Martin Rutter

österreichischer Lehrer und Politiker (TS)

Martin Rutter (* 5. Jänner 1983 in Klagenfurt am Wörthersee) ist ein österreichischer Politiker (BZÖ, zuvor Team Kärnten bzw. Team Stronach und Grüne) und Unternehmer. Er war von 2013 bis 2018 Abgeordneter zum Kärntner Landtag.

LebenBearbeiten

Rutter legte 2002 die Matura am Bundesoberstufenrealgymnasium Klagenfurt und begann 2003 ein Studium der Medien und Kommunikationswissenschaften an der Universität Klagenfurt. Seit 2006 ist er selbständiger Unternehmer und seit 2013 Vertriebsunternehmer im Telekommunikationsbereich in Klagenfurt und Graz. Er war politisch ab 2009 als stellvertretender Obmann der Grünen Klagenfurt aktiv und wurde 2010 Bezirksobmann der Grünen Klagenfurt Land. 2012 wechselte Rutter in das Team Stronach Kärnten und kandidierte auf dem zweiten Platz im Wahlkreis Klagenfurt. Nach der gesundheitsbedingten Mandatsniederlegung von Alois Dolinar wurde Rutter am 18. Juli 2013 als dessen Nachfolger im Landtag angelobt.

Am Ulrichsbergtreffen 2017 hielt Martin Rutter in der Funktion als Kärntner Landtagsabgeordnete nach Ende der offiziellen Veranstaltung eine Rede zum Thema "Migrationslüge" (Titel: Abwehrkampf gegen die Migration und Migrationslüge).[1] Zuvor hatte seine offiziell angekündigte Rolle als Redner am Treffen zu Kontroversen in der mittlerweile in Team Kärnten umbenannten Partei geführt.[2][3] Ende September 2017 wurde er von Parteiobmann Gerhard Köfer aufgrund dieses Auftritts und wegen zuvor in den sozialen Medien verbreiteter rechtsextremer Verschwörungstheorien aus der Partei ausgeschlossen.[4][5] Im Oktober 2017 kündigte er an, eine eigene Partei mit dem Namen Alternative für Kärnten gründen zu wollen, um damit bei der Landtagswahl in Kärnten 2018 anzutreten.[6] Dazu kam es jedoch nicht; in weiterer Folge trat Rutter bei der vorgezogenen Nationalratswahl in Österreich 2019 als Spitzenkandidat für das nur mehr in Kärnten kandidierende BZÖ an.[7] Die Partei erreichte bundesweit deutlich unter 0,1 % (innerhalb Kärntens 0,2 %).[8]

Rutter ist weiterhin als politischer Aktivist (jedoch ohne klar deklarierte Parteizugehörigkeit) aktiv. Er äußert sich als Kritiker der „Mainstream-Medien“ und Kämpfer gegen eine Impfpflicht, den Ausbau des 5G-Mobilfunkstandards und ähnliche, einschlägig häufig diskutierte Bedrohungen. In diesem Kontext trat er während der COVID-19-Pandemie in Österreich als Organisator von Demonstrationen „gegen die Corona-Diktatur“ in Erscheinung.[9]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ulrichsbergtreffen 2017:Martin Rutter, Abwehrkampf gegen Migration und Migrationslüge (Rede). Abgerufen am 3. September 2019.
  2. http://kaernten.orf.at/news/stories/2869606/, ORF, 1. Oktober 2017
  3. https://kaernten.orf.at/news/stories/2868859/, ORF, 28. September 2017
  4. orf.at: Martin Rutter aus Team Kärnten ausgeschlossen. Artikel vom 28. September 2017, abgerufen am 28. September 2017.
  5. "Rechter Rand": Team Kärnten schließt Martin Rutter aus. 28. September 2017, abgerufen am 6. September 2019.
  6. Kurier: Polit-Rebellen gründen AfD-Pendant. Artikel vom 11. Oktober 2017, abgerufen am 11. Oktober 2017.
  7. Politik: BZÖ tritt als „Allianz der Patrioten“ an. 28. August 2019, abgerufen am 6. September 2019.
  8. Offizielle Wahlergebnisse des Innenministeriums. Abgerufen am 1. Oktober 2019.
  9. Autocorso: Demonstranten protestieren wieder gegen "Corona-Diktatur". In: kleinezeitung.at. 17. Mai 2020, abgerufen am 17. Mai 2020.

WeblinksBearbeiten