Hauptmenü öffnen

Marktbreit

Gemeinde im Landkreis Kitzingen in Deutschland

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Die Stadt liegt an der südlichsten Stelle des Maindreiecks am linken Ufer des Mains.

StadtgliederungBearbeiten

Die zwei Ortsteile der Gemeinde[2]:

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Marktsteft, Obernbreit, Martinsheim, Oberickelsheim, Ochsenfurt, Frickenhausen am Main und Segnitz.

Naturräumliche LageBearbeiten

Die Stadt Marktbreit und ihr Ortsteil haben Anteile an zwei Naturräumen. Marktbreit liegt größtenteils im Ifftalbereich mit seinen steilen Tälern am Mainzufluss Breitbach. Gnodstadt hat Anteil an der höhergelegenen Ochsenfurt-Uffenheimer Gäufläche mit vielen flachen Ebenen.

KlimaBearbeiten

 
Hochwassermarken am Rathaus von Marktbreit. Höchststand 1784.

Das Maindreieck zählt mit zu den wärmsten und trockensten Regionen Frankens. Dieses Klima ist besonders günstig für den Anbau von Wein, Obst und Gemüse. Marktbreit wird einige Male pro Jahrhundert vom Hochwasser des Mains heimgesucht. Dies dokumentieren die Hochwassermarken, die am Rathaus von Marktbreit eingekerbt sind.

GeschichteBearbeiten

Bis zum 19. JahrhundertBearbeiten

Im Jahre 1985 wurde bei einem Flug des Luftbildarchäologen Otto Braasch das Römerlager Marktbreit entdeckt. Erstmals erwähnt wurde Marktbreit als broite inferior, das heißt Unter- oder Niedernbreit, in einer Urkunde des Grafen zu Castell 1266. So hieß Marktbreit im späteren Mittelalter Unternbreit oder Niedernbreit oder auch Breit und unterschied sich dadurch vom benachbarten Obernbreit. Der Name Marktbreit wurde bereits 1567 genannt. Vermutlich gab es bereits einige hundert Jahre früher eine Siedlung an der Mündung des Breitbaches, über die aber wenig bekannt ist. Im Jahr 1557 verlieh Kaiser Ferdinand I. dem Ortsherrn und fränkischen Reichsritter Georg Ludwig von Seinsheim (1514–1591) das Marktrecht.[3] Die Namensänderung auf Marktbreit geht wohl darauf zurück. Es kam zu einer ersten Blütezeit des kleinen Ortes unter der Ortsherrschaft Georg Ludwigs von Seinsheim. 1618 gab es in Marktbreit 268 Haushalte. 1643 wurde es geplündert und Opfer einer Pestepidemie, die 800 Menschenleben forderte. Der vorher so blühende Marktort am Main verödete. Unter der seit 1643 bestehenden Herrschaft der mit den Seinsheimern verwandten Familie Schwarzenberg entwickelte sich der Ort zu Beginn des 18. Jahrhunderts zu einem der bedeutendsten Handelsorte am Main, davon zeugt noch heute der Alte Kranen am Hafen. Vor allem durch die günstige geografische Lage am südlichsten Punkt des Mains und damit der kürzesten Verbindung zur Donau konnte Marktbreit profitieren. Im Jahre 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern und wurde danach für wenige Jahre dem Großherzogtum Würzburg zugeschlagen. Im Jahre 1814 kam er endgültig zu Bayern und erhielt 1819 das Stadtrecht. Mit der Erschließung Frankens durch die Eisenbahn ab Mitte des 19. Jahrhunderts ging die Bedeutung der Mainschifffahrt und des Fuhrbetriebs zwischen Main und Donau stark zurück, und damit auch die Bedeutung kleinerer Handelsorte wie Marktbreit. Viele Kaufleute verließen die Stadt.

