Medlingen

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Medlingen
Medlingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Medlingen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 34′ N, 10° 20′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Verwaltungs­gemeinschaft: Gundelfingen an der Donau
Höhe: 447 m ü. NHN
Fläche: 17,07 km2
Einwohner: 1021 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89441
Vorwahl: 09073
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 153
Gemeindegliederung: 4 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bergstr. 1
89441 Medlingen
Website: www.medlingen.com
Bürgermeister: Stefan Taglang (UWV)
Lage der Gemeinde Medlingen im Landkreis Dillingen an der Donau
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Über dieses Bild
Obermedlingen – Hauptstraße mit Klosterkirche

Medlingen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gundelfingen an der Donau.

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Medlingen liegt im Donautal am Rande der Schwäbischen Alb, direkt an der Landesgrenze zu Baden-Württemberg. Medlingen liegt etwa in der Mitte der Kreisstädte Ulm, Dillingen an der Donau, Günzburg und Heidenheim an der Brenz.

GemeindeteileBearbeiten

Die Gemeinde hat vier amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

VerwaltungsgemeinschaftBearbeiten

Im Jahre 1978 wurde im Rahmen der kommunalen Gebietsreform Medlingen der Verwaltungsgemeinschaft Gundelfingen an der Donau zugesprochen. Neben Medlingen und Gundelfingen gehören dazu die Orte Haunsheim und Bächingen. Die zugehörigen Gemeinden besitzen weiterhin Selbständigkeit (eigener Bürgermeister).

Zur Verwaltungsgemeinschaft (VG) gehören etwa 11.500 Einwohner. Der erste Bürgermeister der Stadt Gundelfingen ist gleichzeitig Leiter der VG.

GeschichteBearbeiten

Die erste Erwähnung des Namens Maedlingen geht auf das Jahr 1217 zurück, wobei nicht sicher ist, ob Obermedlingen oder Untermedlingen gemeint war. Der Name bedeutet zu den Leuten eines Madilo. Obermedlingen wurde erstmals 1260 genannt, und die beiden Dörfer wurden erstmals 1317 durch den Zusatz der Kirchenpatronin St. Radegund Maedlingen unterschieden. Untermedlingen ist danach auch als Radgund-, Radgen-, Rad- und Ratenmaedlingen oder Nidermedlingen bekannt, bevor 1399 erstmals der Name Untermedlingen fiel.

Im Allgemeinen ist die Geschichte beider Ortsteile eng mit der des Obermedlinger Klosters verbunden.

EingemeindungenBearbeiten

In den Jahren 1973 und 1974 sprachen sich die Bürger von Obermedlingen und Untermedlingen in zwei geheimen Abstimmungen für einen Zusammenschluss der beiden Gemeinden aus. Der gemeinsame Name Medlingen wurde von einer großen Mehrheit befürwortet. Der endgültige Zusammenschluss zur Einheitsgemeinde Medlingen erfolgte mit Wirkung vom 1. Januar 1975.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 832 auf 1.021 um 189 Einwohner bzw. um 22,7 %.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat hat acht Mitglieder. Seit der Kommunalwahl 2014 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:

  • Unabhängige Wählervereinigung: 3 Sitze
  • Freie Wählervereinigung Untermedlingen: 2 Sitze
  • Bürgerliste: 3 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit 2002 Stefan Taglang (UWV). Am 16. März 2014 wurde er mit 96,08 % der Stimmen wiedergewählt, am 15. März 2020 erreichte er 96,6 % der Stimmen.

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter blauem Schildhaupt, darin ein rechts springender silberner Hund mit einer goldenen Fackel im Maul, im Zinnenschnitt schräg geteilt von Gold und Rot, oben schräg nebeneinander drei schwarze Hirschspuren.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

  • ehemaliges Kloster und Stiftskirche in Obermedlingen mit einem herausragenden – das Orts- und Landschaftsbild prägenden – Kirchturm.
  • Lorettokapelle in Obermedlingen, mit prächtigem Rokokoaltar, 1758 geweiht
  • Filialkirche St. Radegundis in Untermedlingen, barocker Bau, 1762 geweiht

BaudenkmälerBearbeiten

NaturdenkmälerBearbeiten

  • Die mehrere hundert Jahre alte, markante Bächinger Linde (tatsächlich aber eine Bergulme) auf halber Strecke zwischen Obermedlingen und Bächingen wurde 2003 als Naturdenkmal unter besonderen Schutz gestellt.

InfrastrukturBearbeiten

Von Medlingen ist die Autobahn A 7 (ca. zehn Minuten über die B 492) und die A 8 (ca. 15 min über die B 16) ohne Umwege schnell erreichbar. Die B 16 ist etwa zwei Kilometer entfernt. Medlingen liegt unweit entfernt von den Kreisstädten Ulm (ca. 30 min), Heidenheim (ca. 15 min), Günzburg (ca. 15 min) und Dillingen (ca. 15 min).

Söhne und Töchter des OrtesBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Medlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Medlingen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 30. August 2019.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 769.
  4. Hyacinth Holland: Holland, Benedikt von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 12, Duncker & Humblot, Leipzig 1880, S. 748.