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Leben und WerkBearbeiten

Nach seiner Schulzeit am Gymnasium Pothier in Orléans erhielt er Zugang zum Studium an der École normale supérieure, der französischen Elitehochschule für Lehrende im gymnasialen und universitären Bereich. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurde Maurice Genevoix zum Kriegsdienst eingezogen und am 25. April 1915 bei Les Éparges (18 Kilometer südöstlich von Verdun) ernsthaft verwundet.

In 14 seiner Werke verarbeitete Genevoix seine Kriegserlebnisse und verfasste Reflexionen über seine Zeit als Soldat, basierend auf im Felde gemachten Notizen. Den anderen Teil seines Œuvres widmete er den Landschaften, Tieren und Menschen der heimatlichen Loire-Region. Außerdem veröffentlichte er Erzählungen von seinen Aufenthalten in Kanada (insbesondere in der Region der Rocky Mountains) und in Afrika.

1925 erhielt Genevoix den Prix Goncourt für seinen Roman Raboliot,[1] erschienen im Verlag Grasset.

1946 wurde er zum Mitglied der Académie française gewählt und war von 1950 bis 1960 im ersten Ausschuss der SPAF Société des Poètes et Artistes de France (Gesellschaft der Dichter und Künstler in Frankreich) tätig.

GedenkenBearbeiten

Sein Wohnsitz in der Gemeinde Saint-Denis-de-l'Hôtel, den er 1929 erworben hatte, ist noch heute im Besitz der Familie. Ganz in der Nähe wurde neben der Kirche ein altes Winzerhaus in ein Museum umgewandelt, das dem Leben und Werk von Maurice Genevoix gewidmet ist.[2] Sein Grab befindet sich auf dem Cimetière de Passy in Paris.

Im November 2018 kündigte Staatspräsident Emmanuel Macron an, dass im Jahr 2019 Genevoix’ sterbliche Überreste „stellvertretend für die Generation 1914“ ins Panthéon überführt werden.[3]

WerkeBearbeiten

  • Oeuvres complètes, 22 Bde., Genf: Edito 1973.
Kriegserlebnisse
  • Sous Verdun.
  • Nuit de guerre.
  • La Boue.
  • Les Éparges,

zusammengefasst in dem Band Ceux de 14. Sous Verdun erschien 2014 erstmals in deutscher Übersetzung: Die von 14: Vor Verdun (VAT Verlag, ISBN 978-3955180089).

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Anmerkungen und EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Raboliot ist der Spitzname eines der Jagdleidenschaft verfallenen Wilderers, dessen Aussehen an ein Wildkaninchen erinnert. Nichts kann ihn von seinem riskanten nächtlichen Tun abhalten. Vom Gendarmen Bourrel argwöhnisch beobachtet, übertreibt Raboliot den Leichtsinn und verspottet ihn in aller Öffentlichkeit. Bourrel reagiert auf diese Herausforderung, und es kommt zu einem gnadenlosen Kampf zwischen den beiden Männern. Der verfolgte Raboliot flieht in die Wälder und lebt dort wie ein Wolf. Nach drei Monaten, überwältigt von Einsamkeit und von dem Wunsch gequält, seine Familie wiederzusehen, kehrt er wieder zurück…..
  2. www.loiretal-frankreich.de: Exposition permanente Maurice Genevoix
  3. Frankreich ehrt Kriegsautor Maurice Genevoix, deutschlandfunkkultur.de, 6. November 2018, abgerufen am 7. November 2018
  4. Die Wahrheit aus dem Schützengraben in FAZ vom 6. Dezember 2013, Seite 33