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Milo Yiannopoulos (2014)

Milo Yiannopoulos (griechisch Μίλο Γιαννόπουλος; * 18. Oktober 1984[1]) ist ein britischer Journalist, Unternehmer und Blogger. Bekannt wurde er vor allem als ehemaliger Redakteur des US-Portals Breitbart und als Unterstützer der Wahlkampfkampagne Donald Trumps.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Yiannopoulos wuchs im Süden Englands, in der Grafschaft Kent, als Sohn eines Griechen und einer Britin auf und ist katholisch.[2][3][4] Er studierte an der University of Manchester, verließ die Universität jedoch ohne Abschluss. Anschließend studierte er zwei Jahre Englische Literatur am Wolfson College in Cambridge. Er verließ auch Cambridge ohne Abschluss.[5]

Nachdem er für den Catholic Herald und den Daily Telegraph tätig gewesen war[6], gründete Yiannopoulos 2011 das Online-Technologiemagazin The Kernel und fungierte als dessen Chefredakteur.[7][8][9] Er verkaufte das Unternehmen 2014 an die The Daily Dot Media.[10] Bis Ende Februar 2017 war er leitender Redakteur[11] von Breitbart News.[12][13][14]

Der homosexuelle[15] Yiannopoulos gilt im Vorfeld der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2016 als Gründer der Wahlkampfbewegung Gays for Trump.[16][17]

2016 trat er nach dem Anschlag von Orlando am 12. Juni 2016 während einer Aktion in New York in einer Badewanne mit Schweineblut auf und erklärte, dass es das Blut von „unschuldigen Menschen“ sei, die von „illegalen Einwanderern“ getötet worden wären.[18]

The Dangerous Faggot TourBearbeiten

Ende 2015 begann Yiannopoulos, eine Serie von Vorträgen an britischen und US-amerikanischen Universitäten unter dem Titel The Dangerous Faggot Tour („Die Tour der gefährlichen Schwuchtel“), die große mediale Beachtung fand. Diese wurden an den Universitäten Rutgers, University of Minnesota, DePaul und University of California, Los Angeles von Protesten begleitet.[19][20][21][22]

In diesen Veranstaltungen nannte er etwa Hillary Clinton „eine Kriegshetzerin“ und „ultimative Heulsuse“. Wenn sie Präsident werde, würde Amerika von „Wirtschaftsmigranten überschwemmt“ wie Deutschland und Schweden, das durch Flüchtlinge zur „Vergewaltigungs-Zentrale Europas“ geworden sei. Donald Trump bezeichnete er als „Daddy“ und den „wundervollsten Präsidentschaftskandidaten, den es je gegeben hat“. Er gehe davon aus, dass „alle hier im Saal Trump wählen“, zu dem es keine Alternative gäbe.[23]

Einige seiner geplanten Veranstaltungen wurden abgesagt.[24][25] Nach den Protesten in Minnesota setzten sich dortige Professoren für die Verteidigung der Redefreiheit ein.[26] Der Präsident von DePaul entschuldigte sich nach dem Vortrag in Chicago bei Yiannopoulos, kritisierte die protestierenden Studenten und verteidigte das Recht auf freie Meinungsäußerung in den Räumen der Universität.[27][28]

Am 1. Februar 2017 kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen im Vorfeld einer angekündigten Rede von Yiannopoulos auf dem Campus der Universität von Berkeley; zum Teil vermummte Personen, die dagegen protestierten, legten Feuer und warfen Steine sowie Molotowcocktails gegen anwesende Polizisten, die den Auftritt sichern sollten.[29][30] Der Auftritt wurde schließlich aus Sicherheitsgründen abgesagt.[31] Trump stellte daraufhin auf Twitter die staatliche Finanzierung der Universität in Frage.[32]

Kündigung bei Breitbart-NewsBearbeiten

Im Februar 2017 wurde der Vorwurf erhoben, Yiannopoulos habe in einem Interview Anfang 2016 sexuellen Missbrauch von Minderjährigen und Pädophilie gerechtfertigt. Im Podcast Drunken Peasants soll er sich dafür ausgesprochen haben, dass 13-jährige Jungen die Möglichkeit haben sollten, sexuelle Erfahrungen mit Männern sammeln zu können, da auch diese einvernehmlichen Geschlechtsverkehr mit älteren Männern haben könnten.[33] Die „willkürliche und unterdrückende Idee von Einvernehmlichkeit“ sei „das eigentliche Problem“. In dem von dem Blog The Reagan Battalion verbreiteten Video habe er auch geäußert, Pädophilie liege nicht vor, wenn sich Männer zu „sexuell reifen“ Kindern hingezogen fühlten, sondern nur, wenn diese noch nicht in die Pubertät eingetreten seien.[34] Der Verlag Simon & Schuster nahm daraufhin Yiannopoulos’ für Juni 2017 angekündigtes Buch Dangerous aus dem Programm, und die Organisatoren der Conservative Political Action Conference (CPAC), die Yiannopoulos als Redner eingeladen hatten, luden ihn wieder aus.[35] Der Chefredakteur von Breitbart-News Alex Marlow nannte Yiannopoulos' Worte in seiner Radiosendung als „unvertretbar“ und „entsetzlich“; zudem hätten andere Autoren gedroht das Portal zu verlassen, wenn Yiannopoulos nicht gehen würde.[36]

