Mathieu Bozzetto

französischer Snowboarder

Mathieu Bozzetto (* 16. November 1973 in Chambéry) ist ein ehemaliger französischer Snowboarder.

Mathieu Bozzetto Snowboard
Nation FrankreichFrankreich Frankreich
Geburtstag 16. November 1973
Geburtsort Chambéry
Karriere
Verein CS Val d'Isère
Status zurückgetreten
Karriereende 2010
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Weltmeisterschaften 0 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Bronze 2010 Vancouver Parallel-Riesenslalom
FIS Snowboard-Weltmeisterschaften
Silber 1999 Berchtesgaden Parallelslalom
Silber 2003 Kreischberg Parallelslalom
Platzierungen
FIS-Logo Weltcup
 Debüt im Weltcup 29. November 1996
 Weltcupsiege 35
 Gesamtweltcup 1. (1998/99, 1999/2000)
 Parallel-Weltcup 1. (1999/2000, 2001/02,
2002/03)
 Snowboardcross-Weltcup 28. (2001/02)
 PGS-Weltcup 1. (1999/2000)
 GS-Weltcup 2. (1999/2000)
 PSL-Weltcup 1. (2000/01, 2001/02)
 SL-Weltcup 1. (1998/99)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Parallel 32 15 13
 Sonst. Renndisziplinen 3 2 1
 

WerdegangBearbeiten

Bozzetto, der für den CS Val d'Isère startete, debütierte im November 1996 in Tignes im Snowboard-Weltcup und belegte dabei den 13. Platz im Riesenslalom. Seinen nächsten internationalen Auftritt hatte er im Januar 1997 bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 1997 in Innichen. Dort wurde er Vierter im Riesenslalom. Nach Platz 14 zu Beginn der Saison 1997/98 im Riesenslalom in Tignes, kam er mit dem sechsten Platz im Riesenslalom in Kaprun erstmals unter die ersten Zehn im Weltcup. Im weiteren Saisonverlauf errang er fünf Top Zehn Platzierungen, darunter Platz Zwei im Riesenslalom in Grächen und belegte zum Saisonende den vierten Platz im Riesenslalom-Weltcup. Bei seiner ersten Olympiateilnahme 1998 in Nagano gelang ihn der fünfte Platz im Riesenslalom. Im März 1998 wurde er französischer Meister im Parallelslalom. Zu Beginn der Saison 1998/99 kam er mit dem zweiten Platz im Parallel-Riesenslalom in Tandådalen und dem dritten Platz im Parallelslalom in Ischgl erneut aufs Podest. Im Januar 1999 holte er im Parallelslalom in Morzine seinen ersten Weltcupsieg und errang tags darauf den zweiten Platz im Parallel-Riesenslalom. Beim Saisonhöhepunkt den Snowboard-Weltmeisterschaften 1999 in Berchtesgaden gewann er die Silbermedaille im Parallelslalom. Zudem belegte er den 14. Platz im Riesenslalom und den 13. Rang im Parallel-Riesenslalom. Bei den folgenden Weltcups siegte er viermal und errang außerdem einmal den zweiten und einmal den dritten Platz. Er gewann damit den Slalomweltcup und den Gesamtweltcup. Im Riesenslalomweltcup wurde er Dritter. In der folgenden Saison siegte er, bei 20 Weltcupteilnahmen, neunmal und belegte einmal den zweiten Platz. Damit gewann er den Parallelweltcup, den Parallel-Riesenslalomweltcup und wie im Vorjahr den Gesamtweltcup. Im Riesenslalomweltcup errang er den zweiten Platz.

