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Mark Forster

deutscher Sänger und Songwriter
Forster bei der 1 Live Krone (2016)

Mark Forster (* 11. Januar 1984[1] in Kaiserslautern[2]; bürgerlich Mark Ćwiertnia) ist ein deutscher Sänger und Songwriter.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Mark Forster wuchs als Sohn einer polnischen Mutter und eines deutschen Vaters mit seiner jüngeren Schwester Natalie, der er 2016 das Lied Natalie widmete, im pfälzischen Winnweiler auf.[3] Seine Mutter nannte ihn Marek. Unter diesem Vornamen und mit seinem bürgerlichen Nachnamen trat er in seiner Anfangszeit als Musiker auf.[4] Nach dem Ablegen des Abiturs am Wilhelm-Erb-Gymnasium in Winnweiler begann er in Mainz[5] zunächst Rechtswissenschaft zu studieren, was er nach vier Semestern aufgab und das Studienfach hin zu Betriebswirtschaftslehre wechselte; das BWL-Studium schloss er erfolgreich ab. Später versuchte er sich als Pianist, Sänger und Songwriter zu etablieren und schrieb unter anderem Musik und Jingles für das Fernsehen. Darunter war auch die Titelmelodie von Krömer – Die Internationale Show.[6] Daraufhin wurde er von Kurt Krömer verpflichtet und begleitete ihn von 2007 bis 2010 in der Rolle eines polnischen Pianisten als Sidekick bei seinen Auftritten in Deutschland.[7][8] 2009 war er in Berlin Frontmann der Band Balboa.[4] Er spielte in Krömers Programm Kröm De La Kröm den afrikanischen Musiker Mitumba Lumbumba.[9] 2010 nahm ihn das Musiklabel Four Music unter Vertrag. Die Songs seines Albums Karton wurden mit dem Produzenten Ralf Christian Mayer und dem Koproduzenten Sebastian Böhnisch in Deutschland, Frankreich und Spanien aufgenommen.[10] Im Januar und Februar 2012 war Mark Forster im Vorprogramm der Tour von Laith Al-Deen zu sehen.[11]

 
Mark Forster (2015)

Forsters erste Single Auf dem Weg wurde am 18. Mai 2012 veröffentlicht. Sein Debütalbum Karton erschien am 1. Juni 2012. Als zweite Single aus dem Album wurde Zu dir (weit weg) am 19. Oktober 2012 ausgekoppelt.

Auf der am 15. November 2013 erschienenen Single Einer dieser Steine des Rappers Sido singt er den Refrain. Damit kam er erstmals in die Top Ten in Deutschland und der Schweiz. Sido revanchierte sich dafür mit einer Beteiligung an Au revoir, der ersten Single aus Forsters zweitem Album Bauch und Kopf. Das Lied kam auf Platz 2 der deutschen Charts und erreichte in Deutschland drei Goldene Schallplatten sowie in der Schweiz Platin-Status. Das Album stieg auf Platz 18 der Charts ein.

Zusammen mit Tony Mono (Peter Saurbier) sang Forster für 1 Live zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 eine Coverversion seines Liedes Au revoir, Au revoir, USA, ein.[12] Zum Finale der WM mit deutscher Beteiligung brachte er eine weitere Spezialversion heraus, Au revoir (WM-Version). Im Refrain heißt es Au revoir, Maracanã – in Anspielung auf den Austragungsort des Endspiels Deutschland gegen Argentinien.[13] Am 12. Dezember 2014 erschien die zweite Singleauskopplung Flash mich aus dem Album Bauch und Kopf.

Anfang 2015 stand Forster der Singer-Songwriterin Victoria Conrady bei ihrer Teilnahme bei Dein Song als Pate zur Seite. Gemeinsam gewannen sie den Wettbewerb mit dem Stück Maniac. In der Sat.1-Castingshow The Voice Kids wirkt er seit der dritten Staffel im Jahr 2015 als Juror mit.[14] Am 21. August 2015 folgte Forsters dritte Singleauskopplung Bauch und Kopf. Mit dieser Single vertrat er eine Woche später sein Bundesland Rheinland-Pfalz beim Bundesvision Song Contest 2015, bei dem er den ersten Platz belegte.[15] Ende 2015 arbeitete er unter dem Projektnamen Eff mit dem DJ Felix Jaehn zusammen und veröffentlichte die Single Stimme.

Als Vorabsingle für Forsters im Juni 2016 erschienenes drittes Studioalbum Tape wurde am 1. April das Lied Wir sind groß veröffentlicht. Es war gleichzeitig der EM-Song des ZDF für die Übertragungen von der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich.[16] Im Herbst 2016 erschien sein Song Chöre, der im Soundtrack zur deutschen Filmkomödie Willkommen bei den Hartmanns Verwendung fand. Der Song erreichte nach Stimme und Wir sind groß ebenfalls die deutschen Top 10, so dass Mark Forster im Jahr 2016 der erfolgreichste deutschsprachige Musiker in den deutschen Charts war.[17] Er lieh dem Troll Branch im Animationsfilm Trolls seine Stimme.

Am 21. April 2017 erschien mit Sowieso die dritte und am 22. September 2017 mit Kogong die vierte Singleauskopplung aus Tape. Letztere war Teil von TAPE (Kogong Version), einer erweiterten Version seines dritten Studioalbums. Forster nahm an der vierten Staffel der Fernsehsendung Sing meinen Song – Das Tauschkonzert teil, die ab Mai 2017 ausgestrahlt wurde und in der er auch das Weihnachtslied Lulajże, Jezuniu auf Polnisch sang.[18] Im Herbst 2017 löste er Andreas Bourani als Coach bei The Voice of Germany ab.[19]

Von Februar bis April 2018 war Forster erneut Coach bei The Voice Kids. Am 13. April 2018 erschien mit Like a Lion eine neue Single, die auf keinem Album zu finden ist. Unterstützt wurde er bei der Single durch seinen Sing-meinen-Song-Kollegen Gentleman. Das Lied feierte während der Echoverleihung 2018 seine Premiere. In der fünften Staffel von Sing meinen Song – Das Tauschkonzert, die ab April 2018 ausgestrahlt wurde, übernahm Forster die Rolle des Gastgebers.[20]

Am 5. Oktober 2018 veröffentlichte Forster mit Einmal die erste Singleauskopplung aus seinem vierten Studioalbum Liebe.

SonstigesBearbeiten

Forster ist der polnischen Sprache teilweise mächtig und Fan des 1. FC Kaiserslautern.[21]

Seit 2013 engagiert sich Mark Forster als Botschafter für Herzenssache e.V., die Kinderhilfsaktion von SWR, SR und Sparda-Bank.

DiskografieBearbeiten

Studioalben

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH
2012 Karton
Four Music
45
 Gold

(7 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: 1. Juni 2012
Verkäufe: + 100.000
2014 Bauch und Kopf
Four Music
10
 Doppelplatin

(117 Wo.)
35
(14 Wo.)
37
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. Mai 2014
Verkäufe: + 400.000
2016 TAPE
Four Music
2
 Doppelplatin

(… Wo.)
2
 Gold

(… Wo.)
7
 Platin

(85 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Juni 2016
Verkäufe: + 427.500
2018 LIEBE
Four Music
3
(… Wo.)
5
(… Wo.)
8
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. November 2018

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Mark Forster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

QuellenBearbeiten

  1. Einige Quellen nennen auch 1982 oder 1983, im Frühjahr 2012 wird jedoch meist vom 28-jährigen Mark Forster gesprochen.
  2. Ursula Schultze: „Es wird großartig“. (Interview) In: hunderttausend.de. 13. Februar 2013.
  3. Mark Forster im 1LIVE-Interview mit Simon Beeck und Michael Imhof. In: 1 Live, einslive.de, 12. Juli 2014.
  4. a b Beitrag auf gesichterparty.de, 6. Februar 2009.
  5. Mark Forster erzählt über seine Schulzeit audimax MEDIEN GmbH, abgerufen am 22. Oktober 2018.
  6. Gespräch in der Sendung Zibb. (Memento vom 12. Juli 2014 im Webarchiv archive.is) In: rbb-online.de. 26. Mai 2014 (Video).
  7. Henning Richter: Gezeichnet fürs Leben. (Künstlerportal: Mark Forster) In: kulturnews.de. 29. April 2014.
  8. Vgl. Infos zu Mark Forster auf der Seite von Four Music. In: markforster.de. Abgerufen am 4. April 2012.
  9. KURT KRÖMER – Kröm De La Kröm (DVD)
  10. Management zum kommenden Album. Abgerufen am 5. April 2012.
  11. Website von Al-Deen. Abgerufen am 16. Juni 2012.
  12. Mark Forster feat. Tony Mono: „Au Revoir, USA!“, Musikvideo, 1LIVE
  13. Veröffentlichung bei Sound Cloud am Vortag des WM-Finals, 12. Juli 2014.
  14. The Voice Kids: Lena Meyer-Landrut und Johannes Strate bleiben, Mark Forster kommt. In: meedia.de. 13. Januar 2015.
  15. Bundesvision Song Contest 2015: Mark Forster holt sich den Sieg. In: gala.de. 30. August 2015.
  16. Katja Albrecht: Mark Forsters „Wir sind groß“ wird ZDF-EM-Song 2016. In: musikmarkt.de. 15. April 2016.
  17. Germanchartblog, 18. November 2016.
  18. Mark Forster singt auf Polnisch, 30. November 2017.
  19. Mark Forster wird Coach bei «The Voice of Germany», dpa/FAZ, 21. Juni 2017.
  20. Sing meinen Song 2018: Diese Stars lädt Gastgeber Mark Forster zur neuen Staffel ein, in: vox.de, 29.12.2017.
  21. Mark Forster bei HIT RADIO FFH: „Ich spreche polnisch wie ein Elfjähriger“ (Memento vom 5. Januar 2016 im Webarchiv archive.is), brachinaimagepress.wordpress.com, Artikel vom 12. April 2015.