Mauro Icardi

argentinischer Fußballspieler

Mauro Emanuel Icardi Rivero (* 19. Februar 1993 in Rosario) ist ein argentinisch-italienischer Fußballspieler. Der Stürmer steht seit Anfang September 2019 bei Paris Saint-Germain unter Vertrag.

Mauro Icardi
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Mauro Icardi (2018)
Personalia
Name Mauro Emmanuel Icardi Rivero
Geburtstag 19. Februar 1993
Geburtsort RosarioArgentinien
Größe 181 cm
Position Stürmer
Junioren
Jahre Station
2002–2008 UD Vecindario
2008–2011 FC Barcelona
2011–2012 Sampdoria Genua
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2012–2013 Sampdoria Genua 33 0(11)
2013–2019 Inter Mailand 188 (111)
2019– Paris Saint-Germain 20 0(12)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2012–2013 Argentinien U20 5 00(3)
2013– Argentinien 8 00(1)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 29. Februar 2020

2 Stand: 25. Dezember 2018

KarriereBearbeiten

VereineBearbeiten

Anfänge in Argentinien und BarcelonaBearbeiten

Mauro Icardi wurde in Rosario, der Heimatstadt von Lionel Messi, geboren. Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten zog seine Familie nach Spanien, wo der damals neunjährige Mauro zunächst für den lokalen Verein UD Vecindario auf Gran Canaria stürmte und während seiner Zeit dort 384 Tore erzielte. So gelang es ihm, das Interesse größerer Teams zu wecken, und im Alter von 15 Jahren entschied er sich für einen Wechsel in die Jugendakademie des FC Barcelona. Messi selbst soll sich für das Talent eingesetzt haben.

Sampdoria GenuaBearbeiten

Als klassischer Mittelstürmer charakterisiert, passte Icardi allerdings trotz einer guten Torquote in verschiedenen Nachwuchsmannschaften nicht in das Konzept des FC Barcelonas, der auf mitspielende Stürmer setzt. Deshalb wurde er im Januar 2011 mit einer Option auf eine permanente Verpflichtung um 400.000 Euro, die später auch gezogen wurde, an den italienischen Verein Sampdoria Genua ausgeliehen.[1][2]

In seinen ersten eineinhalb Jahren in Genua wurde Icardi hauptsächlich in der Nachwuchsmannschaft von Sampdoria eingesetzt, wo er regelmäßig traf. Gegen Ende der Saison 2011/12, am 12. Mai 2012, konnte er aber auch sein Debüt in der ersten Mannschaft feiern: In einem Serie-B-Spiel gegen die SS Juve Stabia wurde er in der Schlussphase eingewechselt und erzielte ein paar Minuten später das Siegtor. In der Saison 2012/13 spielte Sampdoria wieder in der Serie A und Icardi konnte seinen endgültigen Durchbruch feiern: Mit zehn Treffern war er der erfolgreichste Torschütze seiner Mannschaft. Vier Tore konnte er allein am 22. Spieltag gegen Pescara erzielen, drei weitere Tore erzielte er in den beiden Ligaspielen gegen Meister Juventus Turin.

Inter MailandBearbeiten

Vor der Saison 2013/14 gab Inter Mailand bekannt, 50 % der Transferrechte an Icardi erworben zu haben.[3] Er absolvierte 23 Pflichtspiele (neun Tore, zwei Assists) in nationalen Wettbewerben und wurde mit Inter Tabellenfünfter. Sein erstes Pflichtspieltor für die Nerazzurri erzielte der Argentinier am 14. September 2013 im Derby d'Italia gegen Juventus Turin. Im Juni 2014 erwarb Inter die restlichen 50 % an Icardis Transferrechten.[4]

In der Saison 2014/15 wurde Icardi mit 22 Ligatoren gemeinsam mit Luca Toni Torschützenkönig. In seiner ersten Europapokalsaison gelangte der Stürmer darüber hinaus mit dem Verein bis ins Achtelfinale der Europa League. Im Anschluss an die Spielzeit wurde die vorzeitige Vertragsverlängerung bei Inter bis zum 30. Juni 2019 bekanntgegeben.[5] In die Spielzeit 2015/16 ging der Argentinier unter Cheftrainer Roberto Mancini als Nachfolger von Andrea Ranocchia als neuer Mannschaftskapitän. Als Stammspieler war Icardi mit 20 Scorerpunkten in 34 wettbewerbsübergreifenden Pflichtspielen erneut der erfolgreichste Angreifer des Teams. Am 2. Dezember 2016 lief der Argentinier beim Heimspiel Inter Mailands gegen die SSC Neapel mit einer Kapitänsbinde in den Vereinsfarben des brasilianischen Klubs Chapecoense auf. Beim Absturz des LaMia-Flugs 2933 am 28. November waren auch mehrere Spieler und Funktionäre Chapecoenses unter den Todesopfern gewesen.[6]

Zu Beginn der Rückrunde 2018/19 wurde Icardi als Spielführer Inters abgesetzt. Ihm wurde vorgeworfen, sich nicht klar zum Verein bekannt und keinen Rückhalt in der Mannschaft gehabt zu haben. Darüber hinaus hatte sich der Argentinier mit den Worten „Wenn man den Verein nicht liebt, wenn er verliert, dann liebt man ihn auch nicht, wenn er gewinnt“ an die eigenen Fans gewandt. Auch rankten sich Wechselgerüchte um ihn, beispielsweise sei Real Madrid an einer Verpflichtung interessiert gewesen.[7] Bis Anfang April 2019 wurde Icardi für neun wettbewerbsübergreifende Spiele suspendiert, war aber anschließend wieder bis Saisonende in jedem Spiel für Mailand aktiv. Die Mannschaft schied ohne ihn erneut im Achtelfinale der Europa League aus, in der Liga wurde man Vierter.

Paris Saint-GermainBearbeiten

Anfang September 2019 wechselte der Stürmer ohne ein weiteres Pflichtspiel für Inter bis zum Ende der Saison 2019/20 auf Leihbasis in die französische Ligue 1 zu Paris Saint-Germain.[8] Für die Franzosen absolvierte er 31 Pflichtpartien (zwölf Tore, drei Vorlagen) in nationalen und internationalen Wettbewerben. Nach Abbruch der französischen Meisterschaft erhielt er mit dem PSG den Meistertitel zugesprochen, in der Champions League, deren Spielbetrieb aktuell unterbrochen ist, steht er mit der Mannschaft im Viertelfinale.

Ende Mai 2020 zog PSG die Kaufoption und stattete Icardi mit einem Vertrag bis 2024 aus.[9]

NationalmannschaftBearbeiten

Die italienische Sprache habe Icardi bereits innerhalb von vier Monaten nach seinem Wechsel von Barcelona zu Sampdoria perfekt beherrscht. Zusätzlich zu seinem argentinischen Pass besitzt er außerdem einen italienischen. Dennoch hat sich Icardi für die Nationalmannschaft seines Geburtslandes entschieden, da er sich als Argentinier fühle. Zwischen 2012 und 2013 lief er für die U-20-Mannschaft Argentiniens auf.[2]

Sein Länderspieldebüt für die A-Nationalmannschaft Argentiniens gab Icardi am 10. Oktober 2013 unter Alejandro Sabella im südamerikanischen Klassiker gegen Uruguay.

ErfolgeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Mauro Icardi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Paolo Bandini: Sampdoria’s Mauro Icardi comes of age to stun Juventus in week of upsets. The Guardian, 7. Januar 2013, abgerufen am 16. Oktober 2016 (englisch).
  2. a b Icardi: Umhegt von Messi, Durchbruch in Italien. Fifa.com, abgerufen am 16. Oktober 2016
  3. Sampdoria’s Mauro Icardi officially an Inter player. Meldung von Inter Mailand, 9. Juli 2013, abgerufen am 16. Oktober 2016 (englisch).
  4. SaMauro Icardi completes move to Inter. Meldung von Inter Mailand, 10. Juni 2014, abgerufen am 16. Oktober 2016 (englisch).
  5. Mauro Icardi extends Inter deal until 2019. Meldung von Inter Mailand, 3. Juni 2015, abgerufen am 16. Oktober 2016 (englisch).
  6. Hellwach und eiskalt: Napoli fertigt Inter ab, kicker.de, 2. Dezember 2016
  7. Stürmer will in Europa League nicht spielen, sport.sky.de, abgerufen am 28. Mai 2020
  8. Mauro Icardi signs for Paris Saint-Germain, psg.fr, 2. September 2019, abgerufen am 3. September 2019.
  9. Mauro Icardi signs Paris Saint-Germain contract until 30 June 2024, psg.fr, 31. Mai 2020, abgerufen am 31. Mai 2020.