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Michael „Mike“ Henderson Spence (* 30. Dezember 1936 in Croydon, Großbritannien; † 7. Mai 1968 in Indianapolis, USA) war ein britischer Rennfahrer.

Mike Spence
Nation: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Automobil-Weltmeisterschaft
Erster Start: Großer Preis von Italien 1963
Letzter Start: Großer Preis von Südafrika 1968
Konstrukteure
1963–1966 Lotus • 1967–1968 B.R.M.
Statistik
WM-Bilanz: WM-Achter (1965)
Starts Siege Poles SR
36
WM-Punkte: 27
Podestplätze: 1
Führungsrunden:

Inhaltsverzeichnis

MotorsportkarriereBearbeiten

Von 1960 bis 1963 fuhr Spence in der Formel Junior. In der Automobil-Weltmeisterschaft startete er zum ersten Mal 1960 auf einem Emeryson-Climax bei einem nicht zur Weltmeisterschaft zählenden Rennen auf der Solitude-Rennstrecke.

 
1967: Mike Spence im Chaparral 2F auf dem Nürburgring

Am 8. September 1963 absolvierte Spence sein erstes Rennen in der Automobil-Weltmeisterschaft beim Großen Preis von Italien als er bei Lotus den verletzten Trevor Taylor ersetzte. Spence startete von Platz neun, 3,6 Sekunden hinter dem Trainingsschnellsten John Surtees. Im Rennen schied er in der 73. von 86 Runden nach einem Problem mit dem Öldruck seines Motors aus.

Siege errang Spence beim Race of Champions 1965 und beim Großen Preis von Südafrika 1966, beides Veranstaltungen, die nicht zur Weltmeisterschaft zählten. Bei Weltmeisterschaftsläufen gelang Spence nur einmal eine Podiumsplatzierung: Am 24. Oktober 1965 beim Großen Preis von Mexiko wurde er Dritter hinter dem Sieger Richie Ginther und dem zweitplatzierten Dan Gurney.

Insgesamt errang Spence 27 WM-Punkte in 36 Grand-Prix-Rennen.

Am 7. Mai 1968, eine Woche vor dem eigentlichen Rennen, verunglückte er 31-jährig als Ersatzfahrer für Jim Clark, der genau einen Monat vorher zu Tode gekommen war, beim Training zum 500-Meilen-Rennen in Indianapolis in einem Lotus 56 mit Allradantrieb und Gasturbine ebenfalls tödlich. Spence, der für das STP-Indy-Team von Andy Granatelli und Colin Chapman startete, verlor die Kontrolle über den Wagen, schlug heftig in die Betonmauer der Streckenbegrenzung ein und wurde daraufhin von seinem rechten Vorderrad am Helm getroffen. Einige Stunden später erlag er im Hospital seinen schweren Kopfverletzungen.

StatistikBearbeiten

Statistik in der Automobil-WeltmeisterschaftBearbeiten

Diese Statistik umfasst alle Teilnahmen des Fahrers an der Automobil-Weltmeisterschaft, die heutzutage als Formel-1-Weltmeisterschaft bezeichnet wird.

GesamtübersichtBearbeiten

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
1963 Team Lotus Lotus 25 Climax 1.5 V8 1
1964 Team Lotus Lotus 25 Climax 1.5 V8 2 4 12.
Lotus 33 4
1965 Team Lotus Lotus 33 Climax 1.5 V8 8 1 10 8.
Lotus 25 1
1966 Reg Parnell Racing Ltd. Lotus 25 BRM 2.0 V8 1 4 13.
Lotus 33 1
1967 Owen Racing Organisation BRM P83 BRM 3.0 H16 11 9 10.
1968 Owen Racing Organisation BRM P115 BRM 3.0 H16 1
Gesamt 36 1 27

EinzelergebnisseBearbeiten

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
1963                    
13
1964                    
9 8 DNF 6 7 4
1965                    
4 7 7 4 8 DNF 11 DNF 3
1966                  
DNF DNF DNF DNF 5 DNF 5 DNF DNS
1967                      
DNF 6 8 5 DNF DNF DNF 5 5 DNF 5
1968                        
DNF
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1967 Vereinigte Staaten  Chaparral Cars Ltd. Chaparral 2F Vereinigte Staaten  Phil Hill Ausfall Kraftübertragung

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1967 Vereinigte Staaten  Chaparral Cars Chaparral 2F Vereinigte Staaten  Jim Hall Ausfall Differential

Siehe auchBearbeiten