Michele Sarfatti

italienischer Historiker

Michele Sarfatti (* 1952 in Florenz) ist ein italienischer Historiker.

LebenBearbeiten

Sarfatti beschäftigt sich in seinen Werken zum Großteil mit der Aufarbeitung der Geschichte der Juden im faschistischen Italien. Durch seine Arbeiten hat er dazu beigetragen, das von der älteren Forschung, insbesondere von Renzo De Felice, gezeichnete Bild, das faschistische Italien habe außerhalb des „sengenden Kegels des Holocaust“ gestanden, mit seinen Arbeiten stark zu relativieren. So wies er unter anderem nach, dass Mussolini bereits weit vor Einrichtung der „Achse Berlin-Rom“ 1936 und den Rassengesetzen von 1938 judenfeindliche Äußerungen getroffen habe.

Seit 2002 ist Michele Sarfatti Leiter der Forschungsstätte Centro di Documentazione Ebraica Contemporanea (CDEC) in Mailand. Neben Roberto Della Rocca, Daniela Di Castro, Massimo Giuliani und Michele Luzzati gehört er zum wissenschaftlichen Beirat des Museo Nazionale dell’Ebraismo Italiano e della Shoah.[1]

Gemeinsam mit seiner Schwester[2], der Kinderbuchautorin Anna Sarfatti, verfasste er eine Erzählung über einen Hund, der auf der Suche nach seinen „Herrchen“ Ereignisse der Resistenza erlebt.

WerkeBearbeiten

als Autor
als Herausgeber
  • Funzioni dei Centri di storia e cultura e ebraica nella società contemporanea. Atti del convegno, Mailand, 3. Februar 1997. Librificio, Mailand 1998, S. 45–50, ISBN 88-8516-157-X.
  • La Repubblica sociale italiana a Desenzano: Giovanni Preziosi e l’Ispettorato generale per la razza. La Giuntina, Florenz 2008, ISBN 978-88-8057-301-2.
  • mit Laura Brazzo: Gli ebrei in Albania sotto il fascismo. Una storia da ricostruire. Giuntina, Florenz 2010, ISBN 978-88-8057-394-4.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Homepage Sarfattis.
  2. Sandro Pintus: Rezension von Fulmine, un cane coraggioso auf istitutodeglinnocenti.it (auf Italienisch), 5. März 2012.