Migros

Schweizer Detail- und Grosshandelsunternehmen

Die Migros [ˈmiɡro] (Kurzform von Migros-Genossenschaft) gehört zu den grössten Detailhandelsunternehmen der Schweiz. Sie ist als Verbund von Genossenschaften mit fast 2,3 Millionen Genossenschaftern organisiert.[3] Den Kern bilden zehn regionale Genossenschaften, die zusammen den Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) bilden. Dem MGB wiederum sind zahlreiche Tochtergesellschaften und Beteiligungen untergeordnet. Dazu gehören unter anderem der Detailhändler Denner, die Convenience-Kette Migrolino, zahlreiche Produktionsbetriebe zur Herstellung von Eigenmarken, der Reiseveranstalter Hotelplan, der Onlinehändler Digitec Galaxus und die Migros Bank. Von 1997 bis 2020 gehörte auch die Warenhausgruppe Globus zum MGB.

Migros-Genossenschafts-Bund

Rechtsform Genossenschaft[1]
Gründung 1925
Sitz Zürich, Schweiz Schweiz
Leitung
  • Marianne Meyer-Müller
    (Präsidentin der Delegiertenversammlung)
Mitarbeiterzahl 97'541 (2021)[2]
Umsatz 28,9 Mrd. CHF (2021)[2]
Branche Handelskonzern
Website www.migros.ch
Stand: 30. März 2022

1925 durch Gottlieb Duttweiler gegründet, musste sich die Migros vor allem in den Anfangsjahren gegen zahlreiche wirtschaftliche und politische Gegenspieler durchsetzen. Heute ist sie in allen Kantonen der Schweiz, in Liechtenstein sowie in den benachbarten französischen Départements Ain und Haute-Savoie vertreten. Lange Zeit war die Migros die klare Marktführerin, bis sie 2011 beim Gesamtumsatz durch die Coop-Gruppe überholt wurde.[4]

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Migros-Hochhaus am Zürcher Limmatplatz

Die Migros wurde 1925 von Gottlieb Duttweiler in Zürich gegründet und am 15. August 1925 als Aktiengesellschaft ins zürcherische Handelsregister eingetragen. Wie dieser Name zustande kam, kann allerdings nicht mehr genau ermittelt werden, da selbst Gottlieb Duttweiler – der immer in Anspruch nahm, ihn selber erfunden zu haben – verschiedene Versionen erklärt hat. So beispielsweise, dass der Name für die ursprüngliche Positionierung des Unternehmens steht, das heisst preislich in der Mitte zwischen en-gros (Grosshandel) und en-détail (Detailhandel) liegt, also «mi-gros» («Mittelhandel»), und somit darauf anspielt, dass die Preise beinahe wie bei Engros-Produkten seien. Die Erklärung, dass sich der Name aus dem Französischen «demi» und «en gros» zusammensetzt, ist daher auch möglich. Beide Varianten haben einen ähnlichen Hintergrund. Fakt ist, dass der Name in allen vier Landessprachen verständlich und aussprechbar ist.[5]

Das Logo zeigt den Namen Migros in Versalschrift und in dunkeloranger Farbe. Der verwendete Farbton ist Pantone 021, was der Webfarbe fe5000 entspricht. Oft wird die Darstellung auf ein grosses «M» reduziert. Aus diesem Grund wird die Unternehmensgruppe häufig als «oranger Riese» bezeichnet.[6] Das erste Logo zeigte eine stilisierte Brücke, da sich die Migros als Bindeglied zwischen Konsumenten und Produzenten verstand.[7] Wann genau es erstmals in oranger Farbe zu sehen war, lässt sich nicht mehr nachvollziehen, ebenso wenig der Zeitpunkt, an dem das grosse M erstmals für sich allein in Erscheinung trat. Mehrere Jahrzehnte lang wurden das Brückensymbol und das M parallel verwendet, wobei letzteres auch grün, schwarz oder rot sein konnte. Erst 1968 liess die Migros ihr M-Logo beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum als Wort-Bild-Marke eintragen, und zwar in Schwarz, damit es in allen Farben verwendbar war.[8] Im selben Jahr erliess die Geschäftsführung verbindliche Vorgaben für die einheitliche Beschriftung und Bemalung sämtlicher Fahrzeuge der Genossenschaften und Produktionsbetriebe.[9] Doch noch Ende der 1970er Jahre war auf Briefköpfen bisweilen ein weisses M auf grünem Grund zu sehen. Ab wann genau die Migros bei sämtlichen Beschriftungen exklusiv Orange verwendete, ist nicht bekannt. Diesen verbindlichen Farbanspruch liess sie erst 2014 registrieren.[8]

UnternehmenBearbeiten

Die Migros ist ein Konglomerat verschiedener Genossenschaften, Aktiengesellschaften und Stiftungen, das sich zusammenfassend als die «Migros-Gemeinschaft» bezeichnet. Der Konzern wird nach aussen durch den in Zürich ansässigen Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) vertreten. Der MGB ist rechtlich eine Genossenschaft, die sich gemäss Artikel 921–925 des schweizerischen Obligationenrechts als Genossenschaftsverband qualifiziert.

GenossenschaftenBearbeiten

 
Filiale der Migros Ostschweiz in Rüti ZH
 
Migros-Einkaufszentrum in Ober-Wetzikon

Den Kern der Migros bilden die regionalen Genossenschaften. Seit 1998 existieren zehn Genossenschaften (jeweils mit Hauptsitz und Anteil am Genossenschaftskapital des MGB):

Die traditionell grösste (nach Anzahl Genossenschafter und Umsatz) der ehemals 13 Genossenschaften war Zürich. In mehreren Fusionen wurde zwischen 1967 und 1998 die Anzahl Genossenschaften auf die heutigen zehn reduziert, dabei entstanden die beiden grossen Genossenschaften Migros Aare und Migros Ostschweiz. Fünf Genossenschaften in ihrer alten Form sind dadurch verschwunden:

  • Genossenschaft Migros Aargau/Solothurn, Suhr – Teil von Migros Aare (1998)
  • Genossenschaft Migros Bern, Moosseedorf – neu Migros Aare (1998)
  • Genossenschaft Migros Glarus, Glarus – Teil von Migros Zürich (1967)
  • Genossenschaft Migros Winterthur/Schaffhausen, Winterthur – Teil von Migros Ostschweiz (1998)
  • Genossenschaft Migros St. Gallen, Gossau SG – neu Migros Ostschweiz (1998)

OrganisationBearbeiten

Der Migros-Genossenschafts-Bund wurde 1941 von den regionalen Genossenschaften als Tochterunternehmen gegründet. Die heutigen zehn Genossenschaften sind alleinige Eigentümer des MGB, dessen Anteilscheine sie besitzen. Die Genossenschaften sind autonom, erstellen eigenständige Jahresabschlüsse und besitzen uneingeschränkte Flächen- und Personalhoheit im Kerngeschäft, dem Detailhandel unter dem Namen Migros.

Die regionalen Genossenschaften sind im Eigentum der im Tätigkeitsgebiet wohnhaften Mitglieder. Da jede natürliche Person respektive jeder Haushalt Genossenschafter und damit formal Miteigentümer einer Migros-Genossenschaft werden kann, ist das Unternehmen in der Bevölkerung breit abgestützt.

DelegiertenversammlungBearbeiten

Die Delegiertenversammlung des MGB als oberstes Organ bildet das «Parlament» der Migros.

Die 111-köpfige Delegiertenversammlung entscheidet unter anderem über die grundsätzliche Festlegung und Änderung der Geschäftspolitik sowie über Statutenänderungen. Sie befindet über den Jahresbericht der Verwaltung, die Jahresrechnung, die Verwendung des Bilanzgewinns des MGB und die Entlastung von Verwaltung und Generaldirektion. Die Delegiertenversammlung ist auch für die Wahl und Abberufung der Mitglieder der Verwaltung und ihres Präsidenten sowie der Revisionsstelle zuständig. Sie bestätigt den Präsidenten der GD in seiner Eigenschaft als Mitglied der Verwaltung. Die Aufgaben und Kompetenzen der Delegiertenversammlung sind in den Statuten beschrieben.

VerwaltungBearbeiten

Die Verwaltung legt die Ziele des Gesamtkonzerns fest, wählt die Generaldirektion, welche die operative Geschäftsleitung verkörpert, und ist oberste Bewilligungsinstanz bezüglich der Organisation des MGB.

Die mindestens 21-köpfige Verwaltung besteht aus internen Mitgliedern, die innerhalb der Migros-Gemeinschaft angestellt sind und sieben bis neun externen Mitgliedern. Die Mitglieder werden in der Regel von der bestehenden Verwaltung zur Wahl vorgeschlagen; die Delegierten haben aber zumindest formal das Recht, selbst Kandidaten vorzuschlagen. Von der Delegiertenversammlung wird dann die Verwaltung auf eine grundsätzlich fixe Amtszeit von vier Jahren gewählt. Die maximale Amtsdauer wurde auf vier Amtsperioden festgelegt.[10]

Die höchste Stelle ist der Präsident der Verwaltung, festen Einsitz in der Verwaltung haben zudem der Präsident der Generaldirektion, der den MGB im Verwaltungsrat vertritt, sowie je ein Vertreter der zehn regionalen Genossenschaften; in der Regel übernimmt der Geschäftsleiter der jeweiligen Genossenschaft diesen Sitz, der formal allerdings auch einem Mitglied der Verwaltung oder des Genossenschaftsrat offensteht. Zwei Mitglieder werden als Mitarbeitervertreter gewählt, wovon einer beim MGB angestellt sein muss.

Die Verwaltung umfasst 23 Personen und wurde für die Amtsdauer 2020 bis 2024 gewählt.[10] An der Delegiertenversammlung vom 23. März 2019 wurde die Ersatzwahl für den früher zurückgetretenen Andrea Broggini vorgenommen und Ursula Nold als erste Frau als Präsidentin gewählt.[11][12]

GeneraldirektionBearbeiten

Die Generaldirektion bildet die operative Geschäftsleitung des MGB.[13] Sie ist die oberste Leitungsstufe sämtlicher Tochterunternehmen der Migros und der direkt untergeordneten Stiftungen, allerdings nicht der zehn Genossenschaften, die autonome Geschäftsleitungsstrukturen auf der Genossenschaftsebene besitzen. In diese kann die Generaldirektion nur indirekt Einfluss nehmen, als reine Koordinationsstelle zwischen den Genossenschaften, die Entscheidungen im Konsens treffen müssen.

Die höchste Position in der Direktion wird klassisch als «Präsident der Generaldirektion» bezeichnet, allerdings wird mittlerweile in den Medien häufig auch die als universell empfundene, englischsprachige Bezeichnung Chief Executive Officer (CEO) portiert. Der GD-Präsident wird vom Verwaltungsrat ernannt und muss von der Delegiertenversammlung als Mitglied des Verwaltungsrats bestätigt werden.

Die übrigen sechs Mitglieder der Generaldirektion werden formal auch vom Verwaltungsrat eingesetzt, allerdings lässt dieser in der Regel dem Generaldirektor freie Hand bei der Neubesetzung von Vakanzen und bestätigt bestehende Mitglieder faktisch nur mit dessen Zustimmung. Die Mitglieder der Generaldirektion werden als Leiter eines Departements eingestellt. Letztere bilden dabei Funktionseinheiten des Gesamtkonzerns, welche die Genossenschaften intern als Dienstleister (Marketing, Zulieferer) unterstützen.

Die Generaldirektion setzt sich zurzeit wie folgt zusammen:

Name Funktion im Amt
Fabrice Zumbrunnen Präsident der Generaldirektion seit 2018
Sarah Kreienbühl Departement I (Human Resources, Kommunikation, Kultur, Freizeit) seit 2018
Matthias Wunderlin Departement II (Marketing) seit 2019
Rainer Baumann Departement III (Technologie, Informatik & Logistik) seit 2019
Armando Santacesaria Departement IV (Industrie) seit 2019
Isabelle Zimmermann Departement V (Finanzen) seit 2022
Michel Gruber Departement VI (Handel) seit 2021

Vizepräsident der Generaldirektion ist jeweils der Leiter des Finanzdepartements. Die sechs Departementsleiter bekleiden zudem in der Regel die Funktion des Verwaltungsratspräsidenten der ihnen direkt unterstellten Aktiengesellschaften des MGB.