EingemeindungenBearbeiten

Mit der Gebietsreform, die am 1. Mai 1978 in Kraft trat, wurde der etwa vier Kilometer entfernte Ort Gnodstadt, bis dahin zum Landkreis Würzburg gehörend, mit rund 700 Einwohnern zu einem Ortsteil von Marktbreit.[4]

PolitikBearbeiten

StadtratBearbeiten

Bei der Kommunalwahl am 16. März 2014 wurden 16 Stadträte gewählt. Sie verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen:[5]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CSU 28,25 % 4
SPD 28,85 % 5
Grüne / Breiter Bürger 03,35 % 1
Freie Wählergruppe Gnodstadt 26,20 % 4
Freie Wähler e. V. 13,35 % 2

BürgermeisterBearbeiten

Erich Hegwein (CSU) wurde 2014 mit 50,95 % der abgegebenen Stimmen als erster Bürgermeister wiedergewählt. Einziger Herausforderer war Harald Kopp (SPD), auf den die übrigen 49,05 % entfielen.[6]

StädtepartnerschaftenBearbeiten

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Innerhalb eines goldenen Bordes über blauem Schildfuß, darin ein silberner Wellenbalken, in Blau ein silberner hersehender geharnischter Ritter mit ebensolchem Helm und gegürtetem Kurzschwert, darüber der linke Arm liegend, mit dem rechten Fuß auf einem unter ihm liegenden, grünen zweiflügligen beinlosen Lindwurm mit hochgerecktem Kopf und zur Schleife gedrehtem Pfeilschwanz stehend und in den goldflammenden, offenen Rachen eine goldene gefähnelte Lanze stoßend, auf deren nach links wehender, in zwei Kehren nach unten gelegter und in zwei Schwenkel auslaufender silberner Fahne ein fünfmal von Blau und Silber gespaltener Wappenschild.“[7]
Wappenbegründung: Kaiser Ferdinand I. verlieh dem Ort auf Bitten Georg Ludwigs von Seinsheim neben dem Marktrecht auch das Recht, ein Wappen samt Siegel zu führen. 1562 wurde dem Ort auch Steuerfreiheit gewährt. Auf dem Wappen sieht man einen drachentötenden Ritter in silberner Rüstung. Dabei handelt es sich um den Heiligen Georg, der als symbolischer Beschützer von Marktbreit in der Fahne den Wappenschild des damaligen Ortsherrn Georg Ludwig von Seinsheim trägt. Dieser hatte den Ort mit Mauern, Türmen und vier Toren befestigt. Die Herren von Seinsheim hatten seit 1457 die Ortsherrschaft und sind seit 1409 in der ehemaligen Ortschaft Niedernbreit nachgewiesen. Der Wellenbalken ist Hinweis auf die Lage der Stadt am Main. Das heutige, seit 1557 geführte Wappen ist identisch mit der Darstellung auf den ältesten Siegeln und hat sich auch in den nachfolgenden Jahrhunderten nicht verändert.
Wappen von Gnodstadt
Blasonierung: „In Blau die silbern gekleideten Apostelfiguren Petrus (rechts) und Paulus, ersterer die Rechte erhoben, in der Linken einen Schlüssel, letzterer in der Linken ein Schwert, die Rechte mit einem Kreuz zum Segen erhoben.“
Wappenbegründung: Die beiden Apostel verweisen seit dem Dreißigjährigen Krieg auf die beiden Kirchenpatrone des Ortes.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

MuseenBearbeiten

  • Das Museum Malerwinkelhaus befindet sich links vor dem Stadttor. Realistisch dargestellt werden die Lebensbedingungen von Frauen verschiedener sozialer Schichten und Konfessionen, die zwischen dem letzten Viertel des 19. und dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts geboren wurden. Weiterhin werden gute Erläuterungen zum Aufbau und zur Marschleistung der römischen Kohorten und Centurien gegeben. Regelmäßige Sonderausstellungen zu kulturhistorischen Themen ergänzen die Dauerausstellungen.[8]
  • In der Ochsenfurter Straße 15 a befindet sich seit 1995 die Alois-Alzheimer-Gedenk- und Tagungsstätte mit vier Ausstellungsräumen. In diesem Haus wurde, wie auch eine Gedenktafel sagt, am 14. Juni 1864 Alois Alzheimer geboren. Es ist nach Anmeldung bei der Stadtinformation zugänglich.[9]

