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Mein blaues Klavier ist ein Gedicht von Else Lasker-Schüler aus der Zeit nach ihrer Auswanderung aus Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

KommentarBearbeiten

 
Das Haus, in dem Else Lasker-Schüler aufwuchs

Else Lasker-Schüler schrieb dieses Gedicht im Zürcher Exil. Veröffentlicht wurde es am 7. Februar 1937 in der Neuen Zürcher Zeitung. Die Dichterin war in dieser Zeit mit Eduard Korrodi, dem Feuilletonchef der NZZ, befreundet.

Der erste Vers „Ich habe zu Hause ein blaues Klavier“ weist trotz seiner grammatikalischen Präsens-Form in die Vergangenheit. Das verdeutlicht der vierte Vers; der auf die Verrohung der Welt durch die Nationalsozialisten anspielt, vor denen sie als Jüdin fliehen musste.

Die Bedeutung des blauen Klaviers erklärt sich durch einen Blick in das Zürcher Tagebuch der Dichterin:

Ich besitze alle meine Spielsachen von früher noch, auch mein blaues Puppenklavier.[1]

Dieses Klavier ist nicht zum Musizieren bestimmt, sondern ist ein Symbol für ihre Kindheit.

Das Gedicht ist namensgebend für den gleichnamigen Gedichtband Mein blaues Klavier, den Lasker-Schüler als letzten Poesieband 1943 in Palästina veröffentlichte. Er enthält das Gedicht erstmals in Buchform.

LiteraturBearbeiten

  • Walter Hinck: „Stationen der deutschen Lyrik. Von Luther bis in die Gegenwart – 100 Gedichte mit Interpretationen“. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2000. ISBN 3-525-20810-3

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. zitiert in Walter Hinck: „Stationen der deutschen Lyrik“

WeblinksBearbeiten