Zu Beginn der Saison 2000/01 holte Bozzetto im Parallelslalom in Ischgl seinen 15. Weltcupsieg. Es folgten weitere zwei Siege und vier dritte Plätze und gewann damit zum Saisonende den Parallelslalom-Weltcup. Bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2001 in Madonna di Campiglio belegte er den 86. Platz im Riesenslalom, den achten Rang im Parallelslalom und den fünften Platz im Parallel-Riesenslalom. In der Saison 2001/02 siegte er im Weltcup viermal. Zudem errang er dreimal den dritten und einmal den zweiten Platz. Beim Saisonhöhepunkt den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City wurde er Sechster im Parallel-Riesenslalom. Zum Saisonende gewann er den Parallelweltcup und wie im Vorjahr den Parallelslalomweltcup. Im Parallel-Riesenslalomweltcup erreichte er den zweiten Platz. Nach Rang 23 im Parallel-Riesenslalom in Valle Nevado zu Beginn der Saison 2002/03, siegte er in Sölden im Parallelslalom und im Parallelriesenslalom. Es folgte Platz Zwei in Tandådalen und weitere Weltcupsiege in Whistler, in Stoneham und in Bad Gastein. Bei den Snowboard-Weltmeisterschaften im Januar 2003 am Kreischberg holte er die Silbermedaille im Parallelslalom. Zudem errang er den vierten Platz im Parallel-Riesenslalom. Beim folgenden Weltcup in Maribor wurde er Dritter im Parallelslalom. Im März 2003 holte er in Sapporo zwei Weltcupsiege und belegte zweimal den dritten und einmal den zweiten Platz und gewann damit zum dritten Mal den Parallelweltcup. In der folgenden Saison erreichte er bei 15 Weltcupteilnahmen drei Weltcupsiege und vier zweite Plätze und belegte damit den zweiten Platz im Parallelweltcup. In der Saison 2004/05 nahm er nur an zwei Weltcups teil. Dabei belegte er den zweiten Platz im Parallelslalom in Sierra Nevada und den 14. Rang im Parallel-Riesenslalom in Tandådalen.

In der Saison 2005/06 kam Bozzetto im Weltcup fünfmal unter die ersten Zehn, darunter zweimal auf den zweiten Platz. Beim Saisonhöhepunkt den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin verpasste er mit dem vierten Platz im Parallel-Riesenslalom knapp eine Medaille. Im März 2006 wurde er französischer Meister im Parallel-Riesenslalom und belegte den 11. Platz im Gesamtweltcup und den siebten Rang im Parallelweltcup. In der folgenden Saison errang er acht Top-Zehn-Platzierungen, darunter einmal den dritten und einmal den zweiten Platz. Bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2007 in Arosa kam er auf den zehnten Platz im Parallel-Riesenslalom und auf den fünften Rang im Parallelslalom. Die Saison beendete er auf dem siebten Platz im Gesamtweltcup und auf dem fünften Rang im Parallelweltcup. In der Saison 2007/08 holte er bei 12 Teilnahmen im Weltcup vier Siege und erreichte damit im Gesamt und im Parallelweltcup jeweils den zweiten Platz. Im April 2008 siegte er bei den französischen Meisterschaften in Grand Bornand im Parallel-Riesenslalom. Nachdem er in der Saison 2008/09 pausierte, startete er zu Beginn der Saison 2009/10 in Landgraaf und errang dabei den zweiten Platz im Parallelslalom. Es folgten im weiteren Saisonverlauf zwei Top Zehn Resultate, darunter Platz Zwei im Parallel-Riesenslalom beim Weltcup in Telluride. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver holte er die Bronzemedaille im Parallel-Riesenslalom. Zum Saisonende erreichte er den 19. Platz im Gesamtweltcup und den 11. Platz im Parallelweltcup. Seinen letzten Auftritt hatte er im April 2010 bei den französischen Meisterschaften in L’Alpe d’Huez. Dort wurde er französischer Meister im Parallel-Riesenslalom.

Bozzetto nahm an 159 Weltcuprennen teil. Dabei siegte er 35-mal und belegte 111-mal eine Platzierung unter den ersten zehn.

