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Der Mazda 110 S Cosmo Sport wurde von 1967 bis 1972 gebaut. Er war der erste Serienwagen mit einem Zweischeiben-Wankelmotor. Der Wagen wurde 1176-mal gebaut, ausschließlich als Rechtslenker.

Mazda
1967 mazda cosmo sport 1.jpg
110 S Cosmo
Produktionszeitraum: 1967–1972
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé
Motoren: Otto-Wankel:
1,0 Liter
(81 kW, 94 kW)
Länge: ca. 4140 mm
Breite: 1595 mm
Höhe: 1165 mm
Radstand: 2200 mm
Leergewicht: 940 bzw. 960[1] kg
Nachfolgemodell RX-2, RX-3, RX-4,
Eunos Cosmo

Es handelte sich um ein zweisitziges Coupé, dessen Karosserie zu großen Teilen und dessen Motor aus Aluminium besteht.[2][3] Ab 1968 wurde es bei 1 cm geringerer Gesamtlänge mit 15 cm längerem Radstand gebaut.[1]

Mazda Cosmo Sport, Heckansicht

Das Cosmo-Projekt wurde im Dezember 1962 von Mazda gestartet. Mazda stellte den ersten Zweischeibenmotorprototyp im Juli 1963 fertig. Der erste fahrbare Prototyp des Cosmo Sport wurde im August 1963 fertiggestellt. Dieser wurde im Oktober 1963 auf der Tokyo Motorshow, unter dem Titel "Projekt L402A", vorgestellt.

Der Prototypmotor L8A hatte ein Kammervolumen von 2 × 398 cm³. Beim L8A setzte man noch kombinierte Seiten- und Umfangseinlässe ein. Der L8A wurde zum L10A weiterentwickelt und das Kammervolumen auf 2 × 491 cm³ vergrößert. Die Umfangseinlässe entfielen und wurden durch zwei zusätzliche Seiteneinlässe in dem Vorder- und Endteil des Motors ersetzt. Dies verbesserte das Drehmoment und die Fahrbarkeit bei niedrigen Drehzahlen. Der L10A hatte eine Motorleistung von 110 PS (81 kW). Die Weiterentwicklung L10B verfügte über das gleiche Kammervolumen wie der L10A, durch geänderte Steuerzeiten hatte man die Leistung des Motors auf 128 PS (94 kW) gesteigert. Damit beschleunigte der Cosmo Sport in 8,8 s auf 100 km/h und erreichte 200 km/h.[1][3]

Im April 1966 stellte Mazda 80 Vorserien-Cosmo Sport her, davon lieferte man 60 Stück an Händler in Japan zur Felderprobung aus. Von der ersten Serienversion mit dem Motor L10A (30. Mai 1967 bis Juli 1968) wurden 343 Stück hergestellt. Die zweite Serienversion mit dem L10B (13. Juli 1968 bis September 1972) wurde 833-mal gebaut. Somit wurden insgesamt 1176 Serienfahrzeuge (ca. 1256 mit Vorserienfahrzeugen mitgerechnet) des Typs Cosmo Sport hergestellt. Der Cosmo Sport wurde ausschließlich in Japan verkauft. Etwa 36 Fahrzeuge wurden unter der Bezeichnung "110 S" offiziell exportiert, davon 11 Fahrzeuge nach Europa.

Unter der Typenbezeichnung Cosmo wurden bis 1995 verschiedene Nachfolgemodelle produziert.

2002 zeigte Mazda auf dem Tokio Auto Salon die Studie Mazda Cosmo 21. Sie entstand auf Basis des Roadsters Mazda MX-5, als Motor diente der Wankelmotor des Mazda RX-8.[4]

Der Mazda 110 S Cosmo Sport ist auch Namensgeber der WPP-Unit Team Cosmo, der Werbeagentur für Mazda in Europa. Es setzt sich unter anderem aus Mitarbeitern der WPP-Agenturen JWT, Mindshare und Wunderman zusammen.[5][6]

Ein 1970 Mazda Cosmo Sport Series II L10B Coupe wurde im Januar 2015 für US$ 110.000 inklusive Aufgeld in den USA auf einer Auktion von Bonhams verkauft.[7]

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c http://www.cosmosport.net/cosmosport.htm , Schaltfläche Cosmo Sport, abgerufen am 14. September 2018.
  2. motor-klassik.de vom 7. August 2009, Spacig, selten, revolutionär: Wankel aus Japan abgerufen am 13. September 2018.
  3. a b autozeitung.de vom 30. November 2006, Der Cosmonaut wird 40, abgerufen am 14. September 2018.
  4. motor-klassik.de vom 7. August 2009, Spacig, selten, revolutionär: Wankel aus Japan, Bilduntertitel der Bilder 19 und 20, abgerufen am 14. September 2018.
  5. Werben & Verkaufen vom 14. September 2011: WPP bringt Agentur Cosmo in Düsseldorf an den Start, 13. September 2018 abrufbar.
  6. Horizont vom 15. September 2011: WPP-Agenturen bündeln Kompetenzen für Mazda, 13. September 2018 abrufbar.
  7. 1970 Mazda Cosmo Sport Series II L10B Coupe, Bonhams, 2015 (bebildert); 13. September 2018 abrufbar.

WeblinksBearbeiten