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Michael Laitman

Sachbuchautor
Michael Laitman, 2007

Michael Semjonowitisch Laitman (* 31. August 1946 in Witebsk, Belorussische SSR) ist ein jüdischer Professor der Ontologie und Erkenntnistheorie, Doktor der Philosophie und Kabbala sowie ein Master of Science in biomedizinischer Kybernetik. Bekannt wurde er als wichtigster Kabbala-Student und persönlicher Assistent von Rabbi Baruch Ashlag (Sohn des größten Kabbalisten im 20. Jahrhundert).

Michael Laitman ist Gründer und Vorsitzender des «Ashlag Research Institute (ARI)» und der «Bnei Baruch Kabbala Akademie in Europa». Über die Webseite von Bnei Baruch unterrichtet er täglich ein Publikum von weltweit nahezu 2 Millionen Menschen zur authentischen Kabbala. Dies wird zeitgleich in acht Sprachen simultan übersetzt. Bis heute hat Laitman über 40 Bücher in 18 Sprachen veröffentlicht. Laitman enthüllt die Kabbala und widmet sich dabei der Schaffung eines weltumspannenden Dialogs über die großen Probleme der Welt.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Studium und Berufsstart in der SowjetunionBearbeiten

Von 1964 bis 1971 studierte Laitman an der St. Petersburger Elektrotechnischen Universität (ETU) «LETI» (älteste elektrotechnische Universität Europas) in der Fakultät für Biomedizinische Kybernetik (früher Polytechnisches Institut Leningrad) und schloss den Studiengang am 8. Januar 1971 erfolgreich mit dem Master of Science (MSc) in medizinischer Biokybernetik ab. [1] Während seines Studiums forschte er am Institut für Hämatologie, wo er sich im Rahmen seiner wissenschaftlichen Tätigkeit auf die "elektromagnetische Regulation der Blutversorgung von Herz und Gehirn" spezialisierte.

Nach Abschluss seines Master of Science 1971 arbeitete Laitman in mehreren sowjetischen Forschungseinrichtungen, in Kronstadt und Sewastopol, und zog ein Jahr später nach Vilnius, Litauische Sozialistische Sowjetrepublik. Er bewarb sich zahllose Male um die Erlaubnis, nach Israel auszuwandern. Die sowjetische Regierung lehnte sein Gesuch immer wieder ab. 1974 wurde sein Antrag auf Auswanderung schließlich genehmigt, und er emigrierte noch im selben Jahr nach Israel.

Geistige Geburt in IsraelBearbeiten

Auf der Suche nach dem Ursprung der Regulation biologischen Lebens studierte Laitman ab 1975 mit Rabbinern des Kabbalah Centre in und außerhalb Jerusalems sowie ab 1979 mit Rabbi Baruch Ashlag die jüdische Tradition und deren Werke zum geistigen Inhalt der Tora. Dabei lernte er neben der exoterischen Tradition des Judentums, welche im Talmud Normen, Bräuche und Zeremonien des jüdischen Lebens lehrt, auch die esoterische Tradition des Judentums kennen, welche in der Kabbala die Heimführung der Seele in die Erfüllung und Vollendung ihres geistigen Lebens lehrt. [2]

Beruf und Berufung als Nachfolger der kabbalistischen Lehrmethode AshlagsBearbeiten

 
Michael Laitman

In Israel arbeitete er zunächst an der eigenen Zahnklinik und gründete 1981 ein erfolgreiches Unternehmen, das auf einer selbst entwickelten medizinischen Behandlungsmethode basierte. Aber von dem Zeitpunkt an, als er Rabbi Baruch Ashlag 1979 in Jerusalem begegnete, verbrachte er die meiste Zeit bei ihm und wurde Ashlags wichtigster Kabbala-Student und persönlicher Assistent. 1981 begann er mit seinen ersten öffentlichen Kabbala-Lektionen.

Später, im Jahre 1991, nach dem Tod seines Lehrers Rabbi Baruch Ashlag, gründete er das Kabbala Bildungs- & Forschungsinstitut Bnei Baruch, welches nach dem Kabbalisten Baruch Ashlag benannt wurde. Das intensive systematische Studium, die Lektionen und Aktivitäten der Studenten werden gemäß den Methoden Yehuda Ashlags geführt – auf dieselbe Weise, wie er es von seinem Lehrer übernahm. Das Ziel der Studien liegt darin, das spirituelle Niveau der Menschheit zu erhöhen.

2004 promovierte Michael Laitman in Philosophie und Kabbala am Moskauer Philosophischen Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften und erhielt seinen Doktortitel (PhD). [3] Seiner umfangreichen Lehrerfahrung verdankt er die Verleihung des Professorentitels in der Ontologie und der Erkenntnistheorie durch die höchste interdisziplinär zusammengestellte wissenschaftliche Kommission der Russischen Föderation vom September 2004.

Beim Dropping Knowledge am 9. September 2006 auf dem Berliner Bebelplatz war Michael Laitman unter den 112 prominenten Teilnehmern am größten Runden Tisch der Welt.

Das von Laitman während der letzten zehn Jahre gegründete Ashlag Research Institute (ARI) will den Dialog über die weltweite Krise ermöglichen als eine Chance, eine positive Veränderung des globalen Denkens über die Erziehung zukünftiger Generationen zu ermöglichen, um die massiven Veränderungen in Klima, Wirtschaft und geopolitischen Beziehungen zu bewältigen. Seine Botschaft und kostenlosen Materialien wollen alle ansprechen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, politischen oder kulturellen Erwägungen. Es geht um die Förderung positiver Veränderungen in der Bildungspolitik und Bildungspraxis durch innovative Ideen und Lösungen für die drängendsten erzieherischen Probleme unserer Zeit. Dazu hat Michael Laitman einen neuen Ansatz zur Bildung eingeführt, der die Gesetze einer voneinander abhängigen und integralen Welt berücksichtigt. Bis heute hat das ARI Bildungsprogramm Tausende von Studenten aus solchen Orten wie Nord- und Südamerika, Europa, dem Nahen Osten, Australien, Asien und Afrika angezogen.

Werke (Auswahl)Bearbeiten

  • Quantum Kabbala. Neue Physik und kabbalistische Spiritualität. Allegria (Ullstein) Verlag, 2007, ISBN 978-3-7934-2105-4.
  • Leben aus der Kabbala Das Handbuch für den spirituellen Weg. Allegria (Ullstein) Verlag, 2007, ISBN 978-3-548-74373-8.
  • Das Licht der Kabbala Die Einführung in das Wesen der Kabbala. Allegria (Ullstein) Verlag, 2007, ISBN 978-3-548-74374-5.
  • Kabbala. Ein erster Einblick in die verborgene Weisheit. Roman Kovar Verlag, 2002, ISBN 3-925845-92-5.
  • Lehrbuch der Kabbala. J. Kamphausen/ Edition Laitman Kabbala, 2. Aufl. 2012, ISBN 978-3-89901-418-1.
  • Die verborgene Weisheit der Kabbala. J. Kamphausen/ Edition Laitman Kabbala, 2010, ISBN 978-3-89901-433-4.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Diplomurkunde Master of Science Diploms
  2. Introvigne (2017), Introvigne, Massimo. (2017). "Pragmatic Kabbalists: Bnei Baruch and the Globalization of Kabbalah." Interdisciplinary Journal of Research on Religion, 13,2: 12.
  3. Introvigne (2017), Introvigne, Massimo. (2017). "Pragmatic Kabbalists: Bnei Baruch and the Globalization of Kabbalah." Interdisciplinary Journal of Research on Religion, 13,2: 12.