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Melissa Etheridge

US-amerikanische Sängerin und Rockmusikerin

Leben

Melissa Etheridge wurde 1961 als Tochter einer Computerspezialistin und eines Mathematiklehrers in Kansas geboren. Seit ihrem achten Lebensjahr spielt sie Gitarre und schreibt Lieder, im Alter von 13 Jahren hatte sie ihren ersten Auftritt vor Publikum.

1987 unterschrieb Melissa Etheridge ihren ersten Plattenvertrag bei Island Records, nachdem Labelgründer Chris Blackwell sie in einem kleinen Club in Long Beach in Kalifornien entdeckt hatte. 1988 erschien ihr erstes Album Melissa Etheridge, für dessen Verkaufszahlen sie mehrfach Platin erhielt: „eines der erstaunlichsten Debütalben der 80er“ (All Music Guide).[1] Dies gelang ihr ebenfalls mit den Alben Yes I Am (1994) und Your Little Secret (1996); zudem erhielt sie für zwei weitere Alben Platin und für ein weiteres Gold.

 
Melissa-Etheridge-Konzertticket, 1995

Melissa Etheridge lebt offen lesbisch, wozu sie sich 1993 öffentlich auf der Vereidigungsfeier von Bill Clinton bekannte. 1997 und 1998 wurde sie gemeinsam mit ihrer langjährigen Freundin Julie Cypher durch Samenspende von David Crosby Mutter zweier Kinder, die Cypher austrug. 2000 trennten sich die beiden und teilen sich seitdem das Sorgerecht. Von 2003 bis 2010 lebte Etheridge mit der Schauspielerin Tammy Lynn Michaels, mit der sie ebenfalls zwei Kinder (* 17. Oktober 2006) hat, in einer eingetragenen Partnerschaft.[2] Seit 2011 ist sie mit der Regisseurin und Produzentin Linda Wallem liiert und seit Juni 2014 verheiratet.[3] Etheridge ist eine bekannte Frauenrechtlerin und LGBT-Unterstützerin. Sie hat mehrfach die Demokratische Partei der USA unterstützt.

Im Oktober 2004 gab Etheridge bekannt, dass sie an Brustkrebs erkrankt sei. Sie unterzog sich erfolgreich mehreren Operationen und einer Chemotherapie und teilte im Frühjahr 2005 mit, dass sie die Krankheit überstanden habe. Im Februar 2005 trat sie bei den Grammy Awards auf, wo sie im Duett mit Joss Stone als Hommage an Janis Joplin deren Titel Piece of My Heart sang.[4] 2007 verarbeitete sie ihre Krebserkrankung im Song Message to Myself.

2006 arbeitete sie an der Musik zum Film Bärenbrüder 2. Sie schrieb und sang die Lieder It Will Be Me und Welcome to this Day. Ebenfalls sang sie Feels Like Home, ein Duett mit Josh Kelley. 2007 erschien Etheridges Album mit dem Titel The Awakening, 2010 folgte Fearless Love. Im Februar 2011 übernahm sie die Rolle des St. Jimmy im Rock-Musical American Idiot am Broadway.[5] 2018 wurde sie in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences berufen, die jährlich die Oscars vergibt.[6]

Auszeichnungen

Sie gewann zweimal den Grammy für ihre Songs Ain’t It Heavy (1992) und Come to My Window (1994), der neben Like the Way I Do und Bring Me Some Water als ihr bekanntester Song gilt.

2007 wurde sie für I Need to Wake Up, das sie für den Al-Gore-Film Eine unbequeme Wahrheit geschrieben hatte, für einen Grammy nominiert und gewann den Oscar für den Besten Song.[7] Im September 2011 erhielt sie einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame in der Kategorie Musikaufnahmen.

Diskografie

Alben

Studioalben

Jahr Titel Chartplatzierungen[8] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
1988 Melissa Etheridge
36
 Gold

(22 Wo.)
16
 Gold

(2 Wo.)
300! 300! 22
 Doppelplatin

(65 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Mai 1988
Produzenten: Melissa Etheridge, Niko Bolas,
Craig Krampf, Kevin McCormick
1989 Brave and Crazy
7
(27 Wo.)
14
(17 Wo.)
7
(10 Wo.)
63
(1 Wo.)
22
 Platin

(58 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. September 1989
Produzenten: Melissa Etheridge, Niko Bolas, Kevin McCormick
1992 Never Enough
12
(24 Wo.)
7
(10 Wo.)
12
(8 Wo.)
56
(1 Wo.)
21
 Platin

(26 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. März 1992
Produzenten: Melissa Etheridge, Kevin McCormick
1993 Yes I Am
31
(11 Wo.)
22
(5 Wo.)
17
(5 Wo.)
300! 15
 Sechsfachplatin

(138 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. September 1993
Produzenten: Melissa Etheridge, Hugh Padgham
1995 Your Little Secret
26
(24 Wo.)
30
(15 Wo.)
23
(17 Wo.)
85
(1 Wo.)
6
 Doppelplatin

(41 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. November 1995
Produzenten: Melissa Etheridge, Hugh Padgham
1999 Breakdown
14
(7 Wo.)
45
(2 Wo.)
38
(4 Wo.)
300! 12
 Gold

