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Międzybrodzie (deutsch Zwischen-Furt) ist ein Dorf der Landgemeinde Sanok im Powiat Sanocki in Polen.

Międzybrodzie
Międzybrodzie führt kein Wappen
Międzybrodzie (Polen)
Międzybrodzie
Międzybrodzie
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Karpatenvorland
Powiat: Sanok
Geographische Lage: 49° 36′ N, 22° 11′ OKoordinaten: 49° 36′ 0″ N, 22° 11′ 0″ O
Einwohner: 130
Postleitzahl: 38-503
Telefonvorwahl: (+48) 13
Kfz-Kennzeichen: RSA
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Międzybrodzka
Nächster int. Flughafen: Rzeszów-Jasionka



Miedzybrodzie am San (1887)

GeografieBearbeiten

Das Dorf liegt am Ufer des Flusses Saan in den Waldkarpaten, umgeben von das Salzgebirge und den Hauher, ein beliebtes Ausflugsziel.

Es liegt drei Kilometer nordwestlich vom Gemeindesitz Sanok in einem hügeligen, waldreichen Gebiet (Selpy-Wald). Der Ort liegt auf 300 bis 450 m ü. M. und heute ist vielmehr bekannt als Wallfahrtsort.

Eine weitere Siedlung ist Mrzygłód am San mit einem Flussübergang zwischen Tyrawa Solna und Tyrawa Wołoska, Dobra und die historische Siedlung Ulucz.

Südlich des Dorfplatzes bei Międzybrodzie verläuft die Straße nach Sanok.

GeschichteBearbeiten

Der um 1439[1] urkundlich erwähnt Ort hieß 1787 Miezebrodz.[2] 1510 wurde eine orthodoxe Kirche erbaut. Lange lebten hier überwiegend Ukrainer, die nach dem Zweiten Weltkrieg im Rahmen der Aktion Weichsel umgesiedelt wurden.

Beim Dorf wurden Siedlungsspuren von Bewohnern aus dem 4. und 5. Jh. entdeckt.

Ein Kilometer südlich von Miedzybrodzie liegt am linken hohen Ufer, auf der anderen Seite des Flusses Saan in einer bewaldeten Hügelkette ein für das Karpatengebiet einmalige Siedlungsansammlung von 17. Jahrhundert v. Chr. bis 8. Jahrhundert mit zahlreicher archäologischer Reste des frühmittelalterlichen Burgwalls und Kloster. Die archäologischen Reste erzählen und von Bevölkerungen aus der Bronzezeit, der Latènezeit und von der Slawische-Kultur. Es geht um zwei angrenzende Burgwälle, Horodyszcze und Horodna, sowie um ein in der Nähe davon gelegenes Hügelgräberfeld aus dem 8./9. Jh. in Trepcza.[3]

Die Lage des Dorfs – im Mittelalter – war strategisch günstig am Knotenpunkt zwischen Salzstraße von Tyrawa und der historischen Furt des Karpatenweges über den San gelegen. Die Rolle und die Aufgaben der miedzybroden Furt durch den Fluss wurden da bereits 1852 kurz nach Eröffnung des bergischen Weges im Saltzgebirge nach Tyrawa Wołoska (dt. Valachisch Thirau) und Przemyśl verändert.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Wolodymyr Kulczycki (1862–1936) Professor für Zoologie an der Veterinärmedizinische Universität in Lwów
  • Jerzy Kulczycki Junior (1898–1974) Professor für Ur- und Frühgeschichte in Kraków und Lwów
  • Irina Dobrianska (1892–1982) ukrainischer Archäologin und Volkskundlerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Werner Radig
  • Teodosius Starak (1931–1999) ukrainischer Diplomat und Geschäftsträger der Ukraine in Polen
  • Władysław Mleczko – ein polnischer Verleger
  • Jerzy Ginalski – polnischer Archäologe und Volkskundler

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Dreifaltigkeitskirche in Miedzybrodzie (1901)

TourismusBearbeiten

Durch die Region führt :

  Wanderweg im beskidischen Karpatenvorland von Holzkirchen über Sanok zur Dorfkirche von Bączal Dolny und weiter nach Międzybrodzie – Mrzygłód – Ulucz – Dobra – Hołuczków zurück nach Sanok.[4]

GalerieBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Międzybrodzie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

FußnotenBearbeiten

  1. Adam Fastnacht. Sanok: materiały do dziejów miasta do XVII w. 1990.
  2. Erste Militärische Aufnahme (-1787)
  3. Acta militaria mediaevalia - T. 1. S. 66, 2005
  4. "niebieski"