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GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Der Markt liegt an den südlichen Ausläufern des Steigerwaldes. Durch das Gemeindegebiet zieht die Wasserscheide zwischen der Gollach, die nach Westen zur Tauber abfließt, und dem beim Dorf Herbolzheim entstehenden Ehebach, der ostwärts zur Aisch fließt. Der Geroldsbach oder Gerlesbach entspringt westlich des Hauptorts, durchfließt ihn und entwässert über die Kleine Ehe in den Ehebach.

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbarkommunen sind die Marktgemeinde Sugenheim im Norden und Osten, die gemeindefreie Markung Osing im Südosten, die Stadt Bad Windsheim im Südosten, die Gemeinde Ergersheim im Süden, die Stadt Uffenheim im Südwesten und die Gemeinde Weigenheim im Westen, alle ebenfalls im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde hat sieben amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

GeschichteBearbeiten

OrtsnameBearbeiten

Der Ort wurde 1231 als „Northeim“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Grundwort des Ortsnamen ist heim (mhd. für Haus, Heimat), das Bestimmungswort ist nort (mhd. für Norden).[3] Ortsnamen mit Richtungsangaben finden erst im Spätmittelalter Verwendung. Dass der Ort erst in dieser Zeit gegründet wurde, wird auch durch dessen relativ ungünstige Lage im hügeligen Gelände abseits eines Flusses unterstrichen. Fruchtbare Regionen wurden bereits im Frühmittelalter während der Fränkische Landnahme besiedelt. Ein Ort aus dieser Zeit ist das 4 Kilometer weiter südlich am Ehebach gelegene Herbolzheim. Nordheim bedeutet also das nördlich von Herbolzheim gelegene Haus. 1730 wurde Nordheim das Marktrecht verliehen. Seitdem ist auch die Form Markt Nordheim belegt. Die mundartliche Aussprache (nōədɒ) ist eine verschliffene Form von Nordheim.[4]

17. JahrhundertBearbeiten

Während des Dreißigjährigen Krieges rückte der Heerführer Tilly über Neustadt an der Aisch auf der alten Straße zwischen Schauerheim und Herbolzheim nach Uffenheim vor.[5]

20. JahrhundertBearbeiten

Am 1. Februar 1912 wurde der Name der Gemeinde Nordheim amtlich in Markt Nordheim geändert.[6]

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Ortsteile Ulsenheim und Herbolzheim fast völlig zerstört.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1976 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Herbolzheim und Ulsenheim eingegliedert.[7]

PolitikBearbeiten

MarktgemeinderatBearbeiten

Die Kommunalwahl 2014 führte zu folgender Sitzverteilung im Marktgemeinderat:

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Gespalten; vorne fünfmal gespalten von Silber und Blau, hinten in Rot im linken Obereck ein Kopf mit flatternden goldenen Haaren, aus dessen blasendem Mund silberne Windstrahlen hervorgehen.“[8]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

MuseenBearbeiten

  • Osingmuseum in Herbolzheim

MusikBearbeiten

  • Kirchenchor Markt Nordheim
  • Nordheimer Singvögel (Kinderchor)
  • Posaunenchor Markt Nordheim
  • Musikverein Zeitvertreib Ulsenheim
  • Kirchenchor Ulsenheim

VereineBearbeiten

  • Wein- und Gartenbauverein Markt Nordheim
  • TSV 1890 Markt Nordheim (Sportverein)
  • Bürgerliche Schützengesellschaft Markt Nordheim
  • Jugendclub Grünes Haus e. V.
  • Soldatenkameradschaft Herbolzheim
  • Männergesangverein Eintracht Herbolzheim
  • Wein- und Gartenbauverein Ulsenheim

BauwerkeBearbeiten

BaudenkmälerBearbeiten

SchutzgebieteBearbeiten

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Straßenweinfest, jährlich am letzten Juliwochenende (Freitag bis Sonntag)
  • Kirchweih, jährlich am dritten Oktoberwochenende (Donnerstag bis Montag)

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

SonstigesBearbeiten

  • Im Jahr 2007 konnte Markt Nordheim im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft eine Goldmedaille auf Landesebene (Bayern) erringen, was vor allem durch die Eigeninitiative der Bürger und dem regen Vereinsleben ermöglicht wurde.
  • Weiter nahm der Ort am 19. August am Bundesentscheid des gleichen Wettbewerbs teil. Hierbei konnte der Ort eine Bronzemedaille auf Bundesebene erreichen.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Markt Nordheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Markt Nordheim in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 25. September 2019.
  3. W.-A. v. Reitzenstein, S. 142.
  4. W. D. Ortmann, S. 139.
  5. Max Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. Ph. C. W. Schmidt, Neustadt a. d. Aisch 1950, OCLC 42823280; Neuauflage anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Verlag Ph. C. W. Schmidt Neustadt an der Aisch 1828–1978. Ebenda 1978, ISBN 3-87707-013-2, S. 231.
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 565.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 723.
  8. Eintrag zum Wappen von Markt Nordheim in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte