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Martigues ist eine südfranzösische Gemeinde und Hafenstadt. Auf einer Grundfläche von 7.144 Hektar leben 48.783 Einwohner (Stand 1. Januar 2016). Martigues ist damit die viertgrößte Gemeinde des Département Bouches-du-Rhône. Die Einwohner nennen sich Martégaux.

Martigues
Wappen von Martigues
Martigues (Frankreich)
Martigues
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Bouches-du-Rhône
Arrondissement Istres
Kanton Martigues
Gemeindeverband Métropole d’Aix-Marseille-Provence
Koordinaten 43° 24′ N, 5° 3′ OKoordinaten: 43° 24′ N, 5° 3′ O
Höhe 0–187 m
Fläche 71,44 km2
Einwohner 48.783 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 683 Einw./km2
Postleitzahl 13500
INSEE-Code
Website www.mairie-martigues.fr

Hafen in Martigues

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde liegt etwa 30 km westlich von Marseille, auf einem schmalen Landstreifen zwischen dem Golfe du Fos und dem Étang de Berre. Der Canal de Caronte, die Verbindung des Étang de Berre mit dem Mittelmeer, zerschneidet die Gemeinde in zwei Teile. Martigues ist eine Stadt des Wassers und wird in Südfrankreich auch das Venedig der Provence genannt.

 
Luftansicht auf Martigues

GeschichteBearbeiten

In der Antike hieß die Stadt an dieser Stelle Maritima.

Der Ort Martigues entstand 1581 aus den drei Orten L’Isle (alter Ortskern), Jonquières und Ferrières.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts partizipierte die Stadt an der von Charles de Gaulle geförderten Industrialisierung des Gebietes östlich der Rhône-Mündung (Fos-sur-Mer). Sie zeichnet sich durch ihre modernistische Wohnhausarchitektur aus.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016
Einwohner 21.515 27.945 38.373 42.037 42.678 43.497 46.318 48.783
Quellen: Cassini und INSEE

WappenBearbeiten

Wappenbeschreibung: In Rot ein silberner gemauerter Zinnenturm mit zwei offenen Fenstern und einem Torbogen von je einem pfahlgestellten silbernen Schlüssel mit Kreuzeinschnitt im nach außen zeigenden Bart und einer Vierpassreite begleitet.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • L'isle, von Kanälen durchzogener historischer Stadtkern mit
    • dem Quai Brescon, im Volksmund als miroir des oiseaux benannt: Dieses ehemalige Fischerviertel dehnte sich bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts in Richtung des Ètang de Berre hin, bis zur Pointe du Brescon. Im Zuge der Ufernivellierungen des neuen Gallifet-Kanals, durch den nun auch große Schiffe Martigues durchqueren konnten, wurden große Teile des Viertels zerstört. Selbst die imposante Pont du Roi, die die Insel mit dem Jonquière-Viertel verband, musste 1929 einer Drehbrücke weichen, die 1969 durch eine Hubbrücke (Pont levant) ersetzt wurde. Die unregelmäßige Form des Meeresarms, die Ausrichtung der farbigen, unterschiedlich hohen Fischerhäuser und der Kontrast zwischen den Ufern hat dieser sehenswerten Lage den Namen la petite Venise ("Klein-Venedig") eingebracht und ist ein bevorzugtes Objekt von Malern.
    • dem Denkmal für Henri Fabre, den Erfinder des Wasserflugzeugs
    • Sainte Marie-Madelaine, Barockkirche aus dem 17. Jahrhundert
  • Saint Genest, Barockkirche im südlichen Stadtteil Jonquière
  • Fort du Bouc, Festung am Canal de Caronte aus dem 13. Jahrhundert (1840 erneuert), gegenüber Port-de-Bouc
  • Galerie de l'histoire, Historisches Museum mit Exponaten von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart, Rond point de l’Hôtel de Ville, Nähe Touristinformation
  • Musée Ziem, Kunstmuseum mit Werken von Félix Ziem, Raoul Dufy und anderen, Boulevard du 14 juillet
  • Cap Couronne, felsige Uferlandschaft mit Leuchtturm und Ortslage im Süden von Martigues
  • Ortslage von Carro

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Martigues – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien