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Michael Borchard

deutscher Journalist und Politologe
Michael Borchard bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. in Berlin

Michael Borchard (* 1967 in München) ist ein deutscher Journalist und Politikwissenschaftler. Er arbeitete als Redenschreiber für den früheren Bundeskanzler Helmut Kohl und den Thüringer Ministerpräsidenten Bernhard Vogel. Von 2003 bis 2014 war er Leiter der Hauptabteilung Politik und Beratung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin. Danach wechselte er als Leiter des Auslandsbüros der Stiftung nach Israel.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Von 1989 bis 1994 studierte Borchard Politikwissenschaft, Neuere Geschichte und Öffentliches Recht an der Universität Bonn, gefördert durch ein Begabten-Stipendium der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). 1995 war er Stipendiat der Graduiertenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Ab 1995 betätigte er sich als freier Journalist, anschließend als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Editionsgruppe „Dokumente zur Deutschlandpolitik“ beim Bundesarchiv in Sankt Augustin bei Bonn. Noch vor seiner Promotion wurde er 1998 als freier Mitarbeiter der Abteilung Politik im Bundeskanzleramt Mitglied des Redenschreiberteams für Bundeskanzler Kohl.

1998 promovierte er bei Hans-Peter Schwarz zum Dr. phil. mit einer Arbeit über die deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion. Er erhielt dafür im selben Jahr den Geffrub-Preis der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität Bonn.[1]

Von 1998 bis 2003 arbeitete er als Leiter des Referates Reden, Textdokumentation, Fragen des gesellschaftlichen Wandels der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit in der Thüringer Staatskanzlei Redenschreiber für den Thüringer Ministerpräsidenten Bernhard Vogel. Im Jahr 2003 wechselte er zur KAS als Leiter der Arbeitsgruppe Innenpolitik in der Hauptabteilung Politik und Beratung, sowie Leiter des abteilungsübergreifenden Leitprojektes Grundlagen und Ziele der Bürgergesellschaft. Im Dezember desselben Jahres wurde er Hauptabteilungsleiter Politik und Beratung der KAS, was er bis 2014 blieb. Danach übernahm er das Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Israel.

Borchard ist seit 1989 Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Bavaria Bonn.

VeröffentlichungenBearbeiten

  • Die deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion: zur politische Bedeutung der Kriegsgefangenenfrage, 1949–1955, Düsseldorf: Droste Verlag, 2000. Dissertation, Philosophische Fakultät Bonn Rheinische-Friedrich-Willems-Universität, 1998. Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte, 35, ISBN 9783770018833.
  • Föderalismusreform in Deutschland : Wege zur Stärkung des Parlamentarismus? ; [... Reden, die im Rahmen der 3. Berliner Rechtspolitischen Konferenz der Konrad-Adenauer-Stiftung vom 13. bis 14. November 2008 in Berlin gehalten worden sind] / Hermann Gröhe, Günter Krings, Michael Borchard, Ralf Thomas Baus (Hrsg.). Mit Beitr. von Bernhard Vogel... Eine Veröffentlichung der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. - Sankt Augustin ; Berlin : KAS, 2009. - 106 S, ISBN 978-3-940955-67-8, http://kasnet.kas.de/db_files/dokumente/im_plenum/7_dokument_dok_pdf_16176_1.pdf
  • Das neue Bild vom älteren Menschen - aktiv in Politik und Gesellschaft! / Michael Borchard (Hrsg.). Mit Beitr. von Otto Wulff... Eine Veröffentlichung der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. - St. Augustin : KAS, 2007. – 94 S, ISBN 978-3-939826-72-9, http://www.kas.de//db_files/dokumente/7_dokument_dok_pdf_12567_1.pdf?071206133959
  • Schlaglichter der Deutschen Einheit : eine kommentierte Chronik (1987–1990) / Michael Borchard (Hrsg.). Zusammenstellung, Kommentierung, Redaktion: Gunnar Peters. Konrad-Adenauer-Stiftung, Politik und Beratung. – Sankt Augustin ; Berlin : KAS, 2008. - 54 S.
  • Das Solidarische Bürgergeld : Analysen einer Reformidee / hrsg. von Michael Borchard im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung. Mit Beitr. von Dieter Althaus, Michael Opielka, Wolfgang Strengmann-Kuhn u. a. - Stuttgart : Lucius & Lucius, 2007. - 286 S. ISBN 978-3-8282-0393-8

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zu seiner im Droste-Verlag veröffentlichten Dissertation siehe die Rezension von Ilse Dorothee Pautsch: Heimkehr ungewiss, Freilassung der deutschen Kriegsgefangenen war erst 1955 möglich, FAZ, 14. Juni 2000.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Michael Borchard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien