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Meeresspiegelanstieg seit 1850

Änderung des Höhen­niveaus der Meeres­oberfläche
Meeresspiegelbeobachtungen zwischen 1993 und November 2018.
Der gemessene Anstieg des mittleren Meeresspiegels zwischen 1870 und 2009 beträgt ca. 25 cm
Regionale Verteilung des Meeresspiegelanstiegs zwischen 1993 und 2007. Die Veränderungen wurden mit den Satelliten TOPEX/Poseidon und Jason 1 gemessen

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist – global betrachtet – ein deutlicher Meeresspiegelanstieg zu beobachten, der allein im 20. Jahrhundert bei etwa 17 cm gelegen hat. In den vergangenen Jahrzehnten ist zudem eine Beschleunigung zu beobachten: Der durchschnittliche Meeresspiegelanstieg im Zeitraum von 1901 bis 2010 wird im Fünften Sachstandsbericht des IPCC mit 19 ± 2 cm angegeben. Zwischen 1901 und 2010 stieg der Meeresspiegel um 1,7 Millimeter pro Jahr, im Zeitraum 1993 bis 2010 waren es durchschnittlich 3,2 mm pro Jahr.[1] Für das Jahr 2018 wurde der Rekordwert von 3,7 Millimeter gemessen.[2] Durch die bereits erfolgten Treibhausgasfreisetzungen werden die Meeresspiegel noch auf Jahrhunderte weiter ansteigen, die Höhe des Anstieges ist abhängig von der Menge der freigesetzten Treibhausgase.[3] Der Meeresspiegelanstieg beruht im Wesentlichen auf zwei Phänomenen: Die Erwärmung der Ozeane führt zur Ausdehnung des Wassers (Ausdehnungskoeffizient 1,0002 pro Grad, bezogen auf das Volumen ungefähr das dreifache), die gestiegenen Lufttemperaturen zum Abschmelzen von Gletschern und Eisschilden, wodurch Wasser vom Festland in die Ozeane gelangt.

Eine Ursache für die globale Erwärmung von Ozeanen und Atmosphäre ist die menschliche Aktivität. In welchem Ausmaß langfristige geodynamische Veränderungen wie das Absinken tektonischer Platten oder eine Gegenbewegung zur kleinen Eiszeit (um 1850) beim Anstieg des Meeresspiegels eine Rolle spielen, ist bisher noch ungeklärt.

Einige Forschungsergebnisse lassen bis zum Jahr 2100 einen Meeresspiegelanstieg von mindestens einem halben bis zu 2,3 Meter erwarten.[4][5] Innerhalb von 300 Jahren ist ein Anstieg um 2,5 m bis zu 5,1 m möglich.[6]

Der Meeresspiegelanstieg bedroht besonders Inselstaaten und Länder mit breiter Küstenfläche sowie einem tief liegenden Hinterland, etwa Bangladesch und die Niederlande. Dabei sind ärmere Staaten deutlich mehr gefährdet als wohlhabende Industriestaaten, die sich kostspielige Küstenschutzmaßnahmen leisten können. Effektiver Küstenschutz kostet deutlich weniger – in den meisten Fällen weniger als 0,1 Prozent des BIP – als die Beseitigung der Schäden, die aus Inaktivität resultieren.[7][8]

Inhaltsverzeichnis

Erdgeschichtlicher RückblickBearbeiten

In der geologischen Vergangenheit gab es immer wieder enorme Schwankungen des Meeresspiegels. Dabei besteht oft ein enger Zusammenhang zwischen der globalen Temperatur und dem Meeresspiegel (siehe → Eustasie). Langfristig ist eine Änderung der globalen Durchschnittstemperatur um 1 °C mit einem Anstieg bzw. einem Absinken des Meeresspiegels um 10 bis 20 m verbunden.[9]

 
Anstieg des Meeresspiegels in den letzten 24.000 Jahren:
Besonders vermerkt ist der „Schmelzwasserpuls 1A“, eine wenige hundert Jahre andauernde Übergangsphase zur heutigen Warmzeit, in welcher der Meeresspiegel alle 20 bis 25 Jahre um einen Meter anstieg

Zum letzten Mal war die Erde im Warmklima vor etwa 35 Millionen Jahren, im späten Eozän, völlig frei von polaren Eiskappen. Der Meeresspiegel war damals knapp 70 m höher als heute. Ab dem Oligozän kühlte das Weltklima immer mehr ab und die Antarktis vergletscherte. Die Arktis war jedoch noch vor etwa drei Millionen Jahren, im Pliozän, eisfrei. Das globale Klima war seinerzeit rund 2 bis 3 °C wärmer und der Meeresspiegel lag 25 bis 35 m höher als heute. Während des letzten Interglazials, der Eem-Warmzeit vor etwa 120.000 Jahren, war das Klima etwa 1 bis 2 °C wärmer und der Meeresspiegel lag entsprechend vier bis über sechs Meter höher als heute.[10] Damals stieg der Meeresspiegel sehr schnell um durchschnittlich 1,6 m pro Jahrhundert an.[11] Weil Grönland den größten Teil zum damaligen Meeresspiegelanstieg beigetragen hat,[12] deutet dies auf ein fast vollständiges Abschmelzen des dortigen Eisschildes binnen 400 Jahren.[11]

 
Paläogeografische Darstellung der Nordsee vor etwa 9000 Jahren (nach Ende der Weichseleiszeit)

Auf dem Höhepunkt der darauffolgenden Kaltzeit vor etwa 20.000 Jahren lag der Meeresspiegel um 120 m tiefer als heute.[6] Die globale Durchschnittstemperatur war damals 5 bis 6 °C niedriger als heute.[13] Am Übergang zur gegenwärtigen Warmzeit, dem Holozän, stieg der Meeresspiegel im Laufe von Jahrtausenden sehr rasch an. Vor etwa 8.000 Jahren verlangsamte sich der Anstieg, um vor etwa 2.000 Jahren nahezu zum Stillstand zu kommen. Bis zum Beginn der Industrialisierung stieg der Meeresspiegel dann gar nicht mehr oder höchstens um 0,2 mm pro Jahr an.[14]

Anstieg in der jüngeren VergangenheitBearbeiten

Seit der Industrialisierung und damit auch seit Beginn der menschlich verursachten globalen Erwärmung bis heute hat sich der Anstieg des Meeresspiegels deutlich beschleunigt. Im gesamten 18. Jahrhundert erhöhte er sich nur um 2 cm, im 19. Jahrhundert um 6 cm und im 20. Jahrhundert bereits um 19 cm.[15]

Zwischen 1840 und 2001 wurde ein Anstieg des Wasserspiegels an der Nordseeküste von 23 cm ermittelt.[16] Zwischen 1870 und 2004 ist der Meeresspiegel um etwa 19,5 cm angestiegen,[17] die durchschnittliche gemessene Erhöhung betrug im 20. Jahrhundert 1,7 ± 0,5 mm pro Jahr und zwischen 1961 und 2003 jährlich 1,8 ± 0,5 mm.[18] Dabei könnte der Anstieg im Laufe des 20. Jahrhunderts noch unterschätzt worden sein. Werden die Wassermengen, die in zunehmendem Maße hinter Staudämmen zurückgehalten wurden, mit eingerechnet, ergibt sich für den Zeitraum von 1930 bis 2007 ein rechnerischer Anstieg um 2,46 mm pro Jahr.[19]

Seit den 1990er Jahren beschleunigte sich der Anstieg deutlich. Zwischen 1993 und 2007 konnte mit Hilfe von Satelliten ein durchschnittlicher jährlicher Anstieg um 2,9 ± 0,4 mm festgestellt werden.[20][21] Nach Angaben der australischen Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) betrug der Anstieg von 1992 bis einschließlich 2009 durchschnittlich 3,3 mm pro Jahr, etwa 50 % mehr, als noch im gesamten 20. Jahrhundert gemessen wurden. Im Jahr 2018 stieg der Meeresspiegel nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie erneut um durchschnittlich etwa 3,7 Millimeter über den Wert des Vorjahres; der durchschnittliche Anstieg seit 1993 betrage nun 3,15 Millimeter pro Jahr. Insgesamt lag er damit ungefähr acht Zentimeter über dem Wert von 1993 und damit auf dem höchsten Stand seit dem Beginn systematischer Satellitenmessungen.[22][23]

UrsachenBearbeiten

Zwischen 1961 und 2003 betrug die Anstiegsrate des Meeresspiegels jährlich 1,8 ± 0,5 mm. Davon werden 0,42 ± 0,12 mm pro Jahr der thermischen Expansion der Meere und 0,50 ± 0,18 mm schmelzenden Gletschern und Eiskappen zugerechnet. Auf das Konto des grönländischen Eisschildes gehen 0,05 ± 0,12 mm und auf das des antarktischen Eisschildes 0,14 ± 0,41 mm. Als Summe ergeben sich 1,1 ± 0,5 mm pro Jahr und damit Abweichungen um 0,7 ± 0,7 mm zum beobachteten Anstieg.

Zwischen 1993 und 2003 betrug der mittlere Anstieg 3,1 ± 0,7 mm pro Jahr. 1,6 ± 0,50 mm sind durch die thermische Expansion, 0,77 ± 0,22 mm von schwindenden Gletschern und Eiskappen und jeweils 0,21 mm durch das grönländische (Unsicherheit ± 0,07 mm) und antarktische (± 0,35 mm) Eisschild verursacht. Die Summe, 2,8 ± 0,7 mm, weicht um 0,3 ± 1,0 mm vom beobachteten Anstieg ab.[18]

Zwischen 2003 und 2008 fand ein weiterhin starker mittlerer Meeresspiegelanstieg mit einer Rate von 2,5 mm pro Jahr statt, die Erwärmung der Ozeane befindet sich jedoch in einer Plateauphase und trägt nur mit 0,4 mm zum Anstieg bei; daher resultiert der überwiegende Teil des Anstiegs um 1,9 mm seither aus dem Abschmelzen kontinentaler Eisschilde.[24]

Im Jahr 2011 wurde der Beitrag schmelzender Eismassen zum Meeresspiegelanstieg in einer Studie untersucht, in der in Kombination unterschiedlicher Messmethoden zur Minimierung der Fehlerbreite der Zeitraum von 1992 bis 2009 analysiert wurde und zu folgenden Ergebnissen kam: Im Jahr 2006 verloren Arktis und Antarktis zusammen 475 Gigatonnen Eis, was in etwa der Wassermenge des Eriesees entspricht und in diesem Jahr zu einem Meeresspiegelanstieg von 1,3 mm führte. Das Schmelzen von Eiskappen und Gletschern trug im selben Jahr mit einer Menge von zusätzlich 402 Gigatonnen zu weiterem Meeresspiegelanstieg bei. Die Schmelzrate zeigt einen starken Anstieg: Über den Zeitraum von 1992 bis 2009 gingen in Arktis und Antarktis zusammen jedes Jahr 36 Gigatonnen mehr Eis verloren als im Jahr zuvor. Zum Vergleich: Im Bodensee befinden sich 48 Gigatonnen Wasser.[25] Für Grönland liegt eine aktuellere Studie vor, nach der sich dieser Trend fortgesetzt hat.[26]

Das Schmelzen im Salzwasser schwimmender Eisberge trägt nur gering zur Erhöhung des Meeresspiegels bei. Schmölze alles heute schwimmende Eis, stiege der Meeresspiegel um etwa 4 cm an. – Im salzigen Meer schwimmendes Eis enthält näherungsweise kein Salz, mitunter eingeschlossene Salzlauge wird sogar ausgeschieden. Eis, das in Süßwasser zuerst schwimmt und dann schmilzt, erhöht den Wasserspiegel gemäß dem Auftrieb nach Archimedes nicht, sofern die Temperatur des flüssigen Wassers gleich bleibt. Das Schmelzen von schwimmendem (salzfreiem!) Eis im Salzwasser erhöht aber den Meeresspiegel, wenn auch in relativ geringem Maße: Das Meerwasser weist eine um etwa 2,6 % höhere Dichte auf als salzfreies Wasser. Ein schwimmender Eisblock von 1 t verdrängt genau 1 t Meerwasser, das aber nur ein Volumen von etwa 0,975 m³ einnimmt. Schmilzt derselbe Eisblock und mischt sich bei 4 °C mit dem Meerwasser, vergrößert er dessen Volumen aber um 1 m³. Das Meeresvolumen steigt deshalb um 2,6 % des Volumens des zuvor vom Eis verdrängten Wassers.[27]

Künftige ErhöhungBearbeiten

 
Malé, die Hauptstadt der Malediven, liegt einen Meter über dem Meeresspiegel
 
Vergleich des gemessenen Meeresspiegelanstiegs zwischen 1970 und 2010 mit den Projektionen des IPCC seit 1990: Die Realität bewegt sich am oberen Ende der damaligen IPCC-Szenarien

