Hauptmenü öffnen

Massing

Markt im Landkreis Rottal-Inn in Bayern, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Massing
Massing
Deutschlandkarte, Position des Marktes Massing hervorgehoben

Koordinaten: 48° 23′ N, 12° 37′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Verwaltungs­gemeinschaft: Massing
Höhe: 428 m ü. NHN
Fläche: 36,09 km2
Einwohner: 4047 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 112 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84323
Vorwahl: 08724
Kfz-Kennzeichen: PAN, EG, GRI, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 133
Marktgliederung: 75 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 20
84323 Massing
Website: www.massing.de
Bürgermeister: Josef Auer
Lage des Marktes Massing im Landkreis Rottal-Inn
GeratskirchenZeilarnWurmannsquickWittibreutUnterdietfurtTrifternTann (Niederbayern)Stubenberg (Niederbayern)Simbach am InnSchönau (Rottal)Roßbach (Niederbayern)Rimbach (Landkreis Rottal-Inn)ReutPostmünsterPfarrkirchenMitterskirchenMassingMalgersdorfKirchdorf am Inn (Landkreis Rottal-Inn)Julbach (Inntal)JohanniskirchenHebertsfeldenGangkofenFalkenberg (Niederbayern)EringEgglhamEggenfeldenDietersburgBad BirnbachBayerbach (Rottal-Inn)ArnstorfLandkreis LandshutLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis DeggendorfLandkreis PassauLandkreis AltöttingLandkreis Mühldorf am InnÖsterreichKarte
Über dieses Bild
Der Marktplatz von Massing

Massing ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Massing.

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Massing liegt in der Region Landshut im Tal der Rott unweit der B 388 sowie direkt an der Bahnstrecke Passau–Neumarkt-Sankt Veit. Massing befindet sich etwa 13 km westlich von Eggenfelden, 34 km südlich von Dingolfing, 26 km südöstlich von Vilsbiburg, 24 km nordöstlich von Mühldorf sowie 26 km nördlich von Altötting.

GemeindegliederungBearbeiten

Massing hat 75 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Massing, Staudach, Wolfsegg und Oberdietfurt.

 
Markt Massing nach einem Stich von Michael Wening von 1721

GeschichteBearbeiten

Bis zum 19. JahrhundertBearbeiten

Im Jahr 773 wird „Mosevogel am Fluße Rott“ erstmals urkundlich erwähnt und gilt als ältester Ort im oberen Rottal. Im Salzburger Urkundenbuch von 910 wird in Massing eine Kirche erwähnt. 1307 ging der Edelsitz Massing von der Familie derer zu Baumgarten an das Kloster Aldersbach über. Vor 1350 erhielt Massing Marktrechte, die nach einem Brand 1381 noch erweitert wurden. Die herzogliche Pflege Massing wurde im 15. Jahrhundert dem Gericht Gangkofen einverleibt. Massing besaß ein Marktgericht mit magistratischen Eigenrechten. Der Ort gehörte seit 1590 zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Vilsbiburg des späteren Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. 1855 wurde Massing, vorher eine Expositur von Oberdietfurt, zur selbstständigen Pfarrei erhoben.

Im heutigen Ortsgebiet von Massing befanden sich die Niederungsburgen Schloss Massing, Schloss Wolfsegg und Schloss Schernegg.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. April 1971 erfolgte die Gemeindezusammenlegung von Massing und Wolfsegg, am 1. Januar 1972 die Eingliederung der südlichen Teile der Gemeinde Malling.[3] Am 1. Mai 1978 kam noch die Gemeinde Staudach zur Gemeinde Massing.[4]

PolitikBearbeiten

Gemeinderat und BürgermeisterBearbeiten

Der Marktgemeinderat von Massing besteht aus 16 Gemeinderäten und dem Ersten Bürgermeister. Die Gemeinderatswahl am 16. März 2014 hatte folgendes Ergebnis:[5]

 
Das Rathaus von Massing
Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CSU 27,1 % 4
SPD 14,5 % 2
Freie Wählergemeinschaft 31,6 % 5
Wählergemeinschaft Gemeindewohl 17,4 % 3
Unabhängige Wählergemeinschaft 09,4 % 2
Wahlbeteiligung: 55,2 %

Bürgermeister ist Josef Auer (Freie Wählergemeinschaft). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Lothar Müller (Unabhängige Wählergemeinschaft/Freie). Er wurde bei der Kommunalwahl im März 2014 mit 89,5 % der gültigen Stimmen zum zweiten Mal wiedergewählt.

WappenBearbeiten

Blasonierung: In Blau drei deichselförmig gestellte, zusammenhängende goldene heraldische Lilien.[6]

 
Marktplatz Massing (2014)

Größere ansässige UnternehmenBearbeiten

  • STELA Laxhuber GmbH (Agrartrockner)
  • Haas Fertigbau GmbH
  • Haberl Bauunternehmen GmbH
  • Laumer Bautechnik GmbH
  • Rembeck KG (Betonwerk und Bauunternehmen)
  • AutomationsRobotic GmbH (Anlagenbau)
  • Geflügelschlachterei Gross GmbH
 
Pfarrkirche St. Stephan

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Freilichtmuseum Massing: Anlass für die Museumsgründung war der drohende Verfall eines Wohnstallhauses in Schusteröd. Der Markt kaufte 1965 das Baudenkmal und ein Grundstück als Museumsgelände. 1965/1966 erfolgte der Abbau. In der Wiederaufbauphase wurden ein Stadel und ein Getreidekasten hinzugekauft. Die feierliche Einweihung erfolgte im Juni 1969. Heilmeierhof, Kochhof und Marxensölde folgten.
  • Pfarrkirche St. Stephanus, Backsteinbau des 15. Jahrhunderts, 1869 bis 1877 neugotisch umgestaltet, mit neugotischer Ausstattung
  • Marktplatz, im 13. Jahrhundert in typisch wittelsbachischer Rechteckform angelegt, mit neuromanischer Marktkapelle von 1839
  • Nebenkirche Mariä Heimsuchung im Ortsteil Anzenberg, ursprünglich gotisch, barockisiert und mit einem Altar von Wenzeslaus Jorhan ausgestattet
Ehemalige Sehenswürdigkeiten
  • Berta-Hummel-Museum: Ausstellung zu Leben und Werk der Ordensschwester Maria Innocentia Hummel, nach deren Entwürfen die Hummel-Figuren geschaffen wurden. Regelmäßig wurden auch Werke anderer Künstler gezeigt. Das Museum wurde zum 22. Juli 2019 geschlossen.[7]

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Alois Ehrlich (* 20. September 1868 Massing, † 21. Juni 1945 Bamberg), Kunstschreiner, Karmelitenangehöriger
  • Schwester Maria Innocentia Hummel (1909–1946), Ordensschwester, Zeichnerin und Malerin

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Markt Massing in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. Januar 2018.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 455.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 629.
  5. Bayrisches Landesamt für Statistik – Ergebnisse der Gemeinderatswahlen 2014, abgerufen am 26. September 2019
  6. Haus der Bayerischen Geschichte - Bayerns Gemeinden. Abgerufen am 14. Februar 2019.
  7. Alfred Hummel: Ausverkauf im Hummelmuseum. In: www.hummelmuseum.de. Abgerufen am 23. Juli 2019.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Massing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien