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SchweizSchweiz  Mathias Seger Eishockeyspieler
Mathias Seger
Geburtsdatum 17. Dezember 1977
Geburtsort Flawil, Schweiz
Spitzname Segi
Grösse 181 cm
Gewicht 84 kg
Position Verteidiger
Nummer #15
Schusshand Links
Karrierestationen
1996–1999 SC Rapperswil-Jona
1999–2018 ZSC Lions

Mathias Seger (* 17. Dezember 1977 in Flawil[1]) ist ein ehemaliger Schweizer Eishockeyspieler. Von der Saison 1999/2000 bis zur Saison 2017/18 spielte er bei den ZSC Lions in der National League A auf der Position des Verteidigers.[2]

KarriereBearbeiten

 
Mathias Seger (Mitte) im Duell mit Denis Hollenstein

Seger begann seine Karriere beim EHC Uzwil, bevor er zwischen 1996 und 1999 für den SC Rapperswil-Jona in der Nationalliga A spielte. Sein NLA-Debüt gab er 1996; in seiner Premierensaison bildete er ein Verteidigerpaar mit dem Finnen Kari Martikainen. Anschliessend belegte er bei der Wahl des besten Neulings den dritten Platz. Seit 1999 ist er Stammspieler bei den ZSC Lions, mit denen er 2000, 2001, 2008, 2012, 2014 und 2018 Schweizer Meister wurde sowie zwei Mal den IIHF Continental Cup gewann (2000 und 2002). Des Weiteren gewann Seger mit seiner Mannschaft 2009 die Champions Hockey League.

Seger übernahm zur Saison 2005/06 als Nachfolger von Mark Streit das Kapitänsamt bei den ZSC Lions.[3] In der Saison 2009/10 erzielte er insgesamt 51 Scorerpunkte in 48 Partien der Qualifikation, dies bedeutete den Karrierebestwert für den Schweizer Nationalspieler. Die darauffolgende Spielzeit 2010/11 verlief nicht wunschgemäss mit einem Plus/Minus-Wert von –25 über die gesamte Saison gesehen, was den schlechtesten Wert im Team der Stadtzürcher bedeutete.[3] Den Start in die Saison 2011/12 verpasste Seger aufgrund eines Jochbeinbruchs, den er sich durch einen Faustschlag des SCB-Spielers Johann Morant zugezogen hatte.[4] In der Playoff-Finalserie gegen den SC Bern erzielte er in der Verlängerung des fünften Spiels den Siegtreffer für die ZSC Lions, welche die Serie gegen die Berner nach einem 1:3-Rückstand mit 4:3 gewannen. Sein Vertragsverhältnis mit den Zürchern wurde bis zum Saisonende 2016/17 verlängert. Am 30. September 2016 absolvierte er sein 1079. NLA-Spiel und wurde somit neuer Rekordhalter.

Unmittelbar nach dem Gewinn des Meistertitels mit den ZSC Lions im Frühjahr 2018 beendete er seine Spielerlaufbahn. Die Aargauer Zeitung bezeichnete ihn anlässlich des Abschieds als «ein Unikum im besten Sinne, einer der grössten Schweizer Hockey-Spieler».[5]

Seger galt als Offensivverteidiger, welcher auf dem Eis eine Führungsrolle übernahm, und wurde allgemein als Schlüsselspieler der ZSC Lions angesehen.[3]

Seine Trikotnummer 15 wurde nach dem Ende seiner Karriere durch die ZSC Lions gesperrt.

Zwischen Januar und April 2019 war er Assistenztrainer von Arno Del Curto beim ZSC.[6]

InternationalBearbeiten

Mathias Seger war langjähriges Mitglied und mit derzeit 305 Einsätzen (Stand: 1. Oktober 2016)[7] Rekordnationalspieler der Schweizer Eishockeynationalmannschaft. Der Verteidiger stand bei 15 Weltmeisterschaften auf dem Eis (ebenso oft wie Petteri Nummelin für Finnland), weltweit nahm lediglich Martin Plüss (16×) häufiger an Welttitelkämpfen teil. Er nahm für sein Heimatland an folgenden Turnieren teil:

Erfolge und AuszeichnungenBearbeiten

InternationalBearbeiten

KarrierestatistikBearbeiten

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1996/97 SC Rapperswil-Jona NLA 45 0 1 1 32 3 0 0 0 0
1997/98 SC Rapperswil-Jona NLA 39 7 7 14 52 7 0 3 3 12
1998/99 SC Rapperswil-Jona NLA 42 6 9 15 66 5 0 0 0 14
1999/00 ZSC Lions NLA 41 5 15 20 64 15 2 4 6 24
2000/01 ZSC Lions NLA 44 4 12 16 40 16 2 4 6 18
2001/02 ZSC Lions NLA 29 4 10 14 22 15 0 4 4 20
2002/03 ZSC Lions NLA 44 4 10 14 58 12 1 2 3 6
2003/04 ZSC Lions NLA 43 3 9 12 56 13 1 3 4 14
2004/05 ZSC Lions NLA 25 3 9 12 54 15 2 3 5 28
2005/06 ZSC Lions NLA 44 8 19 27 96
2006/07 ZSC Lions NLA 44 4 7 11 80 5 0 0 0 6
2007/08 ZSC Lions NLA 50 14 12 26 80 17 0 5 5 20
2008/09 ZSC Lions NLA 45 3 22 25 80 4 0 0 0 2
2009/10 ZSC Lions NLA 47 8 43 51 80 7 2 5 7 8
2010/11 ZSC Lions NLA 48 5 17 22 102 5 1 1 2 4
2011/12 ZSC Lions NLA 43 4 17 21 30 14 2 4 6 4
2012/13 ZSC Lions NLA 50 9 23 32 50 12 0 10 10 18
2013/14 ZSC Lions NLA 45 5 14 19 66 17 2 1 3 26
2014/15 ZSC Lions NLA 42 1 14 15 20 12 2 3 5 10
2015/16 ZSC Lions NLA 50 4 12 16 24 4 0 0 0 4
2016/17 ZSC Lions NLA 47 1 9 10 42 16 0 1 1 0
2017/18 ZSC Lions NLA 29 0 7 7 22 2 0 0 0 4
NLA gesamt 937 103 300 367 1216 227 18 54 72 266

InternationalBearbeiten

Vertrat die Schweiz bei:

Jahr Team Veranstaltung Sp T V Pkt SM
1995 Schweiz U18-EM 5 0 1 1 10
1996 Schweiz U20-WM 5 1 0 1 40
1997 Schweiz U20-WM 6 0 2 2 10
1998 Schweiz WM 9 1 0 1 6
1999 Schweiz WM 6 1 1 2 8
2000 Schweiz WM 7 0 0 0 8
2001 Schweiz WM 6 0 3 3 6
2002 Schweiz Olympia 4 0 1 1 4
2002 Schweiz WM 6 0 0 0 6
2003 Schweiz WM 7 1 3 4 8
2004 Schweiz WM 7 0 2 2 2
2005 Schweiz WM 7 0 0 0 8
2006 Schweiz Olympia 3 0 1 1 4
2006 Schweiz WM 5 0 0 0 0
2008 Schweiz WM 4 0 0 0 0
2009 Schweiz WM 6 1 1 2 4
2010 Schweiz Olympia 5 0 2 2 4
2010 Schweiz WM 7 0 2 2 6
2011 Schweiz WM 5 0 1 1 4
2012 Schweiz WM 7 0 0 0 0
2013 Schweiz WM 10 0 2 2 6
2014 Schweiz Olympia 4 0 0 0 0
2014 Schweiz WM 7 0 2 2 2
Junioren gesamt 16 1 3 4 60
Herren gesamt 122 4 21 25 86

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. vgl. SRF, einige Eishockeydatenbanken geben Ermatingen als Geburtsort an (z. B. Eliteprospects), dabei handelt es sich aber um den Heimatort, vgl. Steckbrief Swiss Olympic Team
  2. http://www.bote.ch/sport/eishockey/nla/seger-mit-titel-in-den-ruhestand;art2057,1091435
  3. a b c Urs Keel: Eishockey-Stars 2012, ZSC Lions. 2011, S. 23.
  4. Simon Graf, Urs Keel: Eishockey-Stars 2013, ZSC Lions. 2012, S. 23.
  5. https://www.aargauerzeitung.ch/sport/abschied-mit-dem-meistertitel-die-triumphale-derniere-von-zsc-saurier-mathias-seger-132490330
  6. Fabian Sangines: Seger wird Assistent von Trainer Del Curto. In: bazonline.ch. 21. Januar 2019, abgerufen am 12. Februar 2019.
  7. Spielerstatistik, absolvierte Länderspiele (PDF; 1,2 MB)