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Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht

Forschungseinrichtung der Max-Planck-Gesellschaft

Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Freiburg im Breisgau. Es betreibt Grundlagenforschung in den Bereichen Kriminologie, Strafrecht und Recht der öffentlichen Sicherheit.[1]Es besitzt mit rund 480.000 Bänden eine der größten Präsenzbibliotheken in diesem Bereich.[2]

Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht
Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht
Der Bau von der Günterstalstraße
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: Max-Planck-Gesellschaft
Rechtsform des Trägers: Eingetragener Verein
Sitz des Trägers: München
Standort der Einrichtung: Freiburg im Breisgau
Art der Forschung: Grundlagenforschung
Fächer: Rechtswissenschaft Sozialwissenschaft
Fachgebiete: Kriminologie, Strafrecht, Recht der öffentlichen Sicherheit
Grundfinanzierung: Bund (50 %), Länder (50 %)
Leitung: Hans-Jörg Albrecht
Ralf Poscher
Ulrich Sieber
Mitarbeiter: ca. 120
Homepage: www.mpicc.de

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht geht zurück auf das Seminar für ausländisches und internationales Strafrecht an der Universität Freiburg. Dieses war im Jahr 1938 vom damaligen Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Adolf Schönke, beantragt und im späteren Jahresverlauf vom Badischen Ministerium des Kultus und Unterrichts genehmigt worden. Den Namen „Institut für ausländisches und internationales Strafrecht“ erhielt es 1947. Im Jahr 1966 wurde das Institut in die Max-Planck-Gesellschaft aufgenommen und erhielt damit seinen noch heute gültigen Namen "Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht".

Im Jahr 1978 bezog das Institut seinen markanten Neubau des Architekten Herbert Dörr in der Freiburger Wiehre, in dem es noch heute untergebracht ist. Der Architekturstil wird dem Brutalismus zugeordnet. Herzstück des viergeschossigen Baus ist die sich über mehrere Stockwerke erstreckende Bibliothek mit derzeit rd. 480.000 Büchern.

Untergebracht sind im Hauptgebäude auch die EDV-Abteilung, der Verlag, die Haustechnik und die Wissenschaftler; hinzu kommen mehrere Seminarräume, ein Vortragssaal, eine Cafeteria und umfangreiche Archivräume. Für Gäste, Stipendiaten und Doktoranden stehen zwei Lesesäle mit insgesamt 40 Plätzen zur Verfügung. Im Zeitschriftenlesesaal sind etwa 1.850 Periodika aus dem In- und Ausland zu finden. Vor dem Gebäude an der Günterstalstraße steht eine Skulptur von George Rickey.[3]

Im Jahr 2008 kam ein Erweiterungsbau in der umliegenden Nachbarschaft (Fürstenbergstraße) hinzu, in dem die Büros der Verwaltung, mehrere Seminar- und Besprechungsräume sowie Gästezimmer des Instituts zu finden sind.

ArbeitsgebieteBearbeiten

Die Forschungsausrichtung des Instituts ist grundlagenorientiert und durch den interdisziplinären rechts- und sozialwissenschaftlichen Forschungsansatz zugleich anwendungsorientiert. Die Forschungsziele sind rechtsvergleichend, internationalrechtlich, interdisziplinär und auf empirische Untersuchungen der Kriminalität, der Kriminalitätskontrolle sowie des Opfers der Straftat ausgerichtet. Die selbstständigen Forschungsbereiche sind nicht nur methodisch miteinander verzahnt, sondern auch durch die Wahl ihrer Forschungsgegenstände aufeinander abgestimmt. In den Forschungsmethoden ergänzen sich die Forschungsabteilungen mit ihren unterschiedlichen Untersuchungsansätzen.

Research Schools (IMPRS)Bearbeiten

Die International Max Planck Research Schools (IMPRS) gehören zum festen Bestandteil der Doktorandenförderung am MPI für Strafrecht. Das Promotionsrecht liegt ausschließlich bei den Universitäten. Die Studierenden werden jedoch von Betreuern an den Universitäten und den Max-Planck-Instituten unter die Fittiche genommen und auch gemeinsam geprüft. Aktuell gibt es drei Research Schools am MPI: die International Max Planck Research School for Comparative Criminal Law (IMPRS-CC), die International Max Planck Research School on Retaliation, Mediation and Punishment (IMPRS REMEP) und das Max Planck International Research Network on Aging (MaxNet Aging).

LeitungBearbeiten

Das Institut wird von den Direktoren Hans-Jörg Albrecht, Ralf Poscher und Ulrich Sieber geleitet.

Im Frühjahr 2019 waren rund 120 Mitarbeiter am Institut tätig. Emeritierte Direktoren am Institut sind Hans-Jörg Albrecht und Albin Eser.

LiteraturBearbeiten

  • Max-Planck-Gesellschaft (Hrsg.): Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht Reihe: Berichte und Mitteilungen der Max-Planck-Gesellschaft 1985/4, ISSN 0341-7778

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Startseite. Abgerufen am 9. Mai 2019.
  2. [1]
  3. Max-Planck-Institut, badische-seiten.de, Zugriff am 7. Januar 2013

Koordinaten: 47° 58′ 52″ N, 7° 50′ 56,3″ O