Teilnahmen an Weltmeisterschaften und Olympischen WinterspielenBearbeiten

Olympische SpieleBearbeiten

WeltmeisterschaftenBearbeiten

WeltcupsiegeBearbeiten

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 5. Januar 1999 Frankreich  Morzine Parallelslalom
2. 5. Februar 1999 Vereinigte Staaten  Park City Parallelslalom
3. 13. Februar 1999 Japan  Asahikawa Parallel-Riesenslalom
4. 11. März 1999 Italien  Olang Parallel-Riesenslalom
5. 12. März 1999 Italien  Olang Parallelslalom
6. 10. Dezember 1999 Kanada  Whistler Riesenslalom
7. 17. Dezember 1999 Kanada  Mont Sainte-Anne Riesenslalom
8. 9. Januar 2000 Frankreich  Morzine Parallelslalom
9. 16. Januar 2000 Deutschland  Berchtesgaden Parallelslalom
10. 26. Januar 2000 Schweden  Tandådalen Parallel-Riesenslalom
11. 27. Januar 2000 Schweden  Tandådalen Parallelslalom
12. 4. Februar 2000 Schweiz  Ischgl Parallelslalom
13. 16. März 2000 Italien  Livigno Parallelslalom
14. 18. März 2000 Italien  Livigno Riesenslalom
15. 1. Dezember 2000 Schweiz  Ischgl Parallelslalom
16. 7. Januar 2001 Osterreich  Kreischberg Parallelslalom
17. 9. Februar 2001 Deutschland  Berchtesgaden Parallelslalom
18. 9. September 2001 Chile  Valle Nevado Parallelslalom
19. 2. Dezember 2001 Schweiz  Ischgl Parallel-Riesenslalom
20. 15. Dezember 2001 Kanada  Mont Sainte-Anne Parallelslalom
21. 1. März 2002 Japan  Sapporo Parallel-Riesenslalom
22. 29. Oktober 2002 Osterreich  Sölden Parallel-Riesenslalom
23. 30. Oktober 2002 Osterreich  Sölden Parallelslalom
24. 18. Dezember 2002 Kanada  Whistler Parallelslalom
25. 20. Dezember 2002 Kanada  Stoneham Parallel-Riesenslalom
26. 5. Januar 2003 Osterreich  Bad Gastein Parallelslalom
27. 1. März 2003 Japan  Sapporo Parallel-Riesenslalom
28. 1. März 2003 Japan  Sapporo Parallelslalom
29. 11. Januar 2004 Frankreich  L’Alpe d’Huez Parallelslalom
30. 20. Februar 2004 Japan  Sapporo Parallel-Riesenslalom
31. 21. Februar 2004 Japan  Sapporo Parallelslalom
32. 10. Oktober 2007 Niederlande  Landgraaf Parallelslalom
33. 16. Dezember 2007 Schweiz  Nendaz Parallelslalom
34. 9. Januar 2008 Osterreich  Bad Gastein Parallelslalom
35. 3. März 2008 Vereinigte Staaten  Lake Placid Parallel-Riesenslalom

Weltcup-GesamtplatzierungenBearbeiten

Saison Gesamt Parallel Parallel-Riesenslalom Parallelslalom Snowboardcross Riesenslalom Slalom
Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz
1996/97 50 119. 500 45. -
1997/98 305 26. 3050 4. -
1998/99 1263 1. 240 35. 4270 3. 5850 1.
1999/2000 1309 1. 7610 1. 7610 1. 3836 2. -
2000/01 776 25. 6785 1. 1018 13. -
2001/02 2530 1. 5552 2. 4250 1. 560 28. 450 5. -
2002/03 11050 1. -
2003/04 7838 2. -
2004/05 980 28. -
2005/06 3481 11. 3481 7. -
2006/07 3830 7. 3830 5. -
2007/08 6100 2. 6100 2. -
2008/09 -
2009/10 2150 19. 2150 11. -

WeblinksBearbeiten