Hauptmenü öffnen

Martin Schenck

deutscher Biochemiker und Hochschullehrer an der Universität Leipzig

Martin Adolf Friedrich Schenck (* 4. März 1876 in Siegen; † 23. Juni 1960 in Leipzig) war ein deutscher Biochemiker und Hochschullehrer an der Universität Leipzig.

Schenck studierte von 1896 bis 1900 Medizin an den Universitäten Würzburg und Leipzig sowie von 1905 bis 1907 Chemie an der Universität Marburg. Während seines Studiums wurde er Mitglied des Akademischen Gesangvereins Würzburg im Sondershäuser Verband.[1] 1903 erfolgte die Promotion zum Dr. med. an der Universität Würzburg, 1907 die Promotion zum Dr. phil. an der Universität Marburg. Seit 1906 arbeitete er als Assistent am Pharmazeutisch-Chemischen Institut. 1912 folgte die Habilitation an der Universität Marburg. Von 1912 bis 1917 war er Privatdozent für Physiologische Chemie (Biochemie) an der Universität Marburg, 1917 wurde er zum Professor ernannt. Von 1922 bis 1923 war er planmäßiger außerordentlicher Professor für Physiologische Chemie an der Tierärztlichen Hochschule Dresden, nach der Verlegung 1923 bis 1945 planmäßiger außerordentlicher Professor für Physiologische Chemie an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Im November 1933 unterzeichnete er das Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler. Er war NSDAP-Mitglied und wurde deswegen 1945 entlassen.

Von 1952 bis zu seiner Emeritierung 1955 war er wieder Professor mit vollem Lehrauftrag für Physiologische Chemie an der Universität Leipzig. Er wurde als Hervorragender Wissenschaftler des Volkes geehrt.[2]

Sein Spezialgebiet waren die Gallensäuren.

SchriftenBearbeiten

  • Grundriss der physiologischen Chemie für Veterinärmediziner, Humanmediziner und Biologen, Jena 1953 (8. Aufl. Jena 1990)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Otto Grübel, Sondershäuser Verband Deutscher Studenten-Gesangvereine (SV): Kartelladreßbuch. Stand vom 1. März 1914. München 1914, S. 52.
  2. Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich, Frankfurt am Main 2007, S. 531.