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Marktgemeinde
Metnitz
Wappen Österreichkarte
Wappen von Metnitz
Metnitz (Österreich)
Metnitz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Sankt Veit an der Glan
Kfz-Kennzeichen: SV
Fläche: 223,26 km²
Koordinaten: 46° 59′ N, 14° 13′ OKoordinaten: 46° 58′ 50″ N, 14° 13′ 2″ O
Höhe: 851 m ü. A.
Einwohner: 1.976 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 8,9 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9363
Vorwahl: 0 42 67
Gemeindekennziffer: 2 05 18
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 4
9363 Metnitz
Website: www.metnitz.at
Politik
Bürgermeister: Anton Engl-Wurzer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)

8 ÖVP, 6 SPÖ, 3 FPÖ, 2 MHL

8
6
3
2
Insgesamt 19 Sitze
  • ÖVP: 8
  • SPÖ: 6
  • FPÖ: 3
  • Metnitzer Heimatliste: 2
Lage von Metnitz im Bezirk Sankt Veit an der Glan
AlthofenBrücklDeutsch-GriffenEbersteinFrauensteinFriesachGlödnitzGurkGuttaringHüttenberg (Kärnten)Kappel am KrappfeldKlein Sankt PaulLiebenfelsMetnitzMicheldorfMölblingSankt Georgen am LängseeSankt Veit an der GlanStraßburgWeitensfeld im GurktalKärntenLage der Gemeinde Metnitz im Bezirk Sankt Veit an der Glan (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Oberes Metnitztal

Metnitz ist eine österreichische Marktgemeinde mit 1976 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Sankt Veit an der Glan im Bundesland Kärnten.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt im Norden Kärntens und umfasst den Großteil des Metnitztales und die angrenzenden Berge bis zum Hauptkamm (bei Laßnitz etwas darüber hinausgehend): im Norden die Metnitzer Berge, im Süden der Mödringbergzug. Beide sind Teile der Gurktaler Alpen. Hauptsiedlungsgebiet ist das Metnitztal mit dem gleichnamigen Fluss.

Im äußersten Norden bilden die beiden Quellflüsse des Lassnitzbaches, der Priewaldbach und der Auenbach, die Grenze zwischen Kärnten und der Steiermark.

Die Gemeinde grenzt im Norden an die steirischen Gemeinden Murau, Sankt Georgen am Kreischberg und Stadl-Predlitz. Die Nachbargemeinden in Kärnten sind, von Osten im Uhrzeigersinn, Friesach, Straßburg, Weitensfeld im Gurktal und Glödnitz.

GemeindegliederungBearbeiten

Katastralgemeinden der Gemeinde sind Feistritz, Grades, Metnitz Land und Metnitz Markt.

Das Gemeindegebiet besteht aus 22 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

Zeitweise wurde auch die Ortschaft Untere Klachl (Streusiedlung in der Katastralgemeinde Metnitz Land; 1961: 3 Häuser, 20 Einwohner)[2] geführt, die mittlerweile aufgelöst wurde.

GeschichteBearbeiten

Das waldreiche Berggebiet wurde vergleichsweise spät besiedelt. Das obere Metnitztal wurde 1072 von Erzbischof Gebhard von Salzburg der Diözese Gurk geschenkt. Die Ortschaft Feistritz wurde im 11. Jahrhundert besiedelt. Zur Verwaltung wurden von Gurk die Ämter Feistritz und Metnitz errichtet. 1346 erhielt Grades das Marktrecht, 1599 Metnitz.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörte das Gebiet der heutigen Gemeinde Metnitz zum Steuerbezirk Grades. Im Zuge der Verwaltungsreformen nach der Revolution 1848/49 wurden 1851 aus den Steuergemeinden Grades und Feistritz die Gemeinde Grades, und aus den Steuergemeinden Metnitz Markt und Metnitz Land die Ortsgemeinde Metnitz errichtet. Die Gemeinde Grades trat 1915 einen Teil ihres Gemeindegebiets (etwa 1300 ha mit der Ortschaft Zienitzen) an die damalige Nachbargemeinde St. Salvator (heute Teil der Gemeinde Friesach) ab. 1966 kam es zu einem kleinen Gebietstausch zwischen den Gemeinden Grades und Metnitz: die Gemeinde Metnitz erhielt etwa 1 ha Fläche (beim Erholungsbad) und trat etwa 9 ha Fläche (im Bereich nordöstlich von Marienheim) an die Gemeinde Grades ab. 1973 wurden die Gemeinden Metnitz und Grades zur heute bestehenden Gemeinde Metnitz vereinigt. Gleichzeitig trat die Gemeinde Metnitz den Bereich Flattnitz an die damals neu gegründete Großgemeinde Weitensfeld-Flattnitz ab; jenes Gebiet gehört mittlerweile durch die Aufteilung der Gemeinde Weitensfeld-Flattnitz zur Gemeinde Glödnitz.

Das gesamte Gebiet der heutigen Gemeinde Metnitz gehörte ab 1850 zum politischen Bezirk Sankt Veit an der Glan und zum Gerichtsbezirk Friesach. 1854 bis 1868 gehörte das Gebiet zum gemischten Bezirk Friesach. 1868 kam es zum politischen Bezirk Sankt Veit an der Glan, zu dem die Gemeinde bis heute gehört. Was die Gerichtsbarkeit betrifft, kam sie 1868 zum Gerichtsbezirk Friesach; seit dessen Auflösung 1978 gehört sie zum Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan.