(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Oktober 1999
Produzenten: Melissa Etheridge, John Shanks
2001 Skin
10
(8 Wo.)
35
(4 Wo.)
65
(5 Wo.)
300! 9
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Juli 2001
Produzenten: Melissa Etheridge, David N. Cole
2004 Lucky
18
(7 Wo.)
40
(5 Wo.)
51
(3 Wo.)
300! 15
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Februar 2004
Produzenten: Melissa Etheridge, David N. Cole,
Ross Hogarth, Rick Parashar, John Shanks
2007 The Awakening
18
(4 Wo.)
57
(1 Wo.)
87
(2 Wo.)
300! 13
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. September 2007
Produzenten: Melissa Etheridge, David N. Cole
2008 A New Thought for Christmas
300! 300! 300! 300! 113
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. September 2008
Produzenten: Melissa Etheridge, David N. Cole
2010 Fearless Love
10
(6 Wo.)
26
(3 Wo.)
51
(2 Wo.)
300! 7
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. April 2010
Produzenten: Melissa Etheridge, John Shanks
2012 4th Street Feeling
25
(3 Wo.)
50
(1 Wo.)
300! 300! 18
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. September 2012
Produzenten: Jacquire King, Steve Booker
2014 This Is M. E.
41
(2 Wo.)
61
(1 Wo.)
96
(1 Wo.)
300! 21
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. September 2014
Produzenten: Jerry Wonda, RoccStar,
Jerrod Bettis, Jon Levine, Melissa Etheridge
2016 Memphis Rock and Soul
52
(1 Wo.)
50
(1 Wo.)
63
(1 Wo.)
300! 34
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Oktober 2016
Produzent: John Burk, Melissa Etheridge
2019 The Medicine Show
29
(2 Wo.)
74
(1 Wo.)
44
(1 Wo.)
300! 95
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. April 2019

Livealben

Jahr Titel Chartplatzierungen[8] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
2015 A Little Bit of Me: Live in L. A.
89
(1 Wo.)
300! 300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 9. Juni 2015

Weitere Livealben

  • 2004: Live… and Alone (VÖ: 8. März, US:  )
  • 2004: Lucky Live (VÖ: 28. September)
  • 2006: Yes + I Am Live (VÖ: 9. Februar)
  • 2007: The Awakening Live (VÖ: 20. November)

Kompilationen

Jahr Titel Chartplatzierungen[8] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
2005 Greatest Hits: The Road Less Traveled
61
(4 Wo.)
300! 300! 300! 14
 Gold

(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Oktober 2005

Weitere Kompilationen

  • 2010: Rarities Edition: Melissa Etheridge (VÖ: 5. Januar)
  • 2011: Icon (VÖ: 1. März)

Beteiligungen an Soundtracks

Singles

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[8] Anmerkungen
Deutschland  DE Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
1989 Similar Features
Melissa Etheridge
300! 300! 94
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1988
Autor: Melissa Etheridge
Bring Me Some Water
Melissa Etheridge
300! 100
(1 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: August 1988
Autor: Melissa Etheridge
No Souvenirs
Brave and Crazy
300! 300! 95
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1989
Autor: Melissa Etheridge
1994 Come to My Window
Yes I Am
300! 300! 25
 Gold

(44 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1994
Autor: Melissa Etheridge
I’m the Only One
Yes I Am
300! 300! 8
(40 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1994
Autor: Melissa Etheridge
1995 Like the Way I Do / If I Wanted To
Melissa Etheridge / Yes I Am
300! 300! 16
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1995
Autor: Melissa Etheridge
Your Little Secret
Your Little Secret
99
(1 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: Oktober 1995
Autor: Melissa Etheridge
1996 I Want to Come Over
Your Little Secret
83
(7 Wo.)
100
(1 Wo.)
22
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1996
Autor: Melissa Etheridge
Nowhere to Go
Your Little Secret
300! 300! 40
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1996
Autor: Melissa Etheridge
1999 Angels Would Fall
Breakdown
88
(7 Wo.)
300! 51
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1999
Autor: John Shanks
2005 Cry Baby / Piece of My Heart
300! 300! 32
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 2005
mit Joss Stone
2007 Message to Myself
The Awakening
52
(6 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: Oktober 2007
Autor: Melissa Etheridge

Weitere Singles

  • 1988: Don’t You Need (VÖ: Juli 1988)
  • 1988: Chrome Plated Heart
  • 1989: You Can Sleep While I Drive (VÖ: September 1989)
  • 1989: The Angels
  • 1989: Let Me Go
  • 1992: Ain’t It Heavy
  • 1992: 2001
  • 1992: Dance Without Sleeping
  • 1993: I’m the Only One
  • 1993: Must Be Crazy for Me
  • 1993: I Will Never Be the Same
  • 1994: All American Girl
  • 1994: Happy Xmas
  • 1999: Stronger Than Me
  • 2000: Enough of Me
  • 2001: I Want to Be in Love
  • 2002: The Weakness in Me
  • 2003: Breathe
  • 2004: This Moment
  • 2005: I Need to Wake Up
  • 2005: Refugee
  • 2005: I Run for Life
  • 2009: Fearless Love
  • 2014: Take My Number
  • 2015: Monster[9]

Statistik

Chartauswertung

Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
Nummer-eins-Alben
Top-10-Alben 3 1 1 2
Alben in den Charts 14 12 11 3 14
Deutschland  DE Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
Nummer-eins-Singles
Top-10-Singles 1
Singles in den Charts 4 2 9

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region   Gold   Platin Verkäufe Quellen
Deutschland  Deutschland (BVMI) 1 0! P 250.000 musikindustrie.de
Osterreich  Österreich (IFPI) 1 0! P 25.000 ifpi.at
Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten (RIAA) 3 13 13.600.000 riaa.com
Insgesamt 5 13

Literatur

  • Melissa Etheridge, Laura Morton: Offen und ehrlich. Die Autobiografie – Hannibal Verlag (April 2002); ISBN 3854452152.

Quellen

Weblinks

  Commons: Melissa Etheridge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien