Maximilian Laprell

deutscher Schauspieler
Maximilian Laprell als Gunther Klaus Castel bei den Nibelungenfestspielen in Worms 2016

Maximilian Laprell (* 24. Mai 1983 in Tegernsee[1][2]) ist ein deutscher Schauspieler.

LebenBearbeiten

Ausbildung und TheaterBearbeiten

Laprell absolvierte von 2003 bis 2007 seine Schauspielausbildung an Max Reinhardt Seminar in Wien.[2] Er besuchte Kameraworkshops bei Michaela Rosen und István Szabo; Rollenunterricht hatte er bei Susanne Granzer. 2009 nahm er an einem Filmschauspielworkshop an der Filmakademie Baden-Württemberg teil.

Sein erstes Festengagement hatte er von 2007 bis 2009 am Stadttheater Koblenz. Zu seinen Rollen dort gehörten u. a. Staatssekretär Davison in „Maria Stuart“ (2007; Regie: Annegret Ritzel), Sergeant Brophy in „Arsen und Spitzenhäubchen“ (2007; Regie: Dirk Diekmann), Andres in „Woyzeck“ (2007; Regie: Werner Tritzschler), Kunstturner Roderigo in „Lulu“ (2007; Regie: Martin Kloepfer), der Kaiser von China in „Die chinesische Nachtigall“ nach dem Märchen von Hans Christian Andersen (2008; Regie: Annegret Ritzel), Pedro dal Vegas in der Operette „Maske in Blau“ (2008; Regie: Theo Adewale Adebisi), Mitch in „Endstation Sehnsucht“ (2008; Regie: Werner Tritzschler), König von Frankreich in „König Lear“ (2008; Regie: Annegret Ritzel), Truffaldino in „Der Diener zweier Herren“ (2009; Regie: Werner Tritzschler), Parzival in „Merlin oder das wüste Land“ von Tankred Dorst (2009; Regie: Annegret Ritzel) und der Koch in „Mutter Courage und ihre Kinder“ (2009; Regie: Werner Tritzschler).

Ab 2010 hatte er ein festes Gastengagement am Vorarlberger Landestheater in Bregenz auf. Er spielte dort u. a. den Kooperator Vinzenz in „Die Pfarrhauskomödie“ von Heinrich Lautensack (2011; Regie: Günther Beelitz), den Herzog von Gloster in „Richard III.“ (2010; Regie: Andreas Kloos), Mackie Messet in Brechts/Weills „Die Dreigroschenoper“ (2011; Regie: Alexander Kubleka).[3] Weitere Rollen dort waren Algernon Moncrieff in „Bunbury“ (2012; Regie: Steffen Jäger), Sir Toby Rülps in „Was ihr wollt“ (2013; Regie: Tobias Materna) und Ruggiero in dem Operntheater-Pop-Projekt „Alcin@“ (2014; Regie: Bernd Liepold-Mosser).[3][4][5][6] In der Spielzeit 2015/16 trat er erneut am Vorarlberger Landestheater als Gast auf; er übernimmt die Rolle des Antilochos in „Penthesilea“.[7]

 
Maximilian Laprell als Gunther Klaus Castel bei den Nibelungenfestspielen in Worms 2016

2012 spielte er als Gast am Landestheater Linz die Rolle des Jonathan Brewster in „Arsen und Spitzenhäubchen“ unter der Regie von Bernadette Sonnenbichler. Weitere Gastengagements hatte er, ebenfalls unter der Regie von Bernd Liepold-Mosser, am Stadttheater Klagenfurt (2014) und an der Neuen Bühne Villach (2015; Titelrolle in „Don Karlos“).

2016 gastierte er am Düsseldorfer Schauspielhaus als Gangster Emanuele Giri in Brechts Stücks „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“. Bei den Nibelungenfestspielen in Worms übernahm Laprell im Juli 2016 die Rolle des Gunther in der Uraufführung des Stücks „GOLD. Der Film der Nibelungen“ von Albert Ostermaier in der Regie von Nuran David Calis.[8]

2011 war er beim Nestroy-Preis für den Publikumspreis nominiert.[9]

Film und FernsehenBearbeiten

Laprell arbeitet seit 2006 regelmäßig auch für Film und Fernsehen. Er spielte in zahlreichen Fernsehserien mit; sehr häufig wurde er dabei in Serien und Fernsehfilmen mit süddeutschem, oberbayerischem oder österreichischem Hintergrund eingesetzt. Er spielte u. a. in der Fernsehreihe Unter Verdacht (2012, als Polizist Lorenz Pauli) und in Die reichen Leichen. Ein Starnbergkrimi (2014; als Verdächtiger Rudi). In dem Kinofilm Revolution now! (2015) von Nuran David Calis ist er in einer Nebenrolle zu sehen.

In der Fernsehserie Dahoam is dahoam hat Laprell seit 2014 eine wiederkehrende Seriennebenrolle. Er spielt Leopold Vogl, den älteren, homosexuellen Sohn der Rollenfigur Monika Vogl.[10]

Er hatte außerdem Episodenrollen in den Serien Vier Frauen und ein Todesfall (2007), Die Rosenheim-Cops (2011; als Stiefsohn Tobias Burghammer), Heiter bis tödlich: Hubert und Staller (2012; als einziger Verwandter und Erbe Waldemar Szczypiorski), München 7 (2013; als Einbrecher Gerd), Die Garmisch-Cops (2014; als Ferdinand Daschner, Mitarbeiter des Gondelliftbetreibers), SOKO Kitzbühel (2014; als Tatverdächtiger und Golfer Karl Spitzer) und Die Chefin (2015).

Im Oktober 2015 war Laprell in der ZDF-Krimiserie SOKO Stuttgart in einer Episodennebenrolle zu sehen; er spielte Kai Wagner, den Mitarbeiter einer Kostümbildnerin. In der ZDF-Produktion Team Alpin, der ab November 2018 platzierten neuen Bergfilm-Reihe des Senders, übernahm Laprell eine der durchgehenden Nebenrollen. Er verkörpert Ludwig Schnellrieder, den Inhaber eines Sportartikelgeschäfts und Bürgermeister der fiktiven Alpengemeinde Engerberg.[11]

Maximilian Laprell lebt in München und in Tegernsee.[1]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Maximilian Laprell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Maximilian Laprell Profil und Vita bei Schauspielervideos.de. Abgerufen am 31. Oktober 2015
  2. a b Maximilian Laprell Vita; Landestheater Linz. Abgerufen am 31. Oktober 2015
  3. a b Maximilian Laprell (Memento des Originals vom 26. November 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/landestheater.org Vita; Vorarlberger Landestheater. Abgerufen am 31. Oktober 2015
  4. Ein Schnauzbart und andere Lacher – „Bunbury oder Ernst sein ist alles“ am Vorarlberger Landestheater Aufführungskritik; in: KULTUR. Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft vom 23. November 2012. Abgerufen am 31. Oktober 2015
  5. Wie ein ausbrechender Vulkan! Die Premiere von Shakespeares „Was ihr wollt“ begeisterte am Vorarlberger Landestheater Aufführungskritik; in: KULTUR. Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft vom 17. März 2013. Abgerufen am 31. Oktober 2015
  6. Die Liebe bedarf keiner Erwiderung – „Alcin@“ am Vorarlberger Landestheater hinterließ zwiespältige Gefühle Aufführungskritik; in: KULTUR. Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft vom 29. März 2014. Abgerufen am 31. Oktober 2015
  7. Kleists Penthesilea zur Eröffnung der Spielsaison am Vorarlberger Landestheater Aufführungskritik; in: KULTUR. Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft vom 19. September 2015. Abgerufen am 31. Oktober 2015
  8. „GOLD. Der Film der Nibelungen“ Besetzung/Produktionsteam. Offizielle Internetpräsenz der Nibelungenfestspiele Worms. Abgerufen am 10. August 2016.
  9. Nestroy-Preis: 11 Nominierte für Publikumspreis in: Der Standard vom 16. Oktober 2011. Abgerufen am 31. Oktober 2015
  10. Leopold Vogl; gespielt von Maximilian Laprell (Memento vom 2. Dezember 2014 im Internet Archive) Internetpräsenz Bayerischer Rundfunk. Abgerufen am 31. Oktober 2015
  11. Team Alpin - Endlich wieder wir. Offizielle Internetpräsenz des ZDF. Abgerufen am 1. November 2018.