Für den Fall, dass sich der in den Jahren 1992–2009 beobachtete Anstieg der Schmelzrate fortsetzt, würde der Meeresspiegel bis zum Jahr 2050 um 32 cm ansteigen (15 cm aus der Schmelze in Arktis und Antarktis, 8 cm aus der Schmelze aller übrigen Gletscher, 9 cm aus der thermischen Expansion des Meerwassers).[25] Nach verschiedenen Szenarien des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), veröffentlicht 2007 in seinem Vierten Sachstandsbericht, könnte sich bis zum Zeitraum 2090–2099 der Meeresspiegel im Vergleich mit dem Zeitraum 1980–1999 im globalen Mittel zwischen 0,18 m und 0,59 m erhöhen. Diese Abschätzung schloss dynamisches Verhalten von Eisschilden aus, welches zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes als unverstanden galt. Im fünften Sachstandsbericht des IPCC aus dem Jahr 2013 wurde das dynamische Verhalten von Eisschilden erstmals berücksichtigt und die Schätzung angehoben. Je nach Szenario wird hier ein Anstieg zwischen 0,26 m und 0,98 m erwartet. Im „Business As Usual-Szenario“ RCP 8,5 steigt die im Zeitraum 2081–2100 erwartete jährliche Anstiegsrate auf 8–16 mm.[28]

Neuere Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Prognosen des Meeresspiegelanstieges durch den IPCC im 5. Sachstandsbericht wahrscheinlich zu konservativ kalkuliert sind und der Meeresspiegelanstieg stärker ausfallen könnte.[29][30] Beispielsweise publizierte eine Gruppe um den Klimatologen James E. Hansen im Jahr 2015 eine Arbeit, in der auf exponentiell verlaufende Dynamiken verwiesen wird, die bereits für das Jahr 2050 einen Meeresspiegelanstieg um mehr als einen Meter erwarten lassen.[31] Forscher um Steve Nerem haben anhand von Satellitenmessungen errechnet, dass der Meeresspiegel jedes Jahr etwas schneller steigt. Daher könnte der Durchschnittspegel an den Küsten im Jahr 2100 um 65 Zentimeter höher liegen als im Jahr 2005.[32][33] Beim National Climate Assessment vom Mai 2014 wird bis zum Ende des 21. Jahrhunderts ein Meeresspiegelanstieg um 1 bis 4 Fuß (30 bis 120 cm) im Vergleich zum vorindustriellen Wert erwartet.[34] Vor dem Hintergrund ähnlich rascher Anstiege während des Eem-Interglazials vor 120.000 Jahren sind solche Abschätzungen realistisch.[11][31] Zu beachten ist, dass sich der Anstieg nicht überall auf der Welt gleichförmig bemerkbar machen wird. Aufgrund eustatischer Schwankungen werden für den Nordpazifik und die US-Küste deutlich höhere Werte als im weltweiten Durchschnitt angenommen.[35]

Mit Stand 2016 gilt es zudem als wahrscheinlich, dass der Westantarktische Eisschild bereits destabilisiert ist. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, würde dies bedeuten, dass über die nächsten Jahrhunderte alleine durch das Abschmelzen der dortigen Gletscher ein sicherer Meeresspiegelanstieg von ca. 3 Metern auftreten wird.[36]

Wenn sich die Erwärmung bei 3 °C gegenüber dem vorindustriellen Wert stabilisiert, wird eine Meeresspiegelerhöhung bis zum Jahr 2300 um 2,5 bis 5,1 m prognostiziert. Davon würden 0,4 bis 0,9 m durch die thermische Ausdehnung, 0,2 bis 0,4 m durch das Abschmelzen von Gebirgsgletschern, 0,9 bis 1,8 m durch das Abschmelzen der Gletscher Grönlands und 1 bis 2 m durch das Schmelzen der Gletscher der Westantarktis beigetragen.[6]

Ein vollständiges Abschmelzen des grönländischen Eisschildes würde den Meeresspiegel um etwa 7,3 m anheben.[37] Gegenwärtig wird damit gerechnet, dass dieser Vorgang wenigstens mehrere hundert Jahre dauern würde. Etwa um denselben Betrag würde ein Abschmelzen des gleichfalls mit Grönland als prinzipiell instabil geltenden westantarktischen Eisschilds die Weltmeere ansteigen lassen. Die gut 25 Millionen km³ Eis der gesamten Antarktis würden gar zu einer Erhöhung von je nach Quelle zwischen ca. 57 m und 61 m führen.[38][39] Die weltweit knapp 160.000 Gletscher beinhalten mit einem Volumen von 80.000 km³ so viel Wasser, um bei vollständigem Abschmelzen den Meeresspiegel um 24 cm steigen zu lassen.[39] Eine ähnliche Größe weisen die die polaren Plateaugletscher abseits der Eismassen Grönlands und des antarktischen Festlands auf (100.000 km³) und könnten so den Meeresspiegel 27 cm steigen lassen.[39] Die thermische Ausdehnung trägt pro Grad Celsius Erwärmung mit 20 bis 40 cm zum Anstieg des Meeresspiegels bei.[40]

Die thermische Ausdehnung wird durch die selbstständige Erwärmung des Tiefenwassers weiter vorangetrieben, die ihre Ursache in der Vermischung von warmem Oberflächenwasser mit kühlerem Wasser aus tieferen Schichten hat. Auch wenn wirksamer Klimaschutz dazu beiträgt, die Lufttemperaturen zu stabilisieren, muss für die Ozeane ein verzögert einsetzender Stopp der Temperatursteigerungen von mehreren Jahrhunderten angenommen werden, innerhalb derer nichts an der thermischen Komponente der Meeresspiegelerhöhung geändert werden kann.[41] Auch bei sofort einsetzendem effektivem Klimaschutz würde der Anstieg des Meeresspiegels in den nächsten Jahrzehnten kaum gebremst werden.

Das National Research Council der Vereinigten Staaten hielt im Jahr 2010 einen Meeresspiegelanstieg zwischen 56 cm und 2 Metern für möglich.[5]

Direkte Bedrohung und GegenmaßnahmenBearbeiten

 
Shanghai, mit knapp 20 Mio. Einwohnern die größte Millionenstadt der Welt, liegt durchschnittlich 4 Meter über dem Meeresspiegel

Die Effekte des Meeresspiegelanstiegs lassen sich grob in fünf Kategorien einordnen:

Die Erhöhung des Meeresspiegels birgt besondere Gefahren für Bewohner von Küstenregionen und -städten. Zu den Ländern, die durch einen Anstieg des Meeresspiegels am stärksten gefährdet sind, gehören Bangladesch, Ägypten, Pakistan, Malediven, Indonesien und Thailand, die alle eine große und relativ arme Bevölkerung aufweisen.[43] So leben z. B. in Ägypten rund 16 % der Bevölkerung (ca. zwölf Millionen Menschen) in einem Gebiet, das schon bei einem Anstieg des Meeresspiegels von 50 cm überflutet werden würde, und in Bangladesch wohnen über zehn Millionen Menschen nicht höher als 1 m über dem Meeresspiegel.[44] Bei einem Meeresspiegelanstieg von 100 cm müssten nicht nur sie, sondern insgesamt 70 Millionen Menschen in Bangladesch umgesiedelt werden,[45] wenn das Land nicht in Küstenschutzmaßnahmen investiert. Außerdem würde sich durch den Landverlust und die Erhöhung des Salzgehaltes im Boden die Reisernte halbieren.[46]

Ohne Gegenmaßnahmen würden bei einem Anstieg des Meeresspiegels um 1 m weltweit 150.000 km² Landesfläche dauerhaft überschwemmt werden, davon 62.000 km² küstennaher Feuchtgebiete. 180 Millionen Menschen wären betroffen und 1,1 Billionen Dollar an zerstörtem Besitz wären zu erwarten (bei heutiger Bevölkerung und Besitzstand).[47] Nach Angaben der OECD erhöht sich bis 2070 die Zahl der Personen in küstennahen Millionenstädten, die von einem statistisch einmal in hundert Jahren vorkommenden Flutereignis bedroht sind, von etwa 40 Millionen Menschen im Jahr 2005 auf dann 150 Millionen. Dies gilt für eine angenommene Erhöhung des Meeresspiegels um 0,5 m. Während das Risiko an wirtschaftlichen Folgeschäden in den 136 untersuchten Hafenstädten gegenwärtig bei 3 Billionen Dollar liegt, dürfte sich dieser Wert in den kommenden 60 Jahren auf 35 Billionen Dollar mehr als verzehnfachen, während Küstenschutzmaßnahmen dieses Risiko natürlich erheblich verringern können.[48]

Besonders einige kleine Länder im Pazifischen Ozean müssen fürchten, dass sie aufgrund ihrer sehr geringen Höhe in den nächsten Dekaden im Meer versinken, falls der Anstieg sich nicht verlangsamt. Die Inselgruppe Tuvalu ist in diesem Zusammenhang populär geworden, denn ihr höchster Punkt liegt nur fünf Meter über dem Meeresspiegel und sie gilt deshalb als besonders verwundbar. Ebenfalls betroffen sind die auf Meereshöhe liegenden Halligen der deutschen Nordsee, die langfristig in ihrer Existenz gefährdet sind.

SonstigesBearbeiten

Seit den frühen 1960er Jahren werden Wetter- und Erdbeobachtungssatelliten zur Untersuchung meteorologischer Vorgänge eingesetzt. Seitdem hat die Wetter- und Klimaforschung ganz andere Möglichkeiten als zuvor.

CHAMP sammelte von Juli 2000 bis September 2010 präzise Informationen über globale Temperatur- und Wasserdampfverteilungen.

Das Nachfolgeprojekt GRACE (Gravity Recovery And Climate Experiment) liefert seit Mai 2006 präzise Informationen über globale Temperatur- und Wasserdampfverteilungen. Die Messdaten ermöglichten den Nachweis, dass sich die Antarktis-Eismasse innerhalb von 3 Jahren um ca. 150 km³ verringert hat, was den Meeresspiegel um 0,4 mm pro Jahr steigen ließ.

Von Januar 2003 bis Oktober 2009 maß ICESat (Ice, Cloud and Land Elevation Satellite) Eispanzerdicken (auch Meereis), deren Veränderung, Höhenprofile von Wolken und Aerosolen sowie die Höhe von Vegetation. Zur Messung verwendete der Satellit Lasertechnik. Der Nachfolgesatelliten ICESat-2 wurde im September 2018 gestartet.[49]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. IPCC, 2014: Climate Change 2014: Synthesis Report. Contribution of Working Groups I, II and III to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change [Core Writing Team, R.K. Pachauri and L.A. Meyer (eds.)]. IPCC, Genf, S. 42.
  2. Untersuchung der Weltwetter-Organisation: Meeresspiegel steigt auf Rekordwert. 28. März 2019.
  3. IPCC, 2014: Climate Change 2014: Synthesis Report. Contribution of Working Groups I, II and III to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change [Core Writing Team, R.K. Pachauri and L.A. Meyer (eds.)]. IPCC, Genf, S. 16.
  4. Meeresspiegelanstieg: Maximal 2,38 Meter bis zum Jahr 2100. In: Spiegel Online. 21. Mai 2019 (spiegel.de [abgerufen am 21. Mai 2019]).
  5. a b America’s Climate Choices: Panel on Advancing the Science of Climate Change, Board on Atmospheric Sciences and Climate, Division on Earth and Life Studies, NATIONAL RESEARCH COUNCIL OF THE NATIONAL ACADEMIES: Advancing the Science of Climate Change. The National Academies Press, Washington, D.C. 2010, ISBN 978-0-309-14588-6, 7 Sea Level Rise and the Coastal Environment, S. 243–250 (online [abgerufen am 17. Juni 2011]).
  6. a b c Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (2006): Die Zukunft der Meere – zu warm, zu hoch, zu sauer. Sondergutachten, Berlin (PDF, 3,5 MB) (Memento des Originals vom 14. Mai 2018 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wbgu.de
  7. Robert J. Nicholls und Richard Tol: Impacts and responses to sea-level rise: a global analysis of the SRES scenarios over the twenty-first century. In: Phil. Trans. R. Soc. A, Volume 364, Number 1841, April 2006, S. 1073–1095. doi:10.1098/rsta.2006.1754
  8. Intergovernmental Panel on Climate Change: Climate Change 2007: The Physical Science Basis. Report of the Working Group I on the Physical Science Basis (Memento des Originals vom 1. Mai 2007 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ipcc-wg1.ucar.edu
  9. Archer, David und Victor Brovkin (2008): Millennial Atmospheric Lifetime of Anthropogenic CO2, in: Climatic Change, Vol. 90 (3)
  10. Overpeck, Jonathan T., Bette L. Otto-Bliesner, Gifford H. Miller, Daniel R. Muhs, Richard B. Alley, and Jeffrey T. Kiehl (2006): Paleoclimatic Evidence for Future Ice-Sheet Instability and Rapid Sea-Level Rise, in: Science, Vol. 311, S. 1747–1750, doi:10.1126/science.1115159
  11. a b c Rohling et al. (2008): High rates of sea-level rise during the last interglacial period, in: Nature, Vol. 1, online (PDF)@1@2Vorlage:Toter Link/www.climate.unibe.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
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  13. Schneider, Thomas von, Andrey Deimling, Hermann Held Ganopolski und Stefan Rahmstorf (2006): How cold was the Last Glacial Maximum?, in: Geophysical Research Letters, Vol. 33, L14709, doi:10.1029/2006GL026484 (PDF; 731 kB)
  14. K. Lambeck (2002): Sea-level change from mid-Holocene to recent time: An Australian example with global implications., in: Ice Sheets, Sea Level and the Dynamic Earth, Geodynamic Series Vol. 29, American Geophysical Union
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  18. a b Intergovernmental Panel on Climate Change: Climate Change 2007 – IPCC Fourth Assessment Report. Chapter 5: Observations: Oceanic Climate Change and Sea Level (PDF; 15,7 MB) (Memento des Originals vom 13. Mai 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ipcc.ch
  19. Chao, B. F., Y. H. Wu und Y. S. Li (2008): Impact of Artificial Reservoir Water Impoundment on Global Sea Level, in : Science, online veröffentlicht am 13. März, doi:10.1126/science.1154580
  20. NASA Jet Propulsion Labioratory: What's Up with Sea Level? (Memento des Originals vom 20. Juni 2009 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/sealevel.jpl.nasa.gov Newsroom Feature, Juni 2006. aktualisiert
  21. NASA Earth Observatory: The Rising Sea Level, Juli 2008
  22. Meeresspiegel steigt auf Rekordwert. Spiegel online, 28. März 2019; abgerufen am 29. März 2019.
  23. World Meteorolical Organization: WMO Statement on the State of the Global Climate in 2018 WMO-Bericht WMO-No. 1233, 2019; abgerufen am 29. März 2019.
  24. Cazenave et al. Sea level budget over 2003-2008: A reevaluation from GRACE space gravimetry, satellite altimetry and Argo. Global and Planetary Change, 2008; doi:10.1016/j.gloplacha.2008.10.004
  25. a b Melting ice sheets becoming largest contributor to sea level rise, AGU release 8. März 2011 online
  26. Jérémie Mouginot, Eric Rignot u. a.: Forty-six years of Greenland Ice Sheet mass balance from 1972 to 2018. Proceedings of the National Academy of Sciences, doi:10.1073/pnas.1904242116.
  27. Peter D. Nördlinger & Kay R. Brower: The melting of floating ice raises the ocean level. In: Geophysical Journal International. Band 170, Nr. 1, April 2007, S. 145–150, doi:10.1111/j.1365-246X.2007.03472.x.
  28. Church, J.A., P.U. Clark, A. Cazenave, J.M. Gregory, S. Jevrejeva, A. Levermann, M.A. Merrifield, G.A. Milne, R.S. Nerem, P.D. Nunn, A.J. Payne, W.T. Pfeffer, D. Stammer and A.S. Unnikrishnan, 2013: Sea Level Change. In: Climate Change 2013: The Physical Science Basis. Contribution of Working Group I to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change [Stocker, T.F., D. Qin, G.-K. Plattner, M. Tignor, S.K. Allen, J. Boschung, A. Nauels, Y. Xia, V. Bex and P.M. Midgley (eds.)]. Cambridge University Press, Cambridge, United Kingdom and New York, NY, USA.Online, pdf
  29. Stefan Rahmstorf, Katherine Richardson: Wie bedroht sind die Ozeane?, in: Klaus Wiegandt (Hrsg.), Mut zur Nachhaltigkeit. 12 Wege in die Zukunft. Frankfurt am Main 2016, 113-146, S. 120f.
  30. Vgl. auch Robert M. DeConto & David Pollard: Contribution of Antarctica to past and future sea-level rise. In: Nature. Band 531, Nr. 7596, 2016, S. 591–597, doi:10.1038/nature17145.
  31. a b J. Hansen, M. Sato, P. Hearty, R. Ruedy, M. Kelley, V. Masson-Delmotte, G. Russell, G. Tselioudis, J. Cao, E. Rignot, I. Velicogna, E. Kandiano, K. von Schuckmann, P. Kharecha, A. N. Legrande, M. Bauer, K.-W. Lo: Ice melt, sea level rise and superstorms: evidence from paleoclimate data, climate modeling, and modern observations that 2 °C global warming is highly dangerous. (PDF) In: Atmospheric Chemistry and Physics (Discussions). 15, Nr. 14, 2015, S. 20059–20179. doi:10.5194/acpd-15-20059-2015.
  32. Satellitenmessungen: Meeresspiegel steigt immer schneller. In: Spiegel Online. 12. Februar 2018 (spiegel.de [abgerufen am 15. Februar 2018]).
  33. R. Steven Nerem - Current Research. Cooperative Institute for Research in Environmental Sciences, abgerufen am 15. Februar 2018 (englisch).
  34. Third National Climate Assessment. Abgerufen am 29. Juni 2014.
  35. Jerry X. Mitrovica, Natalya Gomez & Peter U. Clark: The Sea-Level Fingerprint of West Antarctic Collapse. In: Science. 323, Nr. 5915, 2009, S. 753, doi:10.1126/science.1166510
  36. Stefan Rahmstorf, Katherine Richardson: Wie bedroht sind die Ozeane?, in: Klaus Wiegandt (Hrsg.), Mut zur Nachhaltigkeit. 12 Wege in die Zukunft. Frankfurt am Main 2016, 113-146, S. 121.
  37. Jonathan L. Bamber, Russell L. Layberry & S. Prasad Gogenini: A new ice thickness and bedrock data set for the Greenland ice sheet. In: JGR Atmospheres. Vol. 106, 2001, S. 33773–33780, doi:10.1109/IGARSS.2000.858046
  38. Matthew B. Lythe, David G. Vaughan & the BEDMAP Consortium: BEDMAP: A new ice thickness and subglacial topographic model of Antarctica. In: Journal of Geophysical Research. 106, 2001, S. 11335–11351 (online)
  39. a b c Intergovernmental Panel on Climate Change: Climate Change 2001: Working Group I: The Scientific Basis, Kap. 11 Changes in Sea Level, Tabelle 11.3 auf S. 648 (online).
  40. Reto Knutti & Thomas F. Stocker: Influence of the Thermohaline Circulation on Projected Sea Level Rise. In: Journal of Climate. Vol. 13, 2000, S. 1997–2001 (PDF (Memento des Originals vom 1. April 2007 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.climate.unibe.ch)
  41. Stefan Rahmstorf & Hans Joachim Schellnhuber: Der Klimawandel. Diagnose, Prognose, Therapie. Beck, München 2006, ISBN 978-3-406-50866-0
  42. R.J. Nicholls und S.P. Leatherman (1994): Global sea-level rise, in: K. Strzepek, J.B. Smith: As Climate Changes: Potential Impacts and Implications, Cambridge Univ. Press
  43. United Nations Environment Programme: Criteria for Assessing Vulnerability to Sea Level Rise: A global Inventory of High Risk Areas. Delft Hydraulics Laboratory, Delf 1989.
  44. David G. Victor: Climate Change: Debating Americas Policy Options. Council on Foreign Relations/Brookings Institute Press, Washington 2004
  45. Nicholls (1995): Synthesis of Vulnerability Analysis Studies (PDF; 1,1 MB)
  46. Ingomar Hauchler, Dirk Messner, Franz Nuscheler (Hrsg.): Globale Trends 2002, Fakten – Analysen – Prognosen. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/Main 2001, S. 363.
  47. Masahiro Sugiyama, Robert J. Nicholls, Athanasios Vafeidis: Estimating the Economic Cost of Sea-Level Rise (PDF, abgerufen am 22. Oktober 2016)
  48. Nicholls, R.J., S. Hanson, C. Hereijer et al. (2007): Ranking Port Cities with High Exposure and Vulnerability to Climate Extremes. OECD Environment Working Papers No. 1, doi:10.1787/011766488208 (PDF). Siehe auch die Presseerklärung auf der OECD-Website: Climate change could triple population at risk from coastal flooding by 2070, finds OECD vom 4. Dezember 2007.
  49. ICESat-2: Launch Info. NASA, abgerufen am 17. Oktober 2018 (englisch).