In einem Facebookeintrag bedauerte Yiannopoulos seine Äußerung und gab seinen „absoluten Abscheu für Erwachsene, die Minderjährige missbrauchen“ zum Ausdruck, er selbst sei ein Opfer von sexuellem Missbrauch durch einen Geistlichen gewesen.[37][38][39][40] Am 21. Februar 2017 kündigte Yiannopoulos seine Stelle als Redakteur bei Breitbart News. In einem Statement sagte er, seine schlechte Wortwahl solle nicht die wichtige Berichterstattung seiner Kollegen beeinträchtigen.[41]

Rezeption und weitere KontroversenBearbeiten

Die Monatszeitschrift Wired UK nahm ihn 2012 in ihre Liste der hundert einflussreichsten Menschen der britischen digitalen Wirtschaft auf.[9]

Yiannopoulos wurde 2013/14 einer breiteren Öffentlichkeit bekannt durch seine Kommentierung der „Gamergate“-Kontroverse[42][43], in der er eine Politisierung der Computerspielindustrie seitens einer „Armee soziopathischer, feministischer Programmierer“ beklagt.[44] Im Juni 2016 wurde sein Twitter-Account lebenslang gesperrt.[45][46]

Yiannopolis sieht sich als kulturellen Libertären („cultural libertarian“) und Verteidiger der Redefreiheit[47] und gilt als Kritiker des Feminismus, des Islams, der politischen Korrektheit, einer nach seiner Sicht falschen sozialen Gerechtigkeit, die von einigen Linken propagiert werde, und anderer Bewegungen und Ideologien, die er als autoritär und linksreaktionär bezeichnet.[48][49] Yiannopoulos beschreibt sich als „most fabulous supervillain on the internet“ („sagenhaftester Oberschurke im Internet“). Kritiker nennen ihn laut BBC „purveyor of hate speech“ („Verbreiter von Hasssprache“).[50]

Medien wie Zeit Online oder der Tagesspiegel bezeichneten ihn Anfang 2017 als „Alt-Right-Posterboy“ oder „Star“ dieser Bewegung sowie als selbsternannten „Fundamentalist[en] der Redefreiheit“, dessen Kritiker ihm unter anderem Frauenfeindlichkeit und Rassismus vorwerfen und dessen „verbale Brutalität […] sich auch in offenem Antisemitismus und Antiislamismus“ äußerte und ihn zu einer „Ikone der Ultrakonservativen“ gemacht hätte.[36][51] Der Stern resümierte im Oktober 2016, dass seine publizistische Heimat nach eigener Aussage eine „Zentrale für die freie Rede“ sein werde, wofür die Menschen sich wirklich interessierten: „Freiheit, Liebe, Sex, Tod, Geld und Pornos“.[44]

Der FAZ-Redakteur Oliver Georgi äußerte im November 2016: Indem Yiannopulos „unter dem Deckmantel der freien Meinungsäußerung“ jedes Tabu durchbreche, atomisiere er „jegliche Kategorien von Moral“, weil er letztlich das herrschende „System“, auch das moralische, zerstören wolle. Gleichsam gelte er „nicht trotz, sondern wegen dieser kontroversen Haltung“ im Internet als ein Star. So habe sein Youtube-Kanal mehr als eine Viertelmillion Abonnenten.[52]

Paula-Irene Villa schätzte ihn im Februar 2017 in der Zeit unter anderem als „Ziehsohn von Steve Bannon“ sowie als „das popkulturelle Gesicht der Ultrarechten in den USA“ ein. Yiannopoulos gebe den „angry young white men Sichtbarkeit und Geltung, ohne jedoch selbst ‚angry‘ zu sein.“ Er scheine „überhaupt keine Emotionen zu haben – von ironischem Zynismus und arroganter Schadenfreude mal abgesehen. Genau diese Coolness ist die zentrale performative Pointe seiner erfolgreichen politischen Entpolitisierungscomedyshow.“[53]

Sebastian Moll äußerte nach seinem Rücktritt von Breitbart-News im Februar 2017 in der Berliner Zeitung, die scheinbaren Widersprüche von Yiannopoulos Amerika hätten fasziniert. Nach seiner Rechtfertigung des sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen habe er aber „eine Grenze überschritten“, die selbst den „rechtspopulistischen Rebellen“ zu weit gegangen sei, während zuvor „Attacken auf Feministinnen und Frauen im Allgemeinen“, Behauptungen, Transsexualität sei „eine psychische Störung“, sowie sein „Plädoyer für traditionelle Geschlechterrollen und seine Angriffe sogar auf Homosexuelle als Gruppe“ akzeptabel gewesen seien.[54]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Incorporation documents – Sentinel Media Ltd, abgerufen am 13. November 2016.
  2. Tobias Rapp: Donald Trump und sein Posterboy Milo Yiannopoulos: Schwul, schick, rechts. In: Der Spiegel 4/2017. 22. Januar 2017, abgerufen am 24. Januar 2017.
  3. Joel Stein: Milo Yiannopoulos Represents a New Force in Electoral Politics. In: Bloomberg News. 15. September 2016, abgerufen am 13. November 2016.
  4. David Ng: Gamergate advocate Milo Yiannopoulos blames feminists for SXSW debacle. In: Los Angeles Times. 29. Oktober 2015, abgerufen am 13. November 2016 (englisch).
  5. Milo Yiannopoulos: I dropped out of Manchester and Cambridge but it’s honestly fine. In: thetab.com. 13. Februar 2015, abgerufen am 13. November 2016 (englisch).
  6. The rise and fall of Milo Yiannopoulos – how a shallow actor played the bad guy for money, The Guardian vom 21. Februar 2017
  7. Charles Arthur: The Kernel sued by former contributors for non-payment. In: The Guardian. 11. August 2016, abgerufen am 13. November 2016.
  8. Charles Arthur: The Kernel to close as debts stay unpaid. In: The Guardian. 11. August 2016, abgerufen am 13. November 2016.
  9. a b Jennifer Hicks: Digital Media's Citizen Kane. In: Forbes. 19. Dezember 2012, abgerufen am 13. November 2016.
  10. Robin Wauters: The Kernel acquired by The Daily Dot Media; founder moves on. In: tech.eu. 10. August 2015, abgerufen am 13. November 2016 (englisch).
  11. Sarah Posner: How Donald Trump's New Campaign Chief Created an Online Haven for White Nationalists Breitbart News is "the platform for the alt-right," boasts Stephen Bannon, vom 22. August 2016, auf motherjones.com. Abgerufen am 28. November 2016
  12. Milo Yiannopoulos Resigns From Breitbart News After Pedophilia Comments New York Times von Sydney Ember und Michael M. Grynbaum, 21. Februar 2017
  13. chwa: Das ist Milo Yiannopoulos, Posterboy der amerikanischen Rechten. In: jetzt.de. 22. November 2016, abgerufen am 6. Januar 2017.
  14. "What Is Breitbart News?", abgerufen am 21. Februar 2017.
  15. Milo Yiannopoulos: Sorry Papa, but Daddy Trump is the one defending catholics from invaders. In: Breitbart News. 22. Februar 2016, abgerufen am 13. November 2016 (englisch).
  16. Robert Pausch: Jung, schwul, rechtsradikal?, FAZ.net vom 5. März 2017, abgerufen am 9. März 2017
  17. Meet our Members: #GAYSFORTRUMP - Dedicates This Page to All that is Milo Yiannopoulos, gaysfortrump.org, abgerufen am 18. März 2017
  18. Kerstin Kohlenberg:Wann hören Homosexuelle endlich auf, Demokraten zu wählen?, Zeit-Online vom 2. November 2016, abgerufen am 10. März 2017
  19. Jessica Chasmar: Rutgers students smear fake blood on themselves to protest Breitbart’s Milo Yiannopoulos. In: The Washington Times. 10. Februar 2016, abgerufen am 13. November 2016 (englisch).
  20. Maura Lerner: Conservative pundit draws protesters at University of Minnesota. In: Star Tribune. 17. Februar 2016, abgerufen am 13. November 2016 (englisch).
  21. Eugene Volokh: Speech by conservative speaker Milo Yiannopoulos shut down by protesters at DePaul — police and security don’t intervene. In: The Washington Post. 25. Mai 2016, abgerufen am 13. November 2016 (englisch).
  22. Eric Zorn: Milo Yiannopoulos protesters at DePaul only make Trump's message stronger. In: Chicago Tribune. 31. Mai 2016, abgerufen am 13. November 2016 (englisch).