BevölkerungBearbeiten

Im Jahr 2011 war der Ausländeranteil bei 1,6 % der Wohnbevölkerung, davon kamen etwa 80 % aus EU-Staaten.[3]

Die Gemeinde weist seit Jahrzehnten eine stark negative Wanderungsbilanz aus.

BevölkerungszahlBearbeiten

Die folgenden Bevölkerungszahlen beziehen sich auf das heutige Gebiet der Gemeinde Metnitz;[4] in Klammern steht der darin enthaltene Anteil, der vor 1973 auf die seinerzeitige Gemeinde Metnitz in ihren jeweiligen historischen Grenzen entfiel:

  • 1869: 3.639 Einwohner (2.162)
  • 1880: 3.543 Einwohner (2.143)
  • 1890: 3.530 Einwohner (2.088)
  • 1900: 3.410 Einwohner (2.076)
  • 1910: 3.448 Einwohner (2.049)
  • 1923: 3.339 Einwohner (2.024)
  • 1934: 3.802 Einwohner (2.224)
  • 1951: 3.713 Einwohner (2.143)
  • 1961: 3.259 Einwohner (1.918)
  • 1971: 3.063 Einwohner (1.877)
  • 1981: 2.845 Einwohner
  • 1991: 2.711 Einwohner
  • 2001: 2.450 Einwohner
  • 2011: 2.114 Einwohner
  • 2018: 2.011 Einwohner

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Metnitzer Brauchtumsmuseum
 
Pfarrkirche Metnitz
 
Karner mit Totentanz-Fresken in Metnitz
 
Ausschnitt der original Totentanzfresken im Totentanzmuseum

SonstigesBearbeiten

Metnitz besitzt ein Privilegiertes Schützenkorps, eine Bürgerwehr, der Maria Theresia 1744 das Recht, Uniformen zu tragen, verliehen hat.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaftlich ist die Gemeinde von kleinen Gewerbebetrieben und der Land- und Forstwirtschaft geprägt. 1999 gab es 104 Haupt- und 144 Nebenerwerbsbauern sowie 6 Betriebe juristischer Personen, die zusammen 14.440 ha Land bewirtschafteten. 596 Erwerbstätige waren 2001 Auspendler.

Verkehrsmäßig wird die Gemeinde von der Landesstraße L62 erschlossen, die von Friesach nach Westen durch das Metnitztal bis Flattnitz führt. Rund 1 km westlich von Metnitz zweigt davon die L62a (Wöbringer Straße) in die Wöbring ab. Diese führt weiter bis Auen, an die kärntnerisch-steirische Grenze. Die L62b (Gradeser Straße) zweigt beim Zwatzhof von der L62 ab, erschließt Grades und mündet am östlichen Ortsrand von Metnitz (Teichlmühle) wieder in die L62. Die L62c (Prekova-Straße) zweigt bei Marienheim von der L62 ab und führt über die Prekova nach Straßburg ins Gurktal. Dazu gibt es im Gemeindegebiet noch die L61 (Laßnitzer Straße) als Kärntner Teilstück der steirischen L502 (Sankt-Lambrechter-Straße). Diese L61 ist nur rund 1,3 km lang (beginnend an der Grenze unterhalb des Gehöftes vlg. Santner, weiter durch das Dorf Kärntnerisch Laßnitz und endend bei der Mitterbrücke zwischen Kärntnerisch und Steirisch Laßnitz).[5][6]

PolitikBearbeiten

Gemeinderat und BürgermeisterBearbeiten

Der Gemeinderat besteht aus 19 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 wie folgt zusammen:[7]

Direkt gewählter Bürgermeister ist Anton Engl-Wurzer (ÖVP).[8]

WappenBearbeiten

Im Wappen von Metnitz ist „in Rot ein silberner Schwan, nach rechts schreitend auf schwarzem, silbern gefassten Felsen“ dargestellt. Es beruht auf einem Marktsiegel aus der Zeit Maria Theresias (Gewerbesteuerliste vom 9. März 1751); für die Deutung dieses Motivs gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Wappenbestätigungs- bzw. Fahnenverleihungsurkunde wurden der Marktgemeinde Metnitz am 23. August 1967 ausgestellt. Die Fahne ist Rot-Weiß-Schwarz mit eingearbeitetem Wappen.

StädtepartnerschaftBearbeiten

Haiterbach, Deutschland

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Metnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 254.
  3. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Metnitz. Abgerufen am 23. Januar 2019.
  4. Die angegebene Bevölkerungszahl bezieht sich auf die Summe der Gemeinden Grades (abzüglich der Ortschaft Zienitzen) und Metnitz. Vor 1973 ist in den Zahlen der Ort Flattnitz enthalten, der seither nicht mehr zur Gemeinde gehört, aber damals ohnehin nur eine maximal einstellige Bevölkerungszahl aufwies.
  5. KAGIS, Kärnten Atlas 3.0, Verkehr, abgerufen am 17. September 2012
  6. Landesstraßen in Kärnten, abgerufen am 17. September 2012
  7. Amt der Kärntner Landesregierung (Memento des Originals vom 25. Mai 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/info.ktn.gv.at
  8. Amt der Kärntner Landesregierung (Memento des Originals vom 18. November 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/info.ktn.gv.at