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Mary Julia Wade

Paläontologin und Geologin

Mary Julia Wade (* 1. Februar 1928 in Adelaide; † 14. September 2005 in Charters Towers) war eine australische Paläontologin.

Wade wuchs auf dem Land auf und studierte ab 1947 an der University of Adelaide mit dem Bachelor-Abschluss 1954 in Geologie und der Promotion 1959 bei Martin Glaessner über tertiäre Foraminiferen aus Südaustralien. Sie blieb bis 1971 an der Universität und arbeitete dort mit Martin Glaessner über die Ediacara-Fauna (zum Beispiel Erstbeschreibung von Kimberella). Sie war dort zuletzt Senior Demonstrator in Geologie, hatte aber keine weiteren Aufstiegschancen. 1971 bis zu ihrer Pensionierung 1993 war sie am Queensland Museum in Brisbane, zunächst als Kuratorin für Geologie (später Senior Curator) und ab 1980 als stellvertretende Direktorin (Deputy Director). Dort befasste sie sich vor allem mit frühen Nautiloiden aus dem Ordovizium, für die sie eine morphologische Terminologie schuf, und mit Dinosaurier-Überresten (zum Beispiel zahlreiche Fußspuren) in der Region Winton (Queensland) (Lark Quarry in den Tully Ranges südwestlich von Winton). Der Fundort, den sie mit Tony Thulborn erforschte, kam in die Nationalerbe-Liste Australiens.

In den 1980er Jahren fand sie in der Gegend von Hughenden den zweiten bekannten Schädel des Muttaburrasaurus, Exemplare des Pliosauriers Kronosaurus, weitere Reste des zuerst in den 1920er Jahren entdeckten jurassischen Sauropoden Rhoetosaurus und ein vollständiges Skelett eines Pliosauriers. Außerdem untersuchte sie kreidezeitliche Mollusken aus dem damaligen Inlandsmeer des Great Artesian Basin.

Sie fand große Ähnlichkeiten von Nautiloiden aus dem Kambrium in Nordchina und Nordwest-Queensland, die sich von anderen Nautiloiden weltweit deutlich unterschieden.

Nach ihrer Pensionierung zog sie nach West-Queensland und beteiligte sich an der Entwicklung von Zentren von Fossilien- und Dinosaurier-Tourismus in Richmond und Winton.

1994 erhielt sie die Queensland Museum Medal.

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