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Das Marienhospital Stuttgart: im Vordergrund der Altbau, dahinter das Hauptgebäude St. Maria

Das Marienhospital Stuttgart ist ein Krankenhaus in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart und akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Tübingen. Es verfügt über 18 Fachkliniken mit 761 Betten; rund 2000 Mitarbeiter versorgen pro Jahr etwa 32.000 Patienten stationär und 76.000 ambulant. Die Klinik zählt zu den größten Krankenhäusern in der Region Stuttgart und wurde mit zahlreichen Qualitätszertifikaten ausgezeichnet. Sein Träger ist die Untermarchtaler Ordensgemeinschaft der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul.

GeschichteBearbeiten

Das Krankenhaus wurde 1890 gegründet. In dem heute noch bestehenden Neorenaissancegebäude eröffnete die Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern ein Krankenhaus mit zunächst neunzig Betten. Architekt des Baus war Robert von Reinhardt, der auch die Alte Reithalle erstellt hatte. Bereits in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts standen die ersten baulichen Erweiterungen an. Hinter dem damaligen Hauptgebäude an der Böheimstraße wurde 1894 das Josephshaus mit weiteren 45 Betten eröffnet. 1897 gesellte sich das Gebäude Sankt Vinzenz hinzu, 1902 folgte das Gebäude Sankt Paul. Die Bettenzahl stieg von 90 im Gründungsjahr im Lauf der Jahrzehnte auf 761 an. In der ersten Zeit wurden im Marienhospital jährlich etwa 500 Patienten stationär behandelt, 2015 sind es rund 32.000.

Fachkliniken und medizinische ZentrenBearbeiten

  • Kliniken
    • Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie
    • Anästhesiologie und operative Intensivmedizin
    • Gefäßchirurgie, vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie
    • HNO, Kopf- und Halschirurgie
    • Gynäkologie und Geburtshilfe
    • Neurologie
    • Nuklearmedizin
    • Orthopädie und Unfallchirurgie
    • Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
    • Diagnostische und interventionelle Radiologie
    • Strahlentherapie und Palliativmedizin
    • MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum mit den Bereichen Nuklearmedizin und Strahlentherapie)
  • Zentren für Innere Medizin
    • Innere Medizin I (Klinik für Allgemeine innere Medizin, Diabetologie, Endokrinologie, internistische Intensivmedizin, Gefäßmedizin; Klinik für Kardiologie)
    • Innere Medizin II (Allgemeine innere Medizin, Gastroenterologie, Hepatologie, Rheumatologie, Immunologie, Pneumologie, Schlafmedizin)
    • Innere Medizin III (Onkologie, Hämatologie, Palliativmedizin)
  • Zentrum Plastische Chirurgie
    • Klinik für Handchirurgie, Mikrochirurgie und Rekonstruktive Brustchirurgie
    • Klinik für Plastische Gesichtschirurgie
    • Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Interdisziplinäre EinrichtungenBearbeiten

  • Brustzentrum (zertifiziert)
  • Darmzentrum (zertifiziert)
  • Endoprothetikzentrum (zertifiziert)
  • Gefäßzentrum (zertifiziert)
  • Gynäkologisches Krebszentrum (zertifiziert)
  • Kopf-Hals-Tumorzentrum (zertifiziert)
  • Myomzentrum
  • Interdisziplinäre Notaufnahme
  • Neuromuskuläres Zentrum (zertifiziert)
  • Onkologisches Zentrum (zertifiziert)
  • Pankreaszentrum (zertifiziert)
  • Shuntzentrum
  • Stroke-Unit (zertifiziert)
  • Traumazentrum (zertifiziert)
  • Wirbelsäulenzentrum
  • Zentrum für Alterstraumatologie (zertifiziert)
  • Zentrum für Schwerbrandverletzte

Therapeutische AbteilungenBearbeiten

  • Diabetesberatung
  • Ergotherapie
  • Ernährungs- und Diätberatung
  • Logopädie
  • Phoniatrie und Pädaudiologie
  • Physiotherapie und ambulante Physiotherapie
  • Schmerzambulanz
  • Stoma- und Inkontinzenztherapie

Weitere EinrichtungenBearbeiten

  • Krankenhausapotheke
  • Arbeitsmedizinisches Institut
  • Bildungszentrum
  • Institut für Laboratoriumsmedizin
  • Institut für Pathologie
  • Notfallpraxis der Stuttgarter Ärzteschaft
  • Patienten-Informationszentrum (PIZ)
  • Seelsorge (katholisch und evangelisch)
  • Sozialdienst und Pflegeüberleitung
  • Zentralsterilisation

Medizinische GroßgeräteBearbeiten

  • Angiograf
  • Computertomografen (265-Zeilen-CT, 64-Zeilen-CT)
  • Gamma-Kamera
  • Kernspintomografen (3.0 Tesla-MRT, 1.5 Tesla-MRT inkl. HIFU-Tisch)
  • Linearbeschleuniger
  • Linksherzkatheter-Messplatz
  • Mammograf mit Liegendstereotaxie
  • Multifunktionales digitales Röntgengerät
  • PET-Computertomograf

Aus-, Fort- und WeiterbildungsangeboteBearbeiten

  • Schule für Gesundheits- und Krankenpflege (126 Ausbildungsplätze)
  • Diätschule (32 Ausbildungsplätze)
  • Ausbildung Operationstechnische/r Assistent/in
  • Ausbildung Anästhesietechnische/r Assistent/in
  • Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen (m/w)
  • Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration (m/w)
  • Duales Studium Bachelor of Arts BWL-Gesundheitsmanagement DHBW
  • Duales Studium Bachelor of Arts Wirtschaftsinformatik oder Medizinische Informatik/Medizinisches Informationsmanagement DHBW
  • Ausbildungsbegleitender Studiengang Bachelor of Arts in der Pflege
  • Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie
  • Weiterbildung Algesiologische Fachassistenz
  • Weiterbildung Intermediate Care
  • Weiterbildung Palliative Care
  • Weiterbildung Praxisanleiter
  • Fachkundelehrgänge Sterilgutversorgung
  • Weiterbildung Familiengesundheitspflege

KunstwerkeBearbeiten

 
Pietà im Foyer des Alten Marienbaus von Joseph von Kopf

Der Alte Marienbau ist mit einigen plastischen Kunstwerken ausgestattet.

LiteraturBearbeiten

  • Margarita Beitl (Hrsg.): Marienhospital. 1890–1990. Unter Mitarbeit von Eberhard Gönner und Rudolf Reinhardt. Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul, Untermarchtal 1990.
  • NN: Das neue Krankenhaus der barmherzigen Schwestern in Stuttgart. In: Archiv für christliche Kunst. Jg. 8, 1890, ZDB-ID 211475-6, S. 82–84, Tafel nach S. 82.
  • Harald Siebenmorgen (Hrsg.): „Für Baden gerettet“. Erwerbungen des Badischen Landesmuseums 1995 aus den Sammlungen der Markgrafen und Grossherzöge von Baden. Braun, Karlsruhe 1996, ISBN 3-7650-9048-4.
  • Christine Unrath: Die Pieta – Sinnbild der Barmherzigkeit. Im alten Marienbau steht das bekannte Kunstwerk des Bildhauers Josef Kopf (1827–1903). In: marien hospital-zeitschrift. Heft 11, 2004, ZDB-ID 2141326-5, S. 12–13 (PDF (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive)).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Marienhospital Stuttgart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 45′ 41″ N, 9° 9′ 47″ O