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Meerholz ist ein Stadtteil der Kreisstadt Gelnhausen im osthessischen Main-Kinzig-Kreis.

Meerholz
Wappen von Meerholz
Koordinaten: 50° 10′ 59″ N, 9° 8′ 16″ O
Höhe: 141 (125–177) m
Fläche: 5,08 km²[1]
Einwohner: 3554 (31. Dez. 2014)[2]
Bevölkerungsdichte: 700 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 63571
Vorwahl: 06051

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Meerholz liegt am südöstlichen Rande der Wetterau im Main-Kinzig-Kreis in Hessen. Der 4 km südwestlich des Hauptortes gelegene Ort hat einen Bahnhof namens Hailer-Meerholz an der Kinzigtalbahn.

GeschichteBearbeiten

Vom 1. Januar 2007 bis zum 30. Juni 2013 war die geografische Mitte der EU exakt bei 50° 10′ 21″ N, 9° 9′ 0″ O im südlichsten Teil von Meerholz: inmitten eines Feldes am Fuße des „Niedermittlauer Heiligenkopfes“. Am 26. Januar 2007 hisste der hessische Europaminister Volker Hoff an der Stelle symbolisch eine Flagge der Europäischen Union. Heute liegt dieser Mittelpunkt im bayerischen Westerngrund.[3]

Erstmals erwähnt wurde das Dorf am 14. September 1173, als es um Grenzregelungen zwischen dem Kloster Selbold und dem Ort Meerholz ging.

Historische Formen des Ortsnamens sind:

  • Miroldis (1173)
  • Merholdis (1190)
  • Meiroldis (1207)
  • Merolt (1362)
  • zum Meroldis (1384)
  • Merlitz (1555)

Im Nordosten des Ortsbereiches befindet sich das Schloss Meerholz an der Stelle eines ehemaligen Klosters (Umbau nach 1564). Heute befindet sich im Gebäude ein Pflegeheim.

Am 1. Juli 1974 wurde Meerholz im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz in die Stadt Gelnhausen eingegliedert.[4][5]

PolitikBearbeiten

OrtsbeiratswahlenBearbeiten

Ortsbeiratswahl 06.03.2016
Wahlbeteiligung: 53,4 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
54,8
23,8
21,5
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 20
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-3,6
+18,2
-11,0
-3,5
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b Bürger für Gelnhausen
Ortsbeiratswahlen
Partei 2011 Sitze 2016 Sitze
SPD 58,4 % 5 54,8 % 5
CDU 32,5 % 3 21,5 % 2
BG 5,6 % 1 23,8 % 2
Linke 3,5 % 0 n.k. 0
Wahlbeteiligung 46,8 % 53,4 %

Sitzverteilung 2016–2021:

5
2
2
Insgesamt 9 Sitze

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In einem von rot und weiß geteilten Schild ein spitzer blauer Turmhelm über goldenem Mauerwerk mit zwei schwarzen Schlüsselschießscharten, bekrönt von einem goldenen Hahn.“[6]

Das Wappen wurde am 26. April 1954 durch das Hessische Innenministerium genehmigt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Meerholz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Meerholz, Main-Kinzig-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 24. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Basisdaten der Stadt. In: Internetauftritt. Stadt Gelnhausen, archiviert vom Original am 19. Januar 2016; abgerufen im Oktober 2018.
  3. Neuer Mittelpunkt der EU: Westerngrund in Unterfranken, Süddeutsche Zeitung vom 4. Juli 2013, abgerufen 5. Juli 2013
  4. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern und der Stadt Hanau sowie die Rückkreisung der Städte Fulda, Hanau und Marburg (Lahn) betreffende Fragen (GVBl. 330–26) vom 12. März 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 149, § 6 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,0 MB]).
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 363.
  6. Der Hessische Minister des Inneren: Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Meerholz im Landkreis Gelnhausen, Regierungsbezirk Wiesbaden vom 26. April 1954. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1954 Nr. 20, S. 482, Punkt 428 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 2,9 MB]).
  7. Spessartprojekt
  8. Geschichtliche Infos zum Schloss und ehemaligen Kloster