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Mark Pieth

Schweizer Rechtswissenschaftler und Antikorruptionsexperte

Mark Pieth (* 9. März 1953 in Basel) ist ein Schweizer Rechtswissenschaftler und Antikorruptionsexperte.

Pieth ist seit 1993 Ordinarius für Strafrecht und Kriminologie an der Universität Basel. Er war 2004 in der Volcker-Kommission im Zusammenhang mit dem Öl-für-Lebensmittel-Programm tätig.

Von 2011 bis 2013 war er Vorsitzender der unabhängigen Kommission für Governance bei der FIFA. Eine Aufgabe dieser Kommission war, die FIFA zu reformieren und ihr zu mehr Glaubwürdigkeit zu verhelfen. Pieth beschuldigte dabei zahlreiche hochrangige Funktionäre, dass sie die Erneuerung der FIFA massiv behindern würden.[1][2][3]

Von April bis Anfang August 2016 war Pieth Mitglied eines von der Regierung Panamas eingesetzten Expertengremiums, das nach dem Skandal um die Panama Papers Vorschläge für eine verbesserte Transparenz der Finanz- und Rechtssysteme des Landes erarbeiten sollte. Gemeinsam mit dem Leiter des Gremiums, Joseph Stiglitz, zog er sich aus Protest daraus zurück mit der Begründung, die Regierung habe die Arbeit der Kommission zu beschränken versucht.[4]

Werke (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fussball Governance: Prof. Mark Pieth als Vorsitzender der unabhängigen Kommission für Governance vorgestellt, Medienmitteilung FIFA, 30. November 2011
  2. Mark Pieth geht – Fifa verliert ihr demokratisches Feigenblatt, SRF/sda, 1. Oktober 2013
  3. Fifa-Debatte: «Dort sammeln sich Weltprobleme», Interview NZZ, Peter B. Birrer, 6. Juni 2015
  4. Knall in Panama: Joseph Stiglitz und Mark Pieth werfen hin (Memento vom 6. August 2016 im Internet Archive), cash.ch, 6. August 2016