Hauptmenü öffnen

Massaker von Oradour

Kriegsverbrechen an der Bevölkerung des französischen Dorfes Oradour-sur-Glane
Französische Wohltätigkeitsmarke anlässlich des 1. Jahrestages der Zerstörung von Oradour-sur-Glane (1945)

Das Massaker von Oradour am 10. Juni 1944 war ein durch die Waffen-SS verübtes Kriegsverbrechen an der Bevölkerung des französischen Dorfes Oradour-sur-Glane.

Nahezu alle Einwohner wurden dabei ermordet, es gab nur 36 Überlebende. Das Dorf wurde völlig zerstört. Bei dem Massaker von Oradour-sur-Glane handelte es sich mit 642 Opfern um das zahlenmäßig größte Massaker in Westeuropa.[1]

Historischer HintergrundBearbeiten

Unmittelbar nach der Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 erhielt die in Südwestfrankreich stationierte 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“ unter SS-Gruppenführer Heinz Lammerding den Marschbefehl zur Invasionsfront nach Norden.

Zur gleichen Zeit erhoben sich die Partisanen im Limousin, um die Invasion zu unterstützen und den Nachschub von deutschen Truppen an die Invasionsfront zu verhindern. Dabei gelang den Partisanen der kommunistisch beherrschten FTP, die nichts von der heranrückenden SS-Division wusste, am 7. und 8. Juni 1944 ein großer Erfolg. Sie schafften es, Tulle, den Hauptort des Départements Corrèze, einzunehmen, in dem mehrere hundert deutsche Soldaten stationiert waren. Bei den vorangegangenen Kämpfen hatten die deutschen Verteidiger dabei am Nachmittag des 7. Juni am Bahnhof – möglicherweise versehentlich – 18 unbewaffnete Bahnwächter erschossen, die im Auftrag der deutschen Besatzungsmacht tätig waren und weiße Armbinden trugen.[2] Bei der Eroberung von Tulle verloren die Deutschen 122 Soldaten – Tote, Verwundete und Vermisste. Die Leichen der Toten wurden nach Einschätzung des Militärhistorikers Peter Lieb, unter Berufung auf einen Bericht des Präfekten des Départements Corrèze Trouille, teilweise geschändet.[3] Als Einheiten der Division „Das Reich“ am Abend des 8. Juni mit überlegenen Kräften Tulle erreichten, flohen die Partisanen aus der Stadt. Am nächsten Tag übte die SS-Division „Das Reich“ massive Vergeltung für den militärischen Erfolg des französischen Widerstandes. Als Racheaktion erhängten Soldaten der Panzerdivision am 9. Juni 1944 in Tulle 99 willkürlich aus der Einwohnerschaft zusammengesuchte Geiseln.[4][5] Dieses Massaker von Tulle, das dem Massaker von Oradour vorausging, kann man nach Meinung Liebs noch in gewisser Weise als Kriegsrepressalie ansehen, wenn auch seiner Meinung nach die deutschen Reaktionen übertrieben und zum Teil völkerrechtswidrig waren.[1] Das trifft für das einen Tag später begangene Massaker in Oradour nicht zu, das eindeutig als Kriegsverbrechen einzustufen sei.

VerlaufBearbeiten

Am 10. Juni umstellten kurz nach 14 Uhr rund 150 Soldaten der 3. Kompanie des zur 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“ gehörenden SS Panzergrenadier-Regiments 4 „Der Führer“ das 22 Kilometer nordwestlich von Limoges gelegene Dorf Oradour-sur-Glane. Die Dorfbewohner wurden zunächst auf dem Marktplatz zusammengetrieben und dann, nach über einer Stunde, von der SS in Männer sowie Frauen und Kinder aufgeteilt.[6] Der Chef der 3. Kompanie, Otto Kahn, sagte nach dem Krieg in einem Dortmunder Gerichtsverfahren aus: „Diekmann eröffnete mir, dass als Befehl die Niederbrennung und Vernichtung des Dorfes Oradour eingegangen sei, was ich auszuführen hätte.“

Die über 400 Frauen und Kinder wurden in der kleinen Kirche eingepfercht. Nach etwa eineinhalb Stunden zündeten SS-Leute eine in einer Kiste vor dem Altar befindliche Rauchbombe mit Stickgasen, was beißenden Qualm und Panik erzeugte. Als die Fenster der Kirche barsten, wurden die Eingeschlossenen beschossen und mit Handgranaten beworfen. Auch Fluchtversuche wurden durch heftigen Beschuss verhindert. Schließlich wurde Feuer in der Kirche gelegt; der hölzerne Dachstuhl des Kirchturms ging in Flammen auf und schlug schließlich durch das Dach des Kirchenschiffs auf die eingeschlossene Menge. Allein der 47-jährigen Bäuerin Marguerite Rouffanche gelang durch ein Fenster die Flucht in ein nahegelegenes Erbsenbeet, in dem sie, durch fünf Schüsse einer Maschinengewehrsalve schwer verletzt, bis zum nächsten Tag ausharrte und so überlebte. Ihr Augenzeugenbericht ist der einzige der Tat aus Opferperspektive; er wurde bei der Verhandlung vor dem Militärgericht in Bordeaux 1953 von mehreren SS-Angehörigen bestätigt. Nachdem die verletzte Rouffanche zunächst im Krankenhaus von Pierre Povetin, einem Mitglied der Résistance-Vereinigung MUR, befragt worden war, nahm am 13. Juni der Präfekt von Limoges eine Zeugenaussage auf, deren Zusammenfassung er an die Deutsche Waffenstillstandskommission in Wiesbaden schickte, eine reichsdeutsche Behörde für strittige Angelegenheiten zwischen Vichy-Frankreich und Deutschland, die mit dem deutsch-französischen Waffenstillstand von 1940 gegründet worden war.[7][8][9]

Währenddessen waren die verbliebenen über 200 Männer und älteren Jungen in Garagen und Scheunen festgesetzt worden. Auf einen Signalschuss hin eröffneten die Soldaten gleichzeitig das Feuer zu ihrer Liquidation. Anschließend wurden die Leichenberge ohne Rücksicht auf verletzte Überlebende mit Hilfe von Stroh angezündet. Nur fünf Männern gelang rechtzeitig die Flucht; auch sie wurden teilweise schwer verletzt.[7][8][9]

Insgesamt starben 642 Menschen in Oradour, von denen später lediglich 52 identifiziert werden konnten. Unter den Toten befanden sich 207 Kinder und 254 Frauen. 36 Menschen überlebten das Massaker,[10] darunter

Mme Taillandier (aus Paris, seit 10 Jahren dort wohnhaft)
Martial Beaubreuil und sein Bruder
Armand Senon
Hubert Desourteaux
die 3 Kinder Pinède
Roger Godfrin (acht Jahre alt)
Marguerite Rouffanche
und Robert Hébras, der sich nach diesem Erlebnis dem Widerstand anschloss und nach dem Krieg als Buchautor hervortrat. Er wurde bekannt für seine Bemühungen um die Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland. Hébras wurde vielfach geehrt; unter anderem wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.

StrafverfolgungBearbeiten

 
25-Pfennig-Sondermarke „Gedenkstätte Oradour sur Glane“ der DDR-Post 1966 mit dem Mahnmal von Oradour (Serie Internationale Mahn- und Gedenkstätten)

Auch wenn in revisionistischen Darstellungen, wie u. a. der Erinnerungsliteratur von ehemaligen SS-Angehörigen, gelegentlich versucht wurde, das Massaker von Oradour-sur-Glane möglicherweise als Kriegsrepressalie juristisch und moralisch zu rechtfertigen, handelte es sich laut Peter Lieb um ein eindeutiges Verbrechen.

