Marianne Stanior

deutsche Schauspielerin und Tänzerin

Marianne Stanior (* 19. Juni 1910; † 12. Januar 1967 in München) war eine deutsche Schauspielerin und Tänzerin.

Marianne Stanior im Kabarett der Komiker, Jahreswechsel 1938/1939
Marianne Stanior und Erik Ode im Kabarett der Komiker, 1938

LebenBearbeiten

Die Berlinerin debütierte in Wien und München. 1928 trat Marianne Stanior als Tänzerin gemeinsam mit den Comedian Harmonists in der von Erik Charell inszenierten Revue Sunshine-Girls im Großen Schauspielhaus in Berlin auf.[1] Darüber hinaus war sie in den 1930er Jahren unter anderem neben Erik Ode, Robert Dorsay, Joe Furtner und Charlott Daudert Ensemblemitglied am Kabarett der Komiker.[2] Abseits ihrer künstlerischen Tätigkeit fand Marianne Stanior im Jahr 1931 mit der Beschreibung „süße kleine Tänzerin“ in der Berliner Presse Erwähnung, als sie anlässlich eines Empfangs zu Ehren des britischen Komikers und Schauspielers Charlie Chaplin während seines Besuches in Berlin ihm vorgestellt wurde.[3]

Bereits 1921 kam Marianne Stanior mit dem Stummfilm in Berührung und verkörperte dabei in einigen Produktionen Jungenrollen. Später wirkte sie auch in verschiedenen Tonfilmen mit. Darunter befanden sie 1930 Das Kabinett des Dr. Larifari von Robert Wohlmuth mit Max Hansen, Paul Morgan und Carl Jöken, 1937 Der Unwiderstehliche von Géza von Bolváry mit Anny Ondra, Hans Söhnker und Erika von Thellmann und 1939 Hurra! Ich bin Papa! von Kurt Hoffmann mit Heinz Rühmann, Albert Florath und Carola Höhn.

Als Synchronsprecherin konnte man sie zudem als deutsche Stimme von Lana Turner in Arzt und Dämon hören.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, DNB 451560752, S. 1649.

WeblinksBearbeiten

Commons: Marianne Stanior – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Peter Czada, Günter Große: Comedian Harmonists: Ein Vokalensemble erobert die Welt. Edition Hentrich, Berlin 1993, ISBN 3-894-68082-2, S. 23–24
  2. Klaus Völker: Kabarett der Komiker: Berlin 1924 bis 1950. Edition Text und Kritik, München 2010, ISBN 978-3-86916-050-4, S. 152
  3. Wolfgang Gersch: Chaplin in Berlin. Illustrierte Miniatur nach Berliner Zeitungen von 1931. Henschel, Berlin 1988, ISBN 3-362-00264-1, S. 79