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Markertshofen

Ortsteil von Frankenhardt, Baden-Württemberg, Deutschland

Markertshofen ist ein Teilort der Gemeinde Frankenhardt, im Landkreis Schwäbisch Hall im Nordosten von Baden-Württemberg.

Markertshofen
Gemeinde Frankenhardt
Koordinaten: 49° 4′ 6″ N, 9° 56′ 28″ O
Höhe: 411 m
Einwohner: 170 (2008)
Postleitzahl: 74586
Vorwahl: 07959

Geografie und GeologieBearbeiten

 
Schilfsandstein. Aufgelassener Steinbruch bei Markertshofen

Markertshofen liegt an einer kleinen Talspinne in der Aue und an den beidseitigen Hangfüßen des von Nord nach Süd verlaufenden Wiesentales des Mühlbachs, auf ungefähr 400 bis 425 m Höhe im Gipskeuper. Die umgebenden Höhen in West und Ost, selten viel mehr als 1 km entfernt, sind zumindest in ihren höchsten Lagen bewaldet, im Norden durchweg. In südwestlicher Richtung erreichen sie bis 435 m, es liegen hier Verebnungsflächen der Corbulabank (früherer Name „Engelhofer Platte“) des Gipskeupers, auf denen Ackerbau betrieben wird. Von hier nach Norden steigt das sogleich bewaldete Terrain an bis auf über 500 m nordwestlich des Dorfes, hier beginnt die flache Hochebene des Hahnenberges im Kieselsandstein, die sich in einem großen und breiten Halbkreisbogen nördlich um Markertshofen legt. Die Höhen unmittelbar östlich des Dorfes bilden größere ackerbaulich genutzte Hochflächen hier des Schilfsandsteins auf bis zu knapp 470 m, hinter denen sich in weiterem Abstand der Waldhöcker des den Kieselsandstein 515 m erreichenden Mörders erhebt. Zwischen diesem und dem Dorf liegen an einer Steige zwei aufgelassene Bausteingruben im Schilfsandstein. Südlich von ihm verläuft von Ost nach West in anfangs steiler Lehmschlucht (Mörderklinge) ein anderer Zufluss des Nesselbaches, der Schenkenbach, der nacheinander zwei aufgestaute kleine Fischteiche durchfließt, zusammen Schenkensee genannt. Am Südufer des oberen der beiden steht ein wurtförmig vom Hangfuß abgegrabener kleiner Erdhügel, Standort einer schon lange abgegangenen Burg. Mühlbach und Schenkenbach fließen knapp einen Kilometer südlich des Dorfes zum Nesselbach zusammen, der nach etwas mehr als 3 km Laufs über Obersontheimer Gemarkung in die Bühler mündet.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Markertshofen liegt an der Landesstraße 1066 Crailsheim-Löwenstein ungefähr in der Mitte zwischen Crailsheim im Nordosten und Gaildorf im Südwesten, zu Füßen einer Steige mit etwa 70 m Gefälle aus Richtung Crailsheim. Die nächstgelegenen Orte sind nordöstlich Gründelhardt und südwestlich Obersontheim. In Richtung Crailsheim wird die A 6 nach etwa 20 km bei Satteldorf erreicht, in der Gegenrichtung die Kreisstadt Schwäbisch Hall nach etwa 19 km.

BildungBearbeiten

Wegen unzureichender Schülerzahl hat Markertshofen keine eigene Schule. Die meisten Schüler besuchen anfangs die Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Schenk-Friedrich-Schule in Obersontheim, für die höheren Stufen die weiterführenden Schulen vor allem in Bühlertann, Schwäbisch Hall und Crailsheim.

LiteraturBearbeiten

  • Johann Kaspar Bundschuh: Markertshofen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 443–444 (Digitalisat).
  • Gottfried Stieber: Markertshofen. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, S. 579–580 (Digitalisat).
  • Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg (Nord)
  • Geologische Karte 1:25.000 Blatt Obersontheim, Geologisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart 1982
  • D. Göhner, M. P. Gwinner, K. Hinkelbein: Erläuterungen zu Blatt Obersontheim. Geologisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart 1982

WeblinksBearbeiten