Bisherige Präsidenten der GeneraldirektionBearbeiten

  • Gottlieb Duttweiler (Geschäftsleiter der Migros AG 1925–1941, Präsident der geschäftsführenden Verwaltung des MGB 1941–1957, Präsident der geschäftsführenden Verwaltungsdelegation 1957–1962)
  • Rudolf Suter (1962–1976)
  • Pierre Arnold (1976–1984)
  • Jules Kyburz (1984–1992)
  • Eugen Hunziker (1992–1997)
  • Peter Everts (1997–2001)
  • Anton Scherrer (Präsident der geschäftsführenden Verwaltungsdelegation 2001–2002, Präsident der Generaldirektion 2002–2005)
  • Herbert Bolliger (2005–2017)
  • Fabrice Zumbrunnen (seit 2018)

WirtschaftspolitikBearbeiten

Bei der Migros ist die Direktion Wirtschaftspolitik für Lobbying und Public Affairs zuständig, zu welcher nebst der Wirtschaftspolitik auch der Kundendienst M-Infoline gehört. Sie ist dem Präsidenten der Generaldirektion unterstellt.[14] Leiter der Direktion war von 2003 bis 2018 Martin Schläpfer.[15] Er und sein Stellvertreter Jürg Maurer[16] sind Mitglied der Schweizerischen Public Affairs Gesellschaft (SPAG). Den Zutrittsbadge für das Bundeshaus erhielten sie von Nationalrätin Corinna Eichenberger und Nationalrat Stefan Müller-Altermatt. In der Eidgenössischen Kommission für Konsumentenfragen (EKK) wird die Migros durch Gabi Buchwalder[17] vertreten. Migros ist Gründungsmitglied der Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz (IG DHS) und der Interessengemeinschaft Agrarstandort Schweiz (IGAS).[14][18] Die IG DHS wurde im Jahr 2006 zusammen mit fünf weiteren Schweizer Unternehmen (Charles Vögele, Coop, Denner, Manor und Valora) gegründet.[19] Migros bekämpfte u. a. die Fair-Food-Initiative.[20] Der Migros-Genossenschafts-Bund ist Mitglied bei der Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft Proviande und der IG Bio, welche z. B. die Pestizid- und Trinkwasser-Initiative ablehnte.

Frauen bei der MigrosBearbeiten

Frauen spielten in der Entwicklung der Migros von Anfang an eine zentrale Rolle. Sie waren nicht nur Kundinnen, sondern galten auch als Verbündete. Beispielhaft hierfür ist, dass Gottlieb Duttweiler in seinen Textinseraten (Zeitung in der Zeitung) bereits in den 1930er Jahren das Frauenstimmrecht gefordert hatte. Er schrieb ausserdem in seinen 15 Thesen: «Das Frauenherz ist der sicherste Aufbewahrungsort für unser Ideengut – dort muss es bewahrt und gemehrt werden.» In leitenden Positionen und wichtigen Unternehmensentscheidungen waren Frauen schon früh involviert, beispielsweise die Ökonomin Elsa Gasser. Sie war seit der Gründung enge Beraterin Duttweilers und später als Managerin beim MGB aktiv. Zu den grösstenteils von ihr beeinflussten Entscheidungen gehörten die Einführung der Selbstbedienungsläden, die Ausweitung des Sortiments auf Haushalts- und Gebrauchsartikel, der Kauf von Ex Libris und die Aufnahme von Schallplatten ins Ex-Libris-Sortiment.[21]

Im Jahr 2020 sind 70 % der Kundschaft und 59 % der Angestellten Frauen, im Kader sind es aber nur 30 %. Eine Vielzahl der beschäftigten Frauen arbeitet in Positionen mit wenig Führungsverantwortung, auch wenn es in jüngerer Vergangenheit Verbesserungen gab.[22] Gisèle Girgis war von 1998 bis 2012 die erste Frau in der MGB-Generaldirektion. Eine Präsidentin gab es erstmals 2019 mit der Wahl von Ursula Nold. Viele Frauen arbeiten Teilzeit, um ihren Beruf mit der Kindererziehung vereinbaren zu können. Gerade hier sind die bezahlten Löhne relativ niedrig und es ist schwer möglich, aus einer Teilzeitposition in das Kader aufzusteigen.[21] Jedoch setzt sich die Migros dafür ein, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen zu verbessern. So gewährt sie 18 Wochen Mutterschaftsurlaub bei vollem Lohn, was die gesetzlichen Vorschriften übersteigt. Die Migros gewährt auch Betreuungsurlaub bei Krankheit von Kindern oder Angehörigen. Es werden zudem Familienzulagen gezahlt und Krippenplätze organisiert. Seit 1957 betreibt der MGB eine Frauenorganisation, die zu Gründungszeiten «Schweizerischer Bund der Migros-Genossenschafterinnen» hiess.[23] Damaliges Ziel war es, für die Belange der Familie einzutreten. Heute nennt sie sich «forum Elle» und zählt fast 10'000 Mitglieder in allen Kantonen. Sie bietet nicht nur vielfältige Angebote für Genossenschafterinnen, sondern auch für Kundinnen der Migros.[24]

Zurzeit (2022) sind Sarah Kreienbühl und Isabelle Zimmermann die einzigen Frauen in der siebenköpfigen Generaldirektion des MGB.[13] In der Verwaltung sind fünf von 23 Mitgliedern weiblich, womit der Frauenanteil in diesem Gremium 22 % beträgt.[25]

GeschichteBearbeiten

Gründung als Migros AGBearbeiten

 
Obligation über 10 Franken der Migros AG vom 15. Oktober 1928 mit zugehörigem Partner-Talon

Gottlieb Duttweiler, durch die Konjunktur des Ersten Weltkriegs zu Vermögen gekommen, verlor dieses in den Nachkriegsjahren wieder. Sein Versuch, mit seiner Ehefrau nach Brasilien auszuwandern, scheiterte ebenfalls. Zurück in der Schweiz baute Duttweiler – analog den Ideen Taylorismus und Fordismus – ein Detailshandelsgeschäft auf, das nach heutigen Massstäben als Discounter zu betrachten ist: Effizienz durch Menge, viel Umsatz, wenig Gewinn. Um die Kosten tief zu halten, wurde der Verkauf ab umherfahrenden Lastwagen organisiert.[26] Am 25. August 1925 fuhren die ersten fünf Ford T-Verkaufswagen der Migros in Zürich aus. Seit 1928 stellt die Migros auch Eigenprodukte her, das erste war ein Süssmost von der neu zugekauften «Alkoholfreie Weine AG».

Angestammte Lebensmittelhändler fühlten sich attackiert. So versuchten sie zusammen mit Parteien, Politikern und Gewerkschaften, die Migros zu ruinieren. Die Konsumenten jedoch erkannten den Wert der Migros und diese wurde immer erfolgreicher. Kurz darauf expandierte die Migros in anderen Kantonen und eröffnete – neben den Verkaufswagen – auch Läden.

In einigen Kantonen wurde die Migros daraufhin durch politische Beschlüsse für Jahre bzw. Jahrzehnte verboten. Ebenso war sie vom 1933 in Kraft getretenen Filialverbot betroffen. Das bremste jedoch den Erfolg der Migros nicht. 1935 gründete die Migros das Reisebüro Hotelplan und 1937 einen Giro-Dienst. 1936 gründete Gottlieb Duttweiler eine eigene politische Partei, den Landesring der Unabhängigen (LdU). Die Partei hatte den Übernamen Migros-Partei.

Frühe Jahre des Migros-Genossenschafts-BundsBearbeiten

Seiner sozialen Einstellung entsprechend, vermachten Gottlieb Duttweiler und seine Frau Adele 1941 die Migros ihrer Kundschaft, indem das Unternehmen zur Genossenschaft wurde. 1942 wurde die Migros-Zeitschrift Wir Brückenbauer lanciert; seit 2004 heisst die Zeitschrift Migros-Magazin. Dieses ist heute eine der auflagenstärksten Zeitschriften der Schweiz. Jedes Genossenschaftsmitglied – dessen Beitritt unentgeltlich ist – erhält das Blatt gratis. 1944 wurden die Migros-Klubschulen gegründet, mit dem Ziel, Weiterbildung für das Volk zu günstigen Konditionen zu ermöglichen. Heute sind die Klubschulen eine der erfolgreichsten Institutionen in der Erwachsenenbildung; es werden über 600 verschiedene Kurse angeboten, die von etwa 380.000 Personen besucht werden.[27]

1948 lancierte die Migros in einem Pionierakt Selbstbedienungsläden nach der Idee von Elsa Gasser, einer polnischen Emigrantin, die Duttweiler als promovierte Nationalökonomin beriet.[28] Anfangs der 1950er-Jahre führte die Migros eigene Restaurants ein, bot auch Non-Food-Artikel an und übernahm die Buchhandlung Ex Libris. 1952 initiierte Gottlieb Duttweiler den Bau des Frachtschiffs Adele und ihres Schwesterschiffs Amelia. Gründer und Präsident der Reederei Zürich AG war Duttweiler; die Reederei war bis zu ihrer Auflösung im Jahr 2000 im Besitz des Migros-Genossenschafts-Bundes. Seit 1954 hat Migros eine eigene Tankstellenkette, Migrol genannt. Diese bot Benzin günstiger an als die Konkurrenz. 1957 wurde das Migros-Kulturprozent ins Leben gerufen; seit damals investiert die Migros 1 % des Umsatzes in Kultur und Weiterbildung. 1957 stieg die Migros mit der Migros Bank in das Bankwesen ein. Das später selbständig gewordene Tochterunternehmen Migros Türk wurde 1954 gegründet. Ein Jahr später besass Migros eine eigene Versicherung, die Secura. Diese wurde 1999 an Generali verkauft, die sie per 2000 mit «Schweizer Union» und Fortuna zur «Generali Schweiz» fusionierte. In Zeiten der administrativen Versorgung wurden bei Micarna auch Zwangsarbeiter beschäftigt.[29]

Nach der Ära DuttweilerBearbeiten

 
Sozialbilanz der Migros

1963 wurde das Gottlieb Duttweiler Institut gegründet, das noch heute eine innovative Denkfabrik ist.[27] 1979 wurde der damalige Vizedirektor und Leiter des Instituts, Hans A. Pestalozzi, wegen radikaler Ideen vom damaligen Chef Pierre Arnold fristlos entlassen. 1980 erzwang Pestalozzi mit der Bewegung M-Frühling eine kurzzeitige Öffnung von Migros und freie Wahlen.

Ein wichtiger Punkt war die Einführung der Produktdeklaration und die Angabe des Haltbarkeitsdatums im Jahre 1967, das unter dem Begriff migros-data geschah. 1974 führte die Migros eine erste Umweltschutzlinie, das M-Sano-Programm, ein. Es wurden damals Kriterien unter dem Begriff der Integrierten Produktion festgelegt, die Produktion, Verarbeitung und Lagerung chemiearmer und umweltschonender machten. 1975 wurden das Glattzentrum und das Shoppyland Schönbühl eröffnet. 1978 veröffentlichte Migros als erstes Schweizer Unternehmen eine Sozialbilanz. 1985 wurden mit dem Umweltleitbild erstmals ökologische Faktoren ins Migrosleitbild einbezogen.

1986 eröffnete Migros das erste Freizeit-Center, den Säntispark in Abtwil SG. 1987 führte Migros einen 16 Wochen langen Mutterschaftsurlaub ein. 1990 war die Migros bei der Gründung des Vereins PET-Recycling Schweiz beteiligt, um PET-Getränkeflaschen wiederzuverwerten; seit 2013 werden auch Plastikflaschen rezykliert.[27]

Expansion seit den 1990er-JahrenBearbeiten

1993 expandierte die Migros in das grenznahe Ausland nach Österreich und ging dazu eine Kooperation mit Konsum Österreich ein, welche zwei Jahre später wieder aufgelöst wurde (vgl. Genossenschaft Migros St. Gallen).[30][31] Ebenfalls 1993 expandierte die Genossenschaft Migros Genf nach Frankreich und eröffnete ein Einkaufszentrum in Thoiry.[32] Die erste Filiale in Deutschland wurde 1995 durch die Genossenschaft Migros Basel in Lörrach eröffnet.[33]

1997 übernahm Migros die Globus-Gruppe, bestehend aus der namengebenden Warenhauskette «Magazine zum Globus», der inzwischen aufgegebenen Warenhauskette «ABM Au Bon Marché», den «Herren Globus»-Bekleidungsgeschäften, den Interio-Einrichtungshäusern und den Office-World-Bürofachmärkten. Im Oktober 2017 hat die Migros angekündigt, die Office-World-Gruppe (OWiba) an die österreichische MTH Retail Group (MTH) zu verkaufen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die österreichischen Wettbewerbsbehörden.[34]

2002 hat Migros Scana Lebensmittel übernommen. 2006 beteiligte sich die Migros mit 30 Prozent an Cash + Carry Angehrn (CCA) und stockte die Beteiligung 2012 auf 80 Prozent auf. 2013 wurde die organisatorische Zusammenführung von Scana Lebensmittel und CCA zur Saviva AG vollzogen. CCA und Scana Lebensmittel bleiben operativ eigenständige Geschäftsbereiche und treten weiterhin unter ihren Marken am Markt auf. Die Mérat & Cie. AG wurde auch in die Dachmarke integriert.[35] 2015 hat Saviva die Lüchinger + Schmid-Gruppe übernommen.[36] Im September 2017 wurde der Verkauf von Cash + Carry Angehrn an Demaurex & Cie bekanntgegeben.[37] 2021 wurde Saviva an die Heba Food Holding AG veräussert, zu denen auch die Traitafina AG gehört.

2006 übernahm die Migros den Onlinehändler LeShop.ch (seit November 2020 Migros Online).

Am 12. Januar 2007 gab der Migros-Genossenschafts-Bund die 70 Prozent-Übernahme des Denner-Aktienkapitals bekannt. Die Übernahme wurde am 4. September 2007 durch die Wettbewerbskommission unter diversen Auflagen[38] genehmigt.[39] Ende 2009 wurden die restlichen 30 Prozent übernommen.

2007 führte Migros als erstes grösseres Schweizer Unternehmen einen Vaterschaftsurlaub von zwei Wochen ein. Im gleichen Jahr hat die Genossenschaft Migros Aare das neue Nahversorgungskonzept VOI[40] lanciert. 2009 lancierte die Migros mit Migrolino ein neues Convenience-Shopformat für Bahnhöfe und Tankstellen.

2012 eröffnete die Genossenschaft Migros Zürich zusammen mit dem deutschen Biosupermarkt Alnatura die erste Filiale Migros-Alnatura Schweiz. Dazu wurde die Alnatura AG mit Sitz in Zürich gegründet.[41]

Jüngste EntwicklungenBearbeiten

2016 wurde die Migros in Bezug auf den Umsatz erstmals von der Coop-Gruppe überholt.[42] Am 2. Januar 2018, dem ersten Arbeitstag von Zumbrunnen als neuer Migros-Chef, rückte er mit einem Straffungsprogramm an. «Fast forward» heisst es. Ziel der Übung, die von der Düsseldorfer Unternehmensberatung Batten & Company begleitet wird: Fett abschneiden. Damit packt der Chef ein Thema an, das viele Genossenschaftschefs lange schon anmahnen: Die Zentrale am Zürcher Limmatplatz arbeite schwerfällig, oft mehrspurig und sei organisatorisch zu wenig effizient aufgestellt. «Fast forward» stellt Funktionen der Zentrale infrage.[43] Als erstes kündigte der MGB im Juni 2018 an, am Hauptsitz in Zürich 290 Stellen abzubauen.[44] Infolge kündigte die Migros Ostschweiz im Juni 2019 an, 90 Stellen zu streichen.[45] Im Juli wurde bekannt, dass die Migros Zürich knapp 40 Stellen abbauen wird.[46] Im September kündigte die Migros Aare an, innerhalb der nächsten 24 Monate rund 300 Stellen abzubauen.[47]

Ende Juni 2019 teilte der MGB mit, dass mässig rentable Tochterunternehmen des Departements Handel zum Verkauf stehen,[48] namentlich Globus, Interio, Depot und M-Way:

  • Der Verkauf von M-Way an die Swiss E-Mobility Group wurde am 27. September 2019 vermeldet.[49][50]
  • Für Interio wurde am 29. November 2019 ein Teilverkauf an XXXLutz bekanntgegeben. Sechs der elf Filialen werden im Laufe des Jahres 2020 übernommen und in Mömax-Standorte umgestaltet, wobei voraussichtlich 200 der 300 Angestellten übernommen werden können.[51]
  • Der Rückverkauf von Depot respektive der Gries Deco Holding an Christian Gries wurde am 13. Dezember 2019 bekanntgegeben. Aus der Transaktion dürfte für den MGB für das Jahr 2019 ein Buchverlust auf gewährte Darlehen in Höhe von rund 400 Millionen Schweizer Franken resultieren.[52][53]
  • Am 4. Februar 2020 gab die Migros bekannt, dass ein Joint Venture von Signa und Central Group die Magazine zum Globus und acht dazu gehörenden Immobilien übernimmt. Die Transaktion werde voraussichtlich (unter Vorbehalt der Zustimmung der europäischen Wettbewerbsbehörden) bis Mitte 2020 vollzogen.[54]

Im Juli 2020 verkaufte die Migros mit dem Glattzentrum das umsatzstärkste Einkaufszentrum der Schweiz an den Versicherungskonzern Swiss Life.[55] Sie werde weiterhin auf vier Etagen eine Verkaufsfläche im Glattzentrum betreiben und bleibe Hauptmieterin.

Im Jahr 2021 stieg die Migros unter der Marke Migros-Versicherungen.ch und einer Vertriebspartnerschaft mit der Vaudoise wieder in das Versicherungsgeschäft ein.[56][57][58]

Im Jahr 2022 hielten die 10 Migros-Genossenschaften der Schweiz eine Abstimmung ab, ob zukünftig in den Filialen Alkohol verkauft werden soll. Die Führung des Genossenschaftsbundes und die Delegierten der Genossenschaften hatten eine entsprechende Statutenänderung empfohlen. Die Mitglieder lehnten den Vorschlag, der zur Umsetzung eine Zweidrittelmehrheit gebraucht hätte, deutlich ab. Die Gegner hatten der Geschäftsleitung einen „Verrat am Erbe Gottlieb Duttweilers“ vorgeworfen. Der Nein-Anteil belief sich zwischen 55 % (Tessin) und 80 % (Zürich). Damit wird es in Migros-Filialen weiterhin keinen Alkohol zu kaufen geben.[59][60]

DetailhandelBearbeiten

Das Kerngeschäft der Migros ist der «Genossenschaftliche Detailhandel». Nebst diesem Geschäftssegment, das knapp 60 % des Konzernumsatzes erzielt, gehören zur Migros auch verschiedene Fachmärkte und Gastronomiebetriebe.

Migros rühmt sich damit, selbst weder Alkohol noch Tabakwaren zu verkaufen.[61][62] Hiermit soll dem von Duttweiler unter der Bezeichnung «Volksgesundheit» formulierten Prinzip nachgelebt werden, dass der Absatz von Genussmitteln nicht preislich gefördert werden soll. In den 1990er Jahren wurden die Statuten der Migros so angepasst, dass das Verbot nur eigentliche M-Filialen betrifft. Alle anderen Tochtergesellschaften dürfen Alkohol und Tabak verkaufen. Bis 2010 erhielt man beim Kauf von Alkohol beispielsweise in einer Migrolino-Tankstelle Cumulus-Punkte.[63] Zudem erhält man (Stand 2017) in jeder VOI-Filiale Cumulus-Punkte.[64]

Migros wirbt (Stand 2016) mit ihrer Eigenmarkenpolitik.[65] Zwischen 75 und 77 Prozent des Umsatzes erzielt Migros nach eigener Darstellung mit Eigenmarken – wie viel davon von der M-Industrie hergestellt wird, gibt sie (Stand 2022) nicht bekannt.[66][67]

Migros-SupermärkteBearbeiten

 
Erste Preisliste und ein Migros-Verkaufswagen 1925

Dem ersten Jahr, als Migros nur aus Verkaufswagen bestand, folgte 1926 der erste bediente Laden in Zürich. Letztere Vertriebsform wurde schliesslich durch die 1948 lancierten Selbstbedienungsläden vollständig verdrängt. In den 1960er-Jahren begann in der Schweiz der Bau von Einkaufszentren, an dem sich auch Migros aktiv beteiligte.

Als indirekte Folge davon entwickelte Migros ein einfaches Benennungssystem für die Filialen der Genossenschaften, welches die Grösse des Standorts und den Umfang des Sortiments andeutet. Eine M-Migros (durchschnittlich 810 m²) ist ein eher kleiner Lebensmittelladen, der als Nahversorger Waren des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Hygieneprodukte) führt; eine MM-Migros (durchschnittlich 2292 m²) hat eine grössere Auswahl an Lebensmitteln sowie ein breites Non-Food-Angebot und umfasst häufig auch eine Bäckerei, ein Restaurant, einen Take-Away oder einen Fachmarkt. Eine MMM-Migros (durchschnittlich 7720 m²) bietet praktisch die gesamte Produktepalette der Migros an; sie liegt meist in Einkaufszentren an guten Verkehrslagen.

Zur Steigerung der Standortattraktivität der «orangen» Filialen wurde an konzerneigenen Standorten (Liegenschaften, Einkaufszentren) früh mit der Vermietung von Verkaufsflächen an kleinere Einzelhandelsunternehmen mit stark komplementärem Sortiment an Genussmitteln – namentlich Tabakwaren und Alkohol – begonnen. Früher bevorzugt an Pick Pay vermietet, wurden diese Standorte Anfang 2006 von Denner «geerbt» – seit 2007 ein Tochterunternehmen des MGB.

2015 hat die Migros in Zuzwil SG die erste Plusenergie-Filiale eröffnet.[68]

1984 wurden die ersten Scannerkassen in Betrieb genommen.[69] Seit dem 6. September 2011 wird schrittweise das Selbstbedienungskassen-System «Subito» eingeführt.[70] Anfang 2018 waren 337 Filialen mit SB-Kassen ausgerüstet. Von den über 10’000 Kassen, die in Betrieb stehen, sind mittlerweile 2’200 Subito-Kassen.[71] Ende 2018 waren 400 Filialen mit SB-Kassen ausgestattet und jeder dritte Kunde bezahlte dort mit Subito. Auf alle Filialen hochgerechnet nutzten rund 25 % das Angebot.[72] Ein Personalabbau wird durch die Einführung der SB-Kassen nicht angestrebt.[70]

2019 erwirtschafteten die Super-/Verbrauchermärkte der Migros einen Umsatz von rund 11,6 Milliarden Franken im Inland.[73]

Migros-FachmärkteBearbeiten

Die ersten Migros-Fachmärkte entstanden als etwas abgetrennte Abteilungen innerhalb der grossen Supermarkt-Standorte (MM und MMM), denen wegen des Platzbedarfs bald auch räumlich komplett getrennte Verkaufslokale folgten. Als Abteilungen der Supermärkte lanciert, wurden die Fachmärkte zunächst weiterhin von den regionalen Genossenschaften geführt; das traf auch auf die Neulancierungen Obi und SportXX zu, die entgegen ersten Absichten nicht von gesonderten Fachmarkt-Tochterunternehmen geleitet werden. Zusammen erwirtschafteten die Migros-Fachmärkte 2019 (inkl. Interio) einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Franken.[73]

Am 21. Januar 2020 wurde die Migros Fachmarkt AG mit Sitz in Zürich gegründet. Das Unternehmen hat zum Ziel, den Waren- und Wertefluss entlang der Wertschöpfungskette für die verschiedenen Fachmärkte zu optimieren.[74] Rechtlich gehören die Fachmärkte aber weiter den regionalen Genossenschaften.

Migros-GastronomieBearbeiten

Migros verfügt über zahlreiche Gastronomiebetriebe, die je nach Grösse und Lage den Migros-Läden angeschlossen sind. Dazu zählen die in Selbstbedienung geführten Migros-Restaurants, die Verkaufsstände Migros-Gourmessa und Migros Take Away sowie Migros Party-Service als Lieferservice. Einzelne Genossenschaften bieten verschiedene Gastronomie-Formate an. Die Migros Aare führt z. B. Cha chà Thai als Franchising-Betriebe. Die Migros Ostschweiz betrieb bis 2020 Chickeria-Filialien (Poulet-Fast-Food).

Unter dem Strich betreibt die Migros über 300 Restaurants und Take-Aways mit insgesamt (inkl. der Gemeinschaftsverpflegung) 676 Millionen Franken Umsatz (2018).[75] In der Gemeinschaftsgastronomie werden u. a. ABB, Huber+Suhner, Pilatus Aircraft, Rheinmetall Air Defence und die Gewerblich Industrielle Berufsschule Bern beliefert.[76] 2014 war die Migros der grösste Gastronom in der Schweiz.[77]

AuslandaktivitätenBearbeiten

 
Ehemaliges Ladengeschäft der Migros Deutschland GmbH in Lörrach

Erste Aktivitäten im Ausland entfaltete bereits Gottlieb Duttweiler. 1932 erwarb er in Berlin einen Landwirtschaftsbetrieb, gründete die Migros-Verteilungs-GmbH und baute eine Flotte von 85 Verkaufswagen auf, die bis zu 2000 Haltepunkte im Grossraum Berlin anfuhren. Die neue Konkurrenz traf jedoch bei lokalen Händlern und Markenartikelherstellern auf viel Widerstand. Nachdem in Deutschland die Nationalsozialisten in Regierung und Verwaltung an die Macht kamen, verstärkte sich der Druck. Im März 1933 stand die Migros Berlin auf Listen für die sogenannten Frühjahrsboykotte der NSDAP, wurde als «Judenfirma» tituliert und schikaniert, SA-Leute bedrängten die Kunden. Im Dezember 1933 gab die Migros die Auflösung der Berliner Tochtergesellschaft bekannt.[78][79][80]

Von 1937 bis 1969 gab es in Liechtenstein ein Warenhausverbot. Heute betreibt die Migros dort eine Filiale, zudem existieren dort zwei Migros-Partner.[81]

Seit 1954, mit einem Unterbruch von 1974 bis 1992, ist die Migros erneut auch im Ausland aktiv. 1954 gründete die Migros das Tochterunternehmen Migros Türk. Die türkische Tochter ist seit 1974 unabhängig, durfte aber das Corporate Identity der Migros Schweiz zu diesem Zeitpunkt weiterführen. Seit 1992 unterhält Migros einige Standorte in Frankreich und Deutschland. Die von Migros France geführten Standorte sind zwei Hypermärkte (Supermärkte mit diversen Fachmärkten für Elektronik u. a.) in Thoiry und Étrembières sowie ein Supermarkt mit benachbartem Freizeitzentrum Vitam in Neydens, allesamt nahe der Grenze bei Genf.[82]

Das Deutschlandgeschäft unter eigenem Namen wird von der Genossenschaft Migros Basel über die Tochtergesellschaft Migros Deutschland GmbH mit Sitz in Lörrach geleitet. Neben dem dort 1995 eröffneten Standort wurden Filialen in Bad Säckingen (2001–2008), Freiburg im Breisgau (2002), Reutlingen (2008–2012), Ludwigshafen am Rhein (2010) und Ludwigsburg (2011) eröffnet.[83][84][85]

Am 11. Oktober 2012 verkündete die Genossenschaft Migros Zürich den Kauf des deutschen Lebensmitteleinzelhändlers Tegut mit Sitz in Fulda, der aber weiter unter diesem Namen firmiert.[86][87]

Die vier unter eigenem Namen von der Migros Basel geführten Filialen mitsamt zwei hausinternen Bäckereien wurden mit Wirkung zum 1. Oktober 2013 an die Rewe Group verkauft, das an die Filiale Lörrach angegliederte Restaurant und das Take-away in Freiburg wurden geschlossen.[88][89] Am 28. September 2013 schloss mit der Freiburger Filiale der letzte Migros Markt in Deutschland.[90][91]

Ein 1993 gestartetes Engagement der Migros in Österreich wurde nach vier Jahren wieder eingestellt (siehe Konsum Österreich). 2013 eröffnete die Migros Ostschweiz ihren ersten Supermarkt im Fürstentum Liechtenstein, bis dato wurden Migros-Produkte nur durch Partner vertrieben.[92]

Die M-Industrie AG betreibt die Online-Shops migros-shop.de und migros-shop.at, um die Produkte in weitere Länder zu versenden. Der Versand für Deutschland und Österreich erfolgt ab Müllheim, Deutschland.[93][94] Zudem werden die Produkte von Chocolat Frey auch über die Plattform amazon.de angeboten.[95]

Die M-Industrie ging 2017 eine Kooperation mit der chinesischen Onlinehandels-Plattform NetEase Kaola ein. Unter dem Namen „Orange Garten“ vertreibt die M-Industrie auf Kaola ein ausgewähltes Sortiment an Migros-Produkten, wie etwa Kaffee, Snacks und Getränke. Ein Ausbau des Sortiments auf Kaola wie auch der Vertrieb über weitere chinesische Online-Kanäle sind in Planung.[96] Im Dezember ging die M-Industrie eine Kooperation mit Chinas grösster Konsumenten-Plattform Tmall ein. Der Online-Marktplatz gehört zur Alibaba-Gruppe.[97] 2019 wurde der Onlineshop „Orange Garten“ auf Tmall geschlossen und als Dachmarke soll „Orange Garten“ nicht mehr verwendet werden.[98]

Am 1. November 2018 startete der Onlineshop galaxus.de mit dem Verkauf in Deutschland. Im März 2019 wurde bekannt, dass Chocolat Frey nun auch die US-Kette Walgreens Boots Alliance beliefert.[99]

FranchisingBearbeiten

Während in den frühen Jahren der Migros der Verkauf von Eigenmarken-Produkten aus der Not heraus geschah, gibt es mittlerweile den umgekehrten Fall, dass selbständige Unternehmer – in verschieden stark ausgeprägter Zusammenarbeit mit der Migros – ein begrenztes Migros-Sortiment führen. Die Belieferung dieser Läden erfolgt entweder durch die jeweilige Genossenschaft oder durch die Migros-Verteilzentren.

  • Migrolino – Beliefert aus dem Migros Verteilzentrum in Suhr.[100] (333 Filialen[101])
  • Detaillist mit Migros-Produkten (MP) Migros Partner (49 Standorte[102])
  • VOI – Migros Partner (Kleinläden; 60 Filialen[103])

Die älteste Variante sind die «MP», die als selbständige Detaillisten arbeiten. Sie sind rechtlich und finanziell unabhängig. Nebst Migros-Artikeln führen sie Ergänzungsprodukte wie Weine, Spirituosen und Tabakwaren.

Als eigentliches Franchising wurde schliesslich avec zusammen mit Valora und den SBB lanciert; das Gemeinschaftsunternehmen Cevanova schloss dafür jeweils Franchiseverträge mit privaten Pächtern ab, die Läden an Bahnhöfen und Tankstellen betrieben. Das Joint Venture wurde Mitte 2008 aufgelöst und die Cevanova-Standorte zwischen Valora und der Migros aufgeteilt; während Valora den Namen avec weiterverwenden konnte, entstanden aus den Migros-Standorten sehr rasch Migrolino-Standorte. Eine Folge aus dieser Trennung war auch die Aufkündigung der Migros-Sortimente für die avec.-Kette nach einer Übergangszeit von zwei Jahren. Die Migros expandiert unter dem Namen Migrolino weiter und schloss 2008 mit Royal Dutch Shell und 2012 mit der State Oil Company of Azerbaijan Republic (SOCAR) eine Partnerschaft für Tankstellenshops.

Das 2007 ursprünglich von der Genossenschaft Migros Aare eingeführte VOI-Ladenkonzept ist ebenfalls ein Franchisebetrieb;[104] besonders kleinräumige M-Filialen, die der Quartier- respektive Dorfversorgung dienen, sollen dabei nach Möglichkeit von der bisherigen Belegschaft als Franchisenehmer übernommen und auf eigene Rechnung betrieben werden. Dies entspricht stark dem MP-Konzept, allerdings mit einem regional einheitlichen Auftritt unter der gemeinsamen Franchise-Marke. Die VOI-Angestellten sind nicht dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der Migros-Gruppe unterstellt. Die Franchisenehmer sind weder an die dort festgehaltenen Mindestlöhne gebunden, noch profitiert das Personal von den jährlichen Lohnverhandlungen zwischen Gewerkschaften und der Migros. Das spart Personalkosten. Einige Schwerpunkte bei VOI bilden Produkte aus der Region sowie Alkohol und Tabakwaren. Ende 2017 wurde die 30. VOI-Filiale eröffnet.[64]

SonstigesBearbeiten

Die Migros führt in der Schweiz eine Alnatura-Kette; 20 Filialen waren es im November 2021.[105] Ausserdem gibt es 26 Filialen von Migros Outlet, in welchen Food- und Non-Food-Aktionen zu finden sind (Stand: November 2021).[106]

HandelBearbeiten

Im Gegensatz zu den genossenschaftlichen Migros-Fachmärkten wurden 2008 eine Reihe selbständig auftretender MGB-Tochterunternehmen im neuen Departement VI (Handel) zusammengefasst. Gemeinsames Merkmal dieser Unternehmen ist, dass sie als – meist zugekaufte – eigenständige Marken am Markt auftreten; entsprechend kommt bei diesen Unternehmen auch Duttweilers Prinzip der «Volksgesundheit» (Verzicht auf den Verkauf von Alkohol und Tabak) nicht zur Anwendung.

Am 27. April 2014 gab die Migros bekannt, den Anteil von knapp 25 % an Charles Vögele auf 19,7 % zu reduzieren.[107] Anfang 2016 besassen der Migros Genossenschafts-Bund und die Migros Pensionskasse zusammen nur noch einen Anteil von ca. 10 %.[108] Die Beteiligung an Charles Vögele soll die Migros am Ende einen Verlust von mehr als 20 Millionen Franken eingebracht haben.[109] Am 16. März 2020 wurde bekannt, dass Sharoo vollständig von der AMAG-Gruppe übernommen wird.[110] Migros war seit 2017 mit 19,9 % an Sharoo beteiligt und vorher mit 59,1 %.

Migros-IndustrieBearbeiten

Die M-Industrie AG[111] umfasst die Produktionsbetriebe der Migros-Gemeinschaft. 23 Betriebe in der Schweiz und deren neun im Ausland stellen über 20’000 verschiedene Produkte her.[112] Durch die politisch motivierte Lieferverweigerung diverser Hersteller in den Anfangsjahren der Migros war das Unternehmen gezwungen, ein eigenes Herstellernetz aufzubauen. Das erste Unternehmen war die Alkoholfreie Weine AG Meilen. Einige Lebensmittelfabriken wurden von der Migros auch aufgekauft.

Dadurch konnte die Migros günstig eine eigene Produktpalette herstellen. Erst in jüngerer Zeit sind Markenprodukte in grösserer Auswahl erhältlich. Produkte der Migros-Industrie werden, oft unter anderen Markennamen, auch ins Ausland exportiert. Seit 2018 werden z. B. diverse Eigenmarken für Amazon.com produziert.[113]

Zu den wichtigsten Produktionsbetrieben gehören die folgend genannten. In Klammern sind der Umsatz in Mio. CHF der einzelnen Geschäftsfelder 2015 aufgeführt.

Fleisch, Geflügel, Fisch (1'531):

  • Micarna SA, Courtepin, mehrere Standorte
    Fleischwaren, Geflügelfleisch (seit 2006, ehemals Optigal SA)

Milchprodukte & Käse (1'038):

Brot, Back- & Teigwaren, Eiswaren (1'015):

  • Jowa AG, Volketswil, mehrere Standorte
    Backwaren, Konditoreiprodukte, Frischback-Produkte, Teigwaren
  • Midor AG, Meilen (2021 fusioniert zur Delica AG)
    Biscuits, Gebäck, Glacé, «Partysnacks»

Schokolade & Kaugummi, Kaffee, Reis (797):

Convenienceprodukte & Getränke (662):

Near-Food (425):

Produkte der Migros-Industrie für den Export werden von der Swiss Delice AG in Suhr vertrieben. Insbesondere Milchprodukte, Schokolade, Gebäck und Kartoffelprodukte werden unter dem gleichnamigen Label exportiert. 2005 fusionierte die Swiss Delice AG mit der Chocolat Frey AG.[115] Diese wiederum ging 2021 durch Fusion der Migros-Industriebetriebe Delica, Midor, Riseria Taverne und Total Capsule Solutions in der Delica AG auf.

