Matt Pettinger

kanadischer Eishockeyspieler

Matthew „Matt“ Pettinger (* 22. Oktober 1980 in Edmonton, Alberta) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler, der im Verlauf seiner aktiven Karriere zwischen 1996 und 2015 unter anderem 423 Spiele für die Washington Capitals, Vancouver Canucks und Tampa Bay Lightning in der National Hockey League auf der Position des linken Flügelstürmers bestritten hat. Darüber hinaus war Pettinger in der Deutschen Eishockey Liga für die Kölner Haie und die Hamburg Freezers aktiv.

KanadaKanada  Matt Pettinger Eishockeyspieler
Matt Pettinger
Geburtsdatum 22. Oktober 1980
Geburtsort Edmonton, Alberta, Kanada
Größe 185 cm
Gewicht 93 kg
Position Linker Flügel
Schusshand Links
Draft
NHL Entry Draft 2000, 2. Runde, 43. Position
Washington Capitals
Karrierestationen
1994–1996 Victoria Racquet Club
1996–1998 Victoria Salsa
1998–1999 University of Denver
1999–2000 Calgary Hitmen
2000–2001 Portland Pirates
2001–2008 Washington Capitals
2008–2009 Tampa Bay Lightning
2009–2010 Manitoba Moose
2010–2012 Kölner Haie
2012–2015 Hamburg Freezers

KarriereBearbeiten

Der 1,85 m große Flügelstürmer war zunächst für diverse unterklassige Teams in der kanadischen Provinz British Columbia aktiv, ehe Pettinger ab der Saison 1998/99 für die Eishockeymannschaft der University of Denver im Spielbetrieb der National Collegiate Athletic Association aufs Eis ging sowie in der kanadischen Juniorenliga Western Hockey League bei den Calgary Hitmen im Einsatz stand, bevor er beim NHL Entry Draft 2000 als 43. in der zweiten Runde von den Washington Capitals ausgewählt wurde.

Während der Saison 2000/01 verbrachte der Linksschütze die meiste Zeit bei den Portland Pirates, dem AHL-Farmteam der Capitals, absolvierte jedoch auch seine ersten 10 NHL-Einsätze für Washington. Auch in den folgenden Jahren wechselte der Kanadier zwischen Portland und Washington, doch ab der Saison 2003/04 gehörte Pettinger zum festen NHL-Kader der Capitals. In der Lockout-Saison 2004/05 stand Matt Pettinger in acht Spielen für HDD Olimpija Ljubljana in Slowenien auf dem Eis. Zur Trade Deadline 2008 wechselte der Kanadier zu den Vancouver Canucks, wo er sich jedoch zu Beginn der folgenden Saison nicht durchsetzen konnte. Nachdem er auf die Waiver-Liste gesetzt wurde, sicherten sich die Tampa Bay Lightning seine Dienste. Nach zwei Spielen beim Farmteam Manitoba Moose wurde der Angreifer in den NHL-Kader der Lightning berufen. In der 2009/10 stand Pettinger bei den Vancouver Canucks unter Vertrag, spielte aber den Großteil der Saison bei deren Farmteam in Manitoba.

Im Sommer 2010 unterzeichnete er daraufhin einen Einjahresvertrag bei den Kölner Haien, welcher nach Ablauf der Saison um ein weiteres Jahr verlängert wurde. Nachdem er sich mit den Haien im Frühjahr 2012 nicht auf einen neuen Kontrakt einigen konnte, wechselte Pettinger innerhalb der Deutschen Eishockey Liga zu den Hamburg Freezers. Nachdem Pettinger in der Saison 2013/14 aufgrund der verletzungsbedingten Personalnot in der Defensive der Freezers erstmals als Verteidiger ausgeholfen hat[1], wurde er auch in der folgenden Saison je nach Bedarf entweder in der Verteidigung oder im Angriff eingesetzt. Im März 2015 wurde bekannt, dass der Vertrag mit Linksschützen in Hamburg nicht verlängert wird[2], woraufhin Pettinger seine aktive Karriere beendete.

InternationalBearbeiten

Bei den U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2000 gewann Pettinger mit der kanadischen Nationalmannschaft die Bronzemedaille, mit den Senioren reichte es bei der Weltmeisterschaft 2006 zu Platz vier. Zuvor hatte der Kanadier bereits als Juniorenspieler bei der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 1999 mit den Ahornblättern die Silbermedaille errungen.

Erfolge und AuszeichnungenBearbeiten

InternationalBearbeiten

KarrierestatistikBearbeiten

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1994/95 Victoria Racquet Club Minor-BC 55 52 48 100 41
1995/96 Victoria Racquet Club Minor-BC 60 80 65 145 45
1996/97 Victoria Salsa BCHL 49 22 14 36 31
1997/98 Victoria Salsa BCHL 55 22 20 42 56 7 5 1 6 8
1998/99 University of Denver WCHA 38 6 14 20 52
1999/00 University of Denver WCHA 19 2 6 8 49
1999/00 Calgary Hitmen WHL 27 14 6 20 41 11 2 6 8 30
2000/01 Portland Pirates AHL 64 19 17 36 92 2 0 0 0 4
2000/01 Washington Capitals NHL 10 0 0 0 2
2001/02 Portland Pirates AHL 9 3 3 6 24
2001/02 Washington Capitals NHL 62 7 3 10 44
2002/03 Portland Pirates AHL 69 14 13 27 72 3 0 2 2 2
2002/03 Washington Capitals NHL 1 0 0 0 0
2003/04 Washington Capitals NHL 71 7 5 12 37
2004/05 HDD Olimpija Ljubljana SHL 8 2 5 7 41
2005/06 Washington Capitals NHL 71 20 18 38 39
2006/07 Washington Capitals NHL 64 16 16 32 22
2007/08 Washington Capitals NHL 56 2 5 7 25
2007/08 Vancouver Canucks NHL 20 4 2 6 11
2008/09 Manitoba Moose AHL 2 3 0 3 0
2008/09 Tampa Bay Lightning NHL 59 8 7 15 24
2009/10 Manitoba Moose AHL 54 14 16 30 31
2009/10 Vancouver Canucks NHL 9 1 2 3 6 1 0 0 0 0
2010/11 Kölner Haie DEL 44 14 31 45 32 5 1 2 3 2
2011/12 Kölner Haie DEL 52 14 23 37 40 6 2 4 6 6
2012/13 Hamburg Freezers DEL 49 9 20 29 42 6 1 3 4 2
2013/14 Hamburg Freezers DEL 47 12 16 28 18 12 3 1 4 4
2014/15 Hamburg Freezers DEL 38 8 11 19 32 7 2 0 2 0
WCHA gesamt 57 8 20 28 101
WHL gesamt 27 14 6 20 41 11 2 6 8 30
AHL gesamt 144 39 33 72 188 5 0 2 2 6
NHL gesamt 422 65 58 123 210 1 0 0 0 0
DEL gesamt 230 57 101 158 164 36 9 10 19 14

InternationalBearbeiten

Vertrat Kanada bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM
1999 Kanada U20-WM   2 1 0 1 2
2000 Kanada U20-WM   7 4 0 4 4
2006 Kanada WM 4. Platz 8 1 0 1 4
Junioren gesamt 9 5 0 5 6
Herren gesamt 8 1 0 1 4

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. bj: Matt Pettinger ist viel mehr als ein Notnagel. In: welt.de. 19. November 2013, abgerufen am 7. Oktober 2018.
  2. sport1.de Sieben Spieler verlassen Freezers