Auf Seiten der deutschen Besatzer und des Vichy-Regimes wurde das Vorgehen der SS-Division vereinzelt kritisiert, es wurde allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg eine gerichtliche Verfolgung der an dem Massaker Beteiligten eingeleitet. 1953 konnten nur noch 65 Täter angeklagt werden, der Rest war entweder im weiteren Verlauf des Zweiten Weltkrieges gefallen oder konnte nicht mehr festgestellt werden. Am 13. Februar 1953 verurteilte ein Militärtribunal in Bordeaux 21 im Prozess anwesende SS-Soldaten, darunter 14 Elsässer. Da das französische Parlament ein Gesetz verabschiedete, das die gemeinsame Anklage von Franzosen und Deutschen verbot, wurden die Urteile für die beiden Gruppen getrennt verkündet. Ein Deutscher und ein Elsässer, der freiwillig in die Waffen-SS eingetreten war, wurden zum Tode, 18 Angeklagte zu Strafen zwischen acht und zwölf Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Ein Angeklagter wurde freigesprochen.[11] Das Urteil sorgte im Elsass für Unruhen, sodass das französische Parlament ein Amnestiegesetz erließ. Die Urteile gegen die Elsässer wurden dadurch aufgehoben. Die Urteile gegen die Deutschen wurden in Haftstrafen umgewandelt und die Verurteilten kurz darauf entlassen. Die beiden Todesstrafen wurden nach einiger Zeit in lebenslange Haftstrafen umgewandelt; 1959 wurden auch diese Täter aus der Haft entlassen.

Die Bundesrepublik Deutschland zog niemanden wegen des Massakers strafrechtlich zur Verantwortung. Weder wurden Beschuldigte zum Prozess nach Frankreich überstellt, da laut der damals gültigen Fassung des Grundgesetzes kein Deutscher an das Ausland ausgeliefert werden durfte, noch kam es in der Bundesrepublik zu einer Verurteilung. Es gab zwar eine Reihe von Ermittlungsverfahren, die aber sämtlich nicht zur Anklageerhebung führten. Die Begründung zur Einstellung der Verfahren stützte sich auf die umfänglichen Ermittlungsergebnisse der zuständigen Staatsanwaltschaft in Dortmund, wonach der damalige Bataillonskommandeur, SS-Sturmbannführer Adolf Diekmann, die alleinige Verantwortung trage.

Mitte der 1970er Jahre spürte die Staatssicherheit – in der DDR verantwortlich für die Ermittlung von NS-Verbrechen – Heinz Barth auf. Zunächst wurde gegen ihn nur wegen seiner Beteiligung an Erschießungen in der ehemaligen Tschechoslowakei ermittelt; nach einigen Jahren stießen Ermittler auf seine Beteiligung am Massaker in Oradour. Barth war als SS-Obersturmführer der Führer des 1. Zuges der 3. Kompanie des Panzergrenadier-Regiments „Der Führer“ gewesen. 45 Soldaten waren ihm unterstellt, denen er u. a. den Befehl gab, 20 Männer zu erschießen, die in einer Garage eingesperrt waren. Ihm wurde 1983 vor dem Ersten Strafsenat des Stadtgerichts Berlin der Prozess gemacht. Barth wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Damit blieb er der einzige Täter, der von einem deutschen Gericht verurteilt wurde.[12] 1997 wurde er im wiedervereinten Deutschland aus dem Gefängnis entlassen. Aufgrund seiner schweren Kriegsverletzungen (er hatte ein Bein verloren) erhielt er zeitweise eine Kriegsopferrente, die ihm aber nach Protesten und der Änderung des Bundesversorgungsgesetzes (BVG) entzogen wurde. Barth starb im August 2007.

2011 begannen die Staatsanwaltschaft Dortmund und das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen Ermittlungen wegen Mordverdachts gegen sechs ehemalige Angehörige der 3. Kompanie des Panzer-Grenadier-Regiments „Der Führer“.[13] Anfang Dezember 2011 wurde auf Veranlassung der Zentralstelle für die Bearbeitung von nationalsozialistischen Massenverbrechen in Nordrhein-Westfalen eine Hausdurchsuchung in den Wohnungen von sechs mutmaßlich am Massaker von Oradour-sur-Glane Beteiligten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Brandenburg durchgeführt.[14]