Daneben ist die Migros mit einigen Unternehmen enge Partnerschaften eingegangen. Sie sind meist kleine oder mittelgrosse Familienunternehmen, welche für den Detailhandel in der Schweiz exklusiv die Migros mit Eigenmarken beliefern, in anderen Bereichen (Grosshandel, Ausland) weiterhin unabhängig und unter eigenem Namen auftreten. Dazu gehören etwa der Uhrenhersteller Mondaine (bis 2010), Hustenbonbons-Produzent F. Hunziker + Co AG in Dietikon und die Haco AG in Gümligen (seit 1929), welche u. a. die Farmer-Stängel produziert. Um künftig Laborfleisch anbieten zu können, hat sich die M-Industrie 2019 am israelischen Start-up Aleph Farms beteiligt.[116] Zudem will die Migros 2022, zusammen mit dem Aromahersteller Givaudan und dem Maschinenbauer Bühler, den Cultured Food Innovation Hub in Kemptthal eröffnen.[117] Die Gründung dieses Joint Ventures steht unter Vorbehalt der Zustimmung der Wettbewerbsbehörde.[118]

Weitere SpartenBearbeiten

ReisenBearbeiten

FinanzdienstleistungenBearbeiten

Die Migros-Gruppe verfügt mit der Migros Bank über eine eigene Bank und mit der Migros-Pensionskasse über eine der grössten Pensionskassen der Schweiz und ist wichtige Immobilienbesitzerin.[119] Zum Portfolio der Migros zählen z. B. mehr als 13.000 Wohnungen, darunter auch Luxuswohnungen. Letztere werden etwa von Natalie Imboden, Generalsekretärin vom Schweizerischen Mieterinnen- und Mieterverband, als nicht genossenschaftlich, sondern total renditegetrieben, kritisiert.[120]

Logistik & InformatikBearbeiten

Im Departement III des MGB angesiedelt sind Entwicklung, Realisierung, Betrieb und Unterhalt der Konzernlogistik. Der Informatikbereich und das Rechenzentrum sind im MGB integriert, der Betrieb der nationalen Logistikzentren erfolgt durch die rechtlich selbständige Tochtergesellschaft Migros Verteilbetrieb AG mit Sitz in Neuendorf

Kultur und BildungBearbeiten

Das Herzstück bildet hier als grösste Erwachsenenbildungs-Institution der Schweiz die Klubschule Migros. Im Auftrag von Gemeinden nimmt die Klubschule Einbürgerungstests für den Kanton Bern vor.[121][122] Daneben beinhaltet der Bereich Kultur und Bildung den Sprachreiseanbieter Eurocentres sowie das Migros Museum für Gegenwartskunst. Finanziert werden diese Aktivitäten durch das «Migros-Kulturprozent» aus den Konzerneinnahmen. Dieser wurde 1957 ins Leben gerufen; ein Prozent des Umsatzes wird von der Migros jedes Jahr in Kultur und Weiterbildung investiert.

MedienBearbeiten

Wichtigste Publikation bildet das wöchentlich erscheinende Migros-Magazin, das auf Deutsch, Französisch und Italienisch (Azione) veröffentlicht wird. Daneben gibt die Migros auch das zehn Mal pro Jahr erscheinende Kochmagazin Migusto in den drei Landessprachen heraus. Weiter publiziert die Migros sechs Mal jährlich das ebenfalls dreisprachige Wohlfühl- und Nachhaltigkeitsmagazin Vivai. Vivai erscheint in einer Auflage von 248'067 Exemplaren (WEMF 2017)[123] und erreicht 1'020'000 Leser (Publicom 2017). Die letzte Ausgabe von Vivai ist für den 1. Oktober 2018 geplant.[124] Seit 2012 begleitet Famigros als Familien-Club seine Kunden ab der Schwangerschaft.[125] Das Werbeetat der Migros beträgt (nach einer Schätzung) etwa 260 Mio. Franken pro Jahr.[126]

Freizeit und SportBearbeiten

Die Migros-Genossenschaften führen diverse Freizeit- und Sportbetriebe, dazu zählt die Fitness- und Wellnesskette Fitnesspark, sechs Golfanlagen unter dem Namen Golfpark, drei Freizeitbäder Aquapark, zwei Sportpark-Standorte, sowie der sogenannte Sport- und Erlebnispark «Milandia», der über Tennisplätze und ein Kletterzentrum verfügt. Die Klubschule Migros bietet als Teil der Angebotsbereiche Bewegung & Gesundheit sowie Kultur & Kreativität eine Vielzahl an Kursen aus dem Sport- und Freizeitbereich an.

Unter der Bezeichnung «Migros Fitness» sind neben den Fitnesspark-Standorten auch die zugekauften Fitnesscenter der Genossenschaften zusammengefasst, darunter Activ Fitness (Migros Zürich), Flower Power (Migros Aare), Migros Fitnesscenter (Migros Basel), ONE Training Center (Migros Luzern) sowie das Discountangebot Only Fitness (Migros Aare). Im Mai 2017 wurde Silhouette Wellness von der Migros Zürich übernommen und bis Mitte 2018 in Activ Fitness integriert. Per 2020 wird MFit ebenfalls in Activ Fitness integriert.[127]

Zu den Freizeitanlagen gehören auch die aus dem Kulturprozent finanzierten Parkanlagen «Park im Grünen». Die Zürcher Stiftung «Im Grüene» von 1946 stammt noch von Gottlieb und Adele Duttweiler, die ihren Landsitz «Zur Langhalden» in Rüschlikon stifteten, welcher zum ersten Park im Grüene wurde. Die Waadtländer Fondation Pré Vert du Signal de Bougy von 1970 stiftete den zweiten «Parc Pré Vert» auf dem Signal de Bougy, der 1977 eröffnet wurde. Die Basel-Landschaftliche Stiftung «Im Grünen» von 1978 stiftete den dritten Park im Grünen, in Münchenstein auf dem Gelände der Grün 80. Die vierte Stiftung Gurten – Park im Grünen von 1995 stiftete den vierten Park im Grünen auf dem Gurten, der 1999 eröffnet wurde.

PostdienstleistungenBearbeiten

PickMup, das seit Juni 2015 bestehende Abhol- und Rückgabe-Netzwerk für Online-Bestellungen, hat im vergangenen Jahr zahlreiche neue Partner gewonnen. Einkäufe aus 17 verschiedenen Online-Shops können an über 746 PickMup-/Filial-Standorten in der Schweiz abgeholt und retourniert werden.[128] Zudem wurden bisher 3 automatische PickMup-Boxen in Betrieb genommen, welche ähnlich wie die Paketautomaten der Post funktionieren.[129]

In bisher 15 Filialen (inkl. Denner und Migrolino) können Pakete der Schweizerischen Post abgeholt und aufgegeben werden.[130] Im Mai 2019 wurde das Geschäft auf 300 Migros-Filialen ausgeweitet[131] und im Oktober 2019 um weitere 91 sogenannte Servicepunkte ergänzt.[132] Seit Juli 2020 können an 96 PickMup-Standorten auch Pakete von DHL abgeholt und aufgegeben werden.[133]

GesundheitsdienstleistungenBearbeiten

Die im Jahr 2001 gegründete und seit 2010 zur Migros gehörende Medbase AG bietet verschiedene Dienstleistungen im Gesundheitswesen an. Das Unternehmen betreibt 55 medizinische Zentren in elf Kantonen. Die Dienstleistungen gehören zu den Kategorien Therapie, medizinische Massage, Check-ups, Leistungsdiagnostik, Komplementärmedizin, Kurse, Online-Beratung, Arbeitsmedizin, Prävention und Rehabilitation. Seit 2019 sind die Topwell-Apotheken ebenfalls Teil der Medbase-Gruppe. Es besteht eine Kooperation mit der Apotheke Zur Rose. Derzeit wird je eine Shop-in-shop-Apotheke in Basel, Bern und Zürich betrieben.[134] Ab 2020 sollen weitere Zur-Rose-Apotheken eröffnet werden und dazu ein Onlineshop eröffnet werden.[135] Als weiteres Shop-in-shop-Format wurde Anfang November 2020 das erste Misenso-Fachgeschäft für Hörgeräte, Brillen und Kontaktlinsen in einer Migros eröffnet.[136] Um Platz für solche Shop-in-shop-Formate zu schaffen, will Migros das Standard-Sortiment in den Filialen verkleinern.[137]

Weitere DienstleistungenBearbeiten

Weitere Dienstleister der Migros-Gruppe sind das Gottlieb Duttweiler Institut als Denkfabrik sowie im Bereich Qualitätssicherung die Swiss Quality Testing Services. Die Limmatdruck AG bildete das Kompetenzzentrum für Medien und Verpackungen, sie wurde 2011 an die rlc packaging group verkauft.

M-Way wurde 2010 als Tochter der Migros mit dem Ziel gegründet, sich mit eigenen Fachmärkten frühzeitig (siehe Verkehrswende) im Bereich der Elektromobilität zu spezialisieren. So bietet M-Way seinen Kunden unter anderem ein Angebot an Elektrofahrzeugen wie E-Bikes, E-Cargobikes und Elektromotorroller sowie Infrastrukturlösungen, Zubehör und einen Service an. Per Ende September 2019 wurde M-Way an die E-Mobility-Group veräussert.[138]

carvelo2go wurde 2015 im Rahmen der Schweizer Lastenrad-Initiative carvelo der Mobilitätsakademie des TCS und des Förderfonds Engagement Migros lanciert. Ziel ist es, die gemeinschaftliche Nutzung von E-Cargobikes bei der breiten Bevölkerung im Alltag zu verankern und in die Mobilitätsnetzwerke zu integrieren.[139] Die Zusammenarbeit mit Engagement Migros lief im Dezember 2019 vertragsgemäss aus.[140]

Zudem wurde 2010 migipedia.ch lanciert. Die Plattform bietet den Kunden die Möglichkeit, Produkte zu bewerten und Kommentare abzugeben.[141]

Zahlen und FaktenBearbeiten

Die Zahlen und Fakten der Migros-Gruppe des Jahres 2021 (in Klammern die Veränderung gegenüber dem Vorjahr):[2]

  • Umsatz: CHF 28'932 Mio. (−3,4 %)
  • Gewinn: CHF 668 Mio. (−62 %)
  • Angestellte: 97'541 Personen (−1,6 %)
  • Eigenkapital: CHF 21'142 Mio. (+3,2 %) oder 27,1 % der Bilanzsumme

Aufteilung Migros-Lebensmittelmärkte in der Schweiz nach Store-Formaten:[142]

  • 368 M-Migros (durchschnittlich 819 m²)
  • 212 MM-Migros (durchschnittlich 2390 m²)
  • 50 MMM-Migros (durchschnittlich 7387 m²)
  • 40 Fachmarktcenter, M-Parcs und Obi (durchschnittlich 6103 m²)
  • 53 Spezialläden; u. a. Outlets und Alnatura-Märkte (durchschnittlich 631 m²)

Produktlinien, Labels und ProgrammeBearbeiten

«M-Budget», «M-Classic» und «Migros Sélection»Bearbeiten

 
M-Budget-Logo

1996 lancierte die Migros die Billiglinie M-Budget. Anfangs waren es 70 Produkte. Bis 2006 (kurz nach dem Markteintritt von Aldi Suisse in der Schweiz[143]) wurde das Sortiment auf 500 M-Budget-Produkte erweitert. «Die M-Budget-Produkte sollen möglichst billig aussehen», lautete der Auftrag an die Verpackungsdesigner. Zurzeit wird aber das Sortiment an M-Budget Produkten wieder reduziert, da viele Produkte nicht gewinnbringend verkauft werden können. Die Migros konzentriert sich auf ein Kernsortiment, welches gute Umsatzzahlen erreicht.

Seit 2005 vertreibt die Swisscom über die Migros die Marke M-Budget Mobile. Es handelt sich dabei um ein Prepaid- und Abo-Angebot für Mobiltelefone. Der Dienst läuft auf dem Netz von Swisscom.

Im Herbst 2006 lancierte die Migros in Zusammenarbeit mit Mastercard und der GE Money Bank eine M-Budget-Kreditkarte. 2010 wurde sie in Cumulus-Mastercard umbenannt.[144] Sie ist mit rund 700.000 Kunden die meistbenutzte Kreditkarte in der Schweiz.[145] Seit Juli 2022 wird sie von der Migros Bank und nicht mehr von der Cembra Money Bank herausgegeben.[146]

Am 1. November 2018 wurde im Hotel Säntispark, welches im Besitz der Genossenschaft Migros Ostschweiz ist, das erste M-Budget-Hotelzimmer eröffnet. Am 1. Februar 2019 hat ein zweites Zimmer mit M-Budget-Ausstattung den Betrieb aufgenommen.[147]

Als Gegenstück zur Billiglinie M-Budget startete Migros im September 2005 als «Nobelmarke» die neue Produktlinie Migros Sélection. Die Linien Budget und Sélection sind preislich stark differenziert. Sie bilden quasi die beiden Pole des Angebots, das klassische Sortiment ist dazwischen angesiedelt. Angebote von Migros Sélection sind zwar viel teurer, dahinter stecken jedoch oft banale Massenprodukte oder Mogelpackungen, wie der Kassensturz immer wieder bewiesen hat.[148]

Ende März 2009 begann Migros damit, das gesamte klassische Sortiment unter der neuen Marke M-Classic einheitlich zu positionieren.

«Heidi»Bearbeiten

Im Jahr 2004 wurde die Marke «Heidi» für Milch und Milchprodukte lanciert, womit vorerst Produkte aus Bergmilch aus konventioneller Landwirtschaft gekennzeichnet wurden.[149] Die Bergbauern profitieren zwar von einem Absatzkanal für ihre Produkte, werden jedoch nicht besser bezahlt. Die Kosten für Transport, Verarbeitung und Marketing seien bei der Heidi-Bergmilch höher als bei normaler Milch.[150] Die Berggebietszonen, in denen Bergmilch produziert werden kann, werden vom Bund festgelegt und bedecken den grössten Teil der Schweiz.[151] Inzwischen wird auch Heidi-Fleisch angeboten. Im Jahr 2021 erfolgte bei der Milch und beim Rahm die Umstellung auf den IP-Suisse-Standard (siehe unten).

«TerraSuisse»Bearbeiten

Das Label «TerraSuisse» wurde 2008 zusammen mit IP-Suisse lanciert, um Produkte aus Integrierter Produktion zu kennzeichnen.[152] Beim Label Ranking 2015 wurde es mit 117 von 200 Punkten als «Empfehlenswert» eingestuft und erreichte 2019 einen Umsatz von 729 Mio. Franken.[153] Ab 2021 soll es flächendeckend durch das IP-Suisse-Label ersetzt werden.[154] Im März 2021 wurde zudem bekannt, dass sämtliche Trinkmilchen (ausser Bio und Demeter) bis Ende 2021 auf IP-Suisse Wiesenmilch umgestellt werden sollen.[155] Im April 2022 kündigte Migros an, ab August sämtliche konventionellen Schweizer Schaleneier auf den IP-Suisse-Standard umzustellen.[156][157][158] Bei gewissen Produkten wird das Label mit dem «Aus der Region»-Label kombiniert.

«Migros Bio»Bearbeiten

Unter dem Label «Migros Bio» werden seit 1995/96 Bio-Lebensmittel vertrieben welche mindestens der EG-Öko-Verordnung entsprechen. Das Label wurde beim Label Ranking 2015 mit 141 von 200 Punkten als «Sehr empfehlenswert» eingestuft, wobei importierte Produkte und Rohstoffe in der Regel nur der EG-Öko-Verordnung (landete im Ranking 2015 mit 83 Punkten auf dem allerletzten Platz der bedingt empfehlenswerten) entsprechen. 2017 sind die Umsätze mit Bio-Produkten bei der Migros um rund 10 % gestiegen.[159] Damit positionierte sie sich, mit einem Marktanteil von 32,8 %, gleich hinter der Marktführerin Coop (44,3 %) auf Platz 2 im Schweizer Bio-Markt.[160]

Im November 2020 wurde in einer Badener Filiale eine Selbstabfüllanlage für den Offenverkauf von Bio-Produkten in Betrieb genommen, um so den verpackungsfreien Einkauf – wie in einem Unverpacktladen – zu ermöglichen.[161] In Zukunft will die Migros solche Selbstabfüllanlagen in weiteren Filialen installieren.[137] 2020 stieg der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln gegenüber dem Vorjahr um 16 % auf 1,213 Mia. Franken an.[162] 2021 wurden Demeter-Eier aus Bruderhahnaufzucht ins Sortiment aufgenommen.[163] Im Jahr 2022 soll bei den Migros-Bio-Produkten die Umstellung auf den Knospe-Standard von Bio Suisse erfolgen.[164][165] Der Marktanteil lag zuletzt (2021) noch bei 31,2 %.[165]

SonstigesBearbeiten

Die Migros kündigte 2019 an, dass sämtliche Schalen von im Offenverkauf erhältlichen Zitronen und Orangen nach der Ernte nicht mehr mit Pestiziden behandelt werden, sondern z. B. mit Bienenwachs oder Schellack.[166] Bei den Schweizer Eiern (ohne Import-Ware) wurde angekündigt die Bodenhaltung bis 2020 durch Freilandhaltung zu ersetzen. Die Genossenschaften Aare, Genf, Luzern und Zürich hätten bereits umgestellt.[167] Auch bei den Import-Eiern will die Migros in Zukunft voll auf Freilandhaltung setzen.[168]

Bekannte MarkenBearbeiten

Monte-Generoso-Kuchen, Biscuit mit Crèmefüllung und Kakaoglasur, wird seit Ende der 1950er-Jahre produziert und wurde von 1997 bis 2009 mehr als sieben Millionen Mal verkauft. Tourist-Schoggi wird seit etwa 1970 produziert und wurde von 1998 bis 2009 über 50 Mio. Mal abgesetzt. Vom 1975 eingeführten Eis Glacestängel wurden 2009 28,3 Mio. Stück abgenommen. Das seit Anfang der 1960er am Markt befindliche Geschirrspülmittel Handy wird teilweise als Gattungsbegriff verwendet und wird jährlich über vier Millionen Mal verkauft.[169]

«M-Cumulus»Bearbeiten

Im Bereich Customer Loyalty Management hat die Migros 1997 das Kundenbindungsprogramm «M-Cumulus» eingeführt, welches auf einem Bonuspunktesystem basiert. Mit der Kundenkarte können bei jedem Einkauf Punkte gesammelt werden, die bei ausreichender Ansammlung in Form von Wertcoupons ausgezahlt werden. Zum alle zwei Monate versandten Kontoauszug erhalten die Teilnehmer zudem eine Reihe von Rabattcoupons und Werbeprospekte. Die aus den Einkäufen gesammelten Daten werden darüber hinaus intern für Statistiken und das Marketing ausgewertet.

«Generation M»Bearbeiten

2012 hat die Migros mit «Generation M» ein Nachhaltigkeitsprogramm von der Werbeagentur Jung von Matt lanciert, worin verbindliche Nachhaltigkeits-Versprechen abgegeben werden. Zum Beispiel:

LebensmittelverschwendungBearbeiten

Um die Lebensmittelvergeudung zu reduzieren, testet die Genossenschaft Migros Luzern seit Oktober 2018 die App Too Good To Go in drei Filialen.[171] Ende November sind drei Alnatura-Märkte dazugekommen.[172] Im Dezember hat sich auch die Genossenschaft Migros Basel dem Test angeschlossen.[173] Im März 2019 gab die Genossenschaft Migros Luzern bekannt, dass das Angebot auf sämtliche Filialen ausgeweitet wurde.[174] Im Januar 2020 wurde bekannt, dass Too Good To Go schweizweit angeboten werden soll.[175] Überschüssige Lebensmittel werden auch an Organisationen wie Tischlein deck dich oder die Schweizer Tafel abgegeben. Dennoch wird das meiste noch immer samt Verpackung in Biogasanlagen vergärt, was die Emission von Mikroplastik in die Umwelt weiter befördert.[176]

Migros AppsBearbeiten

Die Migros App verzeichnete bei Google Play bereits über eine Million Installationen. Mit der App kann u. a. die Cumulus-Karte digitalisiert werden.[177] Daneben wurden weitere Apps veröffentlicht, wie die im April 2018 gestartete Social-Shopping-App Amigos, als Pilotprojekt im Raum Bern und Zürich.[178] Das Pilotprojekt wurde im Dezember 2019 beendet, bevor es im März 2020 und bis Ende Mai 2021 wegen der Corona-Pandemie und in Zusammenarbeit mit Pro Senectute wieder in Betrieb genommen wurde.[179][180][181][182] Weiter betreibt die Migros unter dem Namen SayFlowers[183] seit Oktober 2019 einen eigenen Online-Blumen-Versand. Seit Juli 2021 bietet die Migros (in Zusammenarbeit mit Versicherungspartnern) unter dem Namen Migros-Versicherungen Online Versicherungsprodukte an.[184]

Kritik und KontroversenBearbeiten

Partnerschaft mit SOCARBearbeiten

Im Juni 2012 gab die Migros bekannt, mit dem kaukasischen Tankstellenbetreiber SOCAR eine Zusammenarbeit einzugehen. Die Erklärung von Bern (heute Public Eye) kritisiert dies, da Socar ein regimenaher Betrieb sei, der eng mit dem aserbaidschanischen Präsidenten İlham Əliyev verbandelt sei. Immer wieder käme es von Seiten des Konzerns zu Menschenrechtsverletzungen, etwa von Zwangsumsiedlungen.[185] Seit dem Bergkarabachkonflikt verschärfte sich die Kritik zusehends. So fordert etwa auch Stefan Müller-Altermatt, die Migros solle die Partnerschaft mit SOCAR beenden.[186]

Kritik an der FührungspolitikBearbeiten

Einige Kritiker, wie beispielsweise der Verein Sorgim, behaupten, dass die Migros den Idealen ihres Gründers nicht mehr entspricht. Bemängelt wird, dass die Genossenschaft nicht demokratisch geführt wird, wie es einst von Duttweiler gewünscht worden wäre und stattdessen ausschliesslich die Geschäftsleitung über alle wichtigen Geschäftsstrategien entscheidet.[187]

Vorwurf einer antiisraelischen politischen KampagneBearbeiten

2012 wurde das Unternehmen von der israelischen Regierung kritisiert, nachdem angekündigt worden war, Produkte aus den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten entsprechend zu deklarieren. Die israelische Botschaft in der Schweiz warf der Migros eine Beteiligung an einer «antiisraelischen politischen Kampagne» vor, die darauf abziele, «Israel anzuschwärzen und schon im Voraus den zukünftigen Status der umstrittenen Gebiete festzulegen.»[188]

Bienenschutz – Generation MBearbeiten

«Wir versprechen Noah, ab Ende 2014 nur noch Insekten- und Pflanzenschutzmittel anzubieten, die Bienen nicht gefährden.» Dieser Satz aus einer Werbung der Migros ist nach Ansicht der Schweizerischen Lauterkeitskommission irreführend. Da trotz des Versprechens weiterhin Insektizide im Angebot waren und weiterhin sind, die als bienengefährdend gelten, hat sich die Migros dazu entschieden, das Versprechen an Noah von der Website zu löschen und die bemängelten Pestizide weiterhin im Sortiment zu belassen. Sie enthalten den Wirkstoff Lambda-Cyhalothrin.[189]

Nachhaltiges PalmölBearbeiten

Migros ist Gründungsmitglied des auf Initiative der WWF gegründeten Vereins Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO). Der RSPO wird dahingehend kritisiert, dass Nachhaltigkeitsziele und soziale Ziele durch die Zertifizierung nicht erreicht werden. Zahlreiche Umweltorganisationen wie Greenpeace oder Rettet den Regenwald werfen dem RSPO Greenwashing vor.[190] Dennoch setzt Migros bei den Rezepten nach wie vor auf die Verwendung von Palmöl.[191]

Nachhaltige BananenBearbeiten

Mit dem Versprechen an die Generation M, bis Ende 2017 nur noch Bananen aus nachhaltigem Anbau anzubieten, hat die Migros die durch die Rainforest Alliance zertifizierten Bananen von Chiquita durch vom WWF zertifizierte Bananen von Dole ersetzt. Experten von der Universität Zürich sehen in der neuen Partnerschaft mit dem WWF jedoch keine Verbesserung für die Nachhaltigkeit, indes wurde ihnen auch eine Anfrage für eine Besichtigung auf einer kolumbianischen Plantage abgeschlagen.[192]

TiermissbrauchBearbeiten

Es wird dem Fleischverarbeiter Micarna und der Migros vorgeworfen, dass die sogenannte «besonders tierfreundliche Stallhaltung» der Optigal-Werbung nicht annähernd mit der Realität übereinstimmt (→ Micarna#Kritik).

Einstellung des Verkaufs von FeuerwerkenBearbeiten

Nach der Dürre und Hitze in Europa 2018 hat die Migros Aare kurz vor Silvester verlauten lassen, sie werde ab sofort und dauerhaft auf den Verkauf von Feuerwerkskörpern verzichten.[193] Im Juli 2019 wurde bekannt, dass auch die Genossenschaften Ostschweiz und Luzern per sofort und die Genossenschaften Basel und Zürich nach dem 1. August den Verkauf einstellen wollen.[194] Von Umweltschützern wird dies jedoch als Greenwashing abgetan, da die Migros viel wirkungsvollere Möglichkeiten hätte, etwa mehr Bio-Lebensmittel und weniger Importe etc., etwas für die Umwelt zu tun.[195]

LiteraturBearbeiten

  • Sibylle Brändli: Der Supermarkt im Kopf. Konsumkultur und Wohlstand in der Schweiz nach 1945. Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2000, ISBN 3-205-99264-4 (Zugleich Dissertation an der Universität Basel 1997).
  • Katja Girschik: Als die Kassen lesen lernten. Eine Technik- und Unternehmensgeschichte des Schweizer Einzelhandels 1950–1975 (= Schriftenreihe zur Zeitschrift für Unternehmensgeschichte 22). C. H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-60828-5.
  • Katja Girschik, Albrecht Ritschl, Thomas Welskopp (Hrsg.): Der Migros-Kosmos. Zur Geschichte eines aussergewöhnlichen Schweizer Unternehmens. hier + jetzt, Baden 2003, ISBN 978-3-906419-64-0.
  • Alfred A. Häsler; Migros-Genossenschafts-Bund (Hrsg.): Das Abenteuer Migros. Die 60 Jahre junge Idee. In: Migros-Genossenschafts-Bund Band 12. Migros Presse, Zürich 1985.
  • Hans Munz; Gottfried und Adele Duttweiler-Stiftung (Hrsg.): Das Phänomen Migros. Die Geschichte der Migros-Gemeinschaft. Ex Libris, Zürich 1973.
  • Hans A. Pestalozzi (Hrsg.): M-Frühling. Vom Migrosaurier zum menschlichen Mass. Zytglogge Verlag, Bern, 1980, ISBN 3-7296-0107-5.
  • Rita Schneider-Sliwa, Andrea Kampschulte, Judit Bojt; Geographisches Institut der Universität Basel (Hrsg.): Der Einkaufsstandort Bad Säckingen. Marktstudie zur Migros-Lohgerbe, zu Konsumentenverhalten und Entwicklungen im Einzelhandel. In: Basler Stadt- und Regionalforschung Band 23. Wepf, Basel 2003, ISBN 978-3-85977-256-4.
  • Hans Peter Treichler, Georges-André Chevallaz, von Sebastian Speich, Peter Ziegler, Marcel Schwander; Gerd Klinner (Hrsg.): Abenteuer Schweiz. Geschichte in Jahrhundertschritten. In: Buchgabe des Migros-Genossenschafts-Bundes Band 13. Direktion Migross-Presse im Auftrag des Migros-Genossenschafts-Bundes, Zürich 1991, französische Ausgabe: L’aventure Suisse, italienische Ausgabe: L’avventura Svizzera.
  • Vinzenz Winkler: COOP und MIGROS. Genossenschaften in Konkurrenz und im Wandel der Zeit. Rüegger, Zürich/Chur 1999, ISBN 3-7253-0385-1.

