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Michael Grunst (* 13. März 1970 in Plauen) ist ein deutscher Kommunalpolitiker. Seit 2016 ist er Bezirksbürgermeister von Berlin-Lichtenberg für Die Linke.

Ausbildung und BerufBearbeiten

Grunst absolvierte zunächst eine Ausbildung als Wirtschaftskaufmann der Industrie, die er 1988 abschloss.[1] Im August 1988 wurde er zur Offiziershochschule der Grenztruppen einberufen. Neben der Anrechnung als Grundwehrdienst sollte die Ausbildung der Erlangung der Hochschulreife dienen. Grunst verließ die Offiziershochschule im April 1990.[2]

Von Mai 1990 bis 1992 arbeitete Grunst im Druckhaus Friedrichshain und absolvierte anschließend einen Kurs zum mathematisch-technischen Assistenten. 1995 begann er ein duales Studium an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege, welches er als Diplomverwaltungswirt (FH) abschloss.[3]

Anschließend bekleidete Grunst verschiedene Positionen in der Berliner Verwaltung und wurde 2003 persönlicher Referent von Heidi Knake-Werner (Die Linke) bei der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz. Nach seinem Aufstieg in den höheren Verwaltungsdienst wurde Michael Grunst Ende 2012 Leiter des Ordnungsamtes im Bezirk Treptow-Köpenick. Im Januar 2015 wählte ihn dort die Bezirksverordnetenversammlung zum Stadtrat für Jugend und öffentliche Ordnung. Seit dem 16. Dezember 2016 ist Grunst Bezirksbürgermeister von Lichtenberg.[4]

PolitikBearbeiten

Grunst positionierte sich wiederholt für ein klares Verhältnis zur politischen Unterdrückung in der DDR. So kündigte er im Jahr 2006 an, Gedenktafeln unterstützen zu wollen, auf denen die von Hubertus Knabe geforderte Formulierung „vierzigjährige kommunistische Diktatur in Ostdeutschland“ zu finden ist.[5] Zu dieser Aktion ist es bisher (Februar 2019) allerdings nicht gekommen.[6][7]

Grunst nimmt Stellung gegenüber antiisraelischen Stimmungen in der Partei Die Linke. In mehreren Briefen an Oskar Lafontaine und Gregor Gysi äußerte Grunst seine „große Besorgnis“ über „antiisraelischen Stellungnahmen“ aus den Reihen der Partei.[8]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke). 27. Februar 2017, abgerufen am 14. Mai 2017.
  2. Bezirksbürgermeister Michael Grunst (DIE LINKE). auf www.berlin.de
  3. Bezirksbürgermeister Michael Grunst (DIE LINKE). 27. Februar 2017, abgerufen am 14. Mai 2017.
  4. www.rbb-online.de: Lichtenberger Linke schickt Michael Grunst ins Rennen, vom 18. November 2016, abgerufen am 8. Januar 2017
  5. Ingo Rössling: Neue Provokation der Stasi. Abgerufen am 14. Mai 2017.
  6. Keine speziellen Gedenktafeln laut Internetrecherche vom 13. Februar 2019; sie sollten lediglich die Stasi-Opferstätte in Hohenschönhausen begleiten.
  7. Linkspartei - neue Provokation der Stasi
  8. Jüdische Nachrichten: Hamas im Bundestag. Abgerufen am 14. Mai 2017.