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Metze (Niedenstein)

Ortsteil von Stadt Niedenstein

Metze ist ein Stadtteil von Niedenstein im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Metze
Koordinaten: 51° 12′ 12″ N, 9° 19′ 51″ O
Höhe: 231 (221–255) m ü. NHN
Fläche: 6,01 km² (LAGIS)
Einwohner: 948 (30. Jun. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 158 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 34305
Vorwahl: 05603

Geographische LageBearbeiten

Metze liegt rund 3 km südsüdöstlich des Hauptortes im Naturpark Habichtswald. Das Dorf befindet sich nordöstlich des Wartberges am Ems-Zufluss Matzoff. In der Ortschaft treffen sich die Landesstraßen 3218 und 3220.

GeschichteBearbeiten

Um 800 übertrugen ein Mengenrat und dessen Frau Hiltigart dem Kloster Fulda ihre Güter zu „Metue“ (allerdings ist bisher fraglich, ob damit in der Tat das heute Metze gemeint ist). Um 1074, vermutlich im Zeitraum 1074 bis 1081, bestätigte Erzbischof Siegfried I. von Mainz eine Schenkung eines Reginzo zu Metze; hierbei könnte es sich allerdings auch um eine Fälschung handeln. 1081 bestätigte Erzbischof Siegfried dem Kloster Hasungen seine Güter, darunter auch vier Mansen zu Metze. 1225 tauschte das Kloster Merxhausen mit dem Kloster Hersfeld eine Hufe. Das Stift Fritzlar besaß ab 1255 eine und ab 1320 zwei Mansen im Ort. Die ortsadeligen Herren von Metze verzichteten gegenüber dem Kloster Hardehausen auf Güter. Um 1297 erwarben die Waldecker Grafen und die Herren von Berninghausen vom Fritzlarer Augustinerhospital im Tausch je eine Hube in Metze. Ab 1344 hatten die Herren Hund von Kirchberg und die Hund von Holzhausen einen freien Hof zu Metze. 1354 verkauften die von Holzhausen einem Johann von Hardenberg eine Korngülte aus ihrem Hof zu Metze. 1403 gehörte der Ort erstmals zum Amt Gudensberg. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts besaßen die Herren von Dalwigk, von Linne und von Gleichen landgräfliche Burglehen in Metze. 1489 belehnte Landgraf Wilhelm I. den Grafen Heinrich VIII. von Waldeck-Wildungen mit Gütern zu Metze. Um 1515 erhielten die Waldecker die bisherigen von Schartenberg’schen Lehen.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Ort im Jahre 1637 wochenlang von der Bevölkerung aufgegeben. Nach Kriegsende stand nur noch ein einziges Haus.[2]

Ab 1821 gehörte der Ort zum Kreis Fritzlar, 1932 zum Kreis Fritzlar-Homberg (1939 umbenannt in Landkreis Fritzlar-Homberg) und ab 1974 zum heutigen Schwalm-Eder-Kreis. Am 31. Dezember 1971 gab Metze im Rahmen der Gebietsreform in Hessen seine Selbständigkeit auf und wurde ein Stadtteil der Stadt Niedenstein.[3]

Historische Schreibung des OrtsnamensBearbeiten

Metue (um 800) (genaue Identifizierung fraglich); Metzihe (1074/81) (Urkundenbuch Bistum Mainz Nr. 357); Mezehe (1081); Mezzehe (1151); Mezce (1193); Mezze (1196); Mezzahe (12. Jahrhundert); Mezhee (um 1219); Meze (1221); Metthe (1286); Metze (1290); Metche (1297); Mezhe (um 1310); Metzs (1511); Metz (1569); Metza (1575/85).

KircheBearbeiten

Vermutlich bereits um das Jahr 1000 entstand der romanische Wehrturm. Er war ursprünglich wohl Bestandteil einer kleinen Burg. Ein etwas westlich vom Dorfkern gelegenes Flurstück trägt noch heute den Namen "Auf dem alten Kirchhof", und es ist anzunehmen, dass die erste Kirche sich dort befand. Der erste Pfarrer wird 1189 erwähnt. Erst im 14. Jahrhundert, nach dem Aussterben der Herren von Metze, wurde deren Burg in die heutige Kirche umgewandelt. Am 7. Dezember 1536 wird der erste evangelischer Pfarrer des Orts, Johann Hölzscher, genannt. Während des Dreißigjährigen Kriegs brannte das Kirchenschiff nieder. Erst um 1750 entstand das heutige Kirchenschiff der evangelischen Kirche in Form einer niederhessischen Predigtkirche.[4]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „Gebiet, Bevölkerung“ im Internetauftritt der Stadt Niedenstein@1@2Vorlage:Toter Link/www.niedenstein.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen im September 2015.
  2. „Metze, Schwalm-Eder-Kreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 392.
  4. Metzer Kirche@1@2Vorlage:Toter Link/www.kirchenkreis-fritzlar.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.

WeblinksBearbeiten