WeblinksBearbeiten

Commons: Migros – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Migros-Genossenschafts-Bund im Zefix
  2. a b c Geschäftsbericht 2021. In: report.migros.ch. Abgerufen am 30. März 2021.
  3. Kennzahlen 2020. In: Migros Geschäftsbericht 2020. Migros-Genossenschafts-Bund, 2021, abgerufen am 26. September 2021.
  4. Migros hinkt Coop hinterher. Berner Zeitung, 19. Januar 2011, abgerufen am 28. September 2021.
  5. Karl Lüönd Gottlieb Duttweiler (1888–1962) Eine Idee mit Zukunft Band 72 der Reihe Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik, ISBN 3-909059-20-1, Seite 28
  6. Balz Ruchti: Agent Orange. In: NZZ Folio. Nr. 5/2014. NZZ-Mediengruppe, Zürich Mai 2014, S. 18.
  7. Häsler: Das Abenteuer Migros. S. 41.
  8. a b Lukas Hadorn: Das farbige M. In: Vivai. Nr. 1/2015. Migros-Genossenschafts-Bund, Zürich Februar 2015, S. 22.
  9. Dokumentation zur einheitlichen Beschriftung sämtlicher M-Fahrzeuge. Migros-Genossenschafts-Bund, Zürich Mai 1968.
  10. a b Verwaltung. In: migros.ch. Abgerufen am 5. Oktober 2018.
  11. Zweikampf um Migros-Spitze: Erhält der Detailhandelsriese erstmals eine Präsidentin? In: aargauerzeitung.ch. 5. Januar 2019, abgerufen am 5. Januar 2019.
  12. Sergio Aiolfi und Dieter Bachmann: «Ich trete bereits 2019 zurück»: Warum Migros-Präsident Andrea Broggini das Unternehmen früher als geplant verlässt. In: nzz.ch. 4. Oktober 2018, abgerufen am 5. Oktober 2018.
  13. a b Management. Migros-Genossenschafts-Bund, abgerufen am 3. Januar 2022.
  14. a b Wirtschaftspolitik. In: migros.ch. Abgerufen am 25. Dezember 2018.
  15. Philipp Albrecht: Warum die Migros ihr Berner Lobbying aufgibt. In: bilanz.ch. 22. Dezember 2018, abgerufen am 25. Dezember 2018.
  16. Interessenbindungen: Jürg Maurer. in admin.ch
  17. Interessenbindungen: Gabi Buchwalder. in admin.ch
  18. Sechs Grosse spannen zusammen. In: migros.ch. Abgerufen am 18. Juli 2021.
  19. Die Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz (IG DHS) stellt sich vor. 10. Mai 2006, abgerufen am 11. September 2021.
  20. Wirtschaftspolitik. Volksabstimmungen. In: migros.ch. Abgerufen am 14. März 2021.
  21. a b Anita Huge: F-Budget. WOZ Die Wochenzeitung, 26. Februar 2004, abgerufen am 18. September 2021.
  22. Zahlen und Fakten 2020. (PDF, 1,6 MB) In: M20 - Migros Geschäftsbericht 2020. Migros-Genossenschaftsbund, 2021, abgerufen am 18. September 2021.
  23. Migros: Frau, Familie & Beruf. Migros-Genossenschafts-Bund, abgerufen am 18. September 2021.
  24. Forum elle – eine bewegte Geschichte. forum elle, abgerufen am 18. September 2021.
  25. Verwaltung. Migros-Genossenschafts-Bund, abgerufen am 3. Januar 2022.
  26. Sergio Aiolfi: «Helfer der Konsumenten». Vor 125 Jahren wurde Gottlieb Duttweiler geboren. In: Neue Zürcher Zeitung. 15. August 2013, abgerufen am 1. März 2016.
  27. a b c Die Migros ist Pionierin: gestern, heute und morgen. Migros Magazin, Zürich 3. Oktober 2016, Umschlagseiten
  28. Zeitschrift Wir Brückenbauer, 6. Jahrgang, Nr. 37, Ausgabe vom 9. April 1948, S. 4 f.
  29. Tobias Marti: In der Schweiz gab es Zwangsarbeit. Auch die Migros machte mit. In: blick.ch. 29. Juni 2019, abgerufen am 1. Juli 2019.
  30. Migros-Expansion nach Österreich - Zusammenarbeit mit Konsum und Familia. In: Tagesschau (SRF). 6. Februar 1993, abgerufen am 2. Juni 2021.
  31. Trennung von Migros und Konsum Österreich vollzogen. In: Tagesschau (SRF). 15. Mai 1995, abgerufen am 2. Juni 2021.
  32. Eröffnung von Migros-Filiale 'Migros-France'. In: Tagesschau (SRF). 31. August 1993, abgerufen am 2. Juni 2021.
  33. Migros Lörrach. In: Schweiz aktuell. 16. November 1995, abgerufen am 2. Juni 2021.
  34. Die Migros übergibt OWiba in neue Hände. In: migros.ch, 16. Oktober 2017, abgerufen am 16. Oktober 2017.
  35. Medienmitteilung Saviva (PDF). In: cca-angehrn.ch (Internet Archive), 19. Februar 2013, abgerufen am 20. Mai 2021.
  36. Migros übernimmt Eierspezialistin Lüchinger+Schmid. In: nzz.ch, 30. Januar 2015, abgerufen am 20. Mai 2021.
  37. Saviva fokussiert sich auf den Belieferungsgrosshandel. In: presseportal.ch, 29. September 2017, abgerufen am 23. November 2017.
  38. Wettbewerbskommission (4. September 2007): Auflagen zum Zusammenschluss Migros/Denner (Auszug) (PDF; 21 kB)
  39. Wettbewerbskommission (4. September 2007): Weko macht Auflagen zum Zusammenschluss Migros/Denner.
  40. Migros-Partner in Nähe mit grossem Sortiment und günstigen Preisen
  41. Alnatura AG. Handelsregisteramt des Kantons Zürich, abgerufen am 26. Januar 2021.
  42. Coop legt 2017 weiter zu In: Neue Zürcher Zeitung, 5. Januar 2018, abgerufen am 21. September 2021.
  43. Neuer Migros-Chef: Ein M härter als gedacht. In: handelszeitung.ch, 22. März 2018, abgerufen am 25. März 2018.
  44. Sergio Aiolfi: Die Migros baut 290 Stellen ab. In: nzz.ch. 29. Juni 2019, abgerufen am 17. September 2019.
  45. Migros Ostschweiz streicht 90 Stellen. In: 20min.ch. 24. Juni 2019, abgerufen am 24. Juni 2019.
  46. Adi Kälin: Die Migros baut in Zürich fast vierzig Stellen ab. In: nzz.ch. 10. Juli 2019, abgerufen am 13. Juli 2019.
  47. Ulrich Rotzinger, Julia Fritsche: Migros Aare spart und baut 300 Stellen ab. In: blick.ch. 17. September 2019, abgerufen am 17. September 2019.
  48. Migros stösst Globus, Depot, Interio und M-Way ab. In: handelszeitung.ch. 27. Juni 2019, abgerufen am 27. Juni 2019.
  49. Migros verkauft E-Bike-Tochter M-Way an Private-Equity-Gesellschaft. In: Neue Zürcher Zeitung. 27. September 2019, abgerufen am 13. Dezember 2019.
  50. m-way gehört neu zur Swiss E-Mobility Group. 27. September 2019, abgerufen am 13. Dezember 2019.
  51. Migros setzt auf Micasa und übergibt Interio-Filialen. 29. November 2019, abgerufen am 13. Dezember 2019.
  52. Migros verkauft Gries Deco und Depot zurück an Christian Gries. Aargauer Zeitung, 13. Dezember 2019, abgerufen am 13. Dezember 2019.
  53. Christian Gries übernimmt die Gries Deco Gruppe. 13. Dezember 2019, abgerufen am 13. Dezember 2019.
  54. Eigentümer der KaDeWe-Gruppe kaufen Globus. In: migros.ch. 4. Februar 2020, abgerufen am 9. Februar 2020.
  55. Claudia Rey: Die Migros verkauft das Glattzentrum an Swiss Life. Neue Zürcher Zeitung, 10. Juli 2020, abgerufen am 8. März 2021.
  56. Migros Versicherungen Schweiz. 19. Oktober 2021, abgerufen am 19. Oktober 2021.
  57. Migros steigt ins Versicherungsgeschäft ein. In: finews.ch. 25. Mai 2021, abgerufen am 25. Mai 2021.
  58. Migros und Vaudoise partnern fürs Geschäft mit Onlineversicherungen. In: netzwoche.ch. 25. Mai 2021, abgerufen am 25. Mai 2021.
  59. So haben die Migros-Genossenschaften abgestimmt. 16. Juni 2022. Abgerufen am 16. Juni 2022.
  60. sueddeutsche.de: Alkohol? Nicht bei uns
  61. Oft gestellte Fragen In: migros.ch, abgerufen am 26. Dezember 2017
  62. Tobias Marti: Migros ist scheinheilig, weil sie Alkohol und Tabak verkauft In: blick.ch, 22. Februar 2020, abgerufen am 24. Februar 2020
  63. Benjamin Weinmann: Keine Cumulus-Punkte für Alkohol. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Schweiz am Sonntag. 20. November 2010, archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 1. März 2016.
  64. a b Die Migros, die Alkohol verkauft In: tagesanzeiger.ch, 14. Dezember 2017, abgerufen am 26. Dezember 2017
  65. «Eigenmarken bleiben unser Fundament». (Nicht mehr online verfügbar.) In: MigrosMagazin. 9. Juli 2012, archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 1. März 2016.
  66. Laura Del Favero: Migros lässt Eigenmarken billig im Ausland produzieren. In: nau.ch. 11. Oktober 2020, abgerufen am 12. Oktober 2020.
  67. Thomas Schlittler: Weniger Eigenmarken: Migros rüttelt an Duttis Erbe. In: blick.ch. 5. Oktober 2020, abgerufen am 12. Oktober 2020.
  68. Oranger Riese als grüner Pionier: Die Migros Zuzwil ist die erste Plusenergie-Filiale der Schweiz. In: tagblatt.ch. 5. Januar 2019, abgerufen am 5. Januar 2019.
  69. Christian Steiner: Striche, welche die Welt verändern. In: nzz.ch. 17. Juli 2014, abgerufen am 15. Oktober 2019.
  70. a b Migros: Self-Scanning und Self-Checkout in neun Pilotfilialen (Memento vom 23. Januar 2018 im Internet Archive) In: migros.ch, 2. September 2011, abgerufen am 22. Januar 2018.
  71. Einst waren die Kunden Könige, heute sind sie Mitarbeiter In: watson.ch, 21. Januar 2018, abgerufen am 22. Januar 2018.
  72. Laura Frommberg: Jeder vierte Migros-Kunde zahlt am Self-Check-out. In: tagesanzeiger.ch. 23. Dezember 2018, abgerufen am 13. Januar 2019.
  73. a b Ertragsentwicklung: Genossenschaftlicher Detailhandel. Geschäftsbericht 2019. Migros-Genossenschafts-Bund, abgerufen am 23. November 2020.
  74. Akquisitionen, Veräusserungen & Unternehmensgründungen. In: report.migros.ch. Abgerufen am 20. Mai 2021.
  75. Hinter diesen Restaurants stecken Coop und Migros In: nau.ch, 6. April 2018, abgerufen am 6. April 2018.
  76. Markus Ehinger: Migros übernimmt die Gibb-Kantine In: bernerzeitung.ch, 19. November 2015, abgerufen am 7. Oktober 2018.
  77. Thomas Schlittler: Migros hat erstmals mehr Restaurant-Besucher als McDonald's In: aargauerzeitung.ch, 1. April 2015, abgerufen am 7. Oktober 2018.
  78. Migros im Ausland nicht nur auf Abwegen. NZZ, 9. April 2013
  79. Der Migros-Kosmos (Buchbesprechung)
  80. Roger Flury: Die Migros-Verteilungsgesellschaft m.b.H. Berlin 1932–1933: das Scheitern eines Expansionsversuches. Diss., Zürich 2002
  81. Als sich die Liechtensteiner gegen die Migros wehrten In: nzz.ch, 21. August 2017, abgerufen am 26. Dezember 2017
  82. Marcel Speiser: Die Mühen der Migros im Ausland. In: handelszeitung.ch. 18. Juni 2013, abgerufen am 27. Oktober 2018.
  83. Schwäbisches Tagblatt: Migros gibt in Reutlingen auf (19. Oktober 2012)
  84. migros.de: Eröffnung Ludwigshafen/RP (Memento vom 21. Mai 2010 im Internet Archive)
  85. migros.de: Eröffnung Ludwigsburg (Memento vom 8. Juli 2009 im Internet Archive)
  86. Fuldaer Zeitung: Migros/Tegut-Pressekonferenz@1@2Vorlage:Toter Link/www.fuldaerzeitung.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) (11. Oktober 2012)
  87. Osthessen-News: ALSO DOCH! TEGUT verhandelt mit Schweizer MIGROS über einen Verkauf (5. Oktober 2012)
  88. Migros Basel zieht sich aus Deutschland zurück, Neue Zürcher Zeitung, 18. Juni 2013
  89. Migros schließt Filialen in Freiburg und Lörrach, Badische Zeitung, 18. Juni 2013.
  90. Aus dem Migros Markt wird jetzt das REWE Center, Badische Zeitung, 29. September 2013
  91. Die Migros in Lörrach ist Geschichte. Badische Zeitung, 29. September 2013
  92. Migros nimmt Filiale Schaan selbst in die Hand In: vaterland.li, 23. Januar 2013, abgerufen am 23. Dezember 2017
  93. https://www.migros-shop.de/service/impressum/, abgerufen am 16. Oktober 2021
  94. https://www.migros-shop.at/service/lieferbedingungen/, abgerufen am 16. Oktober 2021
  95. https://www.amazon.de/stores/ChocolatFrey/page/84A281F3-365F-4045-8A07-3B0AAF160134?ref_=ast_bln, abgerufen am 16. Oktober 2021
  96. M-Industrie steigt ins Online-Geschäft in China ein In: migros.ch, 15. September 2017, abgerufen am 3. Dezember 2017.
  97. Migros kooperiert mit Chinesen In: schweizerbauer.ch, 23. Dezember 2017, abgerufen am 23. Dezember 2017.
  98. Migros: «Orange Garten» ist nicht mehr. In: persoenlich.com. 22. Dezember 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  99. Benjamin Weinmann (CH Media): Chocolat Frey: Migros-Tochter steht neu in 1900 Walgreens-Shops in den USA In: watson.ch, 4. März 2019, abgerufen am 4. März 2019
  100. Migrolino optimiert Logistiksystem (Memento des Originals vom 1. Dezember 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.retailtechnology.de In: EHI Retail Institute, 24. November 2017, abgerufen am 25. November 2017.
  101. Standorte. In: migrolino.ch. Abgerufen am 21. September 2021.
  102. Migros-Partner. In: migros.ch. Abgerufen am 21. September 2021.
  103. Filialen. In: voi-migrospartner.ch. Abgerufen am 21. September 2021.
  104. Bastian Heiniger: Kassenlose Läden: Migros macht mit Voi auf Amazon Go. In: bilanz.ch. 2. Juli 2019, abgerufen am 18. August 2019.
  105. Migros Filialen: Alnatura. In: filialen.migros.ch. Abgerufen am 8. November 2021.
  106. Migros Filialen: M-Outlet. In: filialen.migros.ch. Abgerufen am 8. November 2021.
  107. Migros reduziert Beteiligung an Charles Vögele (Memento vom 27. April 2014 im Internet Archive) (abgerufen am: 27. April 2014).
  108. Grossaktionär macht bei Vögele den Abflug In: tagesanzeiger.ch, 17. Februar 2016, abgerufen am 10. Januar 2018.
  109. Aktienkurs im freien Fall: Charles Vögele – Niedergang einer Legende In: blick.ch, 21. Februar 2016, abgerufen am 10. Januar 2018.
  110. Carsharing Plattform sharoo wird vollständig in AMAG Gruppe integriert. (PDF; 148 kB) In: sharoo.com. 16. März 2020, abgerufen am 16. März 2020.
  111. M-Industrie AG. Handelsregisteramt des Kantons Zürich, abgerufen am 27. Januar 2021.
  112. Website der M-Industrie. Abgerufen am 7. Dezember 2019.
  113. Bastian Heiniger: Migros produziert Eigenmarken für Amazon. In: handelszeitung.ch. 20. Februar 2019, abgerufen am 20. Februar 2019.
  114. Marc Bodmer: Reiskammer in der Sonnenstube, Migros Magazin, Zürich 9. Oktober 2017, S. 42–44
  115. Bastian Heiniger: Swiss Delice AG. In: Handelsregisteramt des Kantons Aargau. Abgerufen am 25. September 2021.
  116. Migros investiert in Labor-Fleisch. In: schweizerbauer.ch. 15. Mai 2019, abgerufen am 15. Mai 2019.
  117. Givaudan, Bühler und Migros spannen bei pflanzlichem «Fleisch» zusammen. In: cash.ch. 15. September 2021, abgerufen am 15. September 2021.
  118. Andrea Martel: Matthew Robin: «Noch ist zellbasiertes Fleisch viel zu teuer». In: nzz.ch. 13. Juni 2022, abgerufen am 13. Juni 2022.
  119. Swiss Life, ZFS und Migros sind Giganten in der Immobilienwelt. In: handelszeitung.ch. 7. Mai 2019, abgerufen am 7. Mai 2019.
  120. Adrian Müller: Migros baut Luxuswohnungen in Berner Trendquartier und wird sie nicht los. In: watson.ch. 11. Januar 2020, abgerufen am 12. Januar 2020.
  121. Migros-Klubschule bietet Einbürgerungs-Kurse an In: Aargauer Zeitung, 31. Dezember 2017, abgerufen am 1. Januar 2018
  122. Kurse und Lehrgänge, abgerufen am 1. Januar 2018
  123. WEMF, Auflagenbulletin 2017. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 2. September 2017; abgerufen am 13. Dezember 2017.
  124. Edith Hollenstein: «Vivai» ist am Ende. persoenlich.com, 6. Juli 2018, abgerufen am 7. Juli 2018.
  125. Famigos Club. Abgerufen am 16. Juli 2018.
  126. Matthias Ackeret: So sieht die neue Marketing-Kommunikation aus In: persoenlich.com, 13. September 2018, abgerufen am 16. September 2018.
  127. Migros legt Fitnesstöchter zusammen. In: aargauerzeitung.ch. 8. Oktober 2019, abgerufen am 15. Oktober 2019.
  128. Migros-Gruppe 2017: Solides Wachstum in anspruchsvollem Umfeld In: presseportal.ch, 17. Januar 2018, abgerufen am 22. Januar 2018.
  129. Selbstbedienungsstation PickMup-Box. In: migros.ch. Abgerufen am 27. Mai 2019.
  130. Christoph Krummenacher: Post ermöglicht Päckli aufgeben beim Einkaufen im Migros In: nau.ch, 12. September 2018, abgerufen am 16. September 2018.
  131. Post-Kooperation mit Migros - Päckli-Aufgabe beim Grossverteiler. In: srf.ch. 6. Mai 2019, abgerufen am 6. Mai 2019.
  132. Patrik Berger: Post: Keine Pakete mehr am Bahnhof verschicken und abholen. In: blick.ch. 24. Oktober 2019, abgerufen am 25. Oktober 2019.
  133. Beim Einkaufen in der Migros DHL-Päckli abholen. In: migros.ch. 1. Juli 2020, abgerufen am 23. November 2020.
  134. Joachim Graf: Dritte Shop-in-Shop-Apotheke von Zur Rose kommt nach Zürich. In: ibusiness.de. 4. November 2018, abgerufen am 5. November 2018.
  135. Joint Ventures von Zur Rose und Migros starten im Januar. In: fuw.ch. 20. Dezember 2019, abgerufen am 20. Dezember 2019.
  136. Migros Baden testet zwei neue Angebote. In: migros.ch. 5. November 2020, abgerufen am 24. November 2020.
  137. a b Barbara Scherer: Medikamente statt Tiefkühlpizzas: Migros verkleinert das Sortiment und setzt auf Apotheken in den Filialen. In: 20min.ch. 25. Februar 2021, abgerufen am 25. Februar 2021.
  138. Natalie Gratwohl: Migros verkauft E-Bike-Tochter M-Way an Private-Equity-Gesellschaft. In: nzz.ch. 27. September 2019, abgerufen am 28. September 2019.
  139. Engagement Migros: engagement-migros.ch: carvelo2go
  140. Mobilitätsakademie des TCS: Jahresbericht 2019. In: carvelo2go.ch (PDF; 3,9 MB), abgerufen am 14. März 2020.
  141. Smartive entwickelt modulare Community-Lösung für Migros. In: werbewoche.ch. 10. Dezember 2019, abgerufen am 11. Dezember 2019.
  142. Migros Geschäftsbericht 2021. Genossenschaftlicher Detailhandel. Abgerufen am 2. April 2022.
  143. 10 Jahre Aldi in der Schweiz: Was hatte das für Folgen für die Konkurrenz? In: Aargauer Zeitung, 27. Oktober 2015, abgerufen am 3. Januar 2018
  144. Kreditkarte der Migros – mit neuer Gebühr durch die Hintertür. In: tagesanzeiger.ch. 5. August 2010, abgerufen am 5. November 2018.
  145. Philipp Albrecht: Apple Pay: Kontaktlos erfolglos. In: bilanz.ch. 8. Juli 2018, abgerufen am 5. November 2018.
  146. Bernhard Kislig: Konkurrenz an der Kasse: Das müssen Migros-Kunden über die neue Cumulus-Kreditkarte wissen. In: tagesanzeiger.ch. 1. Juli 2022, abgerufen am 1. Juli 2022.
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  169. Klassiker und Innovationen der Migros, die Furore machten
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