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Mengsberg

Stadtteil von Neustadt (Hessen)

GeografieBearbeiten

Mengsberg liegt etwa 6 km nördlich von Neustadt (Hessen) und sechs Kilometer westlich von Schwalmstadt, zwischen der B 3 und der B 454. Mengsberg liegt am südlichen Abhang des Gilserberger Hochlandes, am Rande des Gebietes Schwalm, 310 Meter ü. d. M., auf der Wasserscheide Rhein-Weser. Von Mengsbergs Höhen ist ein Fernblick auf das Panorama der Knüllberge möglich.

 
Mengsberger Kirche

GeschichteBearbeiten

1294 wird Mengsberg erstmals erwähnt. Die ältesten Zeitzeugen sind die großen Linden oberhalb des Teiches (alter Kirmesplatz).

1360/67 wird im Ziegenhainer Urbar erstmals eine Kirche zu Mengsberg erwähnt.

Seit 1475 ist eine Pfarrkirche in Mengsberg urkundlich belegt, die jedoch beim großen Brand am 15. September 1875 niederbrannte.

1879 wurde der Grundstein für die heutige Kirche gelegt und 1883 wurde sie eingeweiht.

Am 1. Januar 1974 wurde die ehemals selbständige Gemeinde Mengsberg im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz ein Stadtteil von Neustadt (Hessen).[2][3] Bis dahin gehörte sie zum Landkreis Ziegenhain.

BevölkerungBearbeiten

EinwohnerentwicklungBearbeiten

 Quelle: Historisches Ortslexikon[4]

• 1585: 50 Hausgesesse
• 1639: 30 Männer, 5 Witwen
• 1681: 33 Hausgesesse, 4 Ausschuss
• 1747: 47 Feuerstellen
• 1782: 52 Wohnhäuser einschließlich 3 Mühlen und 3 Baustätten
Mengsberg: Einwohnerzahlen von 1747 bis 2018
Jahr  Einwohner
1747
  
356
1834
  
500
1840
  
546
1846
  
576
1852
  
593
1858
  
548
1864
  
560
1871
  
503
1875
  
478
1885
  
530
1895
  
501
1905
  
528
1910
  
555
1925
  
590
1939
  
679
1946
  
1.027
1950
  
955
1956
  
864
1961
  
834
1967
  
837
1974
  
876
2008
  
950
2012
  
863
2018
  
839
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [4]; Stadt Neustadt (Hessen)

ReligionszugehörigkeitBearbeiten

 Quelle: Historisches Ortslexikon[4]

• 1861: 557 evangelisch-reformierte, 5 evangelisch-lutherische, ein römisch-katholischer Einwohner.
• 1885: 528 evangelische (= 99,62 %), 2 katholische (= 0,38 %) Einwohner
• 1961: 733 evangelische (= 87,89 %), 88 katholische (= 10,55 %) Einwohner

ErwerbstätigkeitBearbeiten

 Quelle: Historisches Ortslexikon[4]

• 1782: Erwerbspersonen: 4 Müller, 2 Schmiede, 3 Wagner, 5 Leineweber, 2 Bender, 3 Schneider, 1 Ziegelbrenner, 2 Wirte und Branntweinschenken, 6 Tagelöhner(-innen), 4 Lohnschäfer.
• 1838: Familien: 39 Ackerbau, 6 Gewerbe, 43 Tagelöhner.
• 1961: Erwerbspersonen: 204 Land- und Forstwirtschaft, 185 produzierendes Gewerbe, 34 Handel und Verkehr, 25 Dienstleistung und Sonstiges.

PolitikBearbeiten

Der Ortsbeirat hat 7 Mitglieder (SPD: 5; CDU: 2). Ortsvorsteher ist Karlheinz Kurz (SPD).

Vereine und Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

In Mengsberg gibt es viele Vereine (Burschenschaft, Bläsergruppe, Brieftaubenverein, Evangelischen Frauenchor, Freiwillige Feuerwehr, Heimat- und Verschönerungsverein, Männergesangverein, Motorradfreunde 1993, Reit- und Fahrverein, Schützenverein, TSV Mengsberg 1926, VdK-Ortsgruppe), eine Grundschule, einen Kindergarten, ein Hallenbad und eine Reithalle.

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. „Leben und Stadtinfo – Einwohnerzahlen der Stadt Neustadt“ im Internetauftritt der Stadt Neustadt, abgerufen am 30. Oktober 2018
  2. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain (GVBl. II 330-22) vom 28. September 1973. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 356, § 26 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 2,3 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 403.
  4. a b c d Mengsberg, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).