Im Januar 2014 wurde von der Dortmunder Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen mutmaßlich beteiligten, 88-jährigen Kölner erhoben.[15] Das Landgericht Köln lehnte im Dezember 2014 jedoch die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den nunmehr 89-jährigen Rentner ab, weil ihm eine aktive Beteiligung an den Morden wahrscheinlich nicht mehr nachzuweisen sei.[16] Das Oberlandesgericht Köln hat mit Beschluss vom 12. Juni 2015 die Entscheidung des Landgerichts Köln bestätigt. Damit ist die Ablehnung der Eröffnung des Hauptverfahrens rechtskräftig geworden.[17]

GedenkenBearbeiten

CimetièreBearbeiten

 
Inschrift: „Grabstätte für die 642 Opfer des Massakers von Oradour-sur-Glane – Erinnere dich“
 
Das privat errichtete Denkmal am Friedhof von Oradour-sur-Glane für die Opfer des Massakers

Der Cimetière d’Oradour-sur-Glane (dt. Friedhof von Oradour-sur-Glane) liegt am nördlichen Rande des 1946 zum historischen Denkmal erklärten Ruinendorfs.

Er ist mit Ausnahme eines Gebäudes, der so genannten Maison d’Oradour, die einzige Infrastruktureinrichtung von Oradour-sur-Glane, die die Auslöschung des Ortes am 10. Juni 1944 durch die SS unbeschadet überstanden hat und noch heute ihre Funktion ausübt.

Aufgrund der vielen Besucher, die das Ruinendorf und das 1999 eröffnete Centre de la mémoire jedes Jahr zählen, ist der Friedhof dieser kleinen Gemeinde im Limousin einer der meistbesuchten in Frankreich. Er bildet meist den Abschluss der Besichtigungen des Ruinendorfes.

Unmittelbar dem Friedhof vorgelagert ist das staatliche Denkmal für die Opfer des SS-Massakers, das 26 Jahre leer gestanden hat. Wegen einer Generalamnestie für die Mörder von Oradour-sur-Glane kurze Zeit nach dem Prozess von Bordeaux 1953 hatte die Vereinigung der Opferfamilien beschlossen, aus Protest ein eigenes Denkmal für ihre ermordeten Angehörigen zu errichten und sie nicht im staatlichen Denkmal zu bestatten.

Der Friedhof von Oradour-sur-Glane beherbergt so zwei Denkmäler: ein staatliches, in dem seit 1974 Alltagsgegenstände der Opfer aus der Zeit vor dem Massaker ausgestellt werden, sowie das private, durch Spenden finanzierte Denkmal für diejenigen Überreste der Ermordeten, die aufgrund der Leichenschändungen und der Verbrennungen nicht mehr zugeordnet werden konnten: bei lediglich ca. 10 Prozent der Ermordeten gelang eine Identifizierung. Sie fanden ihre letzte Ruhestätte in den jeweiligen Familiengräbern.

Centre de la mémoireBearbeiten

Das Centre de la mémoire (Oradour-sur-Glane) wurde 1999 eröffnet.

 
Centre de la mémoire

Besuch des deutschen BundespräsidentenBearbeiten

Am 4. September 2013 besuchte Bundespräsident Joachim Gauck als erstes deutsches Staatsoberhaupt gemeinsam mit Frankreichs Staatspräsident François Hollande das Dorf im Rahmen eines Staatsbesuchs.[18][19][20] Mit einer Geste der Versöhnung gedachten die Präsidenten der Gräueltaten: Hand in Hand ließen sich Gauck und Hollande das Massaker von Robert Hébras schildern.[21]

Der Besuch wird in Frankreich in einer Linie mit der Versöhnungsgeste von Verdun gesehen, zu der sich 1984 der damalige Staatspräsident François Mitterrand und der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl trafen (siehe auch Deutsch-französische Beziehungen).

Filmische RezeptionBearbeiten

Le Vieux Fusil („Das alte Gewehr“ oder „Abschied in der Nacht“) ist ein französisch-deutscher Spielfilm von Robert Enrico aus dem Jahr 1975 mit Philippe Noiret und Romy Schneider basierend auf dem Massaker von Oradour. Für westdeutsche Kinos wurden Alternativ-Szenen gedreht, die besonders menschenverachtende Dialoge der Deutschen im französischen Original milderten und relativierten. Besonders brutale Szenen wurden entfernt. In der DDR kam der Film unzensiert in die Kinos.

GalerieBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Sarah Farmer: Martyred village. Commemorating the 1944 massacre at Oradour-sur-Glane. University Press, Berkeley, Calif. 1999, ISBN 0-520-21186-3.
  • Andrea Erkenbrecher: A Right to Irreconcilability? Oradour-sur-Glane, German-French Relations and the Limits of Reconciliation after World War II. In: Birgit Schwelling (Hrsg.): Reconciliation, Civil Society, and the Politics of Memory. Transnational Initiatives in the 20th and 21st Century. Transcript, Bielefeld 2012, ISBN 978-3-8376-1931-7, S. 167–199.
  • Andrea Erkenbrecher: Zivilgesellschaftliches Versöhnungsengagement in Oradour-sur-Glane. Blick auf ein wenig bekanntes Kapitel. In: Gegen Vergessen – Für Demokratie. Nr. 82, September 2014, S. 15–17.
  • Andrea Erkenbrecher: Oradour-sur-Glane. Ort einer späten Versöhnung. In: Corine Defrance, Ulrich Pfeil (Hrsg.): Verständigung und Versöhnung nach dem „Zivilisationsbruch“? Deutschland und Europa nach 1945. Brüssel u. a. 2016, ISBN 978-2-87574-334-3, S. 329–348.
  • Jean-Jacques Fouché: Oradour. Levi, Paris 2001, ISBN 2-86746-271-1.
  • Jean-Jacques Fouché: Oradour. La politique et la justice. Souny, Saint-Paul 2004, ISBN 2-84886-026-X.
  • Martin Graf, Florence Hervé (Hrsg.): Oradour – Geschichte eines Massakers / Histoire d’un massacre. Papyrossa-Verlag Köln 2014, ISBN 978-3-89438-554-5.
  • Henry Leide: NS-Verbrecher und Staatssicherheit. Die geheime Vergangenheitspolitik der DDR. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2005, ISBN 3-525-35018-X. (darin: Der Fall Heinz Barth. S. 131–142).
  • Peter Lieb: Konventioneller Krieg oder NS-Weltanschauungskrieg? Kriegführung und Partisanenbekämpfung in Frankreich 1943/44. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2007, ISBN 978-3-486-57992-5.
  • Ahlrich Meyer: Die deutsche Besatzung in Frankreich. Widerstandsbekämpfung und Judenverfolgung. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2000, ISBN 3-534-14966-1.
  • Ahlrich Meyer: Oradour 1944. In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Orte des Grauens – Verbrechen im Zweiten Weltkrieg. Primus, Darmstadt 2003, ISBN 3-89678-232-0, S. 176–185.
  • Claudia Moisel: Frankreich und die deutschen Kriegsverbrecher. Politik und Praxis der Strafverfolgung nach dem Zweiten Weltkrieg (= Dissertation, Universität Bochum 2002). Edition Wallstein, Göttingen 2004, ISBN 3-89244-749-7.
  • Guy Pauchou, Pierre Masfrand: Oradour-sur-Glane vision d’épouvante. Édition Lavauzelle, Limoges 1970, OCLC 804541047.
  • Guy Penaud: La „Das Reich“ 2e SS Panzer Division (= Parcours de la division en France). Éditions de La Lauze, Périgueux 2005, ISBN 2-912032-76-8.
  • Lea Rosh, Günther Schwarberg: Der letzte Tag von Oradour. Steidl, Göttingen 1997, ISBN 3-88243-092-3.
  • Herbert Taege: Wo ist Kain? Enthüllungen und Dokumente zum Komplex Tulle + Oradour. Lindhorst: Askania 1981. 389 Seiten mit 54 Illustrationen und Karten. ISBN 978-3-921730-09-6.
  • Herbert Taege: Wo ist Abel? Weitere Enthüllungen und Dokumente zum Komplex Tulle + Oradour. Lindhorst: Askania 1985. 287 Seiten mit Illustrationen und Karten. ISBN 978-3-921730-16-4.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Oradour-sur-Glane – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Peter Lieb: Konventioneller Krieg oder NS-Weltanschauungskrieg? Kriegführung und Partisanenbekämpfung in Frankreich 1943/44. München 2007, S. 368.