  23. Zeremonienmeister des Hasses, FAZ.net vom 7. November 2016, abgerufen am 8. März 2017
  24. Zolan Kanno-Youngs: Some students frustrated after NYU cancels Milo Yiannopoulos speech. In: The Wall Street Journal. 21. Oktober 2016, abgerufen am 13. November 2016 (englisch).
  25. Susan Svrluga: Milo speech at U-Md. canceled because security fee was too high; supporters call it censorship. In: Washington Post. 25. Oktober 2016, abgerufen am 13. November 2016 (englisch).
  26. Dale Carpenter: Top Minnesota faculty committee backs free speech resolution. In: Washington Post. 11. März 2016, abgerufen am 13. November 2016 (englisch).
  27. Stefano Eposito: DePaul Republicans in spotlight after controversial speaker visit. In: Chicago Sun-Times. 12. Juni 2016, abgerufen am 13. November 2016 (englisch).
  28. Dodge, John: DePaul president apologizes after conservative forum disrupted by protesters. CBS. 25. Mai 2016. Archiviert vom Original am 26. Mai 2016.
  29. "Speech by Breitbart Editor Canceled as Berkeley Protesters Start Fires, Break Windows ", abgerufen am 3. Februar 2017.
  30. "Riot Forces Cancellation Of Yiannopoulos Talk At UC Berkeley", abgerufen am 3. Februar 2017.
  31. "Berkeley protests of Yiannopoulos caused $100,000 in damage", abgerufen am 3. Februar 2017.
  32. Berkeley Cancels Milo Yiannopoulos Speech, and Donald Trump Tweets Outrage, The New York Times, abgerufen am 22. Februar 2017.
  33. derstandard.at, 21. Februar 2017: Milo Yiannopoulos: Posterboy der US-Rechten kündigt bei „Breitbart“ (6. März 2017)
  34. Milo Yiannopoulos verliert Buchvertrag, Spiegel Online vom 21. Februar 2017
  35. washingtonpost.com, 21. Februar 2017: The 96 hours that brought down Milo Yiannopoulos
  36. a b Pro-Trump-Provokateur Yiannopoulos verlässt Breitbart News, Tagesspiegel vom 22. Februar 2017
  37. „Breitbart“-Provokateur verliert Buchvertrag, Die Zeit, 21. Februar 2017
  38. "Breitbart"-Blogger von Konferenz ausgeladen Rheinische Post, 21. Februar 2017
  39. sueddeutsche.de, 21. Februar 2017: Ein Tabubruch zu viel von „Breitbart“-Journalist Milo Yiannopoulos
  40. Milo Yiannopoulos’s Pedophilia Comments Cost Him CPAC Role and Book Deal New York Times online
  41. „Milo Yiannopoulos resigns from Breitbart amid child sex storm“, abgerufen am 21. Februar 2017
  42. Brandon Griggs": Behind the furor over #Gamergate. In: CNN. 16. Oktober 2014, abgerufen am 13. November 2016 (englisch).
  43. Kristen Brown: The ultimate troll: the terrifying allure of gamergate icon Milo Yiannopoulos. In: fusion.net. 27. Oktober 2015, abgerufen am 13. November 2016 (englisch).
  44. a b Niels Kruse: Donald Trumps schönster Hassprediger, Stern.de vom 31. Oktober 2016, abgerufen am 11. März 2017
  45. Twitter Permanently Bans Troll Milo Yiannopoulos, PCMag vom 20. Juli 2016, abgerufen am 23. Februar 2017 (englisch)
  46. Martin Holland: Hetze auf Twitter: Lebenslange Sperre für bekannten US-Kolumnisten Milo Yiannopoulos, heise online vom 20. Juli 2016, abgerufen am 12. März 2017
  47. Scott Greer: Milo Yiannopoulos challenges Mark Zuckerberg to debate Facebook censorship, The Daily Caller, abgerufen am 13. November 2016
  48. Ann Marie Cox: Milo Yiannopoulos doesn’t have feelings. In: The New York Times. 4. Mai 2016, abgerufen am 13. November 2016 (englisch).
  49. James Kirchick: The sad story of Milo Yiannopoulos: the Trump troll with daddy Issues. In: Tablet. 2. Juni 2016, abgerufen am 13. November 2016 (englisch).
  50. Milo Yiannopoulos: Who is the alt-right writer and provocateur?, bbc.com vom 21. Februar 2017
  51. "Breitbart"-Provokateur verliert Buchvertrag, Zeit Online vom 21. Februar 2017, abgerufen am 23. Februar 2017
  52. Oliver Georgi: Zeremonienmeister des Hasses, FAZ.net vom 7. November 2016, abgerufen am 22. Februar 2017
  53. Paula-Irene Villa: Milo Yiannopoulos- Eure Gefühle sind mir schnuppe, Zeit-Online vom 10. Februar 2017, abgerufen am 22. Februar 2017
  54. Sebastian Moll: Milo Yiannopoulos: Schwul, islamophob und Anti-Feminist, Berliner Zeitung vom 22. Februar 2017, abgerufen am 24. Februar 2017