Merlin (Fernsehserie, 1979)

deutsche Fernsehserie

Merlin ist eine deutsche Fernsehserie, die 1979 im Auftrag des ZDF von der Filmproduktionsgesellschaft CineblockMedia (CBM) von Thomas Hengesbach in Köln (NRW) produziert wurde. Regie führte Armin Dahlen, das Drehbuch schrieb Justus Pfaue. Als Erzähler fungierte Manfred Schott. Die Serie richtete sich an Kinder und Jugendliche. Die Akteure entspringen der frühenglischen Mythologie (Historia regum Britanniae, Artusepik), wobei die Handlung moderne Hinzuerfindungen integriert. Die Schilderung der Zeitumstände (Britannien in nach-römischer Zeit) orientiert sich in etwa am historischen Forschungsstand.

Fernsehserie
OriginaltitelMerlin
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr 1979
Länge 30 Minuten
Episoden 13 in 1 Staffel
Genre Kinder- und Jugendserie
Musik Gershon Kingsley
Erstausstrahlung 12. Januar 1980 auf ZDF
Besetzung
Thomas Ohrner, Ekkehardt Belle, Josef Fröhlich
Merlin
Dieter Brammer
König Ostar
Britta Fischer
Alviga / Seenixe bzw. Elfe Viviane
Franz Günther Heider
Lucifuge Rofocale (bzw. Satan) / Rufus / Rikhard / Schwarzer Ritter
Roman Fromlowitz
Blaise / Bischof von Canterbury
Achim Geisler
Hamor
Phillip Geigel
Odoakar
Grete Wurm
Amalia
Michael Klemm
Artus
Hans von Borsody
Ralf
Andrea L’Arronge
Adelaide
Edwige Pierre
Morgian
Michael Boettge
Parzifal

InhaltBearbeiten

Die Handlung spielt im Britannien des 5. Jahrhunderts, einige Jahre nach dem Abzug der römischen Legionen aus Britannien (um 407/408) und noch vor Entstehung der angelsächsischen Heptarchie. Erzählt wird das Leben des legendären Zauberers Merlin, der bei seinem Großvater aufwächst, dem (fiktiven) romano-britischen Kleinkönig Ostar, der in einer halb verfallenen römischen Landvilla Hof hält. Der Junge lebt in einem ihm feindlich gesinnten Umfeld, das nicht nur geprägt ist vom dauernden Kampf gegen die einfallenden Sachsen, sondern auch vom Gegensatz zwischen den Anhängern verschiedener heidnischer Religionen und des Christentums.

Merlin ist das uneheliche Kind von König Ostars Tochter, Alviga. Die Prinzessin führt ein zurückgezogenes und ins christliche Gebet vertieftes Leben. Ihrem Sohn gegenüber gibt sie sich lange Zeit nicht als seine Mutter zu erkennen. Obwohl Alviga die Identität von Merlins Vater hartnäckig verschweigt, gilt Gerüchten zufolge Lucifuge Rofocale als sein Erzeuger. Zu dessen heimlichen Jüngern zählt auch die selbstbewusste Nonne Amalia, die nach Merlins Geburt, gemeinsam mit dem christlichen Astrologen, Alchimisten und Arzt Blaise, die Erziehung des Kindes übernahm.

Merlins Großvater Ostar bezeichnet seinen Enkel meist nur als „Satansbrut“ und als einen schwächlichen Bastard. Der König bevorzugt stattdessen seinen jüngsten Sohn Odoakar, der aber, mit nur 13 Jahren, einem Mordanschlag seines machthungrigen erwachsenen Bruders Hamor zum Opfer fällt. Als König Ostar nun Merlin als seinen möglichen Nachfolger ins Gespräch bringt, versucht Hamor auch seinen Neffen zu töten, was jedoch wiederholt misslingt.

Fünf Jahre darauf tritt Hamor, der den alten Göttern zugewandt ist und sich insgeheim mit den Sachsen verbündet hat, die Nachfolge seines von ihm abgesetzten und bald darauf verstorbenen Vaters an. Nach einigen Jahren fällt er im Zweikampf mit Prinz Uther, dem neuen Gemahl Alvigas, die nun den Thron besteigt. Beide haben inzwischen Artus gezeugt, Merlins jüngeren Halbbruder.

Schon zuvor hat sich der stets leutselig und in verschiedenen Verkleidungen auftretende Lucifuge Rofocale dem damals 13-jährigen Merlin gegenüber als dessen leiblicher Vater offenbart. Eine halbe Dekade später möchte er mit Hilfe seines Sohnes auf der Erde ein Reich des Bösen errichten. Doch Merlin widersetzt sich. Seine Mission ist eine andere: Mit Hilfe des listigen Flussmanns und Räubers Ralf will er Artus ausbilden und zum König Britanniens formen. Nur so können die heidnischen Sachsen besiegt werden.

Im Jahr des Hunnensturms auf Rom, 452, fügt sich alles zum Guten: Großkönig Artus vertreibt Lucifogere Rofocale und dessen Dienerin Morgian, mit Hilfe des im Blute Christi gehärteten magischen Schwertes Excalibur, aus Britannien. Nach 30 Jahren Krieg gehen die Sachsen mit den Briten einen (historisch nicht verbürgten) Friedensbund ein, woraufhin Artus die Hochzeit mit seiner Verlobten Adelaide anberaumt. Ralf erhält von Artus den Ritterschlag.

Gleichzeitig begibt sich der Ritter Parzifal auf die Suche nach dem Heiligen Gral (einer Schale König Davids, mit der einst Christi Blut am Kreuz aufgefangen worden war). Den Gral hatte Merlin einst der schönen Seenixe Viviane geschenkt, der er nun, alt geworden, in deren Unterwasserreich folgt und damit aus der Welt der Lebenden scheidet.

EpisodenBearbeiten

  1. Rivalen
  2. Die Erde bebt
  3. Gefährlicher Pakt
  4. Verräter
  5. Der unheimliche Gesandte
  6. In dieser Nacht
  7. Der Tod auf Camelot
  8. Die Vision
  9. Der Auserwählte
  10. Der schwarze Ritter
  11. Die Falle
  12. Die große List
  13. Der Duft des Weißdorns

VeröffentlichungBearbeiten

Die 25-minütigen Folgen liefen ab dem 12. Januar 1980 samstagnachmittags im Zweiten Deutschen Fernsehen (aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier).[1]

Die Serie ist auf DVD veröffentlicht worden.[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Siehe Weblink „Infos zur Serie“.
  2. Angebotsseite bei Amazon.de.