BauwerkeBearbeiten

 
Figur des hl. Georg am Rathaus
 
Wertheimer Haus
 
Seinsheimsches Schloss
 
Maintor und Rathaus
 
Maintor
 
Alter Kranen
 
Marktbreit, Lagerhaus am Main: Adam-Fuchs-Straße 2
  • Frachtkran aus dem Jahr 1784: Der Alte Kranen diente dem Umschlag der Waren zwischen Fluss- und Landtransport. Auf der Ostseite schützt ein angemauerter Eisbrecher vor Eisgang und Hochwasser. Der Warenumschlag florierte wegen des Marktrechts, das das Dorf 1557 erhalten hatte, und der günstigen Verkehrsanbindung (Main).
  • Lagerhaus aus dem Jahr 1745, zerstört 1945, restauriert 2003.[10]
  • Renaissance-Rathaus mit Ratssaal und angeschlossenem Stadttor (erbaut 1579–1600 von Hans Keesebrod im Auftrag von Georg Ludwig von Seinsheim).
  • Seinsheimsches Schloss, erbaut ab 1585 als Residenz der Frau von Georg Ludwig von Seinsheim
  • Evangelische Kirche St. Nikolai (14. Jahrhundert, mehrmals verändert)
  • Katholische Kirche St. Ludwig (19. Jahrhundert)
  • Handelshäuser im Stil des Würzburger Barock, erbaut 1719 und 1725
  • Hotel Löwen. Es ist das zweitälteste Gasthaus in Bayern und liegt am Marktplatz. Es wurde erstmals 1450 urkundlich erwähnt. Das Fachwerk stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das Gasthaus war früher die Fürstlich Schwarzenbergische Herberge.
  • St. Peter und Paul, Gnodstadt, 13. Jahrhundert, einzigartiges Geläut
  • Mautpyramide von Gnodstadt
  • Die Stadtmauer ist teilweise mit Wohnhäusern bebaut. Viele runde Wehrtürme sind noch erhalten und waren teilweise bis Mitte des 20. Jahrhunderts benutzt oder bewohnt. Die Ortsummauerung stammt aus dem 16. Jahrhundert. Früher gab es vier Tore, von denen noch das 1600 erbaute Maintor, das im Krieg 1945 zerstört und 1946/47 erneuert wurde, erhalten ist. Ein Rundweg führt abwechselnd außerhalb und innerhalb der Stadtmauer entlang.
  • Ehemaliges Römerlager auf dem Kapellenberg in Marktbreit: Durch Luftbilder wurde man 1985 auf Verfärbungen des Bodens aufmerksam und entdeckte bei Grabungen Hinweise auf ein großes Doppellegionslager. Es war das östlichste Römerlager im freien Germanien. Heute erinnert nur noch ein Römerrundweg mit acht Informationstafeln daran. Sichtbare Spuren sind nach der Zuschüttung der Grabungsfläche nicht mehr zu erkennen. Im Museum Malerwinkelhaus gibt es Dokumentationen zum Leben in den Legionen.[11]

GedenkstättenBearbeiten

Die ehemalige Synagoge der jüdischen Kultusgemeinde Marktbreit wurde 1717 erbaut. In Marktbreit lebten 1933 127 Juden. Die Inneneinrichtung der Synagoge wurde während der Reichspogromnacht am 10. November 1938 zerstört. Die Fassade und das Eingangsportal blieben erhalten und wurden renoviert. Die linke Gedenktafel erinnert an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Juden aus Marktbreit. Die rechte Gedenktafel führt die Namen der während der Shoah ermordeten 90 Mitbürger der Gemeinde auf und hält die Erinnerung an sie wach.[12][13] Nur eine jüdische Frau kehrte nach der Zeit des Nationalsozialismus nach Marktbreit zurück.[14]

Die ehemalige Moritzkapelle auf dem Römerberg, war im Mittelalter eine Wallfahrtskirche für die Bewohner Marktbreits. Nach dem Niedergang während der Reformation, errichtete man im 20. Jahrhundert das Gotteshaus erneut. Die neue Kapelle wird heute als Kriegergedächtniskapelle und Gedenkstätte für die Gefallenen der Weltkriege im Landkreis Kitzingen genutzt.

BaudenkmälerBearbeiten

SagenBearbeiten

Der LindwurmBearbeiten

Der heilige Georg ist der Stadtpatron von Marktbreit. Einst soll ein Lindwurm im Stadtgraben von Marktbreit gehaust haben und forderte täglich ein Menschenopfer. Irgendwann wurde der Drache immer gieriger und fraß die Bewohner in Massen. Da hörte ein Ritter von dem Drachen und zog dem Lindwurm entgegen. Der Ritter erblickte den Drachen und stach mit seiner Lanze in das Tier. Der Drache war endlich tot und die Bevölkerung erhielt Stücke vom Drachenfleisch.

Der WassermannBearbeiten

Bei Marktbreit soll im Main der Wassermann hausen. Er ist aber für gewöhnlich unsichtbar, und man bemerkt ihn gar nicht. Wenn aber ein Kind zu nah an den Fluss herangeht, zieht der Wassermann es in die Tiefe. Dann präsentiert er sich als zweiköpfiges Wesen.[15]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Marktbreit verfügt über einen Bahnhof an der Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg. Es hat direkten Anschluss an die Autobahn A 7 (Ausfahrt 104). Außerdem liegt der Ort an der Staatsstraße 2271, welche die Bundesstraße 8 (5 km östlich) und die Bundesstraße 13 (5 km westlich) verbindet. Marktbreit liegt am Main als Anbindung an eine transkontinentale Wasserstraße (Rhein-Main-Donau). An den Häfen Marktbreit bestehen Landungs- und Umschlagsmöglichkeiten für Gütermotorschiffe und Schubverbände bis 135 Meter Länge und 11,45 Meter Breite ebenso wie für Fluss-Kreuzfahrtschiffe, Kleinfahrzeuge und muskelkraftgetriebene Sportboote an jeweils eigens angepassten Anlegern.

 
Brücke der A 7 über den Main bei Marktbreit

Neben der Mainbrücke Marktbreit, über welche die Bundesautobahn 7 geführt wird, wird Marktbreit über die Mainbrücke Segnitz mit dem gegenüberliegenden Segnitz verbunden. Ursprünglich bestand hier eine alte Fährverbindung.

WeinbauBearbeiten

Marktbreit ist heute Weinbauort im Anbaugebiet Franken. Eine Weinlage existiert um das Dorf, der Wein wird seit den 1970er Jahren unter dem Namen Marktbreiter Sonnenberg vermarktet. Marktbreit ist Teil des Bereichs MainSüden, bis 2017 waren die Winzer im Bereich Maindreieck zusammengefasst. Die Muschelkalkböden um Marktbreit eignen sich ebenso für den Anbau von Wein, wie die Lage in der Maingauklimazone, die zu den wärmsten Deutschlands gehört.

Bereits seit dem Frühmittelalter betreiben die Menschen um Marktbreit Weinbau. Die fränkischen Siedler brachten wohl im 7. Jahrhundert die Rebe mit an den Main. Im Mittelalter gehörte die Region zum größten zusammenhängenden Weinbaugebiet im Heiligen Römischen Reich. Die Menschen betrieben zumeist Nebenerwerbsweinbau zur Selbstversorgung, gleichzeitig bildeten sich bereits Exportzentren insbesondere entlang des Maines heraus. Im 18. Jahrhundert war Marktbreit eine bedeutende Weinhandelsstadt, hier schrieb man die Bedingungen des Qualitätsweinbaues erstmals nieder.

Der Weinbau erlebte nach der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen umfassenden Niedergang. Vor allem klimatisch weniger begünstige Lagen gab man vollständig auf. Zusätzlich erschwerte das Aufkommen von Schädlingen wie der Reblaus den Anbau. Konsolidieren konnte sich die Weinbauregion Franken erst wieder in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Einsatz von Düngern und verbesserte Anbaumethoden hatten dazu ebenso beigetragen wie die Organisation in Genossenschaften und die Flurbereinigung der 1970er Jahre.[16]

Heute spielt der Weinbau in Marktbreit eine nur noch untergeordnete, wirtschaftliche Rolle. Allerdings zieht die Touristen neben der erhaltenen Altstadt auch die Weinlandschaft an. Mittelpunkt des Festkalenders ist das Marktbreiter Weinfest in der Stadtmitte, das Ende Juli stattfindet. Mehrere Weingüter sind im Ort ansässig, die Weinberge um Marktbreit werden jedoch überwiegend von auswärtigen Winzern bewirtschaftet.

Weinlage[17] Größe 1993[18] Größe 2019 Himmelsrichtung Hangneigung Hauptrebsorten Großlage
Sonnenberg 20 ha 21 ha Süden, Südwesten 30–35 % Müller-Thurgau Kitzinger Hofrat

BildungBearbeiten

Folgende Schulen gibt es in Marktbreit:

  • Grundschule
  • Mittelschule (seit dem Schuljahr 2010/2011 im Schulverbund „Maindreieck“ mit den anderen Mittelschulstandorten Ochsenfurt und Gaukönigshofen.)
  • Leo-Weismantel-Realschule Marktbreit (diese Privatschule existiert seit 1849)
  • Bildungswerk Marktbreit (private Realschule seit 1984, Partnerschule der Leo-Weismantel Realschule)
  • Gymnasium

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

  • Laurentius Flor (auch Florus, 1614–1680), Pfarrer, theologischer Schriftsteller
  • Daniel Keyser (1631–1673), Professor der Rechte, Schriftsteller
  • Johann Heinrich Seyfried (um 1640–1715), Hofkammerrat, Schriftsteller
  • Johann Leonhard Lenz (1652–1737), Lehrer, pädagogischer Schriftsteller
  • Georg Christian Joannis (1658–1735), evangelischer Theologe und Historiker
  • Johann Samuel Schoder (1660–um 1740), Arzt, Schriftsteller, Historiker
  • Lorenz Wilhelm Cranz (auch Crantz, 1674–1742), Pfarrer, Liederdichter, Gebetsbuchverfasser
  • Georg Günther (1709–1791), Kaufmann
  • Franziska Barbara Reiz (1715–1785), Dichterin
  • Georg Albrecht Weinrich (1755–1814), auch Georg Albert Weinrich, Mediziner
  • Georg Franz Hoffmann (1760–1826), Botaniker, Lichenologe, Mykologe und Bryologe
  • Johann Ernst Seidel (1765–1832), deutsch-dänischer Staatsrat, Bürgermeister von Glückstadt
  • Christian Fischer (1823–1871), Reichstagsabgeordneter
  • Christoph Ehemann (1835–1897), Professor in Kaiserslautern, Schriftsteller
  • Bernhard Zippelius (1836–), Pfarrer, Historiker, Publizist[19]
  • Alois Alzheimer (1864–1915), Neurologe und Psychiater
  • Jörg Geuder (1861–1935) Lehrer, Dichter, Schriftsteller und Sprachpfleger.
  • Rudolf Buttmann (1885–1947), Jurist, Bibliothekar, NSDAP-Politiker
  • Oekonomierat August Ziegler (1885–1937), Önologe, Züchter der Rieslaner-Traube, Veredler der Müller-Thurgau-Rebe
  • Wolf Justin Hartmann (1894–1969) Abenteurer, Schriftsteller und Offizier in beiden Weltkriegen
  • Ludwig Friedrich Barthel (1898–1962), Germanist, Archivrat, Dichter, Erzähler und Essayist
  • Gudrun Höhl (1918–2009), Geographin
  • Anneliese Lussert (1929–2006), Dichterin

Persönlichkeiten, die in Marktbreit wirktenBearbeiten

  • Georg Ludwig von Seinsheim (1514–1591), Kreisoberst des Fränkischen Kreises, starb in Marktbreit
  • Hieronymus Florentinus Quehl (1694–1739), Organist und Komponist
  • Otto Hellmuth (1896–1968), NSDAP-Politiker (Gauleiter), Regierungspräsident von Mainfranken, zum Tod verurteilter, dann begnadigter NS-Kriegsverbrecher, wirkte seit den 1920er Jahren bis 1945 als Stadtrat und Zahnarzt in Marktbreit
  • Walter Galuschka (1921–1967), SPD-Politiker
  • Johannes Schmalzl (* 1965), Regierungspräsident in Stuttgart 2008–2016, wuchs in Marktbreit auf

LiteraturBearbeiten

  • Hans Ambrosi, Bernhard Breuer: Deutsche Vinothek: Franken. Begleiter zu den Weinberg-Lagen, Winzern und ihren Küchen. Herford2 1993.
  • Hans Bauer: Alte und neue Wappen im Landkreis Kitzingen. In: Jahrbuch des Landkreises Kitzingen 1980. Im Bannkreis des Schwanbergs. Kitzingen 1980. S. 53–70.
  • Johann Ludwig Klarmann: Der Steigerwald in der Vergangenheit. Ein Beitrag zur fränkischen Landeskunde. Gerolzhofen2 1909.
  • Johann Ludwig Klarmann, Karl Spiegel: Sagen und Skizzen aus dem Steigerwald. Nachdruck der Ausgabe 1912. Neustadt an der Aisch 1982.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111114/163039&attr=OBJ&val=1661
  3. Museum Malerwinkelhaus Marktbreit (Hrsg.): Ein Blick in die Renaissance. Georg Ludwig von Seinsheim und seine Zeit. Faltblatt zur Ausstellung vom 24. März 2007-21. Oktober 2007.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 748.
  5. http://www.marktbreit.info/wahlen/gw2014mbt.html
  6. http://www.marktbreit.info/wahlen/bw2014mbt.html
  7. Bauer, Hans: Alte und neue Wappen im Landkreis Kitzingen. S. 61.
  8. Offizielle Website des Museums Malerwinkelhaus
  9. Eckart Roloff und Karin Henke-Wendt: Erste Zeugnisse eines wegweisenden Psychiaters. (Die Alois-Alzheimer-Gedenk- und Tagungsstätte) In: Besuchen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Eine Tour durch Deutschlands Museen für Medizin und Pharmazie. Band 2, Süddeutschland. Verlag S. Hirzel, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-7776-2511-9, S. 111–112.
  10. Stadt Marktbreit (Hrsg.): Nimm dir Zeit für Marktbreit. Faltblatt 05/2015.
  11. Das Römerkabinett. Malerwinkelhaus.de, abgerufen am 19. März 2017.
  12. Infotafel an der ehemaligen Synagoge
  13. Gedenken an traurige Kapitel. In: Mainpost, Ausgabe KIT vom 8. November 2010, S. 29
  14. Juden waren einst wichtige Händler in Marktbreit. In: Mainpost vom 21. März 2016, S. 34. Autorenkürzel (rt).
  15. Klarmann, Johann Ludwig (u. a.): Sagen und Skizzen aus dem Steigerwald. S. 251.
  16. Ambrosi, Hans (u. a.): Deutsche Vinothek: Franken. S. 50–52.
  17. Regierung von Unterfranken: Weinbergslagen in Bayern gegliedert nach Bereichen, PDF-Datei, abgerufen am 16. Mai 2019.
  18. Ambrosi, Hans (u. a.): Deutsche Vinothek: Franken. S. 237.
  19. Klarmann, Johann Ludwig: Der Steigerwald in der Vergangenheit. S. 203.