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Melkendorf (Kulmbach)

Ortsteil der Stadt Kulmbach

Melkendorf ist ein Stadtteil von Kulmbach.

Melkendorf
Stadt Kulmbach
Koordinaten: 50° 5′ 29″ N, 11° 24′ 59″ O
Höhe: 311 (296–312) m
Einwohner: 718 (2010)
Eingemeindung: 1. Juli 1976
Postleitzahl: 95326
Vorwahl: 09221

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Der Ort Melkendorf wurde im Jahr 1303 als „Melchendorf“ und im Jahr 1317 mit dem heutigen Namen „Melkendorf“ erstmals erwähnt. Er lag an der Fernhandelsstraße Bamberg – Böhmen.

Das Schloss Steinenhausen der Grafen von Henneberg wurde im Jahr 1316 befestigt. Im Jahr 1430 wurde der Ort, ebenso wie Kulmbach, beim Einfall der böhmischen Hussiten zerstört, anschließend aber wieder aufgebaut. Im Zuge der Reformation wurde Melkendorf 1525 protestantisch. Noch zweimal wurde er im Bundesständischen Krieg am 14. Juli 1553 sowie im Dreißigjährigen Krieg am 15. März 1634 durch die Soldaten des Herzogs von Weimar zerstört.

Melkendorf wurde mit der Eröffnung der Bahnstrecke Bayreuth Altstadt–Kulmbach im Jahr 1908 an das Eisenbahnnetz angebunden. Seit dem 3. September 1993 (Einstellung des Bahnverkehrs auf der letzten Teilstrecke von Kulmbach) verkehren dort allerdings keine Personenzüge mehr. Der Ort wurde am 1. Juli 1976 im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kulmbach eingemeindet.[1]

EinwohnerentwicklungBearbeiten


Blick auf Melkendorf (Flurweg) von Unterkodach aus

VerkehrBearbeiten

Die Staatsstraße 2190 führt nach Katschenreuth bzw. nach Kulmbach. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Unterkodach, Unterzettlitz und zur B 289.

KircheBearbeiten

 
St. Aegidius

In Melkendorf befindet sich die St. Ägidius gewidmete Pfarrkirche St. Aegidius. Sie gilt als eine der ältesten Kirchen Oberfrankens.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 693.
  2. www.ulischubert.de
  3. a b Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt und Landkreis Kulmbach. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  4. http://www.kulmbach.de/xist4c/web/Kulmbach-Rathaus-Stadtteile_id_275_.htm

WeblinksBearbeiten