Mille Petrozza

deutscher Gitarrist und Sänger

Miland „Mille“ Petrozza (* 18. Dezember 1967 in Essen) ist ein deutscher Gitarrist und Sänger.

Mille Petrozza 2013

LebenBearbeiten

Seine erste Band war eine Schulband namens Tyrant, die sich später zunächst in Tormentor und dann in Kreator umbenannte. Mit dieser Thrash-Metal-Band ist er bis heute aktiv. Sie zählt neben Sodom und Destruction zu den bekanntesten Vertretern dieses Stils in Deutschland.

1994 spielte er Gitarre in der Metal-Allstar-Band Voodoocult, einem Projekt von Phillip Boa, an dem sich auch Dave Lombardo und Chuck Schuldiner beteiligten. Petrozza steuerte 2002 gemeinsam mit Tomas Lindberg den Lead-Gesang für den Titel Dirty Coloured Knife der israelischen Metal-Band Nail Within und zum Titel Nighthawk auf dem Album Divine Blasphemies der deutschen Band Desaster bei. Auf dem 2004er Album Hellfire Club der Band Edguy ist er auf einer Alternativversion des Openers Mysteria als Leadsänger zu hören, welche als Bonuslied zu finden ist. Auch steuerte er Gesangspassagen zum Lied Zieh die Jacke falschrum an auf dem 2004er Album Hardcore aus der Ersten Welt der Grindcore-Band Japanische Kampfhörspiele bei, wenngleich diese auch nicht damit warben, so wird im Beiheft schlicht auf Miland als Gastsänger verwiesen.

Auf dem 2006er Album The Undying Darkness der Metalcore-Band Caliban wirkte er beim Titel Moment of Clarity mit. Weiterhin spielt er im Video IchGott der Band Honigdieb sich selbst. Im Jahre 2010 steuerte Petrozza auf dem Volbeat-Album Beyond Hell / Above Heaven für das Lied 7 Shots seinen Gesang bei. Ebenso sang er 2011 auf dem In-Extremo-Album Sterneneisen beim Lied Unsichtbar mit. 2012 steuerte er die Gitarre bei Revolution von Lacrimosa bei.

Petrozza besitzt eine Vielzahl von Gitarren, seine Hauptgitarre war viele Jahre eine Jackson RR1, ein Randy-Rhoads-Modell, welche er live fast ausschließlich spielte. Mittlerweile spielt er seine Signature Modelle von ESP Guitars. Er lebt vegan[1][2] und engagiert sich für PETA.[2]

Im Februar 2019 trat Petrozza mit dem russischen Maler Andrej Golder in einer Kurzdokumentation der TV-Reihe Art Work des Fernsehsenders ZDF auf, worin Golder und Petrozza gemeinsam ein großformatiges Gemälde über das Thema "Weltkrieg und Untergang" malen. Auf die Frage von Gesprächspartner Andrej Golder, ob er Versagens- oder Existenzängste kenne, antwortet Mille Petrozza darin: "Ach, ich hatte das noch nie, ich habe das noch nie wegen der Kohle gemacht. Ich bin super flexibel, was meinen Lebensstil betrifft."[3]

DiskografieBearbeiten

mit Kreator
mit Voodoocult
  • 1994: Jesus Killing Machine
als Gastmusiker
Jahr Band Lied Album Auftritt
2002 Nail Within Dirty Coloured Knife Nail Within Gesang
2002 Desaster Nighthawk Divine Blasphemies Gesang
2004 Edguy Mysteria Hellfire Club Gesang
2004 Japanische Kampfhörspiele Zieh die Jacke falschrum an Hardcore aus der ersten Welt Gesang
2006 Caliban Moment of Clarity The Undying Darkness Gesang
2006 Honigdieb Ich Gott Einzig, aber nicht artig Auftritt im Musikvideo
2008 Aeba The God Below Us Kodex V Gesang
2010 Volbeat 7 Shots Beyond Hell / Above Heaven Gesang
2011 In Extremo Unsichtbar Sterneneisen Gesang
2011 Volbeat 7 Shots Live from Beyond Hell / Above Heaven Gesang
2012 Callejon Porn from Spain 2 Porn from Spain 2 Gitarre
2013 Heaven Shall Burn Auge um Auge Dritte Wahl: 25 Jahre – 25 Bands Gesang
2018 Volbeat 7 Shots Let’s Boogie! Live from Telia Parken Gesang
2019 Avantasia Book of Shallows Moonglow Gesang
2020 Ghøstkid Crøwn Ghøstkid Gesang

WeblinksBearbeiten

Commons: Mille Petrozza – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jan Jaedike: Destruction. Tränen lügen nicht. In: Rock Hard, Nr. 307, Dezember 2012, S. 37.
  2. a b Mille von KREATOR – Exklusives Interview für PETA2.de.
  3. Art Work: Andrej Golder und Mille Petrozza – Maler meets Metaller. Dokumentarfilm von Bastian Asdonk (Idee) und Ann-Catrin Malessa (Regisseurin/Autorin), 13. Februar 2019, 11 Min. (Zitat ab Minute 5:22). Produziert von Hyperbole Medien GmbH, Berlin, im Auftrag des ZDF