  2. Bruno Kartheuser: Die Erhängungen von Tulle. Der 9. Juni 1944. St. Vith/Belgien, 2004. ISBN 2-87316-020-9. S. 331 f.
  3. Peter Lieb: Konventioneller Krieg oder NS-Weltanschauungskrieg?, S. 364, Fußnote 568 und S. 365 Fußnote 571.
  4. Peter Lieb: Konventioneller Krieg oder NS-Weltanschauungskrieg? Kriegführung und Partisanenbekämpfung in Frankreich 1943/44. München 2007, S. 364.
  5. Das Massaker in der französischen Stadt Tulle 1944
  6. Sarah Bennett Farmer: Oradour-sur-Glane: Memory in a Preserved Landscape. French Historical Studies 19/1 (1995), S. 27–47, S. 29.
  7. a b Torsten Migge: Das SS-Massaker von Oradour-sur-Glane. geschichtsthemen.de, 2005, abgerufen am 17. September 2014.
  8. a b Eugen Georg Schwarz: 60 Jahre Traurigkeit. In: Focus. 7. Juni 2004, abgerufen am 17. September 2014.
  9. a b Andrea Erkenbrecher, Martin Graf: Der Tag, an dem die Zeit stehen blieb. In: Der Spiegel. 14. Juni 2014, abgerufen am 17. September 2014.
  10. Hellmuth Auerbach: Oradour-sur-Glane. In: Wolfgang Benz, Hermann Graml und Hermann Weiß (Hrsg.): Enzyklopädie des Nationalsozialismus. Klett-Cotta, Stuttgart 1997, S. 626.
  11. Prozessbericht einer Teilnehmerin, in Englisch: Hélène Jeanty Raven, Without frontiers. TB Hodder & Stoughton, London 1966, S. 185–193 = Kap. 23 (zuerst 1960)
  12. Florence Hervé, Martin Graf (Hrsg.): Oradour – Geschichte eines Massakers/Histoire d’un massacre. Köln 2014.
  13. Massaker von Oradour-sur-Glane: Ermittlungen gegen ehemalige SS-Mitglieder. In: Focus Online. 5. Dezember 2011, abgerufen am 5. September 2013.
  14. Razzia bei mutmaßlichen deutschen Kriegsverbrechern (Memento vom 6. Dezember 2011 im Internet Archive). In: tagesschau.de. 5. Dezember 2011, abgerufen am 10. Januar 2012.
  15. Pressemitteilung des Landgerichts Köln (Memento des Originals vom 11. Januar 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lg-koeln.nrw.de (PDF) vom 8. Januar 2014.
  16. Ablehnungsbeschluss des Landgerichts Köln@1@2Vorlage:Toter Link/www.lg-koeln.nrw.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF) vom 9. Dezember 2014.
  17. Vgl. zum Kontext: Andrea Erkenbrecher: Oradour-sur-Glane. Zum 70. Jahrestag. In: Gegen Vergessen. Für Demokratie e.V. gegen-vergessen.de
  18. Florian Gathmann: Der anstrengende Gast. In: Spiegel Online. 4. September 2013.
  19. Daniel Friedrich Stumm: „Ich beuge mein Haupt vor euren Opfern“ In: Die Welt, 4. September 2013.
  20. Davor war Gauck bereits nach weiteren Orten mit von Deutschen verantworteten Massakern gereist: Sant’Anna di Stazzema (Toskana), Lidice (Tschechien), Breda (Niederlande).
  21. Gedenken an SS-Verbrechen: Gauck in Oradour Hand in Hand mit Hollande. In: Spiegel Online. 4. September 2013.
  22. Fahrzeug des Dr. Emile Desourteaux. Gemäß Sarah Farmer in Martyred Village (siehe Literatur) sei sein Fahrzeug jedoch einige Tage nach dem Massaker auf dessen Grundstück gestellt worden und das aktuell dort stehende Fahrzeug sei das Auto des Weinhändlers.

Koordinaten: 45° 55′ 40,8″ N, 1° 2′ 27,6″ O