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Martina Havenith-Newen (* 13. April 1963 in Mechernich)[1] ist eine deutsche Physikerin und Hochschullehrerin. Sie ist Professorin für Physikalische Chemie an der Ruhr-Universität Bochum sowie Direktorin des Zentrums für Spektroskopie und Simulation solvens-gesteuerter Prozesse.

Leben und WerkBearbeiten

Havenith-Newen studierte von 1981 bis 1987 Physik und Mathematik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und erhielt 1987 das Diplom in Physik. Von 1987 bis 1988 arbeitete sie während eines Forschungsauftenhaltes am Department of Chemistry der University of California in Berkeley. 1989 und 1991 hatte sie Forschungsaufenthalte in der Abteilung für Molekül- und Laserphysik an der Radboud-Universität Nijmegen. 1990 promovierte sie in Physik und war bis 1998 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Angewandte Physik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 1997 habilitierte sie in Physik und erhielt 1998 einen Ruf auf den Lehrstuhl für Physikalische Chemie II an der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2011 ist sie Direktorin des Zentrums für Spektroskopie und Simulation solvens-gesteuerter Prozesse und seit 2012 Sprecherin des Exzellenzclusters EXC 1069 Ruhr Explores Solvation (RESOLV). Sie ist mit dem in Bochum lehrenden Philosophen Albert Newen verheiratet.

Gremientätigkeiten und Funktionen (Auswahl)Bearbeiten

  • 2007–2010: Vice President of the Board Atomic, Molecular & Optical Physics Division of the European Physical Society
  • 2009–2014: Mitglied im Senats- und Bewilligungsausschuss für die Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft
  • 2010–2011: Sekretarin der Klasse für Naturwissenschaften und Medizin der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
  • 2010–2013: Mitglied des Vorstandes der Deutschen Physikalischen Gesellschaft
  • Seit 2011: Mitglied des Österreichischen Wissenschaftsrates
  • Seit 2017: Mitglied des Hochschulrates der Universität Kassel

AuszeichnungenBearbeiten

  • 1984–1990: Förderung durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes
  • 1995–1998: Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 1995: Bennigsen-Foerder-Preis des Landes Nordrhein-Westfalen (Preis für Nachwuchswissenschaftler)
  • 1998: Heisenbergstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft
  • seit 2002: Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
  • 2003: Visiting Fellow Exeter College, Oxford University
  • 2004: Human Frontiers Science Program Award
  • 2007: Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina
  • 2008: Erfinderpreis 2007 der rubitec GmbH
  • 2014: Visiting Miller Research Professorship, UC Berkeley, verbunden mit dem Gabor A. und Judith K. Somorjai Visiting Miller Professorship Award
  • 2016: Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC)
  • 2016: Sophie La Roche-Preis 2016 des Deutschen Akademikerinnen Bundes
  • 2016: Conseils Solvay Lecturer on the occasion of the 24th Solvay Conference on Chemistry-Catalysis in Chemistry and Biology, Brüssel
  • 2017: Universitätsallianz-Ruhr Professur
  • seit 2017: Mitglied der Academia Europaea

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Havenith-Newen, Martina. In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online. De Gruyter. Abgerufen am 8. August 2019.