. Miroslav Broda Ergebnisse aus der ITTF-Datenbank auf ittf.com (abgerufen am 4. September 2011)

QuellenBearbeiten

  • Bernhard Krieger: In Zukunft gemeinsam für Jülich am Start: Vlado und Miroslav Broda, Zeitschrift DTS, 